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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1853-03-21 · Heft 13 (21.3.1853) · p. Seite 160

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
17 (1853)
Issue
Heft 13 (21.3.1853)
Date
1853-03-21
Page
Seite 160 (sequence 8)
Language
German
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160 auch, daß die geistliche Ordination (ria^vs) und die Anordnung deS Festkalenders ein Hauptgegenstand Hadrianischer Verfolgung waren, da Beide in engster Beziehung zu einander stehen. Möglich nun, daß — obgleich daS religiöse Gebiet ganz dem Naßi anheimgegeben war, doch in Betreff der Anordnung deS Festkalenders ihm die Bedingung gestellt wurde, sie nur persönlich vorzuaehmen und keinem Andern zu übertragen. Ain-Tab war nach Tosafot Rosch Ha-Schana loe. eit. der Ort der Einweihung deS Neumondes, die Hinsendung deS R. Chija mit dem Auftrag, die fragliche Einweihung dort vorzunehmen, war demnach gegen daS römische Gesetz; Rabbi suchte daher diesen Verstoß gegen das Gesetz möglichst geheim zu halten, um den in Palästina stch befindenden römischen Beamten keine Veranlassung zu feindseligem Auftreten zu geben. Auch darf man nicht vergessen, daß Rabbi noch unter der Regierung des tyrannischen KommoduS dreizehn Zähre gelebt hat (stehe y*ba *pr, Artikel bin®'» y*iN, Kap. 4). ES ist nicht unwahrscheinlich, daß damals die römischen Beamten die frühere Bedrückung wieder erneuert haben, um Geld zu erpressen. Doch ist hier der Ort nicht, dies ausführlicher zu erörtern. Literarifcke dtachrichteu. Nlagidebrurg, 14. Januar. Neue Ausgaben alter Schriften. (Fortsetzung.) maTK nbrr Wrta raneu jrrpnrr: maba imr? nn«y n«ya a-naa«?* -rra j-ibvwrr -»ba^aa N£a:rr ■»naa : yina a^n Sh bsiaio -iL-ivna -p® nroa" ana:r; sTy pviirrpa-'ii roaa -,:nr> *Yinast *'b pnwn . pybby -priN iv by airnn n^ab rraini i'h'' Leipzig, 1853. Midrasch Ele Eskera. Nach einer Handschrift der Hamburger Stadtbibliothek. Zum ersten Male nebst Zusätzen (worin der Herausgeber Alles zusammenträgt, was er über die maba svror gefunden) herausgegeben von A. Jellinek. — «sa br ®srn *ico npvym a'NB'nf: cna^bewb onvo ba®i rpa •T'“inbK rrab® p rmfr S aann •’-oyb ■’a-iy yi®ba •py’bby pi-is 2« -iirrb vriawrin Leipzig, 1852. Allerdings bilden die Namen Galenus und Alcharist den Hauptimpuls, daS so selten gewordene und bei früheren jüdischen Philosophen oft ventilirte Büchlein wieder zum Druck zu besorgen, und stellt die Einleimng daS Literär- Historische — allerdings weiter nichts — also die äußeren Momente des SchriftchenS in'S Klare. Belletristisches. Esra. Eine Novelle. (Fortsetzung.) 2. Die Nacht war längst vorüber; die Sonne aufgegangen; schon stieg fie zur Mittagshöhe hinan; ihr Strahl wurde glühend. Zn einem Gärtchen, im Schatten eines MyrthenbaumeS saß ein Mann, noch nicht dem Greifenalter nahe, aber gekrümmten Rückens, gebeugten HaupteS. Er saß da, wie in sich versunken, ohne äußere Beschäftigung, wie wenn er nur von der Erinnerung lebte. Er schützte stch nicht vor der Sonne, aber wenn fie zu heiß auf ihn brannte, so rückte er dem Schatten deS BaumeS nach. Von Zeit zn Zeit kam aus dem kleinen einstöckigen Häuschen, an daS daS Gärrchen stieß, eine junge, herrliche Mädchengestalt, eine voll aufgeblühte, aber von grünen KnoSpenblättern umgebene Rose; fie kam von Zeit zu Zeit zu dem Manne, und ftug ihn nach seinem Befinden, und ftug nach seinem Bedürfen, und brachte ihm wol Dies und Jenes zur Erquickung. Wenn er den leisen Schritt ihres kleinen Fußes hörte, so horchte er auf, und sein Haupt hob sich, und sein Mund verzog stch zum Lächeln, und er streckte die Hand aus, um die ihre zu fassen. Der Mann war blind, und die Jungftau seine Tochter : fie war das wieder aufgegangene Licht seines Lebens, der Stab in seiner Hand, das Kissen seines ftüh gebeugten Hauptes. Seine Seele war gebunden an die ihre, denn diese war seine ganze Welt geworden. Sein Weib war gestorben in der Stunde, da fie Naarah geboren, und Naarah sein einziges Kind. So vergingen Stunden. Als die Sonne höher gen Mittag stieg, rief er seiner Tochter; er richtete stch mit ihrer Hilfe auf; fie faßte seinen Arm mit dem ihren, nahm mit der andern Hand daS Kiffen und den Teppich, auf denen er geruht, und führte ihn in das Häuschen. Der Gatten war eine Zeitlang leer. Da öffnete stch das Mauerpfortchen, und einttat mit leisen Schritten ein

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