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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1853-02-21 · Heft 9 (21.2.1853) · p. Seite 113

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
17 (1853)
Issue
Heft 9 (21.2.1853)
Date
1853-02-21
Page
Seite 113 (sequence 11)
Language
German
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öden Plattform des Hügels. Vergeblich sucht daS Auge umher nach der geringsten Spur der wunderbaren Baulen und Kunstwerke, die wir soeben noch gesehen, und fast glauben wir halb und halb, daß ein Traum uns getäuscht habe, oder daß wir einem Mährchen gelauscht aus einer Sage des Ostens. Ein späterer Wcmderer, der diesen Platz betritt, wenn daS GraS wieder wogen wird über den Palästen der Könige Assyriens, wird in der That meinen, daß ich hier eine Vision erzählt habe." (Schluß fslgt.) Pantheismus und Iudenthum. Don A. SchNLledl, Rabbiner zu Proßnitz. Zn No. 3 dieses Blattes macht Herr 3. Löwi einem Referenten der „Wiener Blätter" den Vorwurf, dieser hätte den Pantheismus dort als einen Lehrsatz des KuSri bezeichnet. Schreiber dieses, der zugleich Verfasser des fraglichen Aussatzes war, sieht es nun als Ehrensache an, den schwerwiegenden Vorwurf von seinen Schultern abzuwälzen, als hätte er sich gegen den großen Namen des unsterbliche» Jehuda Halevi solch eine Blasphemie erlaubt. Ich muß jedoch dagegen feierlichst protestiren. Denn zunächst habe ich in jenem Aussätze den Namen KuSri oder Jehuda Halevi gar nicht erwähnt; sondern der Gegenstand jenes kurzen Artikels war folgender. Nachdem ich früher in einem größern Aussatze eine historische Skizze der Kanzelrede in der Synagoge zu geben versucht, brachte ich als Nachtrag zu dieser Skizze eine „merkwürdige Predigt", die im Jahre 1705 zu London von j dem Rabbiner Dawid Ni tu gehalten wurde. Er sprach nämlich: „Gott und Narur, Natur und Gott sind eins." Nun ist bekanntlich gerade damals, im Beginn deS 18ren Jahrhunderts, daS von ParmenideS und den Neuplatvn ikern zwei Jahrtausende früher aufgestellte Apostegma, neuerdings schulgerecht gemacht, und mit dem Namen Pantheismus bezeichnet worden. — Um so mehr vielleicht mußte gerade damals solch ein anrüchiger Satz, gesprochen in den Hallen einer Synagoge, vor einem jüdischen Zuhörerkreise, Aussehen und Befremden erregen. Hierdurch angeregt nahm nun der gelehrte David Nitu Veranlassung, seinen Satz in klareres Licht zu stellen und erörterte denselben mit folgenden Worten. (Schluß folgt.) Literarische Nachrichten. Dkagdehurg, 14. Januar. Neue Ausgaben l alter Schriften. (Fortsetzung.)' pp amurp Ynr» m»p mb» msoa, Niirn mrsn am maan »b» i» “p-iyrt 'oa pme ba inrrarn Nb» min mbart -iiN-a asNi .imth mban bba 0» v-iNara I^N» i-Kartft ■•»p a^ai amaNa -p aa na v-iNaro na°nn »■» nvnaan .nnba “nasb nnr 73 an»b ■«nNT niNTsnb ■n ans» inan .noc-i: Nb» b'rn bw nr»:?a pbb rib» re» NN-L^^na n:n»N-n b?b asm .b"r anirn Hh b» riNxnm aivnn »aaa bs nrns Nanm N^aab ns a*nm a»r* ^wbbm priN rraan b«-v Leipzig, 1853. DaS Werkchen enthält die Erklärung einer großen Anzahl von Fremdwörtern in den Talmuden, Midraschim und dem Sohar, die im „Aruch" nicht genügend erläutert oder ganz ausgelassen find. Angehängt hat der Verf. R. Menachem de Lousana eine Sammlung von 42 hübscher nr*»*». DaS Verdienst deS schönen Abdruckes dieser Schrift tragen die Herren Jellinek und Fischl gemeinsam, da jener die Mühe, dieser die Kosten hergab. (Fortsetzung folgt.) Korrespondenz. AuS Mecklenburg-Schwerin, 2. Januar. B. Die moralischen und religiösen Zustände. (Schlur.) Diese- Geschlecht legt in der Beobachtung der Sabbate und Festtage, so wie gegen die öffentliche und häusliche GolteSverehrunz einen schweren Leichtsinn an den Tagder in der That tief betrübend ist, wenn man sich fragt. waS soll daraus in der Zukunft werden?!-Aber auch die Alten müssen wir ihren Kindern und ganz Israel gegenüber der Lauheit und Kälte anklagen, die sie in religiöser Hinsicht und oft an den Tag legen! Wie Manches könnten und sollten sie an ihren Kindern bessern, wenn sie selbst mehr Warme und Eifer für die Sache unserer Religion hätten! — Und wie steht eS mit der frommen, oder besser sich ftommdünkenden Partei? — Wahrlich, sie ist nicht minder hart anzuklagen vor dem Forum deS JudenthumS so wie der tausendjährigen Ge-

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