Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 67 (1903)
- Issue
- Heft 19 (8.5.1903)
- Date
- 1903-05-08
- Page
- Seite 227 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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227 die Nicht Interesse cht treue: gedrängt und ihrer abyloniei würde e sastie, wie ren. en Gesetz : uns eiil d sittlich der einig )en. Di nur ein Rose, de, rühestei:-: ält durel ies Gesel dert und mte Mvsi gekehrt sv ht jünger :bte) u» »amit soll ach müssl in. Da. rig, ade cht meh cht meh' l aus de' :n Mose inern ei nmurabi >em Got semitisch lueinsaiil l, sonder:' leinsamel einer er eist nicht a?" Ai eben einärztliches: u meinen „Wohl sah ich ihn, Fürstin, und glaube mir. ich wünschte, nur mir allein wäre sein Anblick gegönnt gewesen und nicht auch den Augen der Neider und Späher.. . Ich sah ihn, umgeben vom Glanze seines heiligen Amtes, umwallt von dem königlichen Mantel des Hohenpriesters, geschmückt mit der dreifach goldenen Krone und .. „Und der siebenfach goldenen Krone seiner herrlichen ugenden!" unterbrach ihn Alexandra. „Doch weiter, erzähle, erzähle!" drängte sie jetzt. „Ich sah ihn, Du sagst es," fuhr Philo fort, „in, doppelten t >lanze seines erhabenen Amtes und prangend in der Fülle f iner wunderbaren Schönheit.. ." „Ja, wunderbar. Du hast recht, mein guter Philo, ein Wunder, ein gottgesandtes ist dieser Jüngling, und uni ändiger Stolz schwellt meine Brust, daß mein Schoß ihn gebar, daß ich, Alexandra, dein Volke dieses Wunder gegeben. O mein Aristobul!" entrang es sich in überströmender Freudigkeit ihrer Brust. „O mein Stolz, Du Stolz des ganzen Volkes!" „Des ganzen Volkes," wiederholte Philo die Worte der Fürstin. „Hätte Dein Auge ihn erblickt, wie er dem Höchsten > ahte, hätte Dein mütterlicher Stolz sich daran geweidet, wie ras ganze Volk ihm zugejauchzt fund in Jubelrufe ausbrach l ei seinem Nahen, o Fürstin, hättest Du das gesehen gleich s sir, wärest Du Zeuge gewesen der Liebe und Anbetung .sraels für Deinen göttlichen Sohn, dann erst hättest Du das beschick gepriesen, das Dich zur Mutter dieses Sohnes auserkoren!" „O Gott, daß es mir bisher nicht vergönnt gewesen, meinen Webling in seiner ganzen Herrlichkeit zu erblicken, das ist ja, i as mir das Herz bedrückt! Aber bin ich denn Herrin meiner chritte? Bin ich denn nicht einer Gefangenen gleich im königt chen Palaste, und ist es mir denn möglich, mich ohne Erlaubnis dieses frechen Herodes aus dem Palaste zu entfernen?" „Gott weiß es: Schwer lastet die Hand des Tyrannen über Deinem Haupte, o Fürstin. .." „Sei es. Philo. Solange der Bluthund mich allein mit : inem Hasse bedroht, solange bin ich ohne Furcht. Allein der l ivige verhüte, daß sein Haß sich, wie ich schon einmal besorgte, leinen: Kinde zuwende!" „Der Königin?" kam es ungläubig aus Philos Munde- , Er liebt Deine Tochter bis zur Raserei." „Nicht doch!" wehrte Alexandra mit geringschätzender Geierde dem Ausrufe Philos, „ich rede nicht von Mariamne. Senn ich von meinem Kinde spreche, dann habe ich den gelebten Aristobul im Sinne und nicht das PüPPchen von einer Königin! Ja, wäre sie mehr Tochter als Gattin, ach, dann wäre wohl alles gut, dann trüge sie auch Sorge um die Mutter, en Bruder..." „Und doch dankt der edle Aristobul das Hohepriesteramt oem Einflüsse der Königin!" „Das Hohepriesteramt?" höhnte Alexandra. „Er, dem die rone des Herrschers gebührte? Wahrlich, dem Enkel Hyrkans iemt es wohl, in Israel zu herrschen! Und wer wäre denn würdiger gewesen, dieses Amt zu bekleiden? Doch daß er es aus des Herodes Händen empfangen mußte, das, mein Philo, läßt mich nicht froh werden. Herodes' beschenke fürchte ich!" „Herrin, Deine Furcht ist nicht unbegründet: Auch mir angt vor der scheinheiligen Maske der Freundschaft, mit der es dem Herodes jetzt beliebt, Dir und Deinem erhabenen Sohne zu nahen." „Und unter der sich die Grausamkeit des Tigers mit der Blutgier des Schakals verbirgt, meinst Du? Nun ich fürcht' ihn nicht! Zu sehr lähmt seine Mordgier feige Angst vor Rom und Aegyptens Königin, die mich beschützen!" „Gelobt sei der Allmächtige, der Dein erhabenes Leben beschirmt, sei es auch durch die Hand der Heiden und jener Kleopatra. Allein in wessen Schutz steht das Geschick des jungen Aristobul, wenn es dem Hasmvnäer in den Sinn käme, ihm zu verderben?" „Das sollt' er jetzt wagen? Nimmermehr! Deine Liebe verblendet Dich und gaukelt Dir Schreckbilder vor die bangende Seele . . . ." „Der Gott Deiner Väter sei Dir und Deinem erhabenen Sohne gnädig, allein fern sei es von mir, o Fürstin, in Deine Brust das Gift des Argwohns zu träufeln, wenn dem nicht not hätte." „Wovon redest Du? Was ist es, Philo, was Dich bangen macht? Ich will es wissen, muß es wissen! Gilt es ein neues Verbrechen des Königs, und gegen wenn richtet sich diesmal sein Zorn?" „O erhabene Alexandra, so vernimm denn, was sich mein Mund bisher gesträubt hat auszusprechen: Dem göttlichen Aristobul droht Gefahr! Ihm, dem unschuldsvollen Jüngling, ihm gilt jetzt der ganze Haß des Königs . . . ." „Meinem Aristobul, sagst Du, meinem sanften Kinde? und täuschst Du Dich nicht? Er, er sollte den Zorn des Königs hervorgerufen haben und warum, was tat er, wes wird er beschuldigt?" „Daß er der Enkel Hyrkans, der Sohn Alexandras, und der Liebling des Volkes ist . . . ." „Gründe genug, um den Haß eines Jdumäers auf sich zu lenken! Doch rede! Mein Herz bangt vor dem, was Dein Mund mir künden soll!" „Du kennst den Sameas, o Fürstin, jenen Heuchler, der jedoch in hündischer Treue seinen: Herrn ergeben ist und den auch Herodes liebt, — von ihm nun hörte ich es, daß des Königs Sinn für Deinen Sohn nicht günstig ..." „Was wußte er Dir zu berichten, rede, rede! Mir stockt der Atem!" „Der Allerbarmer vernichte ihre Pläne und beschütze das schuldlose Leben Deines edlen Sohnes — allein über seinen: Haupte schwebt das Verderben!" Mit einen: Wehlaut war die Fürstin zur Erde gesunken. Einen Augenblick verharrte sie, den Blick in düsteren: Schweigen vor sich gesenkt, dann war sie aufgefahren und auf Philo zustürzend, ergriff sie in leidenschaftlicher Aufwallung seine herabhängende Rechte. „Wie, mein Philo, Du kannst ruhig bleiben und weißt, daß ihm Gefahr droht, ihm, dem herrlichsten unter allen Jünglingen das Verderben naht? Und Du eilst nicht durch die Gassen Jerusalems und russt nicht laut um Hilfe und Rettung, und rufst nicht die Söhne Israels zusammen zum Schutze für Aristobuls gesalbtes Haupt?" „Das, o Fürstin, wäre ein eitles Beginnen. Du kennst die Gewalt des Königs und kennst auch das Los desjenigen, der Aufruhr predigt wider ihn!" „Und willst Du die Gefahr herannahen lassen, — meinst Du, der König schaudere zurück vor einer noch so schnöden