Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 86 (1922)
- Issue
- Heft 1 (6.1.1922)
- Date
- 1922-01-06
- Page
- Seite 5 (sequence 7)
- Language
- German
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In der sehr (^md r n däsW-ken de» .Debets.HnvH. w.^^ogvrien. entsprechend t^n .2st"Eefirot. Der Irrde sollsteLZ an Erez Israel denken, ohne 'bM' GÄkMrdäs Mshk der Negierung zu.verabsäumen. Wir werden CTm V i tl'nicht mit © jr ö e tz .zu. den absonderliches sonberchzuben origmellen Geister« deS .18, Jahrhunderts zählen. . "/ \V. 4. DaZ - letzte wissenschaftliche Referat erstattete Dr7 Eschek - hn che r über,.Tabu 'und Ehukkim*V Abgesehen' von einer Arbeit von Dr. % D la u .‘tm .^efchurun^ se! der Gegenstand bracher nicht behandelt worden. Tabu ist daS nnk einer geheimnisvollen Macht Geladene und Gezeichnete, dem man' Ehrfurcht zu erweisen hak. Diese Mocht k<mrr heklßnn, <cher gefährlich sein. Ihre TrLaer find die sich aüsreLchneudea Wesen.' .Das Problem erhebt sich: Wie verhält sich Ebukkim zu. Tabu? Die,Clmkkim wollen in uns Reinheit. Befreiung. ErhebMg des Gefühls, zu Gotter^eugen. Ihr Gegensatz/die Unreinheit. ist Bedrückung des Gefühls. Aberdiezweifellos vorhandene Analogie zwischen den beiden ErfKemüngen bedeutet durchaus .noch keine Identität. Tie zweifache Erklärung R. I o ch a n a n s Über die Asche der Para aduma.einmalzur Befriedigung eines Heidnischen Fragestellers., das anhere Mal zur Belehrung der Jünger' kann uns auf die richtige Spur führen. Sämtliche.'auf irrationaler Grundlage beruhenden Ehukkim.sind im Judentum als Heilrgungsmittel zu be-; trachten: , es sind Wege zu Gott. " Tabü bleibt immer inr Stoff befangen: seine Wirksamkeit reicht nur ins Emvfmdungs- und Gefühls- \ leben Im Judentum gehen Reinheit und HeiNgung in die sittliche Sphäre ein und spenden von hier aus der Religion die nllrs Derklärenden und überwindenden Kräfte. — Zum Schluffe der Tagung erledigt die Versammlung die tausenden Geschäfte. Der neue Vorsitzende. Dr. Galliner (Geilenkirchen! soll, einer dahingehenden Satzungsänderung entsprechend, sein Amt 2 Jabre lang führen: sein Stellvertreter ist Dr. Esckelbacher. Schriftführer Dr. Samuel. An Beitrügen werden 20 Mark für den Allgemeinen. 20 Mark für den Provinzialverband erhoben. » Die 40* Generalversammlung de» VereinifraelMscher Lehrer in Schlesien. Breslau. 11. Dezember 1021.? Ter Vorsitzende des Vereins. Prediger Bahr (Waldenburg!. er-! öffnet die von zahlreichen Mitgliedern und Gasten besuchte Verj sammlung mit der Bemerkung, daß die 40. Generalversammlung '' nicht gefeiert werden könne wegen der Bedrängnis und 3lot im : Vaterlande und im jüdischen Lehrerstande. Der Verlust Polens und; Lberschlesiens habe dem Verein die Halste seines Mitgliederbestandes! gekostet. Der Vorsitzende schließt sich im Namen des Vereins dem - Proteste aller anderen deutschen Volksgenossen und der schlesischen - Brüder gegen den Raub deutscher Lande an: deren Reichtum deutsche Kraft. deutsche Intelligenz und deuffcher ftlcttr g-lchasfen. Die jüdische Lehrerschaft trauere mit und sende den voll ihr getrennten Brüdern Gruß und Teilnahme. " Er gedenkt alsdann der noch lebenden "und ' der ' hcimacganFenen ^Gründer' des Vereins und widmet den im letzten Jahre' derstvtbeneü MtAiedern Rabbiner Tr^ Rvsenthöl' Seminarrabbiner "Dr. tzor'vitz und Prvfeffor Dr. David Hoffmann. Direktor des RabÜinerfeminärs m Berlin. Worte ehrenden Gedenkens. Die Versammlung hat sich geziemend vyn ihren Platzest erhoben. r * ' " •* Darauf erstattet der Dorsttzende den Vereins und Verbandsbericht. Er schildert die traurige Lage der. jüdischen Lehrer und KulküSbeämteu, 'deren Gehalt schon in ffriedenszeften: unzureichend ivai; und s^r fnt * s?eu ffälle den dritten Teil des -Wertes des ffriedensgch'ftS Deshaffl drehe sich bl: Arbeit deS Verein^ darum, bfe ewlrtfchaftlickw Läge seiner Mitglieder zu bessern, d-^en Rechr» .v . zu beseitigen und ihren sozialen' Tiefstand zu Heven. «* galt. die Resolution 0 des. Reichstages zum Vewlvustgsgesetz für . die jüdischen Beamtm. fruchtbar zu. machen. Die Satzungen der Gesamtorgamsatiorr der deutschen Inden haben in bezuq auf die Beamten völlig versagt, (?) T-er Vorsitzende prüft daun Die I?rage. ob es vortrill>aft ivare. den Iädistlvn Lehrenxrk^ind in eine Gewerkschaft um.znwmideln. Aberglif diesem Wege wäre zui nächst auch nickt viel zu erreick^en. Er. fordert sür.die Klcktirsbeamrcn j und Lehrer , die-Einreihung m Gruppe 7 oder 8 -es Reich^besol J VungSgrsstzoS^Die Sterrerschrsrrbr. bet den» urüffe! fester angezogen werden, soviel nötig fei. um das drirchzusühren. Die Evisttznznber wohlhabenden Gemeinde auf'Grund de» Hüstger» ihrer-Beamten sei ünzülMg:> Die Stellung de» jüdische« Labrer» müffe gehoben werden: unbedingt notwendig fei es. daß dem jüdischer Kuktusbeamüm zu allererst daS. Wahlrecht für. die GemeindeverwoltungSkörperfchaftett-. verliehen werde; das .fei ohne Aufwand von Misteln zu.erreichen.. Ohne Autorität, ohne Einfluß könne er weder iy der Schule.noch.in der Gemeinde Erfolge erzielen; . Prediger halfen sie in (Landeshut) erstattete dann den Bericht über diä.Verhandlungen mit dem Oberpräsidenten betreffs Hebung her fozmlen und "mäleriellen Lage des jüdischen LehrerstandeS. Sämtliche Gemeindevorstände in Schlesien sollen demnächst vom Oberpräsidenten eingeladen werden, um darüber zu beraten, wie das Los der Gemeindebeamten gebeffert werden könne. - Ter Vertreter des Regierungspräsidenten in Breslau erkennt die Notlage der Beamten an und erklärt, daß der Regierungspräsident sich bemühen werbe/eine Art'Tärff zustande zu -ringen. Einzelne Mikglleder betonen, daßihnen die Hebung der sozialen Stellung, die kein Geld koste, und die gesicherte Anstellung der jüdischen Gemeindebeamten am meisten am Herzerr liege.. Tie Sttnatton fei katastrophal. Trete nickt bald eine Besserung ein. so sei die Zukunft des jüdischen Lehrerstandes gcfälirbct. Darauf wurde der Vorstand durch Zuruf wiedergewählt. Es folgte die Rechnungslegung und Kassenprüfung. Erst in vorgerückter Stunde erhielt U n i k o w e r tNamslarO das Dort für seinen Vortrag:. «Ter Arbeitsschulgedanke im Religion»- unterricht.^ Seine Ausführungen gaben eine lrüllc von Anregungen: um den Religionsunterricht im Dienste dieses Prinzips intereffant zu' gestalre». . Ter Vortragende wurde ersucht.,seine Gedanken in. der nächsten Generalversammlung praktisch in einer Lehrprobe durchzuführen. Tie Erhöhung der Mitgliederbeiträge auf jährlich 50 Mart wurde deschloffen. unb zum Delegierten zum nächsten Verb^dstage neben den Vorsitzenden M o o p s (Breslau) ernannt. Nachdem noch einstimmig beschloffen wurde. Kollegen Steinhardt (Maqdeburg> den Dank der Generalversammlung für sein eneraisches Eintreten für die Standesqenonen auszusprechen, wurde die Tagung um 5 Uhr nochnrittags geschloffen. * Südafrika. » Der Hilfsfonds für jüdische Kriegs- und Pogromovler in EapetvZvn hat zirr VvrrÜArn-g der Errh'-tive dc-t iüdrrcben ..WHK" 1700 Pid. Stert, afsigmert. Die jschrstbe Oeffent^chkeit-. blonder» rn Osteuropa, ist weina nrforrmvriüber d'e eiraranckr c-wmi'Xtätigkeft. düe in Süvakribr .zugunsten der jüdischm Poaronwpr.7r Geführt wird. Es sei hier deshalb darmrf venviefen. daß der Hilfsfonds tu Gcrpetown. n'ckt rrwaerrchnvt die Hiff4r>r^nrna:ci'onen in Trgrrsvaal und de-: cu-d-.-reir großen südai^5anö''chon Zvftrm. bis jetzt nach Errrova für Hilfszwecke gegen 90000 Pfd. Sterling nberwirstm hat. Alle lütrrrrikaniichmr Kmnch-es .zrrß^mnwn haben sich an der Hilssarbeit mit mehr als 2Ä>000Pfd. Stert, beteiligt. J. P. 7.' •••; v . v. . v. ' 'c U»s »«d über Paläftiaa. . -In Haifa fand. kürzlich eine Sonderkonferenz von Arbeitern dke-brr öffentlichen Unternehmungen in Palästina tätia sind. §ß wav?n insgesamt 18 Arbeirergnrppen nnt zusammen 1629 Arbeitern vertreten. Im Aufträge der stionistrstl^u ELekutip? Dr. Gd-r r a», den Beratrrngeu teil. Die Konferenz beschüftrgte sich mit der bet .nr öffentlichen. Arbeiten beschüftiaten Juden und faßte eint. Reibe von Resolutionen, die auf eine Verbefferuug dos gegemvärtigen Zustandes abzielen. So erhob'die anwesend - Delegierten Einspruch gegorr die Gewohnheit der Eisenbahnverrr-?ftnuq. örfeutlict)e Arbeiten ohne Konkurrenzwahl bcstiunnten Privatunter nehmern zu übergeben, die erfahrungsgemäß eingeborene und sreu.che Arbeitskräfte mißbrauck-en. Als Diisis legte die Konferenz fest, daß die?trheitcr an allen öffentliche Arbcjten. die von der Jüdischem. .Arl^eiterorgamfation ausgeiührt tverdeu. gleichen T a r i f. l v h.n. erhalten sollen: 36 Piaster wurden als durck-schnittlicher Tagestvhn. .feftgxsetzi. Ein -arLercr Beschluß . verlangt, haß jeder, jüd.isckie Arbeiter zlvei Anteile der.Paläftirx'nsisckxn Arve iterbank erwerben müsse. Tie Konferenz wählte schließlich