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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1922-02-03 · Heft 3 (3.2.1922) · p. Seite 3

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
86 (1922)
Issue
Heft 3 (3.2.1922)
Date
1922-02-03
Page
Seite 3 (sequence 16)
Language
German
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puc:rc Bor sitzen de der ^Zentrallvohlfahrrsstelle der dcu schn ,>udem Herr Rabbiner Tr. Eschelbach er tTüsieldorsi. die Ziele und Aufgaben einer »olcheit Bezirksstelle. In Baden. Württem t^erg lind Henen-Rasiau srrrd bereits solche Bezirksstellen gegründet worden, und ne traben segensreich gewirkt. In der Mitarbeit aller »üeische» Gemeinden an den sozialen Ansgaben der gesamten Juden beit, die rrur durch Zcntraln'ation in Be.zirksverdünden ermöglicht werden kann, erblickt der Referent außerdem ein Er.ziehungswerk, das die ..autonome" Gemeinde ciumgt in die Gciamtl-eit, das die erstrebte Lraaniiation^ verwirklichen Hilst, das die inneren Ge^nsatze ausgleicht. weil praktische Betätigung, aber nicht Austragung tt)eorern'cher Aleinungskämple in Frage kommt. Alle diese direkten und indirekten Ziele können aber nur erreicht iverven. wenn die Wohlfahrtspflege in Bezirken, die in geographischer, wirtschaftlicher oder xolirisch'er Beziehung eine Einheit bilden, .zusammengefaßt wird. Tarmn fordert er den Ausschuß des Provinzialverbandes auf/ die Zentralisation Ser Wohlfahrtspflege im Rheinlande durchzufiihreu. Mi der Trskninon sprach zuent Herr B. Feilchenfeld lHöln>. Er wies daraus hin. daß in Röln die Forderungen des Referenten aui dem Gebiete der Wohlfahrtspflege seit Jahren verwirklicht sind. Er würde es begrüßen, rvenn diese guten Erfahrungen für die ganze Provinz fruchtbar gemacht würden. In erstreben sei. die notwendigen Mittel für die Wohlfahrtspstege durch ausreichende Umlagen der Gemeindesteuern zu erlangen, um den Weg des uiiaufhörliclsen Tanuuelns endlich vermeiden zu können. Er bedauert, daß die Gemeinden lx'i der Ausstellung des Etats nicht großzügig genug auf d:e'em Gebiete find. Herr Rabbiner Tr. Rose n t h a l läröln) trat iür tcu Getunten der Zeurralifat'ott ein: die ittcl sollen durch die Gemeinden und durch Sammlungen aufgebracht werden, und Träger der Organisation soll der Proviuzialverbnud sein. Herr Jnsrizrat Tr. grauten < Aachen» in im Prinzip mit der Organisation einoerstaudeu. Anstalten und Einrichtungen, die der ganzen Proorn;;ngu:e kommen, sollen durch die Zentralisation unterhalten n erden. l''» e m eintet n ü i t n r i o n e n aber sind nur von d er betreffend e n . m e i i: d e zu unterkialten. doch soll eine lolet^ Evmeinde mit eigeneil Wohlfahrtseintichtuiigeil. die alio voll den provinziellen keinen Gebrauch macht, entsprecliend entlastet werden. Er warnt davor, die Steuerschraube ms Ungemessene zu erhöhen. Herr Felsenthal l Düsseldorf» schloß sich diesen Ausführungen an. wahrend Herr Rabbiner Tr. Neumark (Tmslnrg> in der Aufbringung der Mittel durch Steuern die Wahrung des Prinzips der Gerechtigkeit erblickt. Nach einer kurzen Tebatte über das Verhältnis der neu zu gründenden Organisation zu der Zentralwohlfahrtsstelle der dcutsclien Judeil in Berlin wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Ter Ausschuß des Provittzialverbandes rheinischer Synagogcngemeinden beschließt in Verbindung mit der Zerrtralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden in Berlin die Schaffung einer Wohlsahrtszentrale für das Rlzeinland und beauftragt den Vorsitzenden, zusammen mit der Wohlfahrts- Zentralisation der Gemeinde Röln Weiteres zu veranlagen. Keantfurt a. M., 27. Januar. In dem ehemals v. Rothfchildichen Geschäftshause, Fahrgasie 14»!, in dem sich jetzt das Gemeindehaus der Israelitischen Gemeinde befindet, wird demnächst auf Veranlassung dieser Gemeinde ein jüdiscizes Museum eingerichtet, in dem Altertümer, llultusgegenstände usw. Aufnahme finden sollen. Mit dem Magistrat geführte Verhandlungen haben zu einem Abschluß geführt. Tas städtische historiscl)e Museum wird ans seinen Beständen Gegenstände als Leihgabe zur Verfügung stellen. Tie Einrichtung. Katalogisierung nsw. übernehmen Profesior Müller vom Historischen Museum und Herr Julius G o l d s ch m i d t von der Antiguitätenfirnra I. u. S Goldschmidt. Sollte, wie anzunehmen ist, die Erhebung von Eintrittsgeld notwendig werden. so ist die Genehmigung des Magistrats einzuholen. Van Aah und jfrrn. — Tr Walter Rathenau ist vorn Reichspräsidenten zum Bl i n i st e r d e s A c u ß c re TT ernannt worden. — Aus Anlaß fernes **». b^?burtstagcs wurden dem Berliner Stadtültesten Stadtrat a. T. Ra lisch zahlreiche Ehrungen zuteil. Ter Magistrat Berlinernd D e^i^:*^ 20 (;ch ciurcr» auüerft rwww^Twwwrw mm paimmh See.n*!u.fiung dar Haut aus und linj tnn C>.‘t>^aüch auOerft angenehm 1 Goneralve'trotör f^r Berlmu. Umgegend: Arkona-Apotheke, Berlin N 37 j Arkondpla*,2^*Tei. Humtoldt 1711 u.5023 Provinz Sachsen — Kreistaat Anhalt. Seriöse Mitarbeiter Mlk besten gesellschaftlichen Beziehungen gegen höchste Abschlußprovtsion sucht BcjicfaöireEtion Olaoöeburg Der AiiW» Ecbcnsocrnöicrunpbanf Jl.-C., fllüntficn. konkurrenzlose Tarife. Tauentziensirasse 18, Hofphotograph K^Olby varsichsrungan aller Arft vorteilhaft und billig 0.\ B f)^ R fSl H f / / M foj Leipziger Lebensver Sicherung»« Gosellschaft a. G. Leipsjg, Oittrlchring 21

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