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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1853-02-21 · Heft 9 (21.2.1853) · p. Seite 111

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
17 (1853)
Issue
Heft 9 (21.2.1853)
Date
1853-02-21
Page
Seite 111 (sequence 9)
Language
German
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111 d'-ILN 8bäy2 8N«ri abvll''*; 8Rlp1 8t173N321 »712 -,2;1»8 1*17387 b81tt^ b2 Dann folgt eine Form für die Wochentage; dann die Namen der Monate, aber mit Adar anfangend und mit Schebat endigend. No. 7. Ein Fragment einer wunderschönen Hymne über dm Auszug aus Egypten, die AnfangSbuchstabm der Verse find irsb8. No. 8. r>2« ''8Li»b mi^m, enthaltend eine Hymne, in welchem daS Kommm des Propheten Elija als Vorbotm des MesfiaS gefeiert ist. Sie beginnt: „Elija der Prophet, Elija der Tifchbi, Elija der Gileavi, möchte er eiligst kommm unter uns mit MesfiaS, dem Sohne Davids". Dann wieder: ay 111 12 8Ri27ai nma rvoia nbw 8''23ii n^8 *}yi Mir dieser Phrase wird jeder VerS der Hymne geschloffen. Dann eine andre Hymne, eine Klage über die Leiden unter den Nationen der Welt, und fröhliche Antizipationen von Ruhm und zukünftiger Wiederherstellung. So z. B. bi*»a v5 83 8ip tibrtm "piti rsi iibsin :w ro® : 21 mb8 Und wiederum — : 7121231 nilv aisb N2lb731 «IN b^l Und — nbiyb rpii'i irnb« nnar iits ■psi ni»n rb«aa r stb^eh B"'321«?1 1VV2 1123^1 1B3> *>321« f’pRb 1B1«2 Npn^l r iT’bS8732 Dann nbi2N und einige Bibelstücke. (Fortsetzung folgt.) Abhandlungen verschiedenen Inhalts. Die Ninevemouumeute. (Fortsetzung.) Um so weit dies ohne Zeichnungen und Pläne möglich ist, eine Vorstellung zu geben von dem Zustande, in welchem sich die so vonLayard entdeckten Reste vonNimrud befinden, will ich die zu diesem Zwecke von ihm selbst höchst pittoresk entworfene rekapitulirende Darstellung seiner Ausgrabungen hier anschließen. Der Leser versetze fich einen Augenblick in die Rahe eines arabischen Dorfes unweit des Tigris. Die Gegend ist eine weite Ebene, unterbrochen durch einen Hügel von auffallender Form. Von jenem Dorfe aus, wo daS Zelt des Engländers steht, nähern wir unS dem Hügel. „Wir erblicken an und auf demselben keine einzige Spur menschlichen Bauwerkes außer der eilig aufgerichteten Hütte von Lehm, welche meinen chaldäischen Arbeitern als Ruheplatz dient. Wir steigen den hohen künstlichen Hügel hinauf, aber wir sehen nirgends Ruinen, nirgends auch nur einen Stein, der aus dem Erdboden hervorragte. Wir haben nichts vor unS als eine große ebene Plattform, vielleicht mit einem üppigen Gerstenfelde bedeckt, oder auch der Boden ist je nach Umständen braun und ausgedörrt, ohne eine Spur von Vegetation, nur hier und da ein spärliche- Kameeldorngestrüpp. Niedrige schwarze Haufen, mit Reisholz und dürrem Gras umgeben, aus deren Mitte eine dünne Rauchsäule aufsteigt, find hier und da verstreut. DaS find die Zelthütten der Araber; um fie herum sehen wir Gruppen armseliger alter Weiber, welche Kameelmist oder trockneS Gesträuch auflesen. Ein oder zwei junge Mädchen schreiten festen Schrittes und gerader Haltung den Hügel hinauf, Waffergefäße auf ihren Schultern oder Bündel Reisholz auf den Köpfen. Nach allen Seiten sehen wir, als stiegen fie auS dem Grunde der Erde auf, lange Reihen von dunkeln wildblickmden Gestalten mit flatterndem Haar, ihre Glieder nur mtt einem losen Schurz bekleidet, bald springend und Posten reißend, dabei mit wildem Geschrei wie toll hin und her eilend; fie ttagen Körbe, deren Inhalt fie an bestimmten Stellen auSschütten, daß Wolken von Staub aufsteigen, und nachdem dies geschehen, verschwinden fie, die leeren Körbe mtt wildem Geschrei um ihre Köpfe schwingend, wieder unter die Erde am Fuße deS Hügels. Das find die Arbeiter, welche den Schutt auS den Ruinen entfernen. Wtt steigen jetzt den Hügel hinab und tteten ein in den ersten dort aufgeworfenen Laufgraben, etwa 20 Fuß üef— und plötzlich finden wir unS zwischen zwei kolossalen Löwen von Marmor, mit Flügeln an de» Schultern und Menschenhäuptern, welche ein Portal bilden. AuS dem Innern der aufgegrabeuen Schachthallen heraus ertönt der wilde Kriegsgesang der arbeitenden Araber und die heftige Weise der kurdischen Mufik. Wir lassen ein schmales Gemach hinter unS, in welchem die aufgefundenen Skulpturen und Ornamente rohere Arbeit und geringere Kunstfertigkeit zeigen, und begeben unS hindurch zwischen 1 den beflügelten Löwen in die Reste der Haupthalle. An 9*

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