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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1920-12-10 · Heft 38 (10.12.1920) · p. Seite 3

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
84 (1920)
Issue
Heft 38 (10.12.1920)
Date
1920-12-10
Page
Seite 3 (sequence 15)
Language
German
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FrvjnM i|tj ^'WnheWvunW?''' DMvon•; Mcnfr ‘ H)tdfchmid.t in’ i^ö&rfefibie.r ^lEÖfeitxcirö^irö^g^nc GÄrol^raWWK-Mbet! beschloß EMöne/Mtz jüdifM Tränerfeier. " -' ' / ' g2 Derltlrr, 7 Dezember, Unser' gefchäMr -JNKriD'e'rSe'v, der auf pädsigHrschE'E> ''schrii'ßtstLllM^chjem' GWete für die.Jlrigend' recht BÄchtcrüswerte?'durch einä lange Reihe s von' Jähr>eü geleistet hat, b'ti. Äehrü de^. Hiesigen -Wweinde Herr E m i l Ft ante r vollend-ötW^13. ^DeKmbersi)/ B. fein -sechzigstes Lebensjahr. Durch die SevausMe der AeHchÄft '„JsrMitischer' Jugendfreund" sowie durch nrehrepe Bücher "hat '' er' für ©brt^xtttioifccit ^cefön«eteli Äfestosf; für uttsE' Ju-gertd geötsten,,' wie er auch durch dbn gem-einschäftlich mit Herrn Db. M 'S hasire r-MaMbuM veröffentlichten ^Wegweiser für den Wischen ReligionÄnterr icht", dessen Fortsetzung Mrch den KrieA eiMestelltsweErfs mußte. undder besonders jüngeren Lehrern w'ertvoll-e. ÄiW.für'eme /moderne und präkt-ffche Handhabung dieses LehMMiMM^Äbt/sich deh Dank herjstdiMen/L'ehrer^ erworben hat.'Mchk uüerMhnt^^ Hine Jegenbringende LehrtüÜ.gKe'it,. 'die er in '40 Jahren (13 Jahre m Westpreußeu, . 27. Jahre in Berlin) ausgeüb-t hat./ Seines-kebhafLeiN.^Interesses.Kr-das jüdische Äewinswesey., , besonders in. der...MestgcM,. ...>WissenschaMichen Vereinigung" wie im „Äerhan-d der. jMfDn. - Kehre.rvereMe7> setz -dankbar gedacht. Dröge. es unseren Flanter' her gönnt' sein,. .noch diele Jahre zum . Segen. des ^Ju>tze'rcku-ms/ tätig!. - zu Jem. .. , - r. Kakkowih, 8. Dezember.Infolge einesSchlagansalles verschied am 30. v. M. im. 65. Lebensjahre einer der hervorragendsten Zinkindustriellen Schlesiens, der bewährte Leiter der Ober schlesischen Aiuk- Hütten-A.-G., Direktor Isidor Schalscha in Kattowitz. 44 Jahre war der Dahingeschiedene in leitender Stellung in 'der ober schlesischen Zinkindustrie tätig und stand seit Gründung der Ober.schlesischen Zink- Hütten-A.-G. vor fünfzehn Jahren bis zu seinem Tode an deren Spitze. Unschätzbare Dienste hat er dem Unternehmen geleistet, dem seine Lebensarbeit geweiht war. Umfangreiches kaufmännisches W.issen, gepaart mit vielseitiger Erfahrung und großer Herzensgüte, machten den Verewigten zu dem hervorragenden Mitarbeiter und treuen Freund seiner Kollegen und -gewannen ihm das' uneingeschränkteste Vertrauen der Angestellten, die.in ihm, der in schwierigen Lagen, stets ihre Interessen wahrend, ihnen helfend zur Seite stand, ihren väterlichen Berater sahen. Das Andenken des aufrechten Mannes wird dauernd bei allen, die ihm nahestanden, fortleben. r. Glatz, 3. Dezember. Am 23. v. M. verschied nach kurzem 8eibeu Herr Justizrat Jakob Richter. Sein Heimgang bedeutet einen schweren Verlust für unsere Synagogengemeinde, deren Vorsteher er ununterbrochen Jahrzehnte hindurch gewesen ist. 'Mit reichen Sachkenntnissen und Erfahrungen aus gestattet, hat er in all dieser Zeit stets liebenswürdig, wohlwollend und mit Einsatz seiner ganzen Persönlichkeit die Verwaltung unserer Gemeinde geleitet und sich in den Herzen aller, die ihn kannten, ein unvergängliches' Denkmal der Verehrung und Erinnerung errichtet. r. Bresliau, 3. Dezember. Eine Gedenkfeier, die den im.Kriege gefallenen Mitgliedern der hiesigen jüdischen. Gemeinde galt, wurde am 19. v. M. im Anschluß an den üblichen Freitagabend-Gottesdienst in der Neuen Synagoge abgehalten. Rabbiner Dr. V o g e l sie i n fand ernste und warme Worte, um die Erinnerung wachzuhalten an alle die -Toten/ die im Laufe der Kriegsjahre von uns gegangen sind, die Männer, die aus kraftvoller Lebensarbeit ab berufen wurden, die Jünglinge und Knaben, die, noch in der Vorbereitung für künftiges Wirken stehend, ihr jungest Leben opferten in lodernder Begeisterung. Sie alle, die hmauszogen, ihre Pflicht zu erfüllen, das Vaterland zu schützen, seine Kulturgüter zu. wahren, ruhen in fremder Erde, auf französischen und belgischen Schlachitfeld-ern, auf den Blachseldern Rußlands, den Schneegipfeln der Alpenund des Balkans und in dein heißer! Sande Afrikas. Ob sie aber auch, die Augen zum ewigen Schlummer geschlossen, haben, sie leben doch fort; denn ihre Hingäbe hat uns die große Lehre gegeben, daß unser Leben nur etwas bedeutete wenn wir es der Pflicht weihen, der. Pflicht gegen unser Vaterland und gegen die gesamte Menschheit. Erfüllte Pflicht allein . macht den Wert desLebens aus, sie allein ..kann Helfen,, uns aus dem Jammer .der- Gegenwart.wieder emporzu richten,. und..sie..wird es erreichen, wenn auch erst in den Tagen späterer Geschlechter. Darum sei das ernste Gedenken an die herrlichen- Männer^ die.wir verlören hahech MgleMWM'MätznunH an alle, die da leben, ihnen, rmchzueifern in^-ÖPserbe-ve-itschasit- .-un-d^ Pflichttreue.-Tief^erg-rr-ffenlauschtendie * •^ö^Ir€id^en;■3u^öte■r.■.b«t Rede. Ihr folgte noch der Segensspruch, der den' Toten und ihrem Gedächtnisgeweiht ist, und dünn-schloß die würdige Feier 'Unter Orgelklang. — Der V e r - e i n -t sr a e li t i s che r- Leh rer i n S ch le sie n hielt am Sonn-- tag, 14. v.. M., seine diesjährige . Generalversammlung unter zahlreicher Beteiligung seiner Mitglieder wie.Gemeindevertreter und im Beisein des Regierüngst- und Schulrats.Wagner ab.. .Den Verhandlungenvoran ging -eine eindrucksvolle Gedenkfeier für . den verstorbenen Vorsitzenden, Professor Dr. M. Vrann, wobei Lehrer M-ooPs (Breslau) die Gedenkrede und Oberkantor Cevini mit Gemahlin den musikalischen Teil vortrugen. Als Nachfolger des Prosesiors Dr. Brann wurde Prediger Bähr (Waldenburg) zum Vorsitzenden gewähltder den Vorsitz, mit einer eindringlichen Ansprache übernahm, ' hinweistnd aus die großen und schweren Aufgaben,, die di-d Not der Zeit an den Verein, stellt. Den-wesentlichsten Teil der V-erhandlüng bildete der ausgezeichnete Vortrag „Vorschläge für u-nseve Besstrstellungs usw." von U n i k o w er (Namslau), der die furcht-- bare wirtschaftliche und soziale Notlage der jüdischen Religionslehrer und Kultusbeamten darlegite und an die .zuständilgen Organe um Abhilfe appellierte. Der Herr Regierungsvertreter und die anwesenden Herren Vertreter der Synagogengemeinde Breslau versprachen, ihr möglichstes zu tun, um fiir diesen wichtigen Stand zeitgemäße Lebensbedin'gungen! zu schaffen'. Diese Versammlung war die imposanteste rrnd wirksamste, die der Verein zu verzeichnen hat, und dürste einen glücklichen Wendepunkt für die jüdischen Religionslehrer und für die KultuHbeauitenschaft darstellen. 8. Magdeburg, 3. Dezember. Die erste, Wintersttzung des hiesigen Vereins für jüdische Geschichte und Li teratur war den Manen des verehrten Justizrats Choyke geweiht, der viele Jahre in Liebe, Trerw und Hingebung als Vereinsvorsttzender seines Amtes gewaltet hat. Zu der gut besuchten Versammlung hatten auch die Kinder des Verblichenen — aus Berlin — sich eingefunden. Rabbiner Dr. Wilde j gab ein treffliches, wahrheitsgetreues Charakterbild des unvergießlichien Mannes, dervon edelsten, religiösen E^npfindungen durchdrungen, im synagogalen Leben, in der Verwaltung und in Vereinen anregend und befruchtend gewirkt habe. Fern von jeder Kampsnatur, waren alle seine Entschliießungen auf eine friedliche Entwi>ckl>ung gestiunnt. Aus den Annalen der hiesigen Synagogengemein'de würde der Narue Choyke niemals schwinden, so schloß Tr. Wilde seine erh-ebende und weihevolle Rede. Hierauf schilderte der Vorsitzende, Sanitäksrat Dr. F r a n k e n st ein, als Freund des Verstorbenen die mit ihm gemeinsam verlebte Jugend- und Schulzeit in Lissa — oft von köftlicheui Humor durchwürzt — und kennzeichnebe die Ei>gen.art des dortigen jüdischen Gemeindelebens mit den typischen Persönlichkeiten, Sitten und Gebräuchen, die damals dort noch herrschend waren. Mit dem Gefühl lvehmütiger Erinnerung an den Freund fand schließlich Dr. Frankenstein Worte tiesstelr Bedavierns darüber, daß die einst deutsche Stadt Lissa nunmehr völlig eine Beute Polens geworden sei. M. 13. Kreuznach, 3. Dezember. Am Sonntag, den 21. v. M., fand auf dem hiesigen städtischen Ehrenfriedhofe für die im Weltkriege Gefallenen eine erhebende Gedenkfeier statt, zu der eine aus allen Kreisen der Bevölkerung nach. Tausenden zählende Teilnehmerjchaft, die Spitzen der - Behörden, die Krieger- und Gesangver>eine sich einfanden-' . Neben dem evangelischen und katholischen Geistlichen hielt auch Dr. Tawrogi eine ergreifende Ansprache und wies unter anderelli darauf hin, daß d-i-e Gedenkfeier folgende ernste Mahnung an die Versammelten richte: Wie die Dahin geschiedenen, ob reich oder arm, vornehm oder gering, und ohne Unterschied des BekenntnisseD gemeinsam gestritten .und gelitten, gekämpft und geduldet haben, wie von ihnen viele beisammen in einem Grabe ruhen, so mögen alle Schichten der Bevölkerung, geeint 'drirch das Band der Eintracht und im friedlichen Zufammenleben, zum Wohle des Vaterlandes wirken und schaffen und dadurch, mithelfen, das hohe Ziel der Mcnschenverbrüderunig zu verwirklichen. — Das ist das Vermächtnis der g>efallenen Krieger an das deutsche Volk. Halten wir dies Vermächtnis heilig, so ehren wir die Verstorbenen- und diese Totenfei-er wandclt sich für uns alle zu einem unversiegbaren Quell des Lebens. Fvünkfupt - &+ M., 3. Dezember. D e r Verein zur G ründung u n. d E r h a lt u ng e i ne r Akademie fü r d ir W i f.f e n s ch a f t d e s I u d e n t u m s warb am vorletzten Sonntag vormittag mit einer Festsitzung in der Frankfurt-Loge für seine Ziele. <•* ’ : ."...:

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