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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1837-09-26 · Heft 76 (26.9.1837) · p. Seite 303

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
1 (1837)
Issue
Heft 76 (26.9.1837)
Date
1837-09-26
Page
Seite 303 (sequence 3)
Language
German
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303 beliebten Fondshandel beschäftigen^ sich nur Wenige. Obzwar > daher die hiesigen jüdischen Kaufleute an allen Handelszweigen mehr oder minder Theil nehmen, so bezieht sich doch die größere Hälfte ihres Betriebs in allen Abstufungen bis zum Hausirer hinab auf (baumwollene und wollene) Manufakturwaarm, sodann auf den sogmannten Produktenhandel, auf Tabak, Kurzewaarm u. s. w. Bei dm unvermögmden Klaffm ist anzumerken, daß ungeachtet der großm Betriebsamkeit der Männer verhältnißmäßig nur wmige Fraum einm stehmdm Nahrungszweig betreiben, obgleich diesm in ihrm Gewerbskreism weniger Hmdernisse im Wege stehen. Wir nehmm natürlich die Nah-, Strick- und Stick-Arbeit, sowie die Krankenpflege aus, die hier wie überall vielen Mädchm und Fraum Brod gebm. Wie die öffmtlichm Register darthun, verheirathm sich die Judm hier um etwa 20 Procmt seltmer als die Christm, so daß gewöhnlich das jährliche Berhälwiß der Geburtm und Todesfälle wie 1 zu 18 bis 20, das der Ehm wie 1 zu 22 bis 24 ausfällt. *) Die leicht zu findmd.e Ursache ist der beschränkte Erwerb. Es würden gleichwohl noch wmiger Ehm gcschlossm, wmn nicht fortwährmd Fremde, die Hamburgs Handel und Wohlleben trotz' allem herrschmdm Drucke heranlockt, sich, durch Herrsch ansässig machten. Die öffmtliche Moralität zeigt sich noch immer in einem günstigm Berhälwiß. Es giebt wmig jüdische Bayaderen, fast gar keine uneheliche Geburtm, seltm Scheidungm, wmig notorisch schlechte Ehen. Eigmtliche Bcrbrechm kommm unter dm Hamburger Judm fast gar nicht, und simple Vergehm nicht häufig vor. Selbst Polizeicontravmtionm sind seltm, und das wohl in Folge der größer» Mäßigkeit, zu derm Erhaltung die religiösm Gesetze fortwährmd beitragen. . Lese aramäischer Gnomen, vr. 3* Fürst's »SPerlenfdfinüren,« übersetzt von Dr. Krafft in Ansbach. (Eingesandt von I. F.) Kap. 1. (Fortsetzung.) 15. Arzt, laß deine Wunden erst selbst gesunden 1 16. Keinen Vormund kennen die Majorennm. 17. Der Eine bestellt sein Feld, der Andre l&ffi unbestellt. *) Diese Zahlenverhältnisse sind uns ganz unklar, und bitten wir den Herrn Einsender, sich noch einmal darüber zu erklären. D. Redact. 18. Wenn sich die Richter bergen, so bergen sich die Schergen. 19. Fell und Stab legt man im Wirthshaus ab. 20. Nicht weil er's etlichemal vollfühtt, wird der Dieb zum Galgen abgefühtt. 21. Auch dem Meister der Gräben hat der Himmel sein Amt gegeben. 22. Wenn Abaja's Schule Knochen nur vorsetzt den Ihren, t komm' in Raba's Schule, wo mit Fleisch sie dich ttacriren: 23. Im Wittwcnhaus giebt's nicht fetten Schmaus. 24. Zum Forscher taugt nicht der Versöhner, und zum Versöhner nicht jener. 25. Wer spricht: »Wozu ess ich das Brot, das man mir bor'l« dem nimm das Brot! 26. Ohne Kosten heilt ein Arzt, der in der Nähe weilt. 27. Lieber sterben, als keinen Freund erwerben. 28. Lieber in Mechasjas Bettlernesten, Als in Pumbaditas Prachtpalästen. 29. Mit deines Mantels Last kehr' um, wenn du was vergessen hast. 30. Die Dienerin wie die Gebieterin! 31. Hätt ich mich nicht nach der Scherbe gebückt, so hätt ich die Perle nicht drunter erblickt. 32. Du sollst an keinem Ott verbleiben, wo du den Vogt siehst Arztes Kunst betreiben. 33. Wenn ihr auch vergeßt des Armen, will -ich mich doch sein erbarmen. 34. Die Wolken, die leuchten, werden das Land nicht befeuchten, doch die sich trüb erheben, die werden Segen geben. 35. Reinig heißt . , der Speisen Geist. 36. Wenn auch nur Fünf sich zum Pikenik vettragen, so können Einen sie aus ihrer Mitte jagen. 37. Beim Fieber sollst du lassen das Aderlässen. 33. Wo sie Schwerter ziehn, ist die Kunst dahin; wo die Künste blühn, muß das Schwert entfliehn. 39. Wir sind festgebannt, wie der Nagel in der Wand. 40. Kein schlimmerer Feind, als der frühere Freund. 41. Was du willst den Armen geben, mußt du aus der Schüssel, nicht dem Kessel heben. 42. Kannst du nicht zwei Maß Wein verttagen, so laß dir an der Hälfte behagen. 43. Bier Schlüssel hat der Herr sich Vorbehalten, und laßt von keinem Engel sie verwalten: des Regens und der Nahrung Schlüssel, der Gräber und der Unfruchtbaren Schlüssel. 44. Des Weges Weite kürzt Freundesgeleite. 45. Wär' das Gesetz uns nicht bescheett, die Katze hätt' uns Reinlichkeit gelehtt, die Ämse Stteben nach Gewinn, die Taube keuschen, tteuen Sinn.

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