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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1853-02-14 · Heft 8 (14.2.1853) · p. Seite 99

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
17 (1853)
Issue
Heft 8 (14.2.1853)
Date
1853-02-14
Page
Seite 99 (sequence 11)
Language
German
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SS Th eil seiner Entdeckungen auf Kähnen den Tigris hinabgleiten sah, da mochte es ihm wol vergönnt sein zu sagen: „Meine Augen folgten den Flößen, welche diese Denkmäler den Tigris hinabfuhrten, biS eine Krümmung des Stromes sie meinen Blicken entzog. Ich konnte nicht umhin in Nachsinnen zu versinken über das wunderbare Geschick der Lasten, welche sie trugen, und die, nachdem sie einst die Königsburgen urältester assyrischer Herrscher geschmückt und den Gegenstand der Bewunderung, vielleicht der Verehrung, so vieler Geschlechter gebildet hatten, dann Jahrtausende lang begraben unter einem Boden, über welchen der Fuß der Perser unter CyruS, der Griechen unter Alexander, und der Araber unter den ersten Nachfolgern MohamedS abwechselnd gewandelt war, jetzt im Begriff standen eine Reise nach Indien anzutreten, daS weite Weltmeer der südlichen Hemisphäre zu durchschwimmen, um am Ende solcher Fahrt im britischen Museum zu London ihren Platz zu finden. Und wer vermag zu sagen, wo einst die wunderbare Laufbahn dieser ältesten Denkmäler der Menschheit ihr Ende finden wird?" (Fortsetzung folgt.) Literarische Nachrichten. fORagbefcltrg, 14. Januar. Neue Ausgaben alter Schriften. (Fortsetzung.) rmrn2 -pn 23*>735 *»23 ">*222373 , 2*>32b 1222« “10273 nbbo 72333p Sn ,nbnn onb t-pTsvn oow -,rin Vr» rraom rmno '*ni b«273© Sn 230b ->20^2 *,o« b-.«D So mr.’1 Drpob 2233 *2©n ,0337 onno« Sn 2:2b *s22">2 So n©73 ■»b©73 2^8233 128232 B"»T33 ■>‘22*2 25732 : OZ2273 ">33b niWÄI 0*25 b©732 B^asm *|2"> *>7307273 ,2*'32232 2*>732r2 yn'nrra n5*r ©23«b *2«bb ,a->32237 0">N223 ab20 ,o*>:2© *'251273 n22«K2 2pk253 .0">3*>:32 N222 n732N2 "2N23 *22«b 2«33*'2 n*230prr “,*>52 *2©« 2">N30n *2332« N*'22 *2"> ©*2*>n *>233 'pn ■>T’ 25 ">b33K -Z2©b2 npt25n 05 028*2n .2233 *jn ©">« *irr»b5*25 London, 1852. Das Testament Jehuda Aben.Tibbon'S an seinen Sohn Samuel, und daS Testament MaimonideS' an seinen Sohn Abraham, und eine Sammlung alter griechischer und arabischer Sprüche (in hebräischer Sprache), aus Manuskripten der Bodlejanischen Bibliothek, mit einer englischen Uebersetzung von H. BreSlau, so wie mit Anmerkungen und Einleitung deS Herausgebers, Herrn Edelmann, nebst Bemerkungen von Leop. DukeS, bilden eine Gabe, die sicherlich von Jedem, der deren Werth zu würdigen weiß, höchst geschätzt wird. (Fortsetzung folgt.) Korrespondenz. AuS Mecklenburg-Schwerin, 2. Januar. A. Die politische und bürgerliche Stellung der Israeliten in Mecklenburg. Durch die aufgehobene Oktoberverfassung vom Jahre 1849 ist den Israeliten deS Landes die Emanzipation wieder genommen, welche schon 1847 von hoher Landesregierung bei den Landständen beantragt, besprochen und fast angenommen wurde. Seit jenem bedeutungsschweren Tage ist unsere Stellung dem Staate gegenüber eine unbestimmte und weder die Regierung noch die Landstände haben bisher etwas Gewisses oder Ungewisses verlauten lassen. Ihrer Annahme als Bürger wird von Staats wegen Nichts in den Weg gelegt. Es hängt diese lediglich von den Magistraten, oder gerade ausgesagt, von den Bürgermeistern ab. Jndeß hat man, einige intolerante Fälle ausgenommen, bis jetzt keinen Grund über dieselben zu klagen. Den Israeliten wurde und wird noch fortwährend fast überall das Bürgerrecht ertheilt, selbst Fremden. Einen eigenthümlichcn, betrübenden Fall aber erlebte ich heute als israelitischer Bürger. Es ging eine neue Repräsentantenwahl vor sich, zu der auch die Israeliten geladen wurden. Ich ließ mir vor der Abgabe meiner Stimme die Eigenschaften angeben, welche der zu Wählende besitzen müsse. Als darunter im Wesentlichen aber keine anderen waren als die, welche einen guten und brauchbaren Bürger auSmachen, so schlug ich zwei unserer angesehensten Kaufleute vor, einen jüdischen und einen christlichen. Erstern wollte man nicht annehmen, und zwar nur des Glaubensbekenntnisses wegen. Ich fragte hierauf nach den Gründen, da der Mann doch alle jene Eigenschaften in sich vereinige, welche von einem Repräsentanten beansprucht würden und darin ja unser GlaubenSbekenntniß nicht ausgeschlossen sei. Der Bürgermeister, ein sonst sehr humaner Mann, erwiderte hierauf, es seien dies allerdings bedauernSwerthe Differenzen. Sie hätten schon den obersten Landcsbchörden, dem ObcrappellativnSgericht, so wie der Regierung zur Entscheidung, Vorgelegen. JencS habe die Israeliten alS wähl-

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