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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1902-06-20 · Heft 25 (20.6.1902) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
66 (1902)
Issue
Heft 25 (20.6.1902)
Date
1902-06-20
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Adams", iste der i, dem taluette» H. vor an erster : Weise' nd ausaterpose: e andere rlles auf h unter en Bild arcuse desselben schmiegt crnruel- - gehört, l-Berlin prechend In der Entwurf m, halb lrg. »rochenen 'in ihren;en jenes!r Uebern. Der n Lamm bis zum rite, und rmm als hnen als?n llnterihil den! i h e r. für die lvie den sterbnrg. d außer Kohut: Band I,?bt nur Das ist ene und äter in Z71 und 66. Jahrgang. Ur. ^5. Berlin, 20. Luni NX) Weiluge zuv „Allgemeinen Zeitung des ZuöentHums". Korrespondenzen und Nachrichten. Deutschland. 22 Berlin, 15. Jullt. Soeben ist die sehr itthaltreiche Nr. 58 ser „M i tth ei l u ngen v o m D e n ts ch - I s ra el i ti s che n G em e i nde - bund e" erschienen. Sie bringt zunächst das stenographische Protokoll des IX. Gemeindetagsund des II. Verbcindstags, sodann Mittheilungen über die Konstituirung des Ausschusses und Personalien die Beschlüsse des IX. Gemeinde- und des II. Verbandstäges über die Fürsorge- Erziehungsanstalt für Mädchen und die Arbeiterkolonie Weißensee; fernerkleine Mittheilnngen über die Kassenrevision, das Vermögen des Gemeindebundes, den Nechnungsbericbt für 1901/1902, die Einnahmen und Ausgaben der Stiftungen. Bemerkungen zum Rechnungsbericht, den Kassenbericht für 1901 der Deutsch-Israelitischen Dahrlehnskasse für Frauen und Jungfrauen in Leipzig, den Kassenbericht für 1901 des Moses Mendelssohnstifts in Dessau, ein Verzeichnt der zum D.-J. G.-B. gehörigen staatlichen und freiwilligen Gemeindeverbände, der Bundesgemeinden, der Stiftergemeinden, der persönlichen Mitglieder, der Beamten des Gemeindebundes. Das Vermögen des Bundes beträgt gegenwärtig Mark 625 401.12; die Einnahmen betrugen im vergangenen Jahre Mark 579846.67. die Ausgaben Mark 239668.30. — Daß über der Bearbeitung der vom letzten Gemeinde- und Verbandstage gestellten neuen Aufgaben diejenigen der bisherigen Tätigkeitsgebiete nicht leiden, mögen folgende Mittheilungen beweisen. Rechtsanwalt und Notar Machol hat seine umfassende Arbeit über die Rechtsverhältnisse der jüdischen Gemeinden in den deutschen Bundesstaaten beendet. Das Werk zerfällt in drei Theile. In dem ersten werden die einschlägigen Fragen für jeden einzelnen Bundesstaat behandelt; im zweiten, dem wichtigsten, bilden die Fragen als solche das Einteilungsprinzip; alsdann folgt im letzten Theile eine in der vorliegenden Vollständigkeit noch nicht vorhandene Zusammenstellung der einzelnen jüdischgesetzlichen Bestimmungell. Rechtsanwalt Machol gebührt der Dank der jüdischen Gemeinden für seine so umfassende Vorarbeit. Das von ihm gesammelte und geordnete Material wird Hofrath Professor Dr. Nosin ill Freiburg i. Baden für die voll ihm übernommene Ausarbeitung eines Gesetzentwurfes für die Neugestaltung der Verhältnisse der jüdischen Gemeinden in Deutschland als wohlgeordnete und vollständige Unterlage dienen. — Aus Anlaß einer Anfrage hat das Vüreau au die Hauptgemeinde eine Rundfrage betreffend das Wahlrecht vernicht reichsangehörigen zahlenden G e m e i n d em it g l ie de r veranstaltet. Das Resultat der Enguüte wird ill unserer nächsten Nummer veröffentlicht werden. Es wird gebeten, das bezügliche Material durch Einsendung von Gemeiudestatuten, die eine Bestimmung über den fraglichen Punkt enthalten, zu vervollständigen. — Einem vielgehegten Wunsche entsprechend hat sich der Ausschuß entschlossen, einen Realkatalog zu veröffentlichen, durch den die Bibliothek erst den größten möglichen Nutzen für die Allgemeinheit erlangen wird. Herr Dr. N. Samter aus Berlin ist bereits eisrig mit der Herstellung des Katalogs beschäftigt, zu dem das Ausschussmitglied Herr Elb (Dresden) einen Theil der Kosten (300 Mark und den Erlös aus 100 Exemplaren der dem Bürean zur Verfügung gestellten Emil Lehmannschen Schriften) gespendet hat. — Die F o rt b il d u n g s k nr s e für Kantoren, die infolge der bisher gewählten nicht günstigen Zeit voll den Interessenten nicht genügend benutzt wurden, sollen diesmal erst im Winter abgehalten werden. z. Berlin, 13. Juni. Am 25. v. M.. am Lag-beomer, beging der ehrwürdige Rabbiner des Beth-Hamidrasch, Herr Vieberfeld, die Feier seines 70. Geburtstages. Der Jubilar zog es vor, allen ihm zngedachten Ovationen aus dem Wege zu gehen und seine angegriffene Gesundheit durch eine Reise zu krästigen. Hoffentlich kehrt er derartig gestärkt zurück, daß er noch lange Jahre seines Lehramtes walten kann. — Am zweiten Schebuoth-Festtage beging Herr Jacob Bamberg er in voller Rüstigkeit das Fest seines 80. Geburtstages. Den Jubilar, Mitgründer und langjähriger Vorsteher der Potsdamer Brückensynagoge, Vorsitzender der Beth-Hamidrasch-Gesellschaft, überraschte am gedachten Tage eine große Zahl Adressen, Deputationen, Ehrungen; eine besondere Feier fand beim Gottesdienste in der festlich geschmückteil und erleuchteten Synagoge statt. Möge dem streng religiösen Manne, dem von allen Seiten Verehrung und Hochachtung zu Theil wird, noch ein langer und schöner Lebensabend vergönnt sein! ZtzL Berlin, 15. Jlllli. Am 11. d. M. ist Dr. Georg v. Bleichröder auf seinem Schlosse zu Lechenich irr der Nheinprovinz im 46. Lebensjahre gestorben. Er ist den Verletzungen erlegeil, welche er ans einer Fahrt voll Düren nach Lechenich bei einem Zusammenstoß seines Automobils mit einem Wagen erlitt, dessen Pferde scheu geworden waren. Herr von Bleichröder, welcher das Automobil selbst führte, gerieth unter den Wagen lind erlitt einen schweren Schädelbrnch. Der Mechaniker und der Diener, welche mitsnhren, wurden leicht verletzt. Dr. Georg von Bleichröder ist der zweite Sohn des im Jahre 1893 verstorbenen Geheimen Kommerzienrats Gerson von Bleichröder. Er hatte Jura stndirt und war im Jahre 1885 als Theilhaber in die Firma S. Bleichröder eingetreten, deren Geschäften er sich mit Interesse widmete. Eine bemerkenswerthe Thätigkeit entwickelte er anch in der Verwaltung verschiedener industrieller Unternehmungen. Neben seinen Geschäften zeigte Dr. von Bleichröder Neigung für Turf und Sport sowie für die schönen Künste. Er war ein liebenswürdiger, sympathischer Mann, den ein jähes Geschick mitten im besten Mannesalter dahingerafft hat. Sein Tod ruft in weiten Kreisen das tiefste Bedauern hervor. Von den! Söhnen des im Jahre 1803 verstorbenen Geheimen Rath Gerson von! Bleichröder gehört jetzt nur noch der ältere Bruder des Verstorbenen. Freiherr Hans voll Bleichröder, und zwar bereits seit 1881, der Firma an. — Die Beerdigung fand in Lechenich am 15. d. M. statt. Zahlreiche Vertreter des Handels und der Indnstriewelt waren zugegen und legten Kranzspenden an der Bahre nieder. All dem Leichenzuge betheiligten sich auch die Vereine von Lechenich mit ihren Bannern. Die Grabrede, welche allgemein einen tiefen Eindruck hervvrbrachte. hielt Nabb. Dr. Mahbnum-Berlin. Wriezcrs, 13. Juni. Die Tranerfeier für den verstorbenen Lehrer der jüdischen Gemeinde, Nt. P u l v e r m a ch e r, fand heute ill der Synagoge, vor deren Altar der Sarg anfgebahrt war, statt. Eine! zahlreiche Tranerversammlung hatte sich von nah und fern eingefunden, um dem Verstorbenen das letzte Geleit zn gebeil und den Hinterbliebenen ihre Theilnahme zn bezeugen. Rabbiner Dr. Blumenthal aus Berlin hielt die Gedächtnißrede; er würdigte ill klarer und zu Herzen gehender Weise die Verdienste, die sich der Verstorbene als Lehrer, Vorbeter und Seelsorger der jüdischen Gemeinde erworben hat, — Verdienste, die der Heimgegangene selbst ill seiner bescheidenen Denkungsart niemals als solche gelten, die er vielmehr lediglich als seine Pflicht und Schuldigkeit betrachtet wissen wollte. Der Prediger wies zunächst in der Schilderung des Lebensganges des Verstorbenen darauf Hill, daß die fromme Erziehung, die derselbe ill seinem Elternhanse genossen, ihm den Ansporn gegeben hat, sich ganz dem Dienste Gottes Zli widmen, daß er dann ohne eigentlich sachgemäße Ausbildung sich die Stellung geschaffen hat, die er ein Vierteljahrhnndert lang als Lehrer zum Besten der ihm anvertranten Kinder inne hatte. Seine wahre Frömmigkeit und sein starker Gottesglaube machten ihn vor allem dafür geeignet, die Stelle eines Vorbeters ansznfüllen. Ebenso segensreich hat er gewirkt, wenn es galt, den Verlassenen und Beladenen Trost und Hilfe zu spenden. Wer Gelegenheit gehabt hat, eineil Blick in das Familienleben des Verstorbenen zn werfen, weiß, daß er in mustergiltiger Weise das Vorbild eines edlen Menschell gewesen ist: ein treusorgender Gatte und Vater, eine Stütze für seine Angehörigen in allen Zeiten. Aber anch alle Anderen, die ill den Kreis seines Lebens getreten sind, wissen Rühmenswertes von seiner freundlichen Art des Verkehrens zu sagen, wie anch die gesellschaftliche Stellung, die er einnahm, ein Beweis ist für die Achtung, mit der ihm Jeder begegnete. Alles in allein: Sein ganzer Lebensweg war nur eine Betätigung

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