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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1853-02-28 · Heft 10 (28.2.1853) · p. Seite 120

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
17 (1853)
Issue
Heft 10 (28.2.1853)
Date
1853-02-28
Page
Seite 120 (sequence 4)
Language
German
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gustWiener, L. Wollenberg, Hartwig Kantorowi'cz, I. Scherk, I. Franck, Samuel Jaffe, Michaelis Breslauer, Gemeindeverordneter, Salomon Cohn, Magnus CzapSki, Julius CzapSki, I. M. Markuse, Hartwig Mamroth, Eduard Mamroth, Gemeindeverordneter, Ed. Kantz, Stadtrath. Wir haben zu dieser „Erklärung" auch nicht ein Wort hinzufügen, außer einem Worte des Dankes an die Abfasser und Unterzeichner derselben! AKünfker, im Februar. (Eingesandt.) Mit Bezug auf die in No. 6 dieses BlatteS enthaltene Aufforderung deS herzoglichen Stadtgerichts zu Braunschweig, die bei demselben deponirten, zur Gründung eines jüdischen Hospitals und einer Schule zu Jerusalem bestimmten Beiträge betreffend, erlaubt sich Einsender den betheiligten Gebern Folgendes über die zweckmäßige Verwendung dieser Gelder zur Beherzigung vorzutragen: DaS Haindorffsche Institut hat sich, wie vielfach bekannt und auch bereits öfter in dieser Zeitung erwähnt ist, die hohe Aufgabe gestellt, durch Ausbildung von Elementarlehrern und Beförderung von Handwerken und Künsten die jüdischen Glaubensgenossen einer ehrenwerrben Stellung in der bürgerlichen Gesellschaft zuzuführen. Wie demselben dies seil einer Reihe von fast 28 Jahren gelungen, davon können vorzugsweise die Gemeinden von Westphalen und Rheinlande Kunde geben. Diese haben daher auch ganz besonders die Verpflichtung, den Fortbestand der nur mit geringen Mitteln versehenen Anstalt zu sichern und jede Gelegenheit wahrzunehmen, daS Interesse derselben zu fördern. Hierzu bietet sich in der obenberegten Aufforderung eine Gelegenheit dar. Da nämlich angenommen werden bars, baß die einmal zu wohllhätigen Zwecken bestimmten Gelder von den betreffenden Gemeinden nicht wieder zurückgenommen werden, so erlaubt sich Einsender dieses den Vorschlag zu machen, ihre resp. Beiträge der ihnen so nahe stehenden Haindorffschen Anstalt zuzuwenben, welche überdies gerade durch Umstände genölhigt ist, ein eigenes Schulgebäude zu erwerben. Behufs Ausführung dieses Vorschlages, den wir indeß wie in unseren einleitenden Worten, noch schließlich allen zu der in No. 6 dieser Zeitung erwähnten Summe beigesteuerten Einsendern dringend empfehlen, wollen die damit einverstandenen Gemeinden und einzelnen Geber durch möglichst schleunige Überreichung ihrer in gesetzlicher Form ausgestellten Vollmachten den Herrn Professor Dr. Haindorf Hierselbst in den Stand setzen, die fraglichen Gelder bei dem betreffenden Gericht reklamiren zu können. Oesterreichischer Kaiserstaat. Lemberg, im Februar. (Privatmitth.) Wenn wir den wiebererwachten Eifer für alles Edle und Bessere, und die allgemeine Begeisterung für einen deutschen Rabbiner oder Prediger hier wahrnehmen, so haben wir dies zunächst der wohlthuenden Anregung unserS trefflichen Gemeindevorstandes, und dem rühmlichen Eifer aller Strebsamen hier,, zu denen wir besonders die ehrenwerthen Herren Doktoren und Ausschußmänner der israelitischen Gemeinde zählen, zu verdanken. Wol sehen sie es ein, daß wir einen Mann brauchen, der als treuer Wächter nach allen Richtungen hin die Gemeinde überwachen soll, einen Mann, der die Zerstreueten wieder zur Etnhejr sammle, und so Manchen von dem in religiösen Unglauben ausartenden Jndifferenlismus heile, einen Mann endlich, der im GotteShause den treuen Hirten, in den hiesigen Anstalten bei den Knaben die Stelle der frommen Prarlsten, und bei den Mädchen die der sorgsamen Ursulmermnen vertreten soll. Zu diesem Behufe wurden öffentlich wegen Besetzung der hiesigen Predigerstelle, Konkurse auSge- Ichrieben, allem es fehlte nicht an einem Paar ehrloser Individuen, die aus Selbstsucht und Eigennutz, auS Furcht, in dem anzustellenden Rabbiner den präsumtiven Vertreter ihrer einstweilig verliehenen Funktionen erblicken zu müssen, die Herren Kompetenten in anonymen Briefen von Lemberg zurückschrecken, die stets lodenswerthen Bestrebungen unsers intelligenten Gemelndevorstanves untergraben, dem Fortschritte Lembergs Hemmnisse in den Weg legen, und dadurch einen offenen Verralh an unserer Gemeinde begehen. Wir finden keinen Ausdruck, diese Verworfenheit gehörig zu bezeichnen. Wol aber werden wir bei solchen wiederholten indirekten Angriffen auf unsere Gemeinde solche Schurken vor daS Tribunal der Oeffenllichkeit fordern und rhre Namen auf ewig brandmarken. Den betreffenden Konkurrenten aber möchten wir

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