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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1901-04-26 · Heft 17 (26.4.1901) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
65 (1901)
Issue
Heft 17 (26.4.1901)
Date
1901-04-26
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Gott Hab'?önig, das mmen und 65. Jahrgang. Ar. 17. DkV SS. L?ri, 1901. Weirage zur „Attgerneinen Zeitung -es JuSentHurns". l mir das unbegrün-!rstanden?" r er fort: ie Gasse zu t.der alten lso mit in chatten sein runzeligen über des a Euch erl der Nähe ich werde lgen, sonst i, der nun , für eine . Alte." mit Euch n Wamms Jüdin hin zengesehen ob das ge für Recha mit den, md brachte n Sonnen n-ts. folgt.. le aus Ver iche Predig eröffentlicht. en Siechen >s genannte > und Tisch im jüdischer rte Auflage, t scheint siä > Kreisen de >n jüdische! eite Auflag ,edicht u»i ne besondere ank: „We ren das ge «ecken dien« rpfehlen. Korrespondenzen und Nachrichten. Deutschland. 8. Berlin, 22. April. Wie aus unserem Repräsentantenbericht ersichtlich, hat Herr Man heim er von einer huldvollen Spende der Kaiserin in der gestrigen Sitzung Mittheilung machen können, welche in Höhe von 2000 Mark der dritten Altersversorgungsanstalt zum Bau überwiesen worden ist. Es erscheint wohl nicht unzeitgemäß n diesem Augenblick, wo die Stimmung gegen die jüdische Gemeinschaft mit allen Mitteln boshafter Verdächtigung und Verleumdung zu trüben gesucht wird, an die vielen Gnadenbeweise unseres Herrscherhauses gegenüber den Inden und ihren Humanitären Institutionen zu rinnern. und mit Zuversicht können wir uns wohl der Hoffnung Hinreben, daß die Juden wie bisher auch ferner zu allen Zeiten an höchster Stelle Schutz gegen ungerechte Angriffe und stets Wohlwollen inden werden. Wir halten uns dabei an die historischen Daten, welche Herr Manheimer gegeben hat. Als zum jüdischen Krankenhause der Grundstein gelegt wurde, da entsandte König Friedrich Mlhelrn IV. den Generaladjutanten Fürsten Radziwill. Dieser und er Ministerpräsident v. d. Heydt thaten die üblichen drei Hannnerchläge. Der katholische fürstbischöfliche Delegat Propst Peldram sowie er Stadtkommandant General v. Alvensleben waren ebenfalls bei er Feier zugegen, ebenso der damalige Oberbürgermeister Krausnick, welcher eine entsprechende Anrede hielt. Der unvergeßliche Kaiser Ailhelm verherrlichte durch seine Gegenwart eine musikalische Anführung, welche von der jüdischen Gemeinde in der Synagoge zu inem wohlthätigen Zweck veranstaltet war. Kaiser Friedrich und eine erlauchte Gemahlin hatten das Protektorat über die Baruch luerbach'sche Anstalt für jüdische Waisenkinder übernommen und die h in sorge für das Haus in liebevoller Weise geübt. Kaiserin Augusta, r nsere hochherzige Gönnerin, hat wiederholt die jüdischenWohllhätigkeitsnstalten mit ihrem Besuch beehrt und denselben alljährlich einen edeutenden Beitrag zukommen lassen. Bei Eröffnung der Altersersorgungsanstalt hat sie ein großes prachtvolles Doppelbild des laiserpaares für den Sitzungssaal geschenkt und in ihrem Testament ieser Anstalt ein ansehnliches Legat vermacht. Die Kaiserin Auguste >ictoria hat im Jahre 1899 dem jüdischen Hospital ein Geschenk von 0 000 Mark zukommen lassen. ^2 Berlin, 22. April. Gestern fand hier die ordentliche Geeralversammlung des Vereins der Lehranstalt für die Wissenchaft des Judenthums statt. Dem 19. Bericht, erstattet vorn uratorium, entnehmen wir folgende Einzelheiten: Durch den Tod 2s Kommerzienraths Simon hat die Anstalt einen schweren Verlust litten. In der letzten ordentlichen Generalversammlung kam April 1900) sind nach Erstattung des Verwaltungsberichtes und rtheiluug der Decharge die nach dem Turnus ausscheidenden Mitlieder des Kuratoriums Geh. Kommerzienrath L. M. Goldberger, ros. Dr. M. Philippson und Max Weiß wiedergewählt worden, ie Zahl der ordentlichen Hörer hat betragen: Im Sommersemester M 26 (18 Deutsche, 8 Reichsausländer — 5 aus Oesterreich-Ungarn, ans dem russischen Reiche, 1 aus Amerika —Im Wintersemester M/1901 28 (20 Deutsche, 7 Reichsausländer — 4 aus Oesterreichngarn. 2 aus dem russischen Reiche. 1 ans Amerika.) — Außerdem wurde ie Anstalt von 10 Hospitanten (1 Deutscher und 9 Ausländer) besucht. / ie Rabbinatsprüfung hat bestanden: Herr Dr. M. David. Der Preis ns der Moritz Meyer-Stiftung ist am Todestage des sel. Stadtrath Moritz Meyer vom Lehrerkollegium dem Hörer W. Davidsohu znosprochen worden. Zum ersten Male ist in diesem Jahre das Preis- ' ipendium der im Jahre 1886 von dem Dozenten Rabbiner Dr. F. Frankl begründete« homiletischen Stiftung zur Vertheilung gel mmen: dasselbe ist (im Betrage von 100 Mark) dem Hörer Dr. / . opold Stein auf Vorschlag des Lehrerkollegiums ertheilt worden, -ins die im Jahre 1699 von der Dr. Moritz Kirschsteinstiftung ausgeschriebene Preisaufgabe: „Darstellung der Neligionsphilosophie des Levi ben Gerson (Gersonides") ist eine Arbeit nicht eingegangen. Auf Beschluß des Kuratoriums ist von den kombinirten Zinserträgen der Dr. Moritz Kirschstein^und der Moses Mendelssohn-Stiftung (in der Höhe von 300 M.) eine neue Preisarbeit ausgeschrieben worden. Die vom Lehrerkollegium zu diesem Zwecke gestellte Preisaufgabe lautet: „Die Philosophie Abraham Bibagos und ihr Einfluß auf Spinoza." Die Arbeit ist bis zum 10. Dezember 1901 einzuliesern. An dem Lehrkursus zur Ausbildung von akademisch gebildeten Lehramtskandidaten und Lehrerinnen für den Religionsunterricht haben theilgenommen: Im Sommersemester 1900 3 Lehramtskandidaten und 5 Lehrerinnen. Im Wintersemester 1900—1901 3 Lehramtskandidaten und 4 Lehrerinnen. Im Jahre 1900 waren 15 Stipendiaten vorhanden (aus Deutschland 9. Reichsausländer 6). Die David Herzog'sche Freitischstiftung hat an durchschnittlich 11 Hörer 3015 Tischmarken vertheilt und hat hierfür Mk. 2261.25 verwendet. Dem Bericht gehl eine gelehrte Abhandlung von Herrn Dr. S. Maybaum vorauf über „Die ältesten Phasen in der Entwicklung der jüdischen Predigt", auf die wir an anderer Stelle ausführlich zurückkonnnen werden. In der gestrigen Generalversammlung wurden Geh. Rath Prof. Lazarus und Oberregierungsrath Dr. Paul Meyer wieder gewählt. An Stelle des verstorbenen Kommerzienraths Simon wurde Prof. Dr. Gustav Oppert neu gewählt. §2 Berlin, 18. April. Im Verein für jüdische Geschichte und Litteratur hielt am 16. d. Herr Oberrabbiner Dr. M. Glidern aun aus Wien den letzten der öffentlichen Vorträge dieser Saison über Bileam. In der geistreichen Weise, die Alle längst schätzen gelernt haben, die die Eigenart dieses Gelehrten kennen, wußte der Redner die ganze Geschichte von Bileam als ein seines Satyrspiel zu charakterisiren. Die Durchführung dieser Idee war geradezu frappirend. Und nicht weniger geistreich war die Parallele mit der griechischen Sage von dem blinden Seher Teiresias und vom König Oedipus. Ja, bis auf die Ballade von Bürger „Der Kaiser und der Abt" hinab verfolgte der Vortragende die vergleichenden Momente der Sage. Ein außerordentlich zahlreiches und distingnirtes Publikum folgte den interessanten und fesselnden Ausführungen des gefeierten Redners bis zum Schlüsse mit gespannter Aufmerksamkeit und gab seinen Dank durch wiederholten lebhaften Beifall freudigen Ansdruck. Der Verein für jüdische Geschichte und Litteratur konnte seinem Arbeitsjahr keinen würdigeren Abschluß geben als durch diesen geistvollen Vortrag des ausgezeichneten Mannes, der als Redner wie als Gelehrter immer zu fesseln weiß. — In Rakel hat Rabbiner Dr. Rosenberg-Thorn über „Fanst und Kohelet", in Wr eschen Rabbiner Dr. Cohn- Nawitsch über „Rabbi Me'ir", in Frankfurt a.M.Herr Sigmund Fränkel-München über „Zangwill und die englische Ghettonovelle" gesprochen. — In der Generalversammlung des Vereins sür jüdische Geschichte und Litteratur zu Magdeburg wurden in den Vorstand wieder- resp. neugewählt: die Herren Rabbiner Dr. Nahmer, Oberstabsarzt Dr. Rosenthal, Rechtsanwalt Choyke, Max Singer und Max Weil. Berlin, 22. April. Der Vorstand desVereius ehemaliger Schüler der Knabenschule der jüdischen Gemeinde hat gestern Abend in den Festsälen des City-Hotels ein Fest veranstaltet zu Ehren des 50 jährigen Amtsjubiläums des Lehrers Julius Heskel. Nachdem der Jubilar von zwei Vorstandsmitgliedern irr den Festsaal geleitet und au den mit frischen Blumen nmkränzten Ehrenplätze angelangt, saug Oberkantor Friedmann zur Begrüßung in bekannter Virtuosität mit Harmoniumbegleitung das von ihm selbst kompouirte Zadik katomor jifroch ans dem 92. Psalni. Hierauf ergriff der erste Vorsitzende des Vereins, Dr. med. Lachlnaim, das Wort zur Begrüßung des Jubilars und hieß schließlich die ganze Festversammlung herzlichst willkommen. Die eigentliche Festrede hielt der zweite Vorsitzende des Vereins, Herr Dr. Engelinanil, der in einer schwungvollen Rede das Wirken des Jubilars wahrend seiner Amts-

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