Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 1 (1837)
- Issue
- Heft 70 (16.9.1837)
- Date
- 1837-09-16
- Page
- Seite 278 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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278 - Innerlichkeit, Haltung und Tiefe in jenen, die an eiue.Hin- > Neigung zu occidentalis^em Geiste, aucchnen. Die LWen.de: j »Moses als Kind« Kirmrtt im Wesentlichen. mit4^c pttsstzhen I Sage überein, und »Adker und Rabe« ist, um den GeZ^nsatz zu veranschaulichen, ganz nach dem »Rosenoel« gearbeitet. —'' Moses als Kind. Ein schönes Kind war Moses, stark und schön, Wie man int HeLenlande nie gesehen. ' Bathija selbst, die edle Retterin, Pflegte das Kind rnit mütterlichem Sinn, Denn seinen Geist hat Gott in fie gesenkt Und ihr Gemüth auf Israel gelenkt, Daß fie, gerühtt von seiner herben Bürde, Das starke Werkzeug der Erlösung würde. Einst wiegt' ihn Pharao auf seinen Knie'n, Me seinen Enkel herzt und küßt er ihn; Da springt der Knabe plötzlich auf, er raubt - Die güldne -Krone von des Königs Haupt, Und rollt fie, wie im Spiel, die Erd' entlang. Daß all der Tand in tausend Scherben sprang. Entsetzt erbleicht der König, und berufen Wird schnell der Staatsrath vor des Thrones Stufen. Es nah'n die weisen Dreie. Hiob kam Und Zitto, Hand in Hand mit Bileam. Der Lügenpriester ttat zuerst hervor Und sprach in Bösem vor des Königs Ohr: Der Mann, der greift nach meines Königs Krone, Ihm werde Tod, zwiefacher Tod zum Lohne '. Und über Zitto kam der Geist des Herrn; Er sah des eignen Hauses fünffgen Stern, Den Stern des Volks in diesem Knaben hier. Und sprach: Was hülf' es, großer König, dir. Ein Kind zu tödten in der Flammengluth, Das noch nicht sondctt zwischen bös und gut? Zum Zeugnis deß rief er dtt Dienerschaar-: Zwei Räucherpfannen bringet eilends dar. Mit Gold die eine bis zum Rand gefüllt. Mit Kohlevgluth die andre, Gottes Bild. Und greift das Kind, mein König, mach dem Gold^ Sei ihm des Richters strengster Spruch gezollt. Doch greift es nach den Kohlen, so ist klar. Es ist des Uttheils, ist der Sttafe baar. Bathija jauchzt', atß sie dies Wort vernahm. Doch gift'ge Bücke sprühte Bileam. Da brachten Zweie aus der Dienerschaar Die zween Räucherpsanaen eilends' dar, - Mit Gold die -eine bis zum Rand gefüllt. Mit Kohlevgluth die andre, Gottes Bild; Und beide stellten sie vorMoses hin. Dtt güldne Schein verlockt des Kindes Sinn, . Doch ungesehen stellt sich ihm zur Seiten 'Ein Engel Gottes, seine Wahl zu leiten. ' Und wie er nun die Gluth der Kohlen schürt - Mit bloß« Hand, da bleibt fie unberührt; Er holt die glühendste sich aus dem Grund ^lnd steckt'sic lächelnd in den-Mund. - - ■*®o ward des Kindes Unschuld sonnenklar, ' Daß es des Uttheils und der Sttafe baar. < Doch von der Zeit, so spttcht die heil'ge Kunde, Ward ihm die Zunge schwer in seinem Munde. Die Sendung Moses. .. < moroses 2. 3, i. Die Brüder feufjten unter hartem Zoch, l Als in der Wüste MoseS noch, j Ein Hirt, .landflüchtig und gering,' \ Hinter der Heerde Zitrö's ging, j Einst, als er seine -Hettde überzählt, j Da hat ein Böcklein ihm gefehlt, I ' Und sieh, recht aus dem dichtesten Haufen! Zss es ihm keck davon gelaufen. Er ruft ihm nach, es heim zu bringen. Nicht Ruf, nicht List will ihm gelingen; Nun ellet er in jähem Zorn Dem Flüchtling nach -durch Busch und Dorn.. I So üef er, bis-er nach Chißnach kam, ‘ Wo er das Rauschen eines Quells vernahm, j Hier stand das Böcklein, müd' und matt. Und ttank sich an dtt Quelle satt. Und Moses sprach: Das hatt' ich nicht bedacht, j Daß dich der Durst mir untteu hat gemacht! > Bist wohl recht müde? Und bei diesem Wott! Lud er es auf und trug es fott. j Da sprach ber Herr: Du schonst dtt Hettde, j Die dir vettraut der Sohn der Erde; , So wahr du lebst, auch meine Hcttd' ist dein, > Du sollst der.Hüttt meines Volkes sein! Moses vor dem Dornbusch. Als Moses vor den Dornbusch ttat. War er ein Neuling im Propheteuthmue; Und schüchtern und mit schwankem Tritte naht Zum erstenmal er Gottes Heiligthüme. Da sprach dtt Herr in seinem Herzen so: Wie nehm' ich meinem Diener seine Scheue, Daß tt mir dient in Freundschafts Lust und Treue, Und werde.seines Gottes froh? - . Lass' ich in Donners Stimme mich vernehmen, Zst tt verschüchtett, wie ein blödes Kind, Und tönt mein Wott ihm wie dtt Abendwind, Wird er sich nicht, der Neuling, mir bequeme«. Ich will mit seines Dattts Stimm' uud Laut« Zu meinem Diener reden. Also that tt. Uud Moses rief: Was willst du mir, metn Vater i Denn Dattts Stimm' erscholl ihm, die vertraute.