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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1853-01-01 · Heft 1 (1.1.1853) · p. Seite 9

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
17 (1853)
Issue
Heft 1 (1.1.1853)
Date
1853-01-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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s — So weil Luzzato. Wir haben also hier leine Bekämpfung deS SoharS auS äußeren Momenten, sondern von innen heraus. In Form von Gesprächen zwischen dem Verfasser und einem fremden, wandernden Polen werden die Hauptlehren des SoharS diskutirt, ihr völliger Widerspruch mit den Lehren der Mischna und deS Talmuds gezeigt, ihr innerlich dem Iudenthume völlig widersprechendes Wesen mit Scharfsinn dargelcgt, und so der Beweis geführt, daß Svhar und Judenthum zwei ganz verschiedene Dinge sind. Dabei ist daS Werk in dem schönsten, klarsten, stießendsten Hebräisch abgefaßt. Zn einem Zusatz spricht fick Luzzato auch über die Anfichten Landauers, daß Abulasia, und Iellineks, daß M. de Leon Verfasser des SoharS fei, auS; er neigt sich zu der erstern, und zwar auS Charaktergründen, denn er sagt von de Leon: tpin •’Nri np® ■wrt 2Hp7 pm bae* ,(irsypi2K 2Ni2rr psö *^2 tr,rr® 1722) ir’maib snn® prsm , -isrrrr: '02 pnpn 11*5 «2® -T'IECO CC'iDm ,1>>-!2173 n732i ,P7 Als die Ursache der nunmehrigen Herausgabe der vor 25 Jahren geschriebenen Dialoge giebr er die Aufforderung von polnischer Seite an, damit dem chasfidäischen Gifte entgegenzuwirken. Gott gebe seinen Erfolg hiezu, so wenig wir dieS glauben, da die Chasstdäer — Nichts lesen, am Wenigsten gegnerische Schriften. PreHdmeg, im Dezember. Eine eigenthümliche Erscheinung bietet ein eben hier von Herrn Büchel auS« gegebener ProfpektuS zu.einem „Jahrbuch für biblische Geographie mit Rücksicht auf die kommerziell« Verbindung Europa's mit Palästina." In drei Heften (Februar, Juni und November) soll ein erstes Jahrbuch erscheinen, daS „den ganzen Umfang alles bis jetzt in der biblischen Geographie Bekannten" als Grundlage bringen soll, um dann in den folgenden alljährlichen Veröffentlichungen alle neuere Forschung zu Tage fördern soll. Ein Journal für biblische Geographie, besser: für afte und neue Geographie Palästina'S, ist eine gute Idee, da in der That Tag für Tag darin geschafft und gefördert wird. Aber damit eine besondere „Rücksicht auf die kommerzielle Verbindung Europa'- mit Palästina" zu verbinden — (auö dem Probeblakte ersehen wir in dieser Beziehung Nichts als die Angabe der „nächsten k. k. österreichischen Konsulate und KonfulatSagenricn —) scheint nur eine Anlockung zu sein, die nicht zu billigen. DaS Prvbeblatt zeugt von weitläufiger und gründlicher Forschung, aber — auch nicht eine Spur geschmackvoller Darstellung, keine Spur von Beschreibung und Charakterifirung, nichts als ein Konglommerat trockner Notizen. So wenig anziehend dies für daS Publikum daher ist, so wünschen wir der Sache wegen dem Unternehmen vollen Erfolg. Vercelli, im Dezember. Von den Herren Levi Giuseppe und Pontremoli Esdra, Prof, am Kollegio Foa soll vom ersten Quartal 1853 ein Journal in Heften erscheinen unter dem Titel: „lLduostore israelita per le famiglie israeliliche“. Jedes Heft soll eine religiöse, moralische, historische und literarische Abtheilunq haben, mit einem Anhang Mannigfaltigkeiten. Auch Herr Lelio Cantoni, Oberrabbiner der israelitischen Gemeinden von Piemont, hat seine Mithilfe zugesagt. SottboR, im Dezember. Das Jew. Chron. enthält die englische Uebcrtraguug eineS BüchleinauS einem Manuskript deS britischen MuseumS, nebst Einleitung und Noten, „daS Buch des AnriochuS" betitelt, daS sehr interrsfirt, und wir in einer der nächsten Nummern in deutscher Sprache geben werden. Korrespondenz. Briese aus Holland. Dritter Brief. AuS Nordbrabant, 1. Dezember. Recht angenehm ist es mir, mein heutiges Schreiben mit einer erfreulichen Nachricht anfangen zu können, nämlich mit der kürzlich vom König erfolgten Bestätigung der Wahl des Herrn vr. I. Fränkel zum Oberrabbiner von Overyffel. Diese Ernennung überhebt mich Gottlob! der Mühe und erspart mir zugleich den Verdruß, Ihnen eine Chronique scandaleuse schreiben zu müssen. Es muß hingegen jeden Wohldenkenden wegen dedurch alle Art Verleumdungen, durch bittre Schmähung und unverdiente Kränkung schwer beleidigten und in seinem Theuersten tiefverletzten Mannes höchst erfteuen, daß endlich Wahrheit und Recht über boshafte Kabbale und die niederträchtigsten Jutriguen den Sieg errungen haben. Wir wünschen denn auch dem geehrten, persönlich unS zwar nicht, je- 1*

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