Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 2 (1838)
- Issue
- Heft 42 (7.4.1838)
- Date
- 1838-04-07
- Page
- Seite 168 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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168 Transport 546) - Simon Schwabach, Cantor 547) Herren Gebr. Schwabach. 548) Herr Gerson Cohn. 549) - Adolf Gers.. 550) » Jacob Levi. . . *. 4392Thlr.15 Gr. 1 - 10 - 2 - - 5 2 - — s 2 - —^ - 2 - — - Summa 4402 - 1 - (Fortsetzung folgt.) Literarischer Salon. (Fortsetzung.) Unter dem Titel: Min Ha Joresch Dibre Elohiin, Meb o er Bo Ha-Ch izaj o n ist eine hebräische Übersetzung von Philo'S Buch: de haerede reruin divinarmn erschienen, von Loses F Le sch aus Proßnitz. Prag, 1830. 8. (bei Landau) Seiten 92. ES ist ein brauchbares Seitenstück zu dem von Ginzburg in Wilna übersetzten philonischen Buche: Legatio ad Cajum, das ich bereits hier an gezeigt, so wie zu dem, unter dem Namen: Sefer Ha-Itim von Äsarja de Rossi übertragenem Buche: de temporibus. — In der trefflichen ^necdota saora deö gelehrten Reisenden, Prof. F. Fleck, befindet sich auch ein griechisches zu den Spätlingen der apokryphifchen Literatur gehöriges Büchlein, das Testament Salomo'S überschrieben, daö Prof. Fleck handschriftlich in der Bibliothek zu Paris fand.' Dieses an Umfang dem griechischen Siracli gleiches Büchlein ist byzantinischen Ursprungs, und erzählt den hilfreichen Beistand, welchen die Dämonen beim Tempelbau leisteten, die Prüfung, welche der König mit einem Jeden derselben vornahm, und schließt mit Salomo'S Verführung zum Götzendienst durch Eine feiner Frauen. Zu dem Ganzen, namentlich zu den seltsamen Beziehungen-der Dämonen, gibt die jüdische Tradition den Schlüssel, die jedoch oft ganz unkenntlich karrikirt ist, wie überhaupt dieses Büchlein bei der Dürre deSAuödrucks, in dem FantaSmen über Salomo vorgetragen werden, durchaus deö Angenehmen der morgenländischen Fabeldichtung entbehrt. — Ueber die heutigen Juden in Egypten erzählt viel Interessantes und Gründliches der Engländer Cd. Will. La ne in dem Supplement seines ausgezeichneten Werkes: An account of the manners and Customs of the modern Kgyptians. Zwei Theile. London, 1836. ES würde den Lesern dieser Zeitung gewiß sehr angenehm sein, wenn die die Juden betreffende Parthie hier übersetzt erschiene. — P vesie der Heb rä er und Araber. „Die engste Verwandtschaft der Sprache und deö Stammes der Hebräer und der Araber spricht' sich auch in ihrer Poesie aus; beiden ist der eigenthümliche Stempel eines ernsthaften, religiösen, großen VolkScharakterS ausgeprägt, in beiden fehlt der Mythos, welcher das Gebiet der indischen Poesie, wie das der klassischen der Griechen, mit Göttern bevölkere; es fehlt die Heldensage, welche in der persischen so üppig sproßt. DaS Hebräische und daö Arabische ist eine gemeinsame, vor allen Sprachen der Welt durch die Kraft, womit sie ihre Wurzeln beugt und bricht und gliedert, einzige Profetensprache, welche, in sich abgeschloffen, nichts Fremdartiges duldet, und daö ihr durch die Nothwendigkeit der Umstande und des Verkehrs Aufgedrungene so lange radebricht, bis daß eö zur Unkenntlichkeit hebräisirt oder arabisirt worden. Die höchste Poesie der Hebräer haucht in ihren Profeten, und das Werk deö arabischen Profeten, der Koran, ist die höchste , Poesie deö Arabers, welcher vor Muhammed den an der Kaaba ' aufgehangenen Gedichten göttliche Verehrung erwies. Außer den Psalmen,' den Profeten und der Anomischen Poesie (der Sprüche und) und des Sira, hat die hebräische Poesie nur zwei Riesensäulen, als Boas und Jak in, im hohen Liede und im Buche Hiob aufzuweisen; jenes ein Kranz der sinnigstenGhaftlen, dieses die herrlichste Kaßidet, nur von größerem Umfange als die Muallakat und die anderer großer arabischer Dichter vor Muhammed wie seiner Zeitgenossen. Lobpreis, WeiSheitöspruch und Naturbeschreibung sind die Elemente der hebräischen.wie der arabischen Poesie, welche nur lyrisch, didaktisch oder beschreibend, dem EpoS und Drama gleich fremd." Hammer-P urgstyll, Gefch.d.oSm. Dichtk. I. 3. CartonS zur Geschichte der alttestamentlichen Exegese. Einleitung I. Begriff der Exegese im Allgemeinen. 2. Die Bibel und die profanen Schriften. 3. Die biblische Exegese. 4. Charakter der exegetischen Kritik. 5. Positive Kritik. 6. Negative Kritik. 7. Dogmatische Auslegung. 8. Geschichtliche Auslegung. 9. Die Exegese nach nationalen Principien. 10. DieHypothetik auf dem Gebiete der Exegese. 11. Wortkritik.t 12. Versöhnung des Negativen und Positiven. 13. Die buchstäbliche Heiligkeit und die Corruptionen. 14.JnspirationSlehre und die Schreibfehler. 15. Die Totalität der heiligen Schriften und die Lücken und Auslassungen. 16. Gloffemen den Stylarten gegenüber. 17. Textkritik und die Kriterien derselben. 18. Conjecwren und Correcturen. 19. Erklärungen aus dem hellenischen Alterthume. 20. Paraphrase und Metaphrase. 21. Targum alö Correctiv .bei Exegese. 22. Die Masoretik im Dienste der Exegese. 23. Deuterokcmonische Schriften in Bezug auf Exegese. 24. Midrasch-Ercgese und die Hagada. 2z. Die philosophische Exegese. 26. Die kabbalistisch-gnostische Exegese. 27. Schlußsteine und Consequenzen. — (Fortsetzung folgt.) Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen 1 Gr. Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petir-Schrift oder deren Raum ausgenommen. Die Verlagshandlung. Königs. Sachs, conf. Lebensversichernngs-Gesellschaft zu Leipzig. Der Rechenschaftsbericht vom 7ten Geschäftsjahre obengenannter Gesellschaft ist erschienen und unentgeldlich bei uns zu haben. Für das Gedeihen und segensreiche Wirken dieser Anstatt werden folgende Resultate sprechen: Anmeldungen Zahlung für Sttrbefalle: überhaupt: von 1831 bis Ende 1837 2772 Pers. 151,800 Thlr. 3,820,106 Thlr. Dividende-Vergütung: verbliebenes Capital: im 1836 25PCt’.) von den Ende 1836,167,580 Thlr. Jahre 1837 25 -?jahcl.BeireinerZuwachs 60,069 - 1838 25 - ) tragen. Ende 1837.227,649Älr. Indem wir der näheren Bedingungen dieser Anstalt wegen auf die diesem Blatte zugefügte Beilage verweisen, erklären wir uns zu Ertheilung von Auskünften und Annahme von Versicherungsanträgen stets bereit. Breslau d. 38. Marz 1838. L. Bambergs sel. Wwe. und Söhne. Redacreur: Dr. L. Philippson. - Verlag von Baumgartners Buchhandlung. — Druck von I. B. Hirschfeld< (Hierzu das literar. und Homilet. Beiblatt No. 9.)