Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 64 (1900)
- Issue
- Heft 44 (2.11.1900)
- Date
- 1900-11-02
- Page
- Seite 528 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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528 Herr! Gelobt sei der Name seiner herrlichen Regierung immer und ewig!". . . Ihre Stimme erlosch mit dem letzten Wort, wie ein Schatten legte es sich über ihre Züge. Liba Epstein hatte ansgelitten. Nach ihren Hüten greifend, bedeckten Rechtsanwalt Schwarz und Dr. Marens das Haupt und sprachen, während die Frauen bis auf Sarah Goldberg das Zimmer verließen, das uralte Sterbegebet der Israeliten, das Jedem, hoch und gering, auf die Wanderung in den ewigen Frieden mitgegeben wird . . . (Forts, folgt.) Sprechfaul. ine vereheliche Redaktion ersuchen »vir höflichst, folgende Er- (1Widerling auf das Eingesandt des Herrn Peritz-Königsberg i. Pr. vom?. Oktober in Sachen der Verbandspellsionskasse gütigst aufnehmen zu »vollen: 1. Es ist nuwahr, daß der Referent in der Sitzung des Kuratoriums von: 30. September 1000 behauptet hat, der Verbandsvorstand habe einer» Beschluß gefaßt, den das Kuratorinu» als Unterstützung seirres Vorhabens anzusehen berechtigt »väre; er hat nur reserirt, das; alle Mitglieder des Verbandsvorstandes mit Ausnahme des Herr»» Stucmann-Osterode i. Ostpr. in ihren schriftlich niedergelegten Voten die baldige Eröffnung der Kasse für durchaus »»nmschenswerth gehalten haben. 2. Als seinerzeit der Verbandsvorstand die Grundverfassnng der Pensionskasse festgelegt hat, zu der auch Herr Sturmann durch Unterschrift seine Zustimmung gab, hat er beschlossen, daß Anträge, die im Laufe des nächsten Jahres eingehen, sorgfältig geprüft linb berücksichtigt werden sollten. Dieser Beschluß, der auf Antrag des Vorsitzenden gefaßt wurde, konnte nur den Sinn habe»», daß die Möglichkeit, Einzelheitel» z»» ändern, gewährt, »»icht aber, daß die Grundverfassnng völlig »lmgestürzt »verdei» sollte. He»r Peritz m»d der vor» »hm vertretene Verein founten nicht erwarten, daß durch die vo»» ihnen verlailgte vollständige Umänderung der Prinzipien die Konstitnirnng der Kasse ml culeudus graeeas verschoben werde. 3. Wenn in einer so wichtigen Angelegenheit eine Anzahl von Vereinen es »»icht für nöthig gehalten hat, ihre Sitzungen, eventuell als a»»ßerorde»»tliche, zu einen» srüHeren als dem übliche»» Termine abznhalte»». so dürfen sie sich »»icht wundern, daß ihre Voten »»icht berücksichtigt »verdei»: der eine oder a»»dere Vereii» hat sogar, »vie erinnerlich ist. die Frage der Pensionskasse von der Tagesordnu»»g abgesetzt u»»d danlit kundgetha»», daß er die vo»» de»» Ostpreußen angeregte»» Abä»»der»l»»ge»» »»icht für dri»»glich erachtet, trotzde»»» tu alle»» jüdischer» Zeitungen De»»tschla»»ds der Beschluß des Kuratorinnis, die Kasse »»»»»»»»»ehr zu eröffnen, bekannt gegebe»» »var. 4 Es ist un»vahr, daß der Verband zr» errvähnei» »»»»terlasse»» hat, daß auch der Verein Schlesien-Posen sich im Sin»»e der ostpreußischeu A»»träge ausgesprochen hat; dieser Verein ist von ihm ausdrücklich als auf Seite»» der Ostpreußen stehend bezeichnet »vorden. 5. Es ist u»»»vahr, daß der Resere»»t in»Allgerneinen de»» Hilfskassen das Recht bestritte»» hat. in dieser Sache mitzusprechen; er hat nur der Hilfskasse für die israelitische»» Beamten der Shliagogengerneinde»» Pommerils. Ost- und Westpre»»ße»»s dieses Recht bestritte»», da sie nicht zu de»» den» Verbände angeschlossenen Verei»»e»» gehört, die allei»» i»» dieser Allgelegenheit ihr Urtheil abzugeben haben. 6. Die persö»»liche Differenz des Vorsta»»des des ostpreußische»» Lehrervereins mit den U»»terzeichneteu ist durch de»» Vor»v»»rf hervorgerufen »vorden, daß diese in de»» Verei»»e»», in welchen sie die Referate über die Anträge der Ostpreußen übernominen hatte»», »»icht ans sachliche»» Gründe»» gegei» die Anträge Stellung ge»»o»»»u»e»» haben. Dieser ii» einem Schreiben von» 1. Juni ai» die Vereinsvorställde von den Ostpreußei» gernachte Vor»vurf ist in eiirem an die gleiche Adresse gerichtete»» Schreiber» gebührelid znrückgewiesen »vorden. 7. Es ist »inlvahr. daß die Unterzeichrieten ei»»gestaudener»naße»» künstliche Ma»»ipnlatio»»el» vorgenornrnen habe»», »im gegen die ostprerißische»» Anträge Stillinlurrg zu »»»ache»» »md die sachliche Berathnng darüber in de»» interessirte»» Einzelvereinei» z»» behi»»deri». Sie habe»» nur das Recht für sich in Anspruch genommen, in dernselben Maße auf die Einzelvereine einzuivirker», »vie es die Ostpreußen durch ihre Agitatio»» gerhan haben. Herr Peritz hat. »vie feiner Zeit aus beit Zeitungsberichten evident hervorging, selbst die Reise zur Versammlung der Westprenßen unternommen, »»»»» für feine Anträge Stimmung zu machen, u»»d ist nur durch den »inglückliche»» Umstand, das; er unterwegs erkrankte, an der Allsführung seiner Absichte»» verhiildert »vorden. Wenn schließlich Herr Peritz behauptet, daß die persönliche Ehrenhaftigkeit der Ullterzeichneten nicht angetastet »vorder» ist, so werden die Vereine ans dem Anschreiben vorn 1. J»»»»i 1900 den Eiildruck des Gegerrtheils empfangen haben. Die Ullterzeichneten Haber» aus Liebe zur Sache die mühselige Arbeit der Lei tu »lg der Kasse cntf sich genommen, da sie selbst von der Kasse nicht den geririgsten Vortheil Haber». Ihre Aufnahme in die Kasse kann nicht i»» Frage kornmen, da sie irach beit Bestimmungen über die Aufnahme vorn Eintritt in die Kasse ausgeschlossen sind. Dies unser letztes Wort in dieser Allgelegenheit! Berlin, 24. Oktober. Max Hanfs, Dr. Max F i e g e l. geschäftsführender Vorsitzender Schriftführer des Kur atoriums der Pensions-, Wittlven- und Waiseukasse des Verbandes der jüdische»» Lehrervereine im Deutschen Reiche. 4 ch bitte die Herren Kollegen ergebenst um Auskunft über Folgendes: 1. Woher stamnlt der Name pft für das Hexagramm was ist seine Bede»ltn»lg, und »veshalb bringt mar» es ans Synagoge»» an? 2. Wie viele gekürzte Gebetbücher giebt es, ährrlich »vie das westfälische Gebetbllch von Dr. Vogelstein, u»»d »vie sind derer» Titel? Prediger Gossel in Canren i. Wests. * uf Grulld des tz 11 des Gesetzes über die Presse vom 7. Mai 1874 ersuche ich sie ergebenst n»n sofortige Aufnahrne folgender Bcrichtigung: Die vom 27. September 1900 datirte und kürzlich in Ihrem werthen Blatte erschienelle Erklärung des hiesigen Rechtsanwalts Dr. Sarnuelsohn in Sache»» der geplärrte»» Protestversarnrnlung gegen die Bllitlüge errthält »nehrere Unrichtigkeite»», insbesondere folgende: „Daß die christlichen Universitätslehrer in dem Jrrthume besänge»» »varen, daß die Herren, »velche die Vorbereitung der Versamnrlung errergisch betriebe»», als Träger des Willensallsdrucks der ganzen Gemeinde »lud ihrer Führer anznsehe»» seien." „Daß ein Herr oh»»e jeden Auftrag, in» Gefühl der eigenen Pflicht der»» eil» er» der betheiligten Universitätslehrer die »vahrheitsgemäße Mittheilung gernacht hat, das; die Veranstalter der Versammlung »veder von dem itbeieiuftimmeiibeu Willen der Gemeinde noch besonders vor» dein ihrer Führer und Vertreter gestützt feie»»." „Das; rrach dieser Aufklärung die Herren (Samuelsohn »var doch nur bei einen»!) ihre fernere Betlieilignng an der Versammlung ablehnten." Nichtig ist vielirrehr: Einer der Herren des Gemeind e- Vorstandes d e r S y n a g o g e»» g e m e i n d e »var p e r s ö n l i ch b e i Professor 3i., um i h m e i n d r i u g l i ch v orz u st ell e u , »nie die offizielle i» Vertreter der hiesiger» j ü d i s ch e u G emeinde eine s o l ch e V o l k s v e r s a n» m l u»»g n i ch t l» u r nicht wünschten, sonder»» sie viel»»»ehr u»»» jeden Preis verh i n d er »» möchten, so daß sie i h n dringend bäten, seine M i t »v i r k u n g z u r ü ck z u z i e h e n. Ebenso »vlrrdel» uns zrvei aridere Professoren hinter unserem Rücken abspenstig gemacht. Sarnuelsohn spricht vor» einem „für ihr»" (dem Ullterzeichneten) denklvürdigen Verlauf der Versan»ll»l»»l»gsaffäre. Ich versichere ihr»», daß die Bekanntgabe des aus „vielen urk»»»»dl»chen Belägen" bestehender» Akte»»stückes sogar für ihr» (Sarnuelsohn) außerorderrtlich denklvürdig erscheilren dürfte. Recktsaurvalt Samuelsohr» »vird wissen, daß es für ihn der» Aus- »veg der „Berichtigungen" nicht mehr giebt. Für rrr i ch »ve»»igste»»s ist an dieser Stelle die Ailgelegerrheit erledigt. Breslau, 21. Oktober. Heirrrich Schlvarz. Rechtsamvalt. Druck und Verlag von Rudolf Mosse in Berlin. Verantwortlich für die Redaktion: Max Bauchwitz in Berlin.