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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1853-01-10 · Heft 3 (10.1.1853) · p. Seite 33

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
17 (1853)
Issue
Heft 3 (10.1.1853)
Date
1853-01-10
Page
Seite 33 (sequence 9)
Language
German
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33 eine walachisch-jüdische. Die Gemeinde verhält sich größtenteils höchst indifferent, und betrachtet das Ganze weit mehr als Regierungssache, denn als ihre eigene Angelegenheit. Unter den Wenigen, denen daS gemeinsame Interesse am Herzen liegt, verdienen walachischerseitS der Vorsteher Herr Weinberg, österreichischerseitS der Ihnen rühmlichst bekannte Di-. Barasch hervorgehoben zu werden, Letzterer ein Mann .von fabelhafter Thätigkeit, der soeben ein in London als klassisch anerkanntes naturwissenschaftliches Werk in walachischer Sprache beendigt hat. Nach der An- . erkennung jedoch zu schließen, die beiden Männern zu Theil wird, sollte man glauben, die Bukarester seien d.ie tiefsten Geschichtsforscher und die gründlichsten Kenner des lus nsuirse et gentium. Großbritanien. London, 28. Dezember. Von den neuen Ministern haben bereits Lord John Ruffel, Herbert und MoleSworth Adressen an ihre Wähler veröffentlicht, worin sie sich auch gegen jede Beschränkung auS konfessionellen Gründen aussprechen. Die Juden können daher doppelt zufrieden sein mit der Veränderung deS Ministeriums, indem sie auS dem neuen Ministerium Förderung ihrer Angelegenheit zu erhoffen haben, und die feindlichen Folgerungen loS geworben sind, welche die Radikalen aus der Anwesenheit DiSraeli's im abgetretenen Ministerium zogen. —. Die Jew. Chron. bringt einen Bericht über den feierlichen Gottesdienst, welcher von 15 Juden am Bord deS Dampfers Great Britain auf seiner ersten Fahrt nach Australien am vergangenen Rosch haschana und Jom Kippur gehalten wurde. Der Kapitän Matthew hatte ihnen einen schönen Raum dazu angewiesen, und alle Passagiere betrachteten dieses großartige Schauspiel des BetenS und KasteienS mit . großer Achtung. Als sie zum Schluffe des BersöhmmgStageS das bK-w y»® anstimmten, sank die Sonne gerade hinter die Felsen von St. Helena. Amerika. NeW-AorE, im Dezember. (Oeeiä.) Allhier ist ein Könnt« zusammengetreten, um ein jüdisches Hospital zu gründen; bereits sind beträchtliche Gaben eingegangen. — Am 20. September stand ein Jude vor Gericht, weil er am Sonntag in seinem Gewerbe gearbeitet. Er rechtfertigte sich damit, daß er den siebenten Tag feiere, und dies wurde als genügend angesehen. — In St. Thomas hatte der dänische Gouverneur den 28. August als den Wahltag für die Deputirtenkammer bestimmt. Da dies ein Sonnabend war, so machte der Major A. Wolff (Jude) Einsprache und der Gouverneur verlegte sofort die Wahlen auf Montag den 30. — In der Stadt Sacrimento in Kalifornien ist am 4. September eine Synagoge feierlich eingeweiht worden. Palästina. Jerusalem. (Fortsetzung der Auszüge aus Dr. TituS Toblers „Denkblänern auS Jerusalem".) Nicht bloS die Pilger bringen Geld in die Stadt, sondern es fließen auch beträchtliche Summen von Unterstützungsgeldern alljährlich dahin, wie z. B. für die bekehrten Juden; besonders auch die unbekehrten Juden leben hauptsächlich von Almosen, und es soll jährlich etwa eine Million Piaster, Familienstipendien inbegriffen für Palästina gesammelt werden, wovon der größte Theil Jerusalem zukomme. Die Juden in Italien gestatten übrigens dem Boten von Jerusalem das Sammeln von Unterstützungsgeldern nur alle zehn Jahre ein Mal, wo dann der Oberrabbi der spanischen Juden in Jerusalem die Sendung veranstaltet, und für seine Bemühung vierzig von hundert bezieht, wovon er jedoch wieder, da er nicht selber geht, an den Beauftragten fünfundzwanzig ausbezahlt, so daß ihm noch fünfzehn Zurückbleiben. Im verwichenen Jahrzehend war dieser Bote länger denn vier Jahre abwesend, und brachte die ansehnliche Summe von 46,000 Franks zurück. Bekanntlich schenkte Moses Montefiore bei seinem Besuche der h. Stadt im Jahre 1848 jedem Juden einen Thaler; Jedermann aber, Männer, Frauen und Kinder, mußte persönlich sich stellen, zum Acrgernisse der wohlhabenden Israeliten, weil sie nicht gern als Bettler erscheinen wollten. — Ein Amerikaner (wahrscheinlich Eresson), der vor einigen Jahren nach Jerusalem kam, sich beschneiden ließ und Jude wurde, reiste nach Amerika zurück, um für die Juden daS Möglichste zu thun. In jüngerer Zeit begab sich der bekannte Schriftsteller Joseph Schwarz mit Abraham Meier, der in Jerusa- 3 *

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