Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 2 (1838)
- Issue
- Heft 42 (7.4.1838)
- Date
- 1838-04-07
- Page
- Seite 166 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3224737-3224856-3224899--00937-3295127- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
166 sterling geles. Recension (No. 94 v. I.) nicht wissen konnte, gefällig aufzunehmen. Die im Kerem Chemed häufig vorkommende Abkürzung w"hiir ist vollständig Hirsch Mendel Pineles, in Tismenitz, und die Abkürzung ist nach den Endbuchstaben gebildet. Ebenso ist nach den Endbuchstaben die daselbst häufig vorkommende Abkürzung d. i. Lebusz Halysz, den der Recensent anderswo wirklich erwähnt. Ueber einen andern in jener Recension erwähnten Mitarbeiter, Isaak Erter, erlaube ich mir noch die Bemerkung hinzuzufügen, daß derselbe Wundarzt in Brody ist. Bon den jüdischen Gelehrten in Brody verdienen erwähnt zu werden: Mose Juwel, Uebersetzer der hufelandischen Makrobiotik ins Hebräische; Götzel, Verfasser der kritischen Aufsätze, unter dem Titel: Maabir Nogesch; Bär Dlumenfeld, Uebersetzer und Commentator des Buches Hiob (Wien 1828); Mordechai Strelisker, ehemaliger Mitarbeiter im Biku re-Itim, und endlich Chajim Satonow, Verfasser einer hebr. Blumenlese aus moral- und religionsphilosophischen Werken, überschrieben Debar Chochma (gedr. Zolkiew 1835). Paris, 19.März. Der Lourr. krauy. meldet: „Der Verfasser des „mosaischen Gesetzes" (Salvador) hat in der Zurückgezogenheit die Bemühung, die er, um uns das Andenken und Nachdenken in Bezug auf den Ursprung des Cultus der Hebräer zurückzurufen, übernommen, über die ersten Tage der christlichen Religion fortgesetzt. „Jesus- Christ und seine Lehre" — ist der Titel eines wichtigen Werkes, in welchem Herr Salvador ein neues Licht über die Bildung der Kirche, ihre Organisation und ihre Fortschritte während des ersten Jahrhunderts. In einer selbstständigen Vorrede, die er noch vor seinem Werke austheilt, spricht der Vers, über seine Vorgänger, und stellt den Gegenstand fest, den er sich vorgesetzt. Es wird für die gelehrte Welt ein großes Interesse haben, das Buch des Herrn Salvador mit dem von Strauß zu vergleichen, welches in Deutschland so großen Anklang gefunden. Man ist sehr begierig zu sehen, wie die Gelehrsamkeit eines französischen Israeliten die Authenticität der Evangelien gegen die Gelehrsamkeit eines deutschen Christen wird aufrecht erhalten können." Politische Controle. Die Verhandlungen der zweiten Badenschen Kammer am 15. Juli 1837, im "AuSzuge. Da diese Verhandlungen endlich gedruckt vor uns liegen, stehen wir nicht an, nach unserer früheren Weise, auszüglich dieselben mitzutheilen. Ueber ihr Resultat wurde in No. 46 des vorigen Jahres referirt, so wie die Rede des Ministers Winter; die wir heute vollständig geben, in No. 9 und 19 dieses Jahres ihren Beurtheiler gefunden. -— Zum richtigen Verständniß halten wir es nicht für überflüssig, den Stand der bedeutendsten Redner, in dieser Sache, anzugeben. — Merk, Geheim-Referendar bei dem großherzogl. Justizministenum in Carlsruhe; Düttlinger, Geheim-Rath und Prof, der Rechte in Freiburg; Kuenzer, Stadtpfarrer in Konstanz; Aschbach, Hofgerichts- Rath in Rastadt; Zentner, Hofgerichtsrath in Mannheim; Trefurt, desgleichen; Sander, desgleichen in Rastadt; Bader, vr. und gewesener Amtmann zu Meersburg; Welcker und Rottek, Prof, der Rechte zu Freiburg; Bekk, früher Ministerialrath und Ministrrial-Commissar bei dem Großh. Oberrath der Israeliten, jetzt Vice-Kanzler bei dem Oberhofgericht zu Mannheim.- Die Tagesordnung führt auf die Berichtserstattung über folgende Petitionen: 1) des dahier bestehenden Vereins zur Verbesserung der bürgerlichen Verhältnisse der! Juden; 2) des Adolph Zimmern zu Heidelberg, als Vorsteher der dortigen israelieischen Religionsgemeinde und in denn Namen; 8) mehre Israeliten in Mannheim, die Gleichstellung der israelitischen Staatsbürger mit de» christlichen in ihren bürgerlichen und politischen Rechten betreffend; 4) des Rabbinatscandidaten Efraim Willstädter dahier, womit derselbe ein Exemplar einer von ihm verfaßten Geschichte der Juden zur Begründung ihrer-Bitte um Emancipation übergibt; 5) des Hrn. Hombold z» Aschaffenburg, womit derselbe eine von ihm verfaßte Druckschrift „Worte an die deutsche Ständeversammlung rc." überreicht, und sich dabei gegen die Emancipation der Juden aussprichk; 6) der sämmtlichen Gemeinderäthe der Amtsbezirke Tauberbischofsheim und Gerlachsheim gegen die Emancipation der Israeliten; . 7) derselben, den Erwerb des Grundeigenthums durch Juden betreffend. Sander trägt den Bericht der Majorität der Commission vor, deren Antrag dahin geht: „über die eine unbedingte, alsbaldige Emancipation der Juden verlangenden Petitionen, unter ausdrücklichem Bezug und im Beharren auf den deshalb von denKammern vom Jahre 1831, 1833 und 1835 gefaßten Beschlüssen, zur Tagesordnung überzugehen." Beil. Nr. 5. Die Minorität der Commission dagegen beantragt durch bas Organ ihres Berichterstatters (Bader): „Die Kammer möge beschließen, die Petitionen empfehlend an das Großh. Staatsministerium zu überweisen, um die Verbesserung des Rechtszustandes der Israeliten im gesetzlichen Wege zu bewirken und insbesondere zur Gleichstellung derselben mit den Christen einen, die zur Beseitigung möglicher Nachtheile vorüber