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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1837-11-11 · Heft 96 (11.11.1837) · p. Seite 383

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
1 (1837)
Issue
Heft 96 (11.11.1837)
Date
1837-11-11
Page
Seite 383 (sequence 3)
Language
German
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383 §. 25. Nur die in Karlsruhe wohnenden Mitglieder sind in dm Ausschuß wählbar. §. 26. Zu Abänderungen und Zusätzen in den Statuten sind zwei Dcittheile der Stimmm der in der Generalversammlung erschimcnm Mitglieder erforderlich. tz. 27. Der Ausschuß erstattet in jeder Generalvcrsammlung Bericht über das, was seit der letztm Plenarsitzung geschehen ist. tz. 28. Der Ausschuß beschließt, welche Gegenstände in der Generalversammlung berarhen und durch Abstimmung mtschieden werden sollen. V. Kassenwesen. tz. 29. Dse ordentlichen Einnahmen des Vereins bestehm in Beiwagen der FNitglieder. tz. 30. Die Beittäge sind von doppelter Art: 1) solche, welche bei der Aufnahme in beliebiger Größe entrichtet werden; 2) vierteljährige 'Beiträge von wenigstens 30 Kreuzer. Zu letztem verpflichtet man sich aus ein Jahr durch Subscription. tz. 31. Die Ausgabm des Vereins richtm sich nach seinen Mitteln. Umlagen finden keine statt. tz. 32. Der Ausschuß allein dekretirt die Ausgaben; ohne solche Dekretur ist der Kafsirer zu keiner Zahlung ermächtigt. tz. 33. Die jeweils vorhandenen Gelder, Bücher, Akten u. dgl. sind untheilbares Gcsammteigenthum der Mitglieder. tz. 34. Bei etwaiger Auflösung des Vereins fällt sämmtliches Vcreinsgut dem israelitischen .Oberrath, oder der sodann an dessen Stelle gettttenen Centtalbehörde, zur beliebigen Verfügung zu. In Ansehung des unter a) angcdeuteten Zweckes, werden seit dem JahrL 1835 jährlich aus der Dereinskasse drei Prämien, jede zu 50fl. ausgecheilt, und zwar eine an einen Jsraelitm, der durch die Betteibung des Ackerbaues, eine an einen Israeliten, der durch die Betreibung eines schweren Handwerks, eine an einen Jsraelitm, der durch Arbeiten um den Tagelohn, ohne sonstiges Nebmgeschäft, sich emähtt. In Ansehung auf die beiden anderm Zwecke wttdm vom Vereine nützliche, in dieses Gebiet gehörende Schriften gehalten, und dm einzelnen Mitgliedem zur Lektüre mitgecheilt. So wmdm auch die Verhandlungen der badischm Kammem über die Emancipcrtion vom Jahre 1833 von demselbm zum Drucke befördett, und unter dm Jsraelitm des Großherzogthums vcrtheilt. . Femer hat derselbe bereits mehrrre Petitionm um Gleichstellung sowohl an das Staats- ■ Ministerium als an die Kammem gerichtet, veranlaßt. Unter diesm verdimen besonders die an die 2. Kammer eingereichtm Petitionen vom Jahre 1835 und in diesem Jahre be- [ sondere Erwähnung, die hier folgm sollen, weil in denselben unsere bürgerlichen und' politischen VerhälMifse klar eröttett sind, und unsere Bitte um Gleichstellung auf eine klare und umfassende Weise begründet wird. (Fortsetzung folgt.) Belletristik. Israelitische Lebensbilder.*) 4.' Der Jüngling. * Die Welt. Wohl, ich fühlt' es längst hier innen. Daß mein Pfad allein wird gehen; Nicht der^Wclt wollt' ich entrinnen, Aber sie, sie ließ mich stehen — D'rum mit kräftigem Beginnen Will ich auch allein ihn gehen. Fade, heuchlerische Wichte, Die dem Knaben schmeichelnd logen. Und mit langem Angesichte Eilends dann vom Jüngling flogen. Als die Welt mit falbem Lichte Uns zu ihrer Schau gezogen! Heimlich in der stillen Kammer Laßt ihr euch so fteundlich nieder — Draußen kommt der ganze Jammer Eurer leeren Falschheit wieder — Aber mit des Trotzes Hammer Treff' ich eure winz'gcn Glieder. Fliehet! — und nicht Einer kehre Mir zurück — ihr seid verachtet — . Weicht mit eurer Thorenehre, Die euch die Geburt gepachtet, Ich verlache die Ehimare, Die ihr eüch zur Welt mitbrachtet. Einsam soll die Zähre quillen. Meinem Grame, von der Wange, Einsam soll mein Herz sich füllen .Bei der Freude Feierklange, Einsam will die Lust ich stillen In der Thaten hohem Drange. Ihr seid meine stummen Zeugen, Hehre Geister der Geschichte, Nur vor euch will ich mich beugen. Und vor eurem Weltgerichte, Und die Fackel eurer Reigen Wähl' ich meinem Sein zum Lichte. •) Bgl. No. i. IX 18. 4U tief, 3ät.

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