Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 86 (1922)
- Issue
- Heft 4 (17.2.1922)
- Date
- 1922-02-17
- Page
- Seite 46 (sequence 14)
- Language
- German
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Bewohner des Mcer:s schlucken. und nun. wo es noch früh an - der Zeit ist, verlasset auch ihr uns/ „Wir wollen den schönen Albend zu einer Bahnfahrt i nutzen/! „Ach, das wäre göttlich! Ich denke es mir so überaus ' schon/ ries Julia, „im Abenddämmern so dahinzugleiten, das j Auge der Lonne zugewendet . . / j „Es ist Zeit. datz wir gehen/ sagte Lachend Eajus, „ich j könnte sonst meinet schönen Schwester nichts vertagen . . i „Weshalb jedoch weigerst du dich, sie an um'er.r abendliclzen! Iscrhrt tetlnehmen zu lassen / .! „Weshalb Weshalbk 3dJ weiß es ja selbst nicht mögen j üe doch mitkommen aber nein/ schlvsi er. als die jungen; Hürtrintlen sich ber-üts erheben wollten, „nein, es ist bester, ich und Agrippa bleiben zu zweien ..." ,./,u zweien!" höhnte Trusilla. „ich wette, das; sich gar bald eine dritte nnd eine vierte dazu einsiudeu wird. Nein, nein'/ »vehrte sie. als sich ihr jetzt Eajus nahte, um sie;u umfangen, „nein, tune mich nicht, geht doch zur Faustina."" Ti-.Letzten Worte hatten die beiden Iünglmge nicht :neh^ vernommen, da sie bereits den Lpeisetaal verlassen hatten, um sich von il.ren Tienern die Mäntel umlegen zu lassen; dann .eilten sie. olos; von zwei Begleitern gefolgt. d-m User entgegen, t Fortsetzung folgt.'» Literarische Mitlrllungrn. 'h ö der. Adam. Herausgeber der ..2ttDdeut»cheu konservativen -nerre»ponDcnz'M e a 11 i o n i: it d A n t i f e m i 1i s m it s. Zugleich ein 'J'ü'iuiinort an Die afaöemiidje Jiuieitb. Berlin 10-'!. 2^^roct»'cb,^e il 2iH::t, Ver l agsbuchhanDiung. V und!-'!«» Zeiten. 2 uan'orurar. Breis >.*»» '.Warf. Ter B^rinner de? vorliegenden Buches nt als f o n f e r b a t i v c r Biiivi’p'ttüer tzinreiehend bekannt ltuD Legitimiert. Man weif;. das; er nur Ivineifea-ni'iTter Be»ounetlheit. mir wotzknrender 2ad»lid]fcir nnd mit ungewöhnlicher Cfreniieit Die politische:', Ratteren eim'chaNt nnd "ein Urteil bilDet. Cbmobl politifdi t o u f e r i» a t i b orientiert, rlieft er grunDüitzlid; von Denen ab, die sich beute als Die CfrDen Der einstigen .UomettHttrücn betraditen. x\t)m tft Die 2ache Des Baker lanDes zu ernst, als Das; erindenEhor Der landläufigen 2dilagwörter emsiinunen konnte. Irin '.'.Kann von so ausgezeichneter allgememec D politischer Bildung wie Röder gebt mit Der Wertung Polin über Bi'gris'e grünDlrd» ins l^erid,t und kommt in Der Einschätzung innerer Lage und unserer politisd'.en Verhältnisse zu ganz anderen Ergebiw»en. als Die Vertreter der Rechtsparteien es gemeinhin wahr haben wollen. Tie gegenwärtige Zuspitzung des Parteikampfes nt »idd zuletzt Den Ueverrreidüngen nnd der Leidenschaftlichkeit zuzu schreiben. Die sie in die streite des Tages Inneintragen. Gewohnt, rn der Politik mit winen»'dia»tlicher Gründlichkeit zu arbeiten, unter »netzt er im ersten Uapitel Die Begriffe „N a t i o n a i i * m u s u n D Staats g e f i n n u n g“: „Man bestreite keinem Deutschen seine nationale Gesinnung. Es ist ein göttlid)er Zug in der 2eele des Mcm'chen. Das Ileckd)en ErDe zu lieben, das Gott ihm gab, als er »eme 2eele in das Neid) des-Ungewissen sandte" (2. 5). ..Tie v>cimat kann man dem deutschen Juden nicht nehmen, und wer es doch tut. versündigt sich am allgemeinen Menschentum" < 2. -i». ..Es nun'; doch endlich dahin kommen, das; jeder, der Tenbchland als senk Vaterland aunetzt. mit dem ihn 2prache. Erziehung. Ledensstil . verbinden, als national angesehen wird, w c it n er dar a u f VI n tpntdi erbebt.“ Ingen wir noch hing,, das; Adder mit seinem t Birg'. fiili ganz besonders an Die alaDemiübe Engend wendet Der er k:e goldene» Worte ins 2tammbneh schreibt >2. V»-. ..Tie aftu\".mM}e Jugend um»; »ich damit al'finDen. Das; es mit Dem >? e v reut n m v orbei i st.' Tie zulüin'tige menschliche Geiel! 'dju't hat mir uoetz Werte Der menschlichen Würde;:t vergeben, und Der '»ü*si»eii»ol]it mns; Der VvrolD dieser neuen 'Weliai'.»»aüung sein Dana buben »vir Den Bo Den geivonnen für die eigenNictien;»icle. Die i Bober verso!g!. '»»Cit Der tteberlegeutzeir und der rndjfitmV des ge schulten Polttikers. der die grvsien .Znsaui»neik!range Dos wirk'd:a-t! «heu und geiükgen Lelvns Der Bation souverän nl>er'chanl. versetzt er Dem A n ri» em it i s m n s unterer Tage einen geradezu r e r nicht enden 2chlag. lrr Deckt die Verlogenheit »eines 2tzüems rücksichtslos auf, die aut die holde Umvisienheit der Manen spekuliert. er kenttzeichnet die abgrundtiefe Berbohrttzcit seines Aanendünkels. Er zieht die summe »einer Llntcrsuchung mit den Worten r2. „Nur kleinlid)c Herzen, enge stirncn und weite Gen»inen vermögen die 3«Den für die ErtcLieirutiigen der Gegenwart verantwortlich zu machen. Und darum nehme ich besonders nnd immer wieder Stellung gegen den Antisemitismus, tveil er die Herzen verwirrt. das gesunde Gefühl erstickt und das Berstündniv für die wirkliclrcu Zusammenhänge trübt . . . Ter akademisclie Bürger aber halte kein Herz roin, und wenn neue Ideen in der 2ecle des Volkes eine Heimstätte suchen, Dmm trete er an ihre Prüfung Ikrau mit dem Enthusiasmus, den ihn der deutsche Idealismus seiner Vorfahren auf deutschen Universitäten gelehrt hat.“ Tie weiteren HlapiteL behandeln in sehr lesenswerten Abhandlungen das religiösethische und das so.zial-toirtschaftlid)c Problem, um mit dem sehr au'schlnf;re!d;en Abschnitt „C ft c l b t c r t it m u n d P reu beuge i»t" zu schlichen. Es ist überaus interessant, Röder ans Den spuren in ein nahezu unbetretenes Land zu folgen, um so interessanter. als hier ein Wissender und Eingeiveitzker ein Urteil fällt, das um »einer Herbheit und sdzärfe willen außerordentlich übet* rafebt. selbst wenn um Dcu z'.vi'chen Nord- und süddeutschland von jeher gegebenen Gegensatz in Rechnung stellen. Röder zeigt uns hier die kleine, aber mächtige und einflusireiche Welt, von Der eine und) »einen Bekenntnissen geradezu verhängnisvolle Einwirkung aus die! große deutidze. d. h. in Wahrheit preuf;iscl)e Politik ausgegangen ‘ ift. und tiH’tiÖet fidy im schlnfuvort an die akademisd)e Jugend mir Den Worten (2. 1-16): „An die akademische Jugend richtet fiel} im re»*ouDcren mein Work, dorthin, wo aus den dangsien Tagen deutscher Geschichte heraus durch viele Jahrhunderte hindurch Der deutsche Idealismus gelebt und gewirkt hat. Ter Dmüije Idealismus. den heute Ehanviuismus. nationalistische Eitelkeit, materielles 2chichtenintere?»e und Antisemitismus verdunkelt haben.“ In der ivülle Der politischen Literatur wird Röders Buch »einen Rang behaupten. Wir uuutfdjcn. daß man »eilte Ausführrmgen in allen Lagern ernstlich beachte. Göttin g e n. Tr. Behren s. * E. lauter: Gut Purim. Ein neues Purintbuch. Berlin, Verlag Lrais Lamut. tz»W. Preis!»'« Mark. In geschickter Weife verstand cs Der so jäh ans dem Leben gcx'Mc:; Be.».r»"er. irr LioD, 2p:e! nnd Erzählung Das Purim .Ü Der jüDi'chen Inrcnd naher,zubringen und ihr zu helfen, wenn sic es nach D.r Väter 2itte vergnügt und luftia. ab:r and) im GcDenken an Die grohen Taten Der Vorzeit feiern will! -- Es eignet sich Darum, ü'hr. als .>etz'l.'wsi rnouo" inneren lliiiDetn an Diesem Tage überreicht zu werden; sie werden aus ihm die Gestalten Mardochais und E»'ttzers lieben und verehren lernen, tverden »id) aber sicher auch mit viel UreuDe an Die An»fichrun.g, Der Le:7eu Ieffpielc niadzen. Sie wir in Dem Büdsiein finken. Breslau. Tr. W i l ly Eo h n. ISüchrreinlauf. Lesprechung der Bücher vorbetzalten. Zurücksendung der Bücher findet in keinem Falle statt. Leopold G r ü n w a 1 d: 1. Tas Schicksal der Thora und des Glaubens in Ungarn (hebräisch). 2. Toloot Mischpachat Rvsenthal, Zeitbild itzebräischi. Budapest VN. äUraln-u. “>7. MX. Tie häuslichen Gesänge für Ireitagavend. Uebersetzt und mit Erklärungen versetzen von Tr. 2alvmon Bainberger s. A., Provinzialrabbiner :n Hanau. Uraukfnrt a. M.. Trutt und Verlag von M. L-.'hrberger so o'o. N»L-'. Palästina. Bilder von Land und Lel»en. '»7 Abbildungen. Mit eurer Einleitung von Mow» Ealoaru. Verlag Ierdurand Cftcr rag. Berlin lt»Jl. Tie Zaubertra»t des Auges und das Bernsen. Ein Uapitel aus der Geschichte des Aberglaubens von Tr. 2. 2 e l i g m a ii n . Augenarzt in Hamburg. Verlag L. Iriederidsien Eo.. Ham bürg IV--J.