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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1838-01-30 · Heft 13 (30.1.1838) · p. Seite 51

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
2 (1838)
Issue
Heft 13 (30.1.1838)
Date
1838-01-30
Page
Seite 51 (sequence 3)
Language
German
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oi derstrlch daran thun, ehe nicht durch die Beschaffung des größten Theils des Fonds die Sache Realität gewonnen. L i t e t »t t ti *. Magdeburg, den 15, Jan. Der Redacteur dieser Zeitung hat bei seiner Gemeinde in Betreff der jüdisch-theologischen Facultat nicht den geringsten Schritt gethan, um dieselbe, die stets dem Guten die Hand bietet, in dieser Sache sich ganz zu überlassen, und diese Angelegenheit von seiner Persönlichkeit unabhängig zu stellen. Er hat nun aber auch die Freude, daß ganz freiwillig die Herrn Aeltesten, M. Susmann und A. E. Max, ein kräftiges Circulair an die 'Gemeinde erlassen, dies durch eigene Subscriptionen aufs Beste eingeleitet, und es dünn der Sorgfalt mehrer ehrenfester Männer zur Cursirung der Gemeinde anvertraut haben. 122) 123) 124) 125) 126) 127) 128) 129) 130) 131) 132) 133) 134) Fortsetzung -er SubfcriptiIirsliste. 1r-Lü8^ort 1516 Thlr. Gr. Gemeinde zu Hoym.in Anhatt-Bernburg. Herr M. Liepmann, Wollhndlr. 5 Thlr. Gr. - vr. H. Meyer, pract. Arzt 5 - - - B. Hagelberg, Handelsm. . 1 - - - Abr. Meyer, Handelsmann 1 - - - Bernhard Cohn, . 1 - - - S. Hagelberg, Kürschnrmstr. — - 12 - - C. Rosenheim, Handelsmann — - 16 - - Der Verein 8elloeiire tod. . 5 - - - A. I. Hagelberg in Frohse bei Hoym. 3 - - Summa 22 4 Herr Moses Tasse, Kaufmann in Calvörde im H. Braunschweig (2| Thlr. Gold) - Levin Tasse, Kaufm. ebendaselbst (2£ Thlr. Gold) s Adolf Heitborn, Kaufmann in Leschnitz (Schlesien) . - N. in Breslau. 2 Thlr. 20 Gr. 2 - 20 - 2 - 5 - Summa 1550 - 20 - Einige Worte über Lessings Denkmal, an die Israeliten Deutschlands gerichtet, von vr. G. Niesser, Frankfurt a. M. Druck.von Stockmar und Wagner. (Eingesandt). Unter obigem Titel hat Herr vr. Riesser seine so lange vermißte Stimme wieder erhoben, und sich an seine Glaubensgenossen wendend, sie zu Beitragen zu dem in Braunschweig zu errichtenden Denkmale jenes Hauptkämpfers und Dulders für Gewissensfreiheit und Toleranz' aufgefordcrt. Die Kürze des Schriftchens (32 Seiten) und die Gedrungenheit des Styls gestatten keinen Auszug, und so wollen wir nyr dem Jdeengang, des trefflichen Abfassers ungefähr mittheilen. Nachdem die Verdienste und der Charakter Lessings, namentlich seine Liebe zur Gerechtigkeit und Freiheit, die er jeder Meinung, selbst der seiner zionswächterischen Gegner vindizirte und gewährte, summarisch berührt sind, schildert Herr vr. Riesser das innige Freundschaftsverhältniß zwischen Lessing und Mendelssohn, und zeigt uns in letzterem den Juden, der, weil er die Juden, wie sie sind, vertritt, sich auch für seine Person nicht aus der jüdischen Aeußerlichkeit entfernt, in jenem aber den Philosophen, der, unendlich verschieden von denen, die alle Gleichstellung von der Annahme ihrer Doktrin und Abstreifung jeder auch noch so gleichgilrigen Eigenthümlichkeit abhängig machen # auch in dem rabbanitisch lebenden Juden den Bruder, den Mitbürger, den Weisen erkannte. Siegreich wird hierauf der in unserer Zeit so oft gehörte Vorwurf der Leidenschaftlichkeit wbdcrlegt, welcher sich die heutigen Vorkämpfer der Juden — und aller! Bedrückten — sich hingeben, im Vergleich mit der ruhigen Milde der Stimmführer jener Zeit. Die Ursache dieser Verschiedenheit wird nachgewiesen in der damaligen noch so großen Entfernung zwischen Lehre und Leben, welche jene Weltweisen in dem Wahne erhalten konnte, Wahrheit und Gerechtigkeit dürften sich nur im Leben zeigen, um ohne Weiteres zur alleinigen Herrschaft zw.gelangcn. Daß der böse Wille, der nichts lernen will, daß der Egoismus, der nur an sich denkt, daß der falsche Liberalismus, der gegen den Druck eifernden er leidet, den er aber selbst ausübt, wie ein Schooßkind auffüttert, daß der Fanatismus einer Aufklärung, die blos sich selbst auf den Thron der Glaubenstyrannei setzen will — daß diese einst so verderblich wirksam sein würden, das konnten sie nicht ahnen, unsere bitteren Erfahrungen nicht voraussehen. Sie glaubten in edler Zuversicht, daß ihren Ideen die Zukunft angehören werde, und hielten deshalb jeden Kampf, jede Vehemenz für übersinssig. Jedoch wir verweisen auf das Büchlein selbst, dessen ga zer Ertrag für jenes Monument bestimmt ist, und hoffen, daß der Verfasser, in seinen uns so erwünschten Arbeiten nie wieder so lange Pausen eintreten lassen wird. M-. Die Redaction dieser Zeit, schließt sich den Bemühungen des Herrn vr. Riesser an, indem sie sich zur Annahme von Beiträgen bereitwillig zeigt, und sofort mit einer kleinen Summe unterzeichnet. Correspondenzen, Auszüge, Repliken. (Fortsetzung folgt.) Hamburg, 8. Jan. Der Ausfall des Telegraphen für Deutschland. — Die Redaction der Allg. Zeitung des Jüdcnthums war zuversichtlich vom Beginn ihres Unternehmens an auf Opposition, und Widersacher vorbereitet. Was hat ein Jude wol je unternommen und vollführt, was, von welcher Tendenz es auch gewesen, nicht von den meisten Seiten bekrittelt und befeindet gewor-

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