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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1838-05-19 · Heft 60 (19.5.1838) · p. Seite 242

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
2 (1838)
Issue
Heft 60 (19.5.1838)
Date
1838-05-19
Page
Seite 242 (sequence 2)
Language
German
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242 phetische» halt, obgleich Zeitgenosse des Jeremias und schon früher im Exil, doch nie den Namen Juden, sondern stets Söhne Israels und Haus Israel braucht. Wir kommen zu den Männern, die wieder nach dem gelobten Lande zurückkehrten. Esra nennt sie stets Israeliten, selbst da, wo er nur Juda und Benjamin meint, z. B. 2, 2. 59, 7V. 3, t. 4, 3. Der Israeliten Feind Rehum aber schreibt an den König Artasastha Juden, 4, 12.; und eben so der König, 6, 7. Aber schon V. 16. heißen sie Eöra selbst wieder Israeliten, die als solche die Feste feiern, V. 21. Won Kap. 7 an, heißen sie nur Söhne Israels. Nehemia ist im Auslande und fragt daher nach dem Befinden der Juden, I, 2..- Sobald er aber betet, heißen sie Söhne Israels, 1,6. Da Sanneballat spottet, heißen sie — Juden 3, 33. Als sie aber fasten und Feste feiern, sind sie Söhne Israels 9, 1. Nachdem sie gänzlich in die alte Verfassung wieder hergestellt sind, heißen sie auch ihm nur Israeliten 11, 3. und nur noch einmal (13, 23.) nennt er die Juden, welche Frauen aus den verbotenen Stämmen hatten, und halb syrisch sprachen. Im Buche Esther, dessen Schauplatz ganz allein die Fremde ist, und das auch später» Ursprungs ist, findet sich nur der Name Juden. Die Resultate, die sich hieraus ergeben, sind folgende: Aus der Trennung der Reiche Israel und Juda ergab sich gegen Ende des letztem Reiches, für die Anhänger desselben der Name Juden. Da nun, wo sie in Verhältniß zu andern Völkern treten, und neben diese sich als Volk hinstellten, heißen sie Juden. Ueberall aber, wo von innern Angelegenheiten, noch mehr, wo von religiösem Verhältniß die Rede ist, heißen sie Israeliten. Nie und nirgends ist von einem Gott der Juden, von einer Lehre, einem Gesetze der Juden rc. die Rede, sondern stets heißt es Gott Israels rc. Nach der heiligen Schrift können demnächst die Nachkommen dieses Volkes, sobald sie als getrenntes für sich bestehendes-Bolk, als welches sie doch jetzt nicht mehr gelten sollen, angesehen werden, Juden heißen; — sie müssen aber Israeliten in allen religiösen Berhältnissen, als religiöse Gemeinschaft heißen. Werfen wir noch einen Blick auf die Apocryphen, ob diese die angegebenen Resultate bestätigen, oder nicht? Bcmerkenswerth ist, daß im Buche Judith, dessen Inhalt doch zu Nebukadnezars Zeit, aber in Judäa, und im Buche Baruch, das zu derselben Zeit und zwar im Auslande, spielen soll, der Name Juden durchaus nicht vorkommt, sondern sie stets Söhne Israels heißen. Eben so wenig kommt der Name Juden im Buche Tobia, das in Ninive spielt, vor, und die Weisheit Sirachs, dessen Uebersetzer der Enkes des Verfassers, unter PtolemauS Evergetes nach Egypten kommt, redet nur von Söhnen Israels. Anders verhalt es sich in den Büchern der Makkabäer. Bekanntlich hat nur das erste dieser Bücher einige Autorität. Hier werden sie nun, »bschon immer vom Lande Juda die Rede ist, immer Israeliten genannt, außer daß sie eben so durchgehends in allen öffentlichen Urkunden, Bündnissen und Briefen,. die in diesem Buche Vorkommen, Juden genannt werden. So in den Botschaften nach Rom Kap. 8, 20 ff. Kap. 12. in den Büchern des Demetrius K. 10, 23 ff. II, 30 ff. in den Botschaften an die Spartaner, und von diesen 12, 6 ff. 14, 20. Außer diesem Briefe findet sich der Name Jude nur zweimal im Buche, nehmlich 2, 23, rin jüdischer Mann ging hin, und opferte auf dem Altäre- Jupiters, und 4, 21, als Gorgias das Heer der Juden überfallen will. Hingegen das sogenannte zweit« Buch der Makkabäer, das einer viel spalern Zeit angehört, nennt sie stets Juden, jedoch im Gebete und in Anreden Israeliten. Bemerkenswerth ist, daß in diesem Buche auch zum ersten Male das Wort Judenthum vorkommt, nehmlich ö Jovduißfiog^ K. 8. V. 1. Ja selbst die Zusätze zum Buche Esther, da sie meistens Gebete enthalten, sprechen nur von Israeliten. Belletristik. Züdische Dichtungen nach den Talmuden und Midraschen. Don vr. Karl Krafft in Anspach. (Fortsetzung.) Der Edelstein -es Abraham. Wißt ihr auch, woher -er Sonne jene wunderbare Kraft, welche Lust und Leben schafft? — Abraham trug auf der Brust einen großen Edelstein, dessen wundervoller Schern jede kummerschwere Brust

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