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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1899-01-13 · Heft 2 (13.1.1899) · p. Seite 19

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
63 (1899)
Issue
Heft 2 (13.1.1899)
Date
1899-01-13
Page
Seite 19 (sequence 7)
Language
German
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19 Das heißt: Das Haus Judas (die Juden) werden zum Hause Israels (den zehn verlorenen Stämmen Israels, nämlich den Engländern) gehen und zusammen von Norden (von England) nach Palästina zurückkehren. Ein französischer Schriftsteller') findet dies sogar schon eingetroffeu; indem die Juden maffenhaft nach London (Whitechapel) ziehen und sich dort zusammenballen — sogar Cornelius Herz, Alton und Naquet seien nach England geflohen —, während andererseits die Engländer sich Cyperns und Aegyptens bemächtigt haben, und die Anglo - Amerikaner Palästina kolonisiren wollen. Dann aber wird es mit Jeremia 23,8 heißen: „So wahr der Herr lebt, der den Samen des Hauses Israels hat heraus geführet und gebracht aus dem Lande der Mitternacht (England) und aus allen Landen, dahin ich sie verstoßen hatte (den englischen Kolonien), daß sie in ihrem Lande wohnen sollen." Daß die Engländer nicht überhaupt Juden heißen, steht auch vorhergeschrieben, in Stellen wie Jesaia 65,15: „Und der Herr wird ... seine Knechte mit einem anderen Namen nennen." Die Namensänderung kommt bei Hosea (1,9) mit den Worten vor: „Heiße ihn Lo-Ammi (= nicht mein Volk), denn ihr seid nicht mein Volk." Und sie werden eine andere Sprache sprechen, nach Jesaia 28,11: „Er wird einmal mit... einer anderen Zunge reden zu diesem Volk." Und in England ist das Volk sehr zahlreich, denn: „Es wird aber die Zahl der Kinder Israel sein wie Sand am Meer... an dem Ort, an dem man ihnen gesagt hat: Ihr seid nicht mein Volk." Der Name des Volkes aber wird von Isaak Herkommen, „denn in Isaak soll dir der Name genannt werden" (1. Mose 21,12 und anderwärts), daher sind die Angelsachsen „Laxans", nämlich „Isaae's sons" (Isaaks Söhne); das I ist weggefallen wie in Jstambul Stambul, Hispania Spanien u. s. f. Daher ist es auch kein Wunder, daß nur die Juden und Engländer den Sabbath feiern, die Engländer aber noch strenger als die Juden und am strengsten die Schotten. „Er (der Sabbath) ist ein Zeichen zwischen mir und den Kindern Israel" (2. Mos. 31, 17). Ein „Zeichen", an dem man also Israel erkennen wird. Sogar daß die Juden ein „halsstarrig Volk" (5. Mos. 9,6 und anderwärts) sind, geht diesen Forschern auf die Engländer. Und nicht minder haben sie die Trunksucht von den Juden. „Wehe der prächtigen Krone der Trunkenen von Ephraim", ruft Jesaia (28, 1); sie wird zwei Verse weiter „mit Füßen getreten". Dabei ist zu merken, daß von den beiden Söhnen Josephs, Ephraim und Manasseh, Ephraim England (nach Anderen Schottland), Manasseh aber die Vereinigten Staaten vorstellt. Daher thun die Engländer Alkohol in den Wein, und die Schottländer haben gar den scotch whisky erfunden. Jüdisch sei ferner der Ausdehnungstrieb der Engländer, daher Jesai 49. 19: „Dein wüstes, zerstörtes und zerbrochenes Land wird dir alsdann zu enge werden, darinnen zu wohnen", wobei „alsdann" die Zeit bedeutet, da Israel in den „Jseln wohnen wird, denn jenes Kapitel 49 beginnt mit dem Anruf: „Höret mir zu, ihr Inseln". Also wird England Kolonien anlegen; „denn du wirst ausbrechen zur Rechten und zur Linken; und dein Same wird die Heiden erben und in den verwüsteten Städten wohnen" (Jesaia 54, 3), wie ja schon 1. Mos. 35, 11: „Völker und Völkerhaufen sollen von dir kommen". Völkerhaufen, das sei in der That der richtige Ausdruck für Kolonien wie Indien und Südafrika. Daß dieser Kolonialstaat nur England sein kann, beweist übrigens der pseudonyme Herr Alain A. etwas leichtfertig, wenn er sagt: „Frankreich hat keine Kolonien, Deutschland auch nicht, Spanien verliert soeben die letzten Fetzen, Holland ist auch sehr reduzirt". So erleichtert man sich die „wissenschaftlichen" Beweisführungen. Der Bien und der Beweis muß. 9 Alain A..., L’anglais est israelite (1898). Doch es wird flott weiter bewiesen. Die Irländer können schlechterdings nichts Anderes sein als Kanaaniter, was sie auch ahnen, da eines ihrer Volkslieder den im Chor gesungenen Refrain hat: „Ich bin Paddy, der Kanaanit". Das steht aber auch geschrieben, ja den Engländern ist ihre Politik gegen die Iren schon von Moses (3, 33. 51 bis 55) genau vorgezeichnet: „Wenn ihr über den Jordan gegangen seid in das Land Kanaan, so sollt ihr alle Einwohner vertreiben. . . Werdet ihr aber die Einwohner des Landes nicht vertreiben, ... so werden euch die, so ihr überbleiben lasset, zu Dornen werden in euren Augen und zu Stacheln in euren Seiten und werden euch drängen auf dem Lande, da ihr innen wohnet". .Denselben Rath giebt Josua, um den Homerulers wirksam zu begegnen. Aber auch die Regierungsform Englands ist vorhergesagt (Jesaia 49, 1 und 23): „Höret mir zu, ihr Inseln... die Könige sollen deine Pfleger und ihre Fürstinnen deine Säugammen sein". Daher die monarchische Regierungsform Großbritanniens. Doch die politischen Vorhersagungen treffen noch weiter zu. Schon die Genesis (22, 17 und 24 , 60) verkündet: „Dein Same soll besitzen die Thore seiner Feinde". Daher besitzt England Gibraltar, den Suezkanal, das Kap, Aden, Hongkong u. s. w., lauter Pforten zu Ländern und Meeren. Daher hat es sich auch so lange um den Besitz der Hohen Pforte bemüht. Der Psalmist singt denn auch ganz entsprechend: „Heische von mir, so will ich dir die Heiden zum Erbe geben und der Welt Ende zum Eigenthum" (2, 8). Und schon im 5. Blich Mose (15, 6) hieß es: „Du wirst über viele Völker herrschen, und über dich wird Niemand herrschen", daher beherrschen die Engländer in Kanada Franzosen, in Südafrika Holländer, in Gibraltar Spanier, in Malta Italiener u. s. f., während diese Völker nirgends Engländer beherrschen. Sogar daß England das Asyl für alle Emigranten ist, wird wiederholt angekündizt, besonders ausdrücklich 3. Mose 19, 33 und 34: „Wenn ein Fremdling bei dir in eurem Lande wohnen wird, den sollt ihr nicht schinden. Er soll bei euch wohnen, wie ein Einheimischer unter euch." Wie der Leser sieht, bricht das Licht der Identität auf allen Seiten leuchtend durch die Nebel des Zweifels. Sollte er sich aber an dem wichtigen Umstand stoßen, daß die Engländer den jüdischen Blutbund aufgegeben haben, so schlage er den Apostel Paulus auf. der (1. Brief 7, 19) den Korinthern diese Ceremonie als höchst überflüssig und nur „Gottes Gebot halten" als wesentlich bezeichnet. Doch die heiligen Quellen genügen den Anglo-Jsraeliten nicht. Auch die Profangeschichte muß herhalten, sammt der Philologie und Archäologie. Namentlich die keltische Sprache, mit der man bekanntlich überhaupt alles beweisen kann, leistet dabei gute Dienste. Da ist z. B. der Stamm Dan mit seinen 62 000 Kriegern, der nur dem Stamm Juda an Kraft nachstand. Dan sei der Pionier für die übrigen gewesen. Daher finde man seinen Namen in unzähligen Eigennamen auf dem ganzen Wege von Palästina bis England. In König Danaos von Argos, daher auch die Griechen Danaer (Söhne Dans) heißen, bis London, Doncaster, Caledonien (Schottland), Donegal (Irland), aber auch unterwegs in Don, Donau, Danzig und ganz besonders Dänemark, in Frankreich Dunkerque, Chäteaudun, Dun-le-Roh, Dun-sur-Meuse u. s. w. In Spanien gar sei der Titel „Don" nichts anderes als das hebräische Dan. Daß die Juden in alter Zeit mit den Phöniziern und Griechen vermischt nach den „Zinninseln" kamen, wird als selbstverständlich angenommen. Der Stamm Dan nahm sie alle ins Schlepptau und israelitisirte sie; waren sie doch Söhne Jakobs, deffen Name einen suppluntator bedeutet, Einen, der einem Anderen ein Bein stellt, ihn aussticht. Für die griechisch-jüdische Identität werden eine Menge

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