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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1919-12-12 · Heft 50 (12.12.1919) · p. Seite 569

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
83 (1919)
Issue
Heft 50 (12.12.1919)
Date
1919-12-12
Page
Seite 569 (sequence 5)
Language
German
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'DW^dett'Wik AlWtey halfen ein Golden-eK'Kuch.mit..emeur Ber- MchÜitz MK'iin Kilege gefallenen Juden Herausgegeben. Von den Z9DM ui>en ^rifCrerien§.iih$ 2Ö0 0, :'aIfp 4 ß?;fUcn> 4i3ä:f)rc?nt> $$ PköMtW'nl^der KMn sranZKfischen.Arnr^cuihAM ^rechnet Vsrlnst der städtischen BetzSkkWmg' sogar üu'r gegen 2 Prozent betragen. Der Abgeordnete Gustav Nonne schrieb über dieses Buch einen Artikel, in dem er die Frage stellt, ob die Administration und die Negierung aurfj weiterhin den Antisemitismus in Algerien begünstigen und auch die Menschen- und Bürgerrechte der französischen Juden verletzen wollen, deren Mut und Vaterlandstreue durch obige Ziffern so gut illustriert werden! Line geeignete Stelle?ur Inoentsrillerung der jüdischen KunltdenKmäler in Deutschland. Von Erich To eplitz. Int Vergleich zu anderen bevorzugten Gebieten der jüdischen Kultur ist das der bildenden Kunst bisher noch nicht genügend beachtet worden; deshalb sind ihre Formen heute noch in weiten Kreisen unbekannt und ihre Tradition ist nahezu verschollen. Erzeugnisse der bildenden Kunst des Judentums finden sich, soweit man es bereits übersehen kann, in der Baukunst, dem Kunstgewerbe, der Friedhosskunst, dem Buchschmuck sowie der Schreibkunst, und diese Arbeiten zeigen stets eigenartige Lösungen, wenn die äußeren Umstände überhaupt eine künstlerische Betätigung zuliehen. Sollte die Nachwelt von dieser Kenntnis erhalten, so wäre es erforderlich, ein großes jüdisches Museum zu errichten; däj dies aber in absehbarer Zeit wegen der ungeheuren Unsbsten unmöglich ist, so müßten mindestens die jüdischen Kuristdenkmäler geschützt werden, die mehr und mehr zu verschwinden drohen (Kunsthandel ins Ausland, Verarmung, und Auslösung von Gemeinden, Fahrlässigkeit bei Aufbewahrung usw.). Ein ausreichender Schutz, wie er von der Landesbehörde vorgesehen ist, wird aber erst möglich, wenn die zu erhaltenden Gegenstände erforscht und schriftlich festgelegt sind. Deshalb ist es eine unbedingte Notwendigkeit, zumindestens alle noch bestehenden jüdischen Kunstdenkmäler auszunehmen und von denen, die bereits zerstört sind, , die Abbildungen und literarischen Notizen, zu sammeln, die sich augenblicklich npr zerstreut in Akten, Büchern und Zeitungen befinden. Mit der Bearbeitung dieses.Materials wäre eine Grundlage zur Erforschung der bildenden Kunst des Juden- . tums und ihrer Geschichte geschaffen^ jedoch. fehlt ein dazu geeignetes' Institut. Soll der bis -vor eindm Jahrhundert unberechtigte Vorwurf der .Kunstfeindlichkeit des Judentums nicht Geltung erlangen, so muß der Erforschung und Inventarisierung seiner bildenden Kunst eine Stätte.werden; für 569 --- Den t schlank» wär edazu da.s „Ur.ch iv d er-! dea tscheu In de n" am geeignetsten. . .: Steffi': Anstalt des Deutsch-Jfraelitischen Gemeindebu ndesi der, -ganz'gleich, ob er die ihm wohl alsbald zufallende rechtliche Stellung erhält öder nicht, doch die Gesamtvertretung der jüdischen Religionsgemeinden. Deutschlands ist, besitzt das Maß von Rückhalt und Ansehen, das zur Durchführung der in Betracht kommenden .Arbeiten erforderlich wäre; außerdem liegen dort , auch die Akten der jüdischen Gemeinden. .. - Als Inventarisator der jüdischen Kunstdenkmäler Deutschlands müßteder Deutsch-Israelitische Gemeindebund einen dazu geeigneten - jüdischen Wissenschaftler anstellen,' da die Inventarisatoren der deutschen Bundesstaaten sich nicht mit der Erforschung und Auszeichnung der . jüdischen Kunstdenkmäler befassen können, weil ihnen die dazu nötigen Kenntnisse der Kunst, deS Kultus, der Sitten und Gebräuche sowie der Geschichte der Juden als auch der hebräischen Sprache fehlen. Der mit diesen -Aufgaben, betraute Beamtendes „Archivs der deutschen Juden" ' würde, wie - -nach den 'bisherigen - Erkundigungen mit Sicherheit anzunehmen ist, ' dieselbe rechtliche Stellung erhalten wie seine vom Staate bezahlten Fa'chgenossen. . , '' , Die Inventarisierung der Kunstdenknmler in Deutschland erfolgt im großen ganzen nach den Thesen, die mein verehrter Lehrer Herr Geheimrat Professor Dr. Gurlitt aus dem I. Tag für Denkmalspflege; Dresden 1900, ausgestellt hat. In Anlehnung daran folgen: Di e Grunds ä tze zur I n v e n ta r i si er u ng der j üd i sich en K u n st d e n km ä ler D e u t schla nds. -I., Die Inventarisierung der jüdischen -KunstdeNkmäler hat zu dienen: - ■ '■■ " ■ a) den Behörden, denen die Verwaltung und Pflüge der Denkmäler obliegt. . V b) der Erforschung der jüdischen Kunst und ihrer! ..Geschichte, und durch diese der allgemeinen Kunstgeschichte und ihren Nebenwissenschaften,. - - e) der jüdischen Geschichte, und durch diese.der allge- . ineinen Geschichte. . : - II. Die Jnventarisier-ung soll tunlichst vollständig sein; d. h: siesoll den Behörden eine zuverlässig.e Begutachtung aller Gegenstände darbretenj denen sie ihre Ausrnerksamkeit zu. widmen haben, und. allen von der 'jüdischeü Geschichte, der Kvnstgeschjchte.j'ünd.hexen . Nebenwissenschäfieu aü sic gestellten Ansvrdertzngen.genügen. IH. Die Inventarisierung hat sich nur oder doch hauptsächlichünil" 8er^' FeststellüNls 8^s-'ÄiäWüsstkNdes und der zuverlässig - erkennbaren Entwicklungsgeschichte der ' Denkrüäler 'sowie mit dem Bericht über die Merkmale ' dieser Enstvicklung zu beschästigen.; nicht mit dhtzst° kritischen Schlüssen imd llniersluhungen, die sich^,aus .dem Her gleich, mit anderen Denkmälern, ergeben,, IV. Die Jnventarißernflg soll: neben dem Vorhandenen,: soweit dies in 'Unzweifelhafter Weise möglich ist, auch das vorhanden Gew>esene berücksichtigen. . .., * Es' soll.'Mrauf hing^nurkt werden,' aS'aß die'.' Jnv.entar'i- . . sterung durch..ejNL.Untersirchung'hes Urhindenmotexials .., . und wisscnsehastliche ..Katalogisierung, des Besitzes der jüdischen - Gemeinden und .Vereine tunlichst; unterstützt . werde.-: Styfi:--. a-i; :«:r:;-VIl Das -TyPische; häufig RorkÄnmMd^ Schstchw sdie ## Jnbeniärisierüiig- Ä-* '''"'ÄKÄEWsi^'WWEageWeir'W»üiHM>«''BeiÄckstchkigung finden.

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