Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 2 (1838)
- Issue
- Heft 7 (16.1.1838)
- Date
- 1838-01-16
- Page
- Seite 26 (sequence 2)
- Language
- German
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26 Belletristik. Proben a u 6 Alchari? i' s hebräifchrm Divan, genannt Tachkemoni. (Fortsetzung.) Du Volk, das Gott erkor, Israels treuer Chor, Tönt Preis zu Gott empor Und singet meinem Herrn, Der ihm zum Eigenthum Verlieb sein Herrscherthum, Der Weisheit Schmuck und Ruhm, Dem Fürsten meines Herrn. Die leiden in Geduld, Blühn unter ihm voll Huld Und fühlen ihre Schuld Und suchen nach dem Herrn. Wie geschrieben stehet: Und suchen nach dem Herrn. Und Segen ohne Zahl Umstehen allzumal Gleich einem Felsenwall Rings seine Lagerstatt. Ein Glanz, den Keiner raubt, Strahlt auf Iosias Haupt; Er ist ein Baum, belaubt. Der süße Früchte hat. Der Brüder jüngster, Cr, Gebeut dem Bruderheer Und stammt von Urzeit her Von Bethlehem Ephrat. Wie geschrieben stehet: Und du Bethlehem. Er ist die Krone der Fürsten und Gerechten — Stamm von Königen und Gottesknechten, — die Bundeslade, — die herziehet vor unserm Pfade, — die über uns leuchtende Lichtsaute, — die zur Ebene vor uns wandelt die Steile, — und unser Lager führt zum Heile, — (Sohn der heiligen Gaon) unser Meister, Herr und Lehrer, — und König, Fürst und Mehrer, — Josia, der große Fürst, der Fürst der Gefangenen von ganz Israel (geheiligten Andenkens), Enkel des heiligen Gaon, der Sohn Salomos, des Sohnes Iosias, des Sohnes Nehemias, des Sohnes Horias, des Sprößlings von Serubabel, des Sohnes Schealtiels, des Sohnes des Königs Jechonja, des Sohnes Iosias, des Sohnes Hiskkas, des Sohnes Jotams, des Sohnes Usias, des Sohnes Asa's, des Sohnes Abia's, des Sohnes Salomo's, des Sohnes Davids, des hocherhabenen Mannes, — des Gesalbten des Gottes Jacobs, des lieblichen Sängers Israels. — Und der Mann, dem solche Vater und Tugenden sind bescheert, — ist dein Buch mit seinem Lob zu schmücken werth; — denn er erkennt deiner Dichtung Werth — in seines Geistes Kraft — in deiner Sprache Meisterschaft, — so daß er gewiß um all sein Gut deine Perlen sich verschafft. — Denn gegen deines Werks Erzählung- und Gesang — hat das Silber bei ihm keinen Klang. Sende dem Josia deine Gabe Deines Geistes Trauben, süß und schwer, Zu ihm strömen alle Lobgesänge Wie die Bäche stießen in das Meer. Meinem Fürsten küfft der Schuhe Riemen Ehrfurchtsvoll der Himmelsfürsten Heer, Seinen Neider tilget seines Mundes Hauch, und Jeder spricht: dahin ist er! Sein frohlocken der Verbannung Söhne, Jauchzen seinem Glanz vom Abend her. Ihres Herzens Weh, eS ist geheilet, Er ist ihrer Stärke kräft'ge Wehr. - Eine Zinne nun sollst du ihm gründen. Ob des Köchers Sternen hoch und hehr; Des GesangeL Töchter spinnen aus dem Schönsten Stoff die Kleider seiner Ehr; Bis die Stimm' ertönt in ihrem Lager: Nun vollendet, und Nichts weiter mehr! Der Erzähler spricht: Und da ich sah, daß in der That — sein Rath war der beste Rath, — so brachte ich dies Buch zu Stande, — auf den Namen des großen Fürsten, den ich nannte. — Ich wußte, daß er über meine Dichterzeilen — werde mit Schonung urtheilen — und ihnen Belohnung ertheilen. — Und ich durchhauchte mit dem Geist seines Ruhmes, des erhabenen, — meine Lieder, die langst begrabenen, — die da waren entschlafen, — weil sie keinen Kenner .trafen. — Da kam der Geist, sie zu durchwebm, — und sie standen wieder da voll Leben. -— Und da sein Ruhm mich brachte ins Gedränge, — weil meine Sprache für ihn zu enge, — so vermied ich seines Stromes tiefen und breiten Gang, — und suchte mir einen bequemem Uebergang, — und tcf) besang — nur die Hauptsumme des Ruhms der! ihm eigen, — um einen Theil meiner Schuld ihm darzureichen, — denn womit anders könnte man sich bei seinem Herrn dankbar zeigen? Der Verfasser spricht: Und als ich gehört sein Wort, — prüft' ich es auf des Geistes Wage sofort, — und erkannt' es in dem Schmelztiegel der Wahrheit für richtig — und tüchtig. — Und so verfaßte ich dies Buch, wie's der Himmel mir hatte offenbart, — und dichtete, wie mir geboten ward. — Und des Geistes Verständniß — erleuchtete mich, zu pflücken vom Baum der Erkenntniß; — er reichte mir —