Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 86 (1922)
- Issue
- Heft 1 (6.1.1922)
- Date
- 1922-01-06
- Page
- Seite 7 (sequence 9)
- Language
- German
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wir uns prrKEch fesagq. ssL vsu Ls cm Erb menre Verbindung mit ihm cas&fefet &5§<caf die werrism Jahre, da der WeLLäsg ^22 asat Dm» Urbermeerr «smSglich gemacht haLr. DrÄ^ELuß aber nahmen wir unfern Verkehr mÄLr-r ssf. D2D La war es ganz besonders, daß er sich mrrsLs SLhrM.LLÄichtiML. hilfsbereiten Freund erwies; denn « LerLmLerZrLwn, iäe nach dem I»?mmnenbrmh in Qesterssch Ser »sch «nd Lick meiner Standesgenoffen einbvsch. hos» rr »schLich Gelegenheit, sich für auch und für meine S^nüd^nrnEn Ln Amerika zu verwenden, eine Tat, für die ®är SmWSer L^ ^Grab hinaus ^bhasten Dank schulden bs& auch «s^rvLen. Don den persönlichen Beziehungen waz i» w£ L-A Äkrigr gehört nicht in die Leffenüichkeit, awägune mnr Der Hand nicht. Die WiffemchsÄwareLLne«on «ns beiden *: heitz geliebte, ach, so feho ver»«tzL7SM Wissenschaft. die uns verband. Im 2rane des DsbLLose» foLtr ich mich zwar hüten, von der jüdische» SÜBtaan: 121 ^qwcchen. denn G. Deutsch, als scharfer Sbai2Snm der ermax. machte die Wissenschaft rncht in jüdische, LLH-LLLe, MnLmnche amv. differenziert wiffen, und ganz bestaSersDMTLlgDLrnvr Ewem Zorne den in TsMchLE und Genossen ^Wffenschcrst des IrLrm uuck." L«r ihm ganz und gar rnD iadbtxHdf zu fein schien. Doch 220*1 Lnm. Der Errze halber, der Lus^-ck irime-.ü^L LeL^hal^en werden. Daß er rwr Leinen Gefallen m &&±Zma& für den tief emdrTugerdeL mit scharfer Krirck Mannes. Ahm scr rin jxbff&x Ladikalismus eigen. E*r im -cö zu einem Verfechter der gemachr Hane, ihn. das er naL L besonders in das Tzzzm fliege in Cincionari.er-Jnr^r jfLeigrmg ungestört folgen r2$ sr nsm-räext Warm fernes EharaLers seHsin übessen frmxtte. Ein TWtinrx Asz, Dar de» Wann charakterisiert, ¥* d» «irrLch Zenmre Art. mit der er sOesasrsrv was zur Diskussion stand; alles, auch die Berieduu»-» «» ZiLunden. auch die Aufgaben. die ihm m der Sctclfäiar^t isrkkn. und last not least die BehaErog mb nnnernÄrMcheu Fragen. Zn letzterer Beziehung stand er «MzSrLa. Sein oberstes Fach war die jüdische Geschichte: hsr 3333 -rso^ers die neuere Zeit. Wer da weiß, aus sLs-Ä O^ni^enen. wieviel scheinbar unbedeutenden gjMMacra, mxs unbeachteten, gar nicht oder schlecht überüestrs» Daren ^Lch -ine -Geschichte zusarmnenfetzt, der wird es beZrrr^rmevE HiüSS DLD Ätttzgrrsfe und Nach- - läffiZLttten auf dsrse» GSuere rmrMfa2en sind und vor-; gefallen sein aaStac und Lrs fmuag G. Deutsch furchtbar 1 ärgern. Hierin jpg gar er scLu, und den Vorgängern j blieben bittere S~gg£rie :m£* erspart. Aber G. Deutsch j war nicht der M222. Der nur «rederrertzt und nicht aufbaut. | Erkvnnte de $ao anch 5na§ faxten unb auss,'hre??> ALZ eifriges und Des Verbandes der amerikanischen Rabbiner, hanr er rin Horum, vor dem er leine Gedanken und Pläne in rer zurrzua$ auf Verständnis und Verwirklichung vorbrinZen LmuL. So Entwarf er (1906) -Einen J Plan für zusQ2L2L2VirLerüw LZeÄ in der Sammlung von ' Material für eD-LrPLdiüÄeSvüüen Ln der jüdischen Geschickte und Csasoster*: In diesem nur ein paar Seiten tunfaffsrdss Blaue legt er dar, wie notwendig es sei, Namen bon Mermhew mnS Daten von Ereignissen genau zu verzeichnen, und für Lüefe Arbeit müsse eine große Zahl von Männern gewouML Maden, alle, die für derartiges einen Sinn haben. Als MrrWr Hab er einige Jahve später einen „Führerheraus „für WiLwurmches Verzeichnen der Resultate von Quellen für de«, der Ln jüdischer Geschichte liest*. Unter den Ueberschriftes ^Biographie*, „Geschichte von Ländern*, „UrtterabtrLuWA ms» Ländern*, „Geschichte unter verschiedenen TiteürT, ^Mermischtes* verzeichnet er eine Menge von Taten und SoröMKien, die wohl irgendwo verzeichnet sind, und die wohl amch Vsm anderen gelesen werden, aber von niemandem so gefaMmvIt werden, daß sie 'für die Geschichtschreibung verwert« werden könnten. Er verzeichnt z. D., aus ZertfchrrstM. Lns Java: den Plan für Ansiedlung von Juden, ' herbergeNM» ans Holland; ans Madagaskar: Abraham SchrMsE Mm Gouverneur ernannt LSI«; aus Palästina: FrieSvnH Horu. Gründer der Kolonie Zichron Jacob, stirbt' in LouSvW Den Tk Januar 1918, 71 Jahre alt. Das sind Tinge, die in der Ftrrt der Tagesnachrichten untergehen, wenn man sie nicht bald verzeichnet, und die mau herrmch, wenn man sie braucht, nur mit großer Mühe zu finden vermag. Die Art der Arbeit meines verervigten Freundes ist gerade aus diesen Minutien ersichtlich. Der vorhin erwähnte rabbinische Verband konnte eine Kraft ersten Ranges, wie sie G. D e u t f ch war. sehr gut brauchen. In dem großen Amerika rauchten immer Fragen auf, die dringend der Beantwortung zugeführt werden mußten. Lbzwar kein eigentlicher Talmudist und Halatrft. war es immer G Deuts ch. der die verwickelten rittlellen Fragen beantwortete. In einem einzigen Jahre (1919) liegen von ihm Guürchten vor über die Frage, ob rnan das „Pyrer* genannte Gefäß - - es besteht ans Glas — gebrarrchen könne zu Fleisch- und Milchspeisen, in gleiche Weise über das Begräbnis eines! MchtftrdTm s2N einem jüdischen Friedhöfe; ferner: kann eine Ge- - meknSe fer Synagoge verkaufen? Ehescheidung im Falle, daß ' die FrLw ihrrramtg ist; das Recht des Aenderns und Erklärcns \ des Gesetzes gemäß den Arrfordenrngen der Zeit —- moderne j sheefotfe sntfr teshuboth, die G. Telrtsch völlig in rabbi» - nifchrr Arr. das ist mit Heranziehung von Talmud und : TezrfiM^ beantwortet, nicht jedoch ohne auch den geschlüter, und hriLWsch denkenden Menschen hervsrzukchren, wie z. B. im FLük Drr Beerdigung eines Nicktjuden. da er eine ganze Reihe aam wohlverbürgten, mit Quellennachweisen belegten PräzeöEwmes anführt. Roch das letzte Jahrbuch (1921) des arneriLraMchen Rabbinerverbandes enthält von rhnr ein großes WvüWt über die zeitgenösiische Geschichte, das nickst wenr^r siZ 16 wohldurchdachte Punkte enthalt. Mir. rrsrm Angehörigen der besiegten und notleidenden VöLr. «Sr. dem Wiener, jei es gestattet, aus diesem Referat faüTrrDde Sätze hervorzuheben: „Das Leiden unserer Brüden L» Zentral- und Osteuropa hat bedauerlicherweise nicht aözWLLWmen. Politische Rorb»mgen und wrrrschastticher Verfall tsäucn besonders die jüdischen Gemeinden Mld ihre wohLLarm« rmd erzieherischen Anstalten betroffen. Darüber hinaus: A°Lbbis in ganz Zentralenropa sind in eine früher Jen Lebens c? ür Lin Glück für Prof. Dr. Gottharde Seos^ch geb. 31. L lält» Tat L2»itz gelt. ti. i«>. fcrIX jc^Äsamnii.