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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1900-11-16 · Heft 46 (16.11.1900) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
64 (1900)
Issue
Heft 46 (16.11.1900)
Date
1900-11-16
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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uuz nicht iv berathen arz aus: Professor 2c. Sammlung vollten, er rliche Darcittrt habe,!b des Georgehalten Gemeindee den Plan leilung erix wesentirückziehen. ligung zu )en mir in s. w." beoffiziellen r für urren wollen, örde dazu t sind; der veranlaßt, daß der stolze Ben, daß es gebe." Er iber kaum i bedürfen, ^rz: hinter 6 oder ein Professoren lg für unmit Herrn chmackvoll eitet, ihre zener Entll Anderen!N Worten ie gebotene veranlaßt kung eines ie Wortteren einßgebenden :, wenn sie mindestens denn nicht irigen bezur Mitm m e n d e bewegende um haben lbedenklich r anderen füllen. Gelegenheit des Herrn entwürdig chiedensten; Verfasser nstück und iberliefern. itsanwalt. 64. Jahrgang. Ar. 46. Berlin. 16. November 1900. Weikcrge zur „Allgemeinen JeiLung des IuöenkHums". Korrespondenzen und Nachrichten. Deutschland. §£2 Berlin, 14. November. Gestern feierte Herr Justizrath Siegmund Metzer, der allgemein geschätzte Vorsitzende unseres Gemeindevorstalldes, sein fünfzigjähriges Jubiläunl im Dienste der preußischen Justiz. Justizrath Meyer ist bekanntlich seit vielen Jahren einer unserer angesehenstell und beliebtesten Rechtsanwälte. Aus diesem Alllasse erschien gestern im Allerhöchsten Aufträge Landgerichtspräsident Bronn in der Wohnung des Jubilars und überreichte demselben den Rothen Adlerorden. Sodann erschienen Geh. Justizrath Lesse ulld die Justizräthe Goldschmidt ulld Jacobsoll als Vertreter der Anwaltskamnier, des Berliner Anwaltsvereins und der Rechtsanwaltschaft anl Landgericht I und überreichten denl Jubilar eine kunstvoll ausgestattete Adresse, welche feine Verdienste auf den verschiedenstell Gebieten der Rechtspflege in warnten Worten würdigte. Ihnen schlossen sich zahlreiche Korporationen ulld Vereine, denen der Jubilar seine hingebungsvolle Thätigkeit innerhalb dieses Zeitraumes gewidmet hatte, mit herzlichell Glückwünschen an. Am 22. d. M. feiert Herr Justizrath Meyer feinen 70. Geburtstag. Scholl im Jahre 1895 konnte derselbe das fünfulldzwanzigjährige Jllbiläum seiner Wirksamkeit innerhalb der jüdischen Gellleinde feiern, deren Vorstande er seit nunmehr als dreißig Jahreil angehört. Allch in der Stadtverordnetenversammlung wirkt Justizrath Meyer schon seit zwanzig Jahren, und zwar llicht nur als eines der eifrigsten und geachtetsten Mitglieder, solldern auch als Vorsteher einer der größtell Fraktionen innerhalb der Versammlung. §£g Berlin, 13. November. Der Bericht über das Reich enh e i nl s ch e Waisenhaus der jüdischen Gemeillde zu Berlin (Weiubergsweg 11 c) für die Zeit vom 1. April 1899 bis 31. März 1900 ist soebeil erschienen. Zu Beginn wird des schweren Verlustes gedacht, den die Anstalt durch das Hinscheiden des hochverdienten Kurators Geheinlrat Dr. Moritz Marcuse erlitten hat. — In der Anstalt wurden 75 Zöglinge (45 Knaben, 30 Mädchen) verpflegt, 13 Zöglinge entlassen und ebensoviel lleu ausgenommen. Die Gesammtausgaben betrugell im Berichtsjahre 53162 Mark, die durch Zillsen eigener Fonds und einen Gemeindezuschuß von 22 902 Mark aufgebracht wurden. Die Auslagen für einen Zögling belaufen sich im Jahre auf 663,43 Mark. Die an der Anstalt bestehenden Stiftullgen sind durch eine Adolf Ruß junior-Stiftung und eine Isidor Jacoby - Stistuilg vernlehrt worden. Alle Zöglinge benutzen öffentliche Schulen, doch wird in der Anstalt noch Unterricht in Gesang, Turnen und Kerbschnitzerei ertheilt. Das Waisenhaus steht unter der Verwaltung eines Kuratoriums, dessen Vorsitzender Herr Dr. Edmund Lachmann ist, und unter der Leitung des Direktors Dr. Moritz Jutrosinski. a. Berlin, 11. November. Heute hielt bte „Gesellschaft zur Verbreitung der Handwerke und des Ackerbaues unter den Juden im preußischen Staate" eine außerordentliche Generalversammlung in der Aula der Gemeinde-Knabenschule ab, auf deren Tagesordnung der einzige Punkt stand: Vornahme der Ergänzuugswahlen für den Vorstand. Die Ergänzungswahlen wurden erforderlich durch das mehr als bedauerliche Ausscheiden mehrerer langjähriger Vorstandsmitglieder, nämlich der Herren Boden st ein, Feilchenfeld, Joseph Fränkel sowie der Herren Inspektoren Voll, Caspary und Treuherz. Erschienen waren im ganzen 21 Mitglieder. Der Vorsitzende, Herr Leopold Lesser, eröffnete die Sitzung damit, daß er die Anwesenden begrüßte und ihnen Mittheilung machte, der Vorstand habe sich vergebliche Mühe gegeben, die Herren, welche ihr Amt niedergelegt haben, zu veranlassen, ihre Abdankung zurückzunehmen. Obwohl alle Mitglieder ihr Bestes zum Heile der Gesellschaft eingesetzt hätten, sei ein gedeihliches Zusammenwirken nicht möglich gewesen. Er dankte den Herren für alles, was sie der Gesellschaft geleistet haben, besonders für die außerordentliche Aufopferung, mit der sie die Geschäfte geführt haben. Bei der hierauf vorgenommenen Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden — an Stelle des ausgeschiedenen Herrn Joseph Fränkel — erhielt Herr Moritz Rosen ow voll 19 Stimmen 18 und nahm die Wahl an. Rechtsanwalt Dr. Edwin Katz, welcher eigentlich für dieses Ehrenamt in Aussicht genommen worden war, hatte durch eine diesbezügliche Zuschrift all den Vorsitzendeil gebeten, von seiner Kandidatur abzuseheil, da er lvegeil Mallgels all Zeit eine Wahl ablehnen müsse. Für das Amt eines Kontroleurs wurde an Stelle des bisherigen Herrn M. Feilchenfeld Herr B e r t h o l d B a r s ch a k einstimmig gewählt, zu Jnspektoreil die Herren Grabdenkmalfabrikant Gustav Levy lind Deiltist Hermann Katz. Was ulls besollders auffiel, war, daß aus der Mitte der Versamullnug heraus nur ein schwacher Versuch gemacht wurde, urld zwar von Herrn Arndt, die wahren Grüllde des Allstritts so bewährter Vorstalldsmitglieder zu erfahren, was vom Vorsitzendeil aber kurzweg abgethan wurde. Thatsächlich müssem doch die Gründe recht ernster Natur gewesen fein, wenn von einem Kollegium von 11 Gliedern mehr als die Hälfte ansscheidet. — Wir behalten auch ferner unseren bisher eingenommenell Standpunkt, daß die Gesellschaft mit ihrell veralteten Satzungen itnb Institutionen keine Lebensfähigkeit mehr besitze, ulld daß die veränderten Zeiten auch eine andere Art, das Handwerk zll fördern, erheische, soll das Wirkell der Gesellschaft ein wahrhaft gedeihliches sein. L2 Berlin, 12. November. Das Komitee für Channkah- Bescheerung seildet uns ben folgenden Aufruf: Beinr Nahen der rauhell Willterszeil bittet wiederum eine Schaar von mehr denn 1100 jüdischeuKindern, welche dieKommnnalschulen besuchen, das allezeit nrilde Herz der Glaubensgenossen um Spelldung der nöthigsteu Kleidungsstücke. Diese Gabe schützt llicht nur die kleinen Körper vor Kälte, sondern wirft auch in ihre jugeildlichen Seelen einen Lichtstrahl, der ihrem sonst freudlosen Dasein die ermunternde Gewißheit bringt, daß sie von den Nebenmenschen llicht ganz verlassen sind. Wir gedenken in aufrichtiger Trauer des Hinscheidens zlveier lieber Kolleginnen. Frau Rabbiner Dr. Maybaunl hat uilserenl Verein seit seinem Besteheli mit praktischer Umsicht linb zugleich allch mit denl ibeaten Bestreben, auch sittlich die Kill der zu fördern, ihre unermüdliche, liebevolle Thätigkeit gelveiht. Auch in Frau Komnlerzienrath E. Jacob verlieren wir eine treue Mitarbeiterin. Beider Andeilken halten wir dankbar in Ehren. Jnr vorigen Jahre erhielten am Challnkahfeste laut unseres Berichtes vom Januar 1900 1150 Kinderstiefel, Wasche, Kleider und Lehrmittel. So wurde bitterste Noth an vielen Stellen gelindert. Gleichzeitig gelang es, lvie Lehrerkreise bezeugtell, einen moralischen Einfluß auf die Kinder zu üben, indem die Würdigstell vorzugsweise bedacht wurden. Beide Erfolge ermnthigen uns, alle Kinderfreunde, besonders die Fraueil unserer Gemeinde, herzlichst zu bitten, durch eine freundliche Gabe cm Geld, Stoffen, Jugendschriften oder dergleichell dies Liebeswerk wiederum förden zu Helfell. Jede der Uliterzeichneten nimmt Beiträge mit innigem Dallke entgegen und ertheilt bereitwilligst llähere Auskunft. Denl Komitee gehören die folgenden Damen an: Frau Julie Reumann, Vorsitzende, Frau Selima Adler, Frau Max Benjaniill, Frau Julius Boehm, Frau Michael Fiegel, Frau Geh. Sanitätsrath Flatow, Frau Dr. Frankl, Frau Leopold Friedmann, Frau Dr. Ginsberg, Frau Dr. Grabower, Frau Bianca Israel, Frau Professor Dr. F. Lieber" manu, Frau Sanitätsrath Dr. Mühsam, Frau Lollis Oppenheim, Frau Helene Schönwald. Frau Emma Sieskiild, Frall Sanitätsrath Dr. Stern, Fran Dr. Ungerleider, Frau Arnold Weiß. Lp. Aus der Provinz Posen, im November. Der kürzlich in Birnbaum verstorbene Rentier Benjamiil Graupe hat der dortigen Stadtgemeinde 10000 Mark und der israelitischen Gemeinde ein Legat von 9000 Mark zu wohlthätigen Zwecken hinterlassen. — — Dem Fabrikbesitzer Fabian Fraenkel in Ostrowo ist anläßlich der Ellthüllullg des Kaiser Wilhelm-Denkmals daselbst der Krollen-

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