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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1922-03-17 · Heft 6 (17.3.1922) · p. Seite 64

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
86 (1922)
Issue
Heft 6 (17.3.1922)
Date
1922-03-17
Page
Seite 64 (sequence 6)
Language
German
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einigen jüdilcl-en VCnftolt wieder drängten! Tas alles arbeitete und Lebte er mit seiner edlen, liebenswürdigen, verehrten Frau, «ein Brief ging hinan». ohne das; sie ihn gelesen Hütte. Nichts Um er. nwie ne nicht wußte. Tu-, 1919, nahm der Tod sie ihm. Und von da ab sank seine ritterliche Gestalt zusänunen. und es kam die Krankheit. Lange Monate war er ans Zimmer gefesselt, und das Ehannkafcft ir»2o sollte zum ersten Male ohne ihn in unserer Anstalt gefeiert wrrden. Ta ging die Tür auf und herein trat der verehrte, liebe Greis in aufrechter Haltung mit seinem liebevollen £äd)dir. , Ja^ heut geht's mir gut und da muhte ich docl) tomnien". Tas;var ein Fest für die Kinder und ein Geschenk für uns Erwachsene. Und noch einmal kam er und besuchte die «lasten ulld;mhm beim Treppensteigen wie stets z;vei stufen. „Ein alter Gardist." Tann aber ging es zu Ende. Ten 90. Geburtstag hat er nicht erlebt. Und doch werten wir ihn feiern: denn unter uns Lebt er fort. Auch von behördlicher seite und am höchsten Orte wurden feine 'Verdienste anerkannt. Ihn schmückte der Note Adler-Orden, 4. «laste, die Rote-Kreuz-Medaille 2. und 3. «laste, die südlvestafrika-Medaille und die Kaiser-Wrltzelm-MedaiUe. 1912 erhielt er lvegen seiner Verdienste um die jüdische Taubstummenanstalt den «ronenordeu «laste. Berlin Weißensee. Tr. F. Reich. Mitteilungen über das jüdische MblwtheKswrlrn in Lre- Iisrsrl. 2^ richte der Hauptfanunelftelle. Prof. Tr. Heinrich Loewe. Berlin XW52 Flemingftraße 12. ie Arbeit für die Gründung und den Ausbau von Bibliotheken, die Ln Palästina dringend gefordert wird, ist im Gange. Es eristieren außer schul- und Jm'titutsbibliotheteu bisher hauptsächlich felgende sehr beachtenswerte Anfänge: erstlich die U n i v e r f i t ä t sn n d A a t i o n a l b i b l i o t h e t zu Jerusalem, die Gründung des unvergenlichcn Tr. Joseph b h a .z a n o lv i c z. sodann die Biblio- Hut s ct) a a r Zion in Jaffa «rund 12 7.ou Bünde», dann die Wauderbibliothek der Arbeiterschaft, die ihre 1^«wni Bände in fünfzig .'.iveigabteilirnizen an die arbeitenden (^mosten, die im Laude ver streut sind, leitet. Jetzt wird von der Hauptftelle in Berlin ans der I o f e p h Hirschstift u n g die Grundlage zu einer 'Bibliothek des Technikums und damit auch zu einer stadr iMbiiotlKt in Ouifu gelegt. Tie wichtigste Frage ist im Augenblict die Baufrage in Jerusalem. Tas bisherige Gebäude ist hauptsächlich auch durch die erfreulichen Bücheriendungen aus Teutichland w über füllt, das; es allmählich gefährlich wird, in den Bücl)er räumen weiter" Bücher aufzuttellen. Trotzdem ist es dringend notwendig, die Büchertchatze zu'vermehren, und es wird von allen seiten, nicht blos; aus Jerusalem, daraus gedrungen, weiter reichlich Bücher zu sammeln und zu senden. Man wird sich eben bis zur Vollendung des neuen Bibliotheksbaues anderweitig helfen wüsten. Aber der Büclterhunger hält an und ist sogar im Brachsen begriffen, und zwar, als eine Holge des praktitclien Bedürfnisses beim materiellen Ausbau d^s Landes. Tabei must der bisherige Plan der Bibliothek insofern abgewandelt werden, als es bislang sich im allgemeinen um eine jüdische Nalivualbiblivthet und eine Jerusalemer 'Volks- und Biidungsbibliothck handelte, als sich jetzt aber der Aufbau und Ausbaueiner Uuivcrsitäts. und allgemein-wissenschaftlichen und technischen Bibliothek dringend geltend macht. Also die Büchermnunlungen und die Käufe zum systematischen Ausbau der Bibliothek müssen fortgesetzt nüd sehr erheblich vermehrt werden, wenn den dringendsten Erfordernissen der Zeit und der Umstände Rechnung getragen werden soll. Andererseits kommen wir um die Baufrage fetzt nicht mehr herum. Jetzt muß ein neues und praktisches Bibliotheksgebäude sobald w;e möglich in Angriff geuvnlmen werden, und es ist fein Zweifel, das; ein solches Bcnnverk erstehen wird. Tas wird der erste graste Prokanban kein, den Anden Ln grumten; errichten seit der Zeit. :i'o das Viitiw aufgehört hat. ein jüdisches Lu«'d zu U i;;. Und bi.'ws Kunstwerk wird ein Teukmal nicht von «liegen und siegen, sondern d^rs notwendigste Werkzeug der Wissenschaft und zugleich der Völker ocrbrüderuM fein. Teshalb »vird. so wie Ehazanowicz* Name mr alle Zeiten über diesen Büchersmmnlungen steht, in unvergänglicher Schrift ein anderer unvergestlicher 2lai;w für alle Zeiten diesem Gebäude ausgeprägt bleiben. Die Arbeit für die Sammlung von Bibliotheken im Lande Israel und zu ihren; organisatorischen 'Aufbau erfordert sehr viele tuvö sehr groste Geldmittel, die zwar gegenül'er dcur zum Alüban des Landes notwendigen Fmrds fchr klein sind, die aber doch vorhanden wir; müssen, tveil jeder «olonisator und jeder Architekt, jeder Ingenieur mrd jeder ernste Landivirt. jeder Vernmltungsbeamle und überhaupt jeder beim Aufbau des Landes irgendwie Tätige jeden Tag die Bibliotl)ek irgendwie in Am'pruch nehmen muß. Tw Zahl der Bücher steigt in Jerusalem durch unsere Anstrengungen voir Tag zu Tag. Aber die Benutzerzahl wächst in Jaffa und in Jerusalem trotzdem verhältnisnmtzig um ein Vielfaches schneller als die Bücl)erzaht. Es bedarf daher der allergrößten Anstrengungen all unserer Freunde, die uns bisher schon unterstützt Haber;, und erst recht all der Freunde, die wir zu unserer Hilfe erst noch? erwerben wollen, wenn wir auch l nur einigermaßen mit dem steigende» und wachserrden Bedürfnis j schritt halten sollen, seit einiger Zeit konnten wir auf keine i Gründung einer neuen Stiftung himveisen, obwohl so viele Fächer j daraus harre;;, daß einzelne Wohltäter sich ihrer durch sonder-? stifttrngen besonders annehmen. Und es gibt doch kein schöneres Ge- | denken für teuere Hingeschiedene, als wenn an den geweihten statten j von Jerusalem ein Zimmer lauter Bücher aufweist, die ein und dem-! selben Fache nngehoren und die - jedes einzelne - vorn ein Exlibris i tragen, daß sie zun; Andenken an die und die namentlich genannten! teuren Entschlafenen gestiftet sind, solcher Stiftungen bedarf es vor allem für die Wissenschaft vom Orient. Palüstinaforschung. Juden- ' tumswistenschaft, Geschichte. Naturwissenschaft usw. Nicht minder wichtig ist. daß uns unsere Freunde durch Gewährung von Einzel- : spenden und namentlich regelmäßigen Jahresbeiträgen die Mög-; lichkeit gewähren, den immer neu a-uftretenden wistenstt^afrlick^'n und ' praktischen Bedürfnissen der Jerusalemer Universikäts- und National- ' bibliothek (und der Bibliotheken im Lande) so weit als möglich zu . genügen, seit unserem Letzten Ausweise können wir auf folgende i neue Hahrrsbeiträge hmn>eisen. die uns von befreundeter und ein- > sichtiger seite gespendet worden sind: A l t sch u l 2000 M.. Eugen Arvusohn!oo M.. E h m a n n u. M i l! n e r 500 M.. Gillies •>*/ M.. Tavid Gordon 2<m» 1«;.. Moses H a n c tu a u n 1«ni Bi.. B. Hindel 7>o M.. Tavid H i r f ch - berg iooo M.. Isaak H u rwitz wo M.. F. Jawschitz li)on M.. Jak. I a w s ch i tz 1<**> M.. Jiaat I a w s ch i tz lim M.. Leo I a w - schitz .Ki» M.. «antor «ahn K» M.. Tr. «allen buch 1K> 1U., « antorowitsch KN» mt.. Tußmann « apla n HHh» M.. L. L a tz Km M.. Rabbiner Tr. La za r u s H*> M.. A. Littmann 7^» Bl.. Jakob Rabbi nowitz J<»o M.. Isidor Ries 2<w> M., Ritten - berg 2<X» M.. B. Roienberg 7»;^» M.. s. Rudeitzky Ktf» M.. Tr. de schalit.K»M.. B. s ch e i n h au s :m iU{., Leon scheint) a u s ##> M.. I. schul m a n n M.. samuel schul m nnn loo 2*1., 2L stoch 1000 2.U., samuel Zalkowitz 7»oo 2*!.. sämtlich in 'Memel: Eheurjo B e r k m a n n Kh> M.. Heinrich Blun; enfeld loo 2*1.. Leo T a n z i ge r 2oo M.. s. F l a t o w >'!00 M.. Leo Foe r - de r 20<» M.. Alfred Har dtbrodt tdurch Hermoni) Kk» 211..; Mar Henfchel ZOt» 2)1.. Tr. Rudolf L e s z y n f k y erste Rate 100 M.. Tr. Bernhard «ahn (für Mrlästinaliterattlr; -ZOOl» 21!.. 2*1 ar «ober m> M., E. « raus Kn M.. Walther «r oli k 200 M.. Mar; (Altonaer straße 18) A»0 M.. Hermann s t r u ck 200 211.. Tavid W o l p e 200 211., sämtlich in Berlin: Leopold Birnbaum (Fürth. > Bayern) 10O 211., -Kinutic Tridso (steglitz) 200 2*1., Tr. Louis F r a e n k e l («vpenhagen) -Rio 211.. Boris L e i ö o w i t f ch (Ham- . bürg) 7»00 211., Jakob 21 c u n; a n n (Leipzig) 1000 211., Tr. strauß lsolmgenzum 15. Februar 100 211.. salo Translateur I (Treptow bei Berlin) 5oi> 211.. I. schnelling («öln) 200 211. Bon i den von Referendar Tr. 'Adolf Rotenberg iEsten) gesandten! iXm Mark sind von Levi 21 osenberg (Esten) .Kxn M.. von Rath. Flensburg (Esten) 1000 M. Ferner Einzelbeträgc: Kegelklub der 211ontefivre-Lvgc (Berlin) 100 M.. Werner Lachs (Ehar-; lotterrburg, 25 21!., 21! ebel iBerlin» 100 2*1.. E. u. T. 211ayer;Plauen i. V.i durch Tr Resenbrrg (Essen; 'o M. Gesammelt auf Hochzeit spiro-Jakvbsohn iH,rmburg) 2*xi M^ bei d«'»- 'BarnnZloah seines 21efwn Rüben Ge;; s l a u d durch He r m o n i 17»ixi M. Bücher wurden uns gespendet n. a. von Rechtsanwalt Tr. Alb. Bach (Berlin). Kunstmaler Joseph Budko tBerlin». eunci. elu'm. Rcinhold <s o h;; (Berlin). Tr. j;;r. b. e. 2ldol» Tamaschke, Vorsitzendem des Bundes deutscher Bvdenreformer (Berlin). Univcrs.-Prvsestor Tr. B. Tessan ptzerugia. Italien». Georg Freund (Berlin». Gesamtarchiv der dentsci)en Juden.

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