Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 66 (1902)
- Issue
- Heft 32 (8.8.1902)
- Date
- 1902-08-08
- Page
- Seite 375 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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37b die geil, aber sich geweifeln kommt, e Erde ' Sieg üumph lugust. )0 hat lls der r zum Da ungen n zum geben soweit § -5? 12 416 11 916 26 132 24 486 1 763 1 188 331 1359 1 824 1351 99 608 1605 166 48 637 48 178 257 879 670 1409 17 949 32 379 >86 948 Huden Huden üand, nuten ingen, Huden 'enntnachs 1000 Staaten Israeliten Preußen.11,4 Bayern.8.9 Sachsen.3,0 Württemberg.5.5 Baden.14.0 Hessen.21,9 Mecklenburg-Schwerin.2,9 Mecklenburg-Strelitz.3.2 Sachsen-Weimar.3.3 Oldenburg.3.4 Braunschweig.3,9 Sachsen-Meiningen.5,4 Sachsen-Altenburg.0,5 Sachsen-Koburg-Gotha.2.7 Anhalt.5,1 Schwarzburg-Sondershausen . . . . 2.0 Schwarzburg-Rudolstadt.0.5 Waldeck. 11,0 Neuß ältere Linie.0,7 Neuß jüngere Linie.1.3 Schaumburg-Lippe.5.9 Lippe.6.3 Lübeck.6.9 Bremen.6,3 Hamburg.23,4 Elsaß-Lothringen.. . . 18,8 Deutsches Reich.10.4 Hieraus ist zu ersehen, daß im ganzen Deutschen Reiche uns 1000 Persollen 10 Juden enthalten. Die verhältnißmäßig leisten hat von den deutschen Staaten Hamburg mit 23,4; anu folgen Hessen mit 21,9, Elsaß-Lothringen mit 18,8, Baden lit 14,0 und Preußen mit 11,0, während Reuß ältere Linie nur ,7 und Sachsen-Altenburg sowie Schwarzburg-Nudolstadt 0,5 iuden auf 1000 Einwohner hat. In Berlin werden 49, in n'sseu-Nassau 25, in Posen 15, dagegen in Schleswig-Holstein und Sachsen nur je 3 Juden unter 1000 Einwohnern ezühlt. Verfolgt man nun die Veränderungen, die seit dem Bestehen des Deutschen Reichs stattgefunden haben, so findet man die folgende Zahlenreihe : 1871 . 512153 Israeliten 1875 . 520 575 1880 . 561 612 1885 . 563172 1890 . 567884 1900 . 586948 Es hat hiernach in den 29 Jahren von 1871 bis 1900 die >ahl der Juden um 74 795 zugenommen. In Prozenten zeigen für die Periode von 1871 bis 1900 bei den einzelnen Bekenntnissen insofern große Verschiedenheiten, als die Zahl der Juden nur um 14,6 Prozent zugenommen hat, während die Katholiken eine Steigerung um 30,7 Prozent, die Evangelischen eine solche um 37,7 Prozent und die sonstigen Christen sogar eine solche nm 147,9 Prozent gehabt halben. Die Juden nehmen also, obwohl sie sich in 25 Jahren um säst 75 000 vermehrt haben, an numerischer Bedeutung immer mehr ab. Ihre Zunahme war in den letzten zehn Jahren mit rund 19 000 oder 3,36 Prozent zwar wesentlich stärker als in den voraufgegangenen zehn Jahren mit 6300 oder 1,12 Prozent, doch blieb sie prozentual um das Vierfache zurück hinter der der Evangelischen, die 13,55, und der der Katholiken, die 15,01 Prozent betrug. Es kommen Juden auf 1000 Einwohner: Preußen. 1871 13 1880 13 1885 13 1890 12 1900 11 Bayern. 10 10 10 10 9 Sachsen...... 1 2 2 3 3 Württemberg. . . . 7 7 7 6 6 Baden. 18 17 17 16 14 Hessen. 30 28 27 26 22 Mecklenburg-Schwerin 5 4 4 4 3 Mecklenburg-Strelitz . 5 5 5 5 3 Sachsen-Weimar . . 4 4 4 4 3 Oldenburg. . 5 5 5 4 3 Braunschweig . . . 4 4 4 4 4 Hamburg. 41 35 32 29 23 Bremen. 5 5 5 6 6 Lübeck. 11 9 10 9 7 Elsaß-Lothringen . . 26 25 24 22 19 Reich. 12,5 12,4 12,0 10,8 10,4 Hiernach ist der Antheil der Juden seit dem Jahre 1871 nur in Sachsen und Bremen gestiegen, in Braunschweig ist er unverändert geblieben, in den übrigen Staaten hat er abgenommen, am meisten in Baden um 4, in Lübeck um 4, in Elsaß-Lothringen um 7, in Sachsen um 8 und in Hamburg um 18 auf 1000 Personen. In Preußen ist der Antheil der Juden von 13 auf 11 zurückgegangen. In Berlin ist er in diesen 29 Jahren um 5 und in Brandenburg um 2 gestiegen, in Sachsen ist er unverändert geblieben, in den übrigen Provinzen um 1—3 auf 1000 Einwohner gesunken. In den letzten 10 Jahren hat der Antheil der Juden nur in Brandenburg um ein geringes (0,15 auf 1000) Angenommen, in den übrigen Provinzen ist er zurückgegangen; in 6 Provinzen hat sogar die absolute Zahl der Juden abgenommen, am meisten um 9019 in Posen und 3524 in Westpreußen. Die Ergebnisse dieser Zählung sind gewiß sehr lehrreich! Der Finanzausschuß der bayerischen Kammer hat bei der Berathung des Etats den israelitischen Kultus folgendermaßen bedacht: Zur Aufbesserung des Einkommens gering dotirter Rabbinatsstellen 12 000 Mark. 1. Petition der Verwaltung des israelitischen Lehrervereins um einen Zuschuß zur Unterstütznngsstiftnng genannten Vereins; 2. des israelitischen Lehrers Nußbanm um Anrechnung der als Neligionslehrer verbrachten Zeit bei Festsetzung der Dienstalterszulagen; 3. Petition des israelitischen Lehrers Waldbott. betr. die Anstellungsverhältnisse der israelitischen Lehrer und Verweser der Pfalz, sind einschlägig. Zu Petition 1 bemerkt Ministeralkommissar Steiner, daß seitens der Staatsregierung beabsichtigt ist. diesem Verein 2000 Mark zuzuwenden. Der Petition 2 wird eine Folge nicht gegeben werden können, da materiell und formell diese nicht begründet erscheint, das Gleiche gelte von der Petition 3. Die Summe von 12 000 Mark in Tit. 1 wird genehmigt. Die Petition 1 als durch die zu dem Etat gefaßten Beschlüsse als erledigt erklärt, da die hierzu postulirten 2000 Mk. genehmigt sind, lieber die Petition 2 und 3 wird zur Tagesordnung übergegangen. Tit. 2. Zur Fürsorge für dieustuufähige Rabbiner- MM Mark. Die Kammer hat ohne jede Debatte die Vorschläge des Ausschusses angenommen. Die Drehfus-Sache kommt in Frankreich noch immer nicht zur Ruhe. In den letzten Tagen hat Alfred Dreyfus, welcher seit vielen Monaten ruhig in Paris lebt, an Josef Rane folgenden Brief gerichtet: „Da nunmehr alle Welt weiß, daß ich nicht der Verfasser des Bordereau bin, verbreiten gewisse Leute das Gerücht, daß ich wohl niemals Verbindungen mit Deutschland gehabt, aber mit Rußland