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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1838-04-07 · Heft 42 (7.4.1838) · p. Seite 167

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
2 (1838)
Issue
Heft 42 (7.4.1838)
Date
1838-04-07
Page
Seite 167 (sequence 3)
Language
German
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167 gehend etwa wünfchenswerthen Modisicationen enthaltenden, Gesetzentwurf vorzubereiten." Beit. Nr. 6. Staatsminister Winter: Die Juden sind in dem Großherzogthum Staatsbürger, wie alle übrige. Nur haben sie kein actives Wahlrecht bei den Deputirtenwahlen, bei Bürgermeister- und Gemeinderathswahlen, das heißt also, sie können nicht Deputirte der Standeversammlung, nicht Bürgermeister und nicht Gemeinderäthe werden. Dagegen steht ihnen das Recht zu, bei diesen sammtlichen Wahlen mitzuwahlen. Endlich haben sie das active und passive, Wahlrecht bei den Bürgerausschüssen, das heißt, sie können als Ausschußmitglieder gewählt werden und haben das Recht zu wählen. Mit Ausnahme dieser wenigen politischen Rechte genießen sie alle übrigen Rechte der Staatsbürger. Sie haben vollkommene Gewissensfreiheit und das Recht der freien Uebung ihrer Religion. Sie haben alle persönliche Rechte wie alle übrigen; das Recht, Häuser und Grundeigenthum zu erwerben, wo und soviel sie wollen, Gewerbe aller und jeder Art zu treiben. Wenn sie Gemeindebürger sind, erhalten sie Theil an allem Gemeindeeigenthum und an allen Bürgergenüssen wie die andern Gemeindebürger. Sie haben zwar nach den Worten der Verfassung von ihrer Seite keinen Anspruch auf Staatsdienst, wenn aber der Großherzog aus höchsteigener Bewegung einen Juden als Staatsdiener anstetten will, so steht es ihm frei, wie denn es neuerlich wieder einer in dieser Eigenschaft angestellt wurde. Sie sind conscriprionspflichtig, wie alle, andern, sie können aber auch Unterofficiere und Officiere werden, ohne Unterschied, wenn Se. königl. Hoheit sie dazu ernennt. Diese Rechte haben bei uns die Juden nicht erst seit heute oder gestern, sondern seit mehr als dreißig Jahren. Man weiß es nicht anders. Wenn ich nun diese Rechte betrachte und damit diejenigen vergleiche, die ihnen in einigen nördlichen deutschen Staaten nach den neuesten Gesetzgebungen verliehen find, so glaube ich, unsere Juden können sich Glück wünschen, nicht blos, daß sie diese Rechte haben, sondern daß sie solche schon unter der Regierung Carl"Friedrichs erlangt haben, also kein Mensch mehr Anstoß daran nimmt. ..Im Uebrigen bin ich den Juden das Zeugniß schuldig, daß sie, mit wenigen Ausnahmen, sich dieser Rechte immer würdig benommen haben. Sie haben sich auf den Landbau, auf Gewerbe gelegt, sowie denn in hiesiger Stadt nicht leicht ein Gewerbe sein wird, das nicht von einem oder mehren Juden betrieben wird. Nicht weniger gewahrt es mir Vergnügen, bezeugen zu können, daß die Juden zu den treuesten Unterthanen gehören, die in der Zeit der allgemeinen Aufregung nie aus den Schranken des gesetzlichen Gehorsams und der Anhänglichkeit an den Großherzog gewichen sind. Auf allen Landtagen kommt nun nicht die Judenschaft, sondern es kommen Einzelne ein und verlangen Gleichstellung mit den Staatsbürgern der christlichen Religion in allen Rechten. Die Regierung hat diese Bitten immer auf sich beruhen lassen, und wird solche aus Gründen, die ich zu einer andern Zeit entwickelt habe, und die zu klar sind, als daß sie einer weitern Ausführung bedürften, auch jetzt auf sich beruhen lassen. Mag die Zeit — und sie ist vielleicht nicht mehr ferne — die so viele Unebenheiten ausgeglichen hat, auch hier das ihrige thun, und mögen die Juden auf dem Wege, den sie betreten haben, fortgehen, und von ihrer Seite die Hindernisse beseitigen, die ihrem Gesuche zur Zeit entgegenstehen." (Fortsetzung folgt.) Theologie. Die jüdisch-theologische Facultät. (Fortsetzu ng.) Transport 525) Herr S. M. Margoles in Lemberg 526) Herren Gebr. Elkan in Harburg 527) Herr I. Blumenthal, Kfm. das. 228) - M. Heinemann, Commis das. 529) - M. Jacobsen, Vorsteher das. 530) Herren Jos. Simon u. Söhne, Kaufleute in Koburg . > . . 531) Ein Ungenannter in Düsseldorf 532) Herr Hesse, Buchbindermeister in Sandersleben. 4274 Thlr. 15 Gr. 10 s — s 10 e — c 6 * — s 1 . — c 5 a — S 80 * — * 5 * —. : 1 - — - Zweite Sammlung der Gemeinde zu Sondershausen, eingesandt durch Herrn Ph. Heidenheim *). 533) Herr Herrm. Levi. 534) s Joseph Pollack. 535) - Abr. Levi. 536) - Abr. Pollack.. . . 537) Herren Gebr. Rudelmeier. . . . 538) Herr Liepmann Wetzlar. 539) - Josua Wetzlar. 540) - Elkan Wolfs.. 541) - Julius Levi.. . . . 542) s Bar Wetzlar ....... 543) - Aron Leser. 544) - David Leser, Hofagent . . . 545) - Jacob Selig., 5 - — - 2 c — s 5 a — r 5 * >— - 3 e -— s 3 e — a 3 - — - 10 - — - 3 e r—* f 3 c «— s 3 e -— s 4 - — - 2 - — - Latus 4392 - 15 - *) Die erste Sammlung ist in No. 18 abgedruckt, und betrug 51 Thlr., mit der heutigen hat die löbl. Gemeinde 111 Thlr. 10 Gr. gezeichnet, D. Red.

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