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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1902-12-26 · Heft 52 (26.12.1902) · p. Seite 620

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
66 (1902)
Issue
Heft 52 (26.12.1902)
Date
1902-12-26
Page
Seite 620 (sequence 10)
Language
German
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trüppöst zit-'ihM' äbfte^eü«Wk'8ll«einitzkL- ÄusMHMe tzÄ: j)J:Wn - ckuN-döMl «Ostkaslättd" (Stläbö-Mt-JöWHNs > Uttiq? sKm»'PMF4!'-L 2Ü4'ff. est:'Mbse)!?--Die FüHsed dlesLtz'Trüppe, Chklkiäs'Md Mnänras, Svhittz «des-TemMgrüstders OntÜsZstMßM WhvHer "Gtckst-'M deEönWm Etz Wr Söhn tzMMaÄäVäröMSMidLr "Jäünäöüs--schlug-üstö Städke-'iü dWÄ'VtNÄ -Vesetztb) r'6i§te -sie'-äüfdik -Bktke -tzes'-Jüdestkönigs''-Mt NstM Hööre' ins Feld, Mtz-böst Chelkias Md MtMÄsbesthlW wstidr.^ WüHaild- Ikkeich'dts Läthuvüs gegen-AegtzPttzn würde glücklich MtzKvehrl; -dochstärb Cyelkias.derDermjtthlich schon-' hoch bei-Jäh'rön -wär,--äüfdtm Mäiffche iN- EöltsyrieN (Zösephüs-UM-st. XIII--13, - -t '- bis- 3).- - Seist Brndtzt 'tritt- Mchhev-- ttoch' einiüül heEvvtv- Es -MiMtP Akixandeö Jcinnaeu-s sichbei Kleostätva eittfäNd'-ünd man ihr nahelegte, den König zu beseitigen und sein Land zu ökkupjveü, - vürW^ihr- -Anattiä^'Mdem Abfall-nstdb'ewög-fie dadurch, von diesem Vöthäben abznstehen: eine rühmenswerthe That, wenn man bedenkt, daß die makkabä-ischenHerrscher dem Aaroniden Auanias als illegitime Usurpatoren erscheinen mußten. Abermals eitt Hälbjahrhündert späteö treffen-wir die Juden des Oniaslandes - wieder - in Kriegsbereitschaft.' Als Cäsarin Alexandria eingeschlossen, in größer Gefahr-schwebte > und Mithvadates von Pergamon zü seiner Befreiung Truppen nach Aegypten führte, erhoben sich die OniassudeN, Mi -für das angestammte Herrscherhaus gegen - die römischen 'Mtt- - driüglinge zufechten. Erst als Herödes des-GrößenVater Antipater, der sich im-Heere des Pergameners befand, - ihnen Schreiben des Hohenpriesters HyMn kt. vorzeigte, traten sie M Cäsar über (Josephus bell.l-, 9,3bis 5 — IW, nntig. XIV., 8, l bis 3 --- 131 f. Niese). Eine höchst erwünschte Bestätigung der Nachrichten- Vie in der Litteratur über die militärische Wirksamkeit «der Juden des Oniaslandes überliefert sind, ist nns in jüngster Zeit durch ein neugefundenes inschriftliches Denkmal geworden. Die Inschrift, die im ersten Bande ' des Archivs für Papyrusforschnug (S. 48 ff.) von Hugo Willrich-- Mbl-izirt--ist,--befindet sich .-auf einer Platte aus weißem MarMör, die aus Kairo nach Berlin gebracht wurde. Der Text, leider nursehr trümmerhaft erhalten, lautet mit wenigen Ergänzungen folgendermaßen! .... .... rct-r^ L-r' 7cbi 75^/^/ . . '?^ ' -!! s/.. .... .... l .... ö/« ö . . . . i, r! .... Löo Igk . . . . , .... /5^-kc'ctr' (»15 .... .... - .... v l Tko r'cr-^ . . . . -l s - i . . . . . /- ök . . . . /--r '/ d/r. -! So wenig auch von der Inschrift erhalten ist, es genügt, uns ihre Bedeutung klarzumachen. Wir besitzen in ihr das Fragment eines Ehrendekrets für Chelkias, ohne Zweifel den General der Kleopatra, dem für irgend welche Verdienste ein goldener Kranz zuerkannt wird. Wir erfahren, daß er die Würde des bekleidete, demnach der höchsten militärischen Rangstufe des Ptolemäerreiches angehörte. Interessant wäre es zu wissen, ob auch das Hohepriesteramt, das er in Leontopolis gewiß ebenso wie sein Vater Onias bekleidete, in der Inschrift erwähnt war. Don wem die Ehrung ausging, ist leider ebensowenig zu ersehen; wenn die Juden des Oniaslandes die Stiftenden wären, was übrigens kaum wahrscheinlich ist, würde dies für einen überraschend hohen Grad der iHeMnistWng- ' sprechen. M -Mtn > -wirdu - aber KsÄtn s ännehwßn rtzüvsestpUdrch >dis SittesixverdiWtx MltbüpgE W-ibePräützstr. "EhrettbefchlüKeU füi5 Äbssslben-sin! griechischer Ssstache ny Stün zwMbißeln^bei' ihnen iEin'ga'ng^g'SfunLeWhakte.'-ULberdiK kann Mt'MeschlÜtzowiw dieser MM«-!böm!ieineri!RäthA sdÄi -Wokks- ' ötzWMrnlli ng -ttMsgegangtzn -sein.? vielleicht i -ist demnach - -Zmkst 8 ««« rw,- /rsov-.tt-r<s»'1 zu ergängestlil-Wie stnMevfich dies Verha-Wn "MÄg,l'«jl!de«sä'M beziehtnfichkl-chK AuZdruck! speis W-'hMerer iM>-TenrpeMzirhystche.rlich!Nus dierOttiMeuse^Die vöWÄtidigeBez-sichÜüUg derselben küNnteinachÄnalögiö-gleich- HeNigb-r Inschriften-gelautet habenKe-. i'MrM-i'-iq ^dev imMempelbsMk gkrnisonirendsn Indem" - -ui-Mnn die- Thatsache känn> jetzt keinem -Zwieifel mehr unter- - liegen - daß >vdie Aststedlüng des- OniaS eine jener Militär- -kolo n ben bildeten,-wie sie die -Ptolemäer zur Sicherung ihrer -Herrschaft -anlegtsn. llm gegen die ewig unruhiges und unzUHMAssige einheimische Bevölkerung eme verläßliche Stütze und für militärische Operationen eine stets kampfbereite Reserve M besitzen, wiesen die Könige den Söldnern einer bestimmten Nationalität "und ihtm Nachköinmen einen Ansiedlungsort an, der MgleW als -Wohnort -und als -Festung diente. Die j,Katöken", wie dieseMilitärkolönisterr genannt wurden, mußten jederzeit - aus 'die Mobilmachung gefaßt sein: eine Vorschrift, die sW«Äüch auf-iW Nachkommen vererbte. Eine Katökie dieföra-Nrt war die Ansiedelung der Leute des Onias in Leontopolis- Sie war aber nicht die einzige von Juden ge- Wdets-ÄtrEeLriÄ Außer der Oniaskolonie gab es mindestens noch vier andere, die sämmtlich an der Straße von Pelusium nach- Alexandria lagen; demnach den Weg von Syrien nach Aegypten fpervten (vgl. Willrich a. a. O ). Die Gründung dieser Militärkolonien geht kaum in die Zeit des ersten Ptolemäers (304-285)- zurück, wie man aus den Berichter: des Pseudö-Aristeas und Pseudo-Hekataeus über die Ansiedelung von!00 000 Juden, darunter 30 000 Kriegern, durch Ptolemäusl. Soker in Aegypten schließen müßte. Denn da das Institut der Katökie nicht soweit zurückreicht, ist diese Nachricht wahrscheinlich apokryph. Vielmehr ist wohl Onias derjenige, unter dessen Führung zum erstenmal jüdische Krieger in der Geschichte Aegyptens auftreten. Damals hat die Noth der Zeit den Juden die Waffen in die Hand gedrückt. Wie im heiligen Lande das Heldengeschlecht der Makkabäer das Volk zu den Waffen rief, so bildete Onias unter den Auspizien der Ptolemäer eine jüdische Elitetruppe, die zunächst wahrscheinlich für den Kampf gegen Antiochos IV., den Unterdrücker Israels, und zur Verstärkung seines ägyptischen Gegners bestimmt war, deren Bestand aber gleichzeitig für die ungemein zahlreiche jüdische Bevölkerung Aegyptens einen starken Rückhalt abgab. Derselbe merkwürdige Mann ist es wohl auch gewesen, der vermöge seines Einflusses auf Ptolemäus Philometor die Gründung der anderen jüdischen Militärkolonien im Ptolemäerreich veranlaßt und selbst in das Polizeiwachkorps Aegyptens seinen Glaubensgenossen Eingang verschaffte. In die Zeit des Onias oder seiner Söhne gehört wohl der jüdische Polizeihauptmann?,'«>' -/ / Ptolemäus, der Sohn des Epikydes, den eine Inschrift als Erbauer des Bethauses in Athribis nennt (vergt. Strack, Dynastie der Ptolemäer S. 274). Bon dem Auftreten des Onias an datirt die hervorragende Stellung des Jndenthums in Ägypten, die erst mit dem unglückseligen Aufstand unter Trajan ihr blutiges Ende fand. Vielleicht werden uns künftige Funde neue Aufschlüsse geben über das Haus der

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