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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1902-06-27 · Heft 26 (27.6.1902) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
66 (1902)
Issue
Heft 26 (27.6.1902)
Date
1902-06-27
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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WisreUen. "" — Jüdische Kolonisation. Dr. Max Grunwald sagt in einem interessanten Vortrag darüber Folgendes: AuS dem ersten Jahrhundert der üblichen Zeitrechnung ist auf uns ein Werk gekommenwelches man bisher dem Arrian zugeschrieben, welches aber in Wahrheit wohl von einem Juden in Alexandrien herstammt, wo indischer Handel frühzeitig in höchster Blüthe stand. Diese Schrift schildert die Seefahrt dieses jüdischen Kaufmannes durch das erythräifche Meer und die Küsten Vorderasiens entlang, ein unglaubliches Wagniß in jener Zeit. Aus dein Berichte eines arabischen Oberpostmeisters im 9. Jahrhundert erfahren wir, daß ausschließlich und allein jüdische Kaufleute einen ununterbrochenen Handel zwischen der Meerenge von Gibraltar und dem chinesischen Reiche unterhielten. Man denke sich einen enggeschlossenen Gürtel von jüdischen Kolonien rings um das Mittelmeer bis tief in das Binnenland hinein! Vom Mittelmeer aus ging es entweder zu Lande nördlich durch die Steppen Vorder- und Mittelasiens, vor denen noch heute der Fuß deS kühnen Forschers zurückbebt, oder man wagte sich südlich zu Schiff über das weite Meer. Welch eine Perspektive herrlichsten Schaffens im Dienste der völkereinenden Kultur! Da darf es uns nicht Wunder nehmen, wenn scholl im 4. Jahrhundert der Kirchenvater Augustin erzählt, daß jüdische Kaufleute oft als Jünglinge die Heimath verließen, um als Greise heimzukehren. Da darf es uns nicht wundern, wenn im 12. Jahrhundert der jüdische Weltreiseude Benjamin von Tudela, wohin er auch den Fuß setzt, überall Juden findet, daß die Kreuzritter zur Vorsicht gemahnt werden vor den Juden im Orient, die das Deutsche meist verstünden. Ja, als Vasco de Gama den Boden Indiens betritt, da begrüßt ihn, wie der portugisische Chronist berichtet, als Dolmetsch „ein Jude aus Polen" — ein weltgeschichtlicher Beleg für das alte Sprüchlein: Ans einem Bocher kann man alles machen. l Geschäftliche Notizen. ----- Lebensversicherungs- und Ersp arni ßbank in Stuttgart. Mte Stuttgarter, gegründet 1854.) Wie der letztjährige Rechenschaftsbericht ausweist, wurden bei der Bank im Jahre 1901 8055 Versicherungen mit Mark 52219120 Versicherungssumme beantragt. Ausgestellt wurden einschließlich dreier Wiederherstellungen 6600 Policen über Mark 42 674760. Der Gesammtabgang belief sich auf 3245 Policen über Mark 18022457, so daß der Bank ein Reinzuwachs von 3355 Policen mit einem Versicherungskapital von Mark 24652303 verblieb. Dadurch hob sich der Gesammtbestand ans Mark 105850 Policen über Mark 626565 702 versicherte Summe. — Unter den für die finanzielle Entwickelung maßgebenden Faktoren steht an erster Stelle die Sterblichkeitsersparniß im Betrage von Mark 2443010 (Mark 193 528 mehr als im Vorjahre). Der Durchschnittszins hat sich von 4.03 Prozent auf 4.10 Prozent erhöht; die Verwaltungskosten sind von 5,1 Prozent auf 5 Prozent der Gesammteinnahme zurückgegaugen. Dadurch ergab sich ein Jahresüberschuß von Mark 7714271 (gegen Mark 6882231 in 1900). Von dem Heberschuß wurden Mark 105181, die durch Kurssteigerungen erzielt worden sind, zur Schaffung einer Kursausgleichungsreserve verwendet. Mark 500000 wurden der allgemeinen Reserve überwiesen und Mark 410000 den Pensionsfonds der Innen- und Außenbeamten, der nun die den heutigen Personalverhältnissen entsprechende technisch notwendige Höhe erreicht hat. Nach diesen Abschreibungen verbleiben noch Mark 6699 090 (gegen Mark 6542 231 im Vorjahre) zur Dividendenvertheilung an die Versicherten, wodurch sich für das nächste Jahr voraussichtlich dieselbe gegen 1901 erhöhte Grunddividende ergeben wird wie in 1902. — Die Bilanz weist für Ende 1901 einen gegen 1900 um Mark 13506 726 gestiegenen Bankfonds von Mark 197774032 aus. Darunter befind«! sich außer der technisch erforderlichen Prämien-! reserve Mark 35048304 Extra- und Dividendenreserven. 5" Röbroben Hs 12 ladlettev LlL. 1.—. Okmosol v. n. k». I» äen ^potkeken Ullä Drogerien. LTU7 VorLatrurs vor» LrarrlrkHilvi» äes Körpers, äer Haut, 6er Haare, -rur?üeFS nvä ReiinAunx (tos Nunäes uuä 6er LLbae, für UVuuäeu, xexen üble Oerüelie, xur I^uttreimAUvx. Lein Oekeinimillel, sonäsru ein odemisedes kroäuLt, geruoklos, ungiftig. 088 VMUlkIM »Mllllttkl M ke8llMkit8psIöU, ärrlUeL seit Satiren ve^ävrl. für alle 2veok6 verwenädarvs kntissplivum uni! Hesinfekti'onsmitlsl. Vom kaissrlivlisn ÜssumHieilsamts wsAen seiner UnsokädUokksit unä starken Bakterien verniedtenäen IVirkunx rum dedraueli in Kaiendänäen emptoklen. Srooliuren gratis von üsr Vbinosolfabrik franr fritrsoke L Oo., Hamburg 2l. wieder, der als keiäenäer, «.eeonvalescent, blkolungsbeckürkliger oder Sommerfrischler vor die Wahl eines Kurortes gestellt ist, sollte sich über alle näheren Verhältnisse (sowohl die Kurmittel, wie ökonomische Fragen, Kostenaufwand rc.) der in Aussicht genommenen Kurorte orientiren in dem 1901 in VIII. Ausgabe erschienenen Mer-HImanacb mit Karte der Kader, Kurorte und Heilanstalten 550 Zeiten Krossoctav in elegantem feinenband. Preis ZM. Derselbe enthält neben einer gediegenen wissenschaftlichen Einleitung, die unter der Redaction des Sanitätsraths Or. Otto?l,Uenius-8o<len von hervorragenden Balneologen bearbeitet worden ist, über 700 Originslprospeete von Bädern, Kurorten und Heilanstalten. Der S'üaer-alm»>»»tl» ist z» beziehen durch jede Buchhandlung oder gegen Einsendung des Betrages von s.so (incl. Porto) direct vom Verleger Uu<tolk Glosse, Serlin SM. >9. von s. r. rrlsälaaü, Oantor in Lre8lau. v 3 NoolLLvil 75?f. 0 4 Ali HvlbrLisvlL uncl Vsulsoli. 75 kt Lrsreitenllo löuo sokläxl in diesen Liedern der Komponist an. Naeb ans^väi-ts traneo. La beÄeken dnreb alle L»LLvi»I»»i»SL«i»xv» oder SlrelLt Callas 8s.ius.uer, Löm'sl. HokmusikliAnäliMF. Jüdische Frau sucht Stelle alSKochfran od Ausliitse ^van Amalie SommersaM geb. Eobn. Elalitzer Ltrabe 117a. Ms erstes frühstück M L« Stelle von Kaffee ocler ^kee I!! mache man einen Oerruch mit äem nsbrhslten -: kdeu SI'öffNSl! - »«i«! „Isiniiim"" ' ^sstaui'alion. * * Slpsng mluv». Grosse elegante Lpeisesäle. Kodern neu einAeriebtete ^Vobnrimwer. Lursemässe Lüobe. Vonrügttoks eovl ungsmsoks V/oine. ksslo Referenden über rituelle Verlüssliokkeit. HoebaoktunxsvoU 8. Slau, _Restauratsnr und Hotelier aus Budapest, BaudonAasss. 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