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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1853-02-21 · Heft 9 (21.2.1853) · p. Seite 110

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
17 (1853)
Issue
Heft 9 (21.2.1853)
Date
1853-02-21
Page
Seite 110 (sequence 8)
Language
German
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110 mögliche Abhilfe angedeihen zu lassen. Die veranstaltete Kollekte ergab den Totalbetrag von ungefähr 4000 Fl. K. M., und es machen sich besonders folgende Spenden bemerkenswerth: die aus Czernowitz von 1000 Fl. K. M. und der hiesigen 8uäits (d. h. Paßinhaber) von 40 Dukaten, welche Letztere den Bemühungen des hierortigen Starosten und KreiSphysikus, Herrn Dr. Deakonowitz zu verdanken ist. — AlS erfreuliche Kunde habe Ihnen ebenfalls zu melden, daß daS beabsichtigte Projekt, als Aequivalent für die Schenkwirthemanzipation namentlich die Konskriptionspflicht auch auf unsere Glaubensgenossen auszudehnen und sie zum Straßenbau anzuhalten, Dank fei es dem unermüdlichen Streben des Herrn Back zu Konstantinopel, über unseren Häuptern vorüberzuziehen scheint. Um aber auch unsere Lokalchronik nicht zu vergessen, so diene Ihnen zur Wissenschaft, daß es hier bereits außer an einer rim««- Gesellschast, auch an einem deutschen Leseklub nicht fehlt, welches um so mehr anerkennenSwerth ist, als er leider als Erstgeburt in unserm ganzen Lande anzusehen ist. L. F. China. Kae-Fung-Foo. The Jew. Intell. und nach ihm lew. Chron. bringt einen sehr wichtigen Bericht über die Manuskripte, welche die, auch in diesen Blattern öfter besprochene jüngste Mission nach Kae-Fung- Foo, um den Zustand der dortigen Juden zu untersuchen, mitgebracht hat, und zwar über die Gebete dieser chinesischen Juden. ES ergiebt sich daraus, daß die chinesischen Juden dieselben Gebete haben wie alle Juden der Welt. So abgeschlossen diese chinesischen Juden lebten, so daß ihre Erchenz sehr zweifelhaft,war, so haben sie dennoch die wesentlichsten Züge des jüdischen KultuSsyftemS sich zu erhalten verstanden. So wie die Torarollen nur eine Zahl sehr geringer Abweichungen zeigten, so auch die Gebetbücher. Wir wollen die vor uns liegenden Manuskripte skizziren. No. 1 enthält Gebete für 2K3 m«n, für rn-irra 7171321, gleich denen der Sephardim. DaS Morgengebet beginnt mit «mp vor 12-12, und kein Psalm gehet dem zuvor, wie in den europäischen Liturgieen. Die 2-2 ist ganz dieselbe (nur daß nbnaTi mit der 4ten Denediktion verbunden ist). Nach dem Worte m^iabsbi steht noch ö'nmiBobi; noch ein besonderes Gebet in sehr klagender Sprache ist für die Wiederherstellung Jerusalems dem allgemeinen hinzugefügt. Die sw wird vom Chasan wiederholt mit dem mmp der Sephardim; hierauf ein besonderes Gebet für die Fasttage. DaS Schriftstück und die Haphtora, die verlesen werden, sind dieselben wie bei anderen Juden. DaS Hsi« besteht aus amp, Ps. 145, sr-ip, Ps. 20 und ismbso "ps. Mincha wird mit dem 111 Ps. geschloffen. No. 2. Sabbatgebete. DaS Morgengebet beginnt mit einer herrlichen Hymne über die Wunder der Schöpfung von einem gewissen R. Eleazar, von der jeder VerS endet mit den Worten: -p-12 nbim rrm Dann folgt eine andere Hymne, deren Verse mit diesen Worten beginnen, und in alphabetischer Ordnung. Bor naiaa wird noch eine Hymne gebraucht, die eine feierliche Mahnung an die Seele enthält. Die Anfangsbuchstaben der Verse sind -nabs, der Verfasser. Eine Art ipiis vip-> wird vor dem Lesen auS der Tora gesagt. Die anderen Gebete sind ganz so wie bei den Sephardim. No. 3. r>2i2 p*ip für rh, dann nb^ys. ErstereS ist wie bei den Aschkenasim, mit einer kabbalistischen Hymne über 7122-12 noya von R. Abiathar, zum Schluffe. Letzteres mit geringen Abweichungen wie bei den anderen Juden. No. 4 enthält verschiedene Gebete, wie «mp; «m nby11; "pTan na-n; ein Dankgebet für nvirn und D*>-ns; pam tmp. Zuletzt eine Art Gebet für abgeschiedene Seelen, mit einer lange Liste von Namen, einige chinesisch geschrieben. No. 5. nvs b« msr: beginnt mit «vrp, aber fährt mit einem Loblied auf Israel fort; dann wie die unsrige, aber schließend mit einer sehr schönen Hymne in alphabetischer Ordnung über die wunderbare Befreiung aus Egypten. Eine chinesische Uebersetzung ist der Hymne beigegeben. No. 6. Gebete für den Sabbat; enthält die folgende Form des «nnn ra-ia, am letzten Sabbat vor dem Monatsbeginn: «K-l *J3n-1 12K3P iy»pn ■'KT’Vj K*»37l2 iy«2« irrs« 212 n-ra in «im K2«2 «in -,bEi sm1 7132« ■paip'n «bioya Kn«n bK-i«-> bo by K3«by yo’a-'yai «33 2 -jKiTrPi ,arm373 «32^1 -pTi-ioy K-ioy rp«2 mabaai sba^m TT’bibDiöai saipsi «3 322

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