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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1919-09-24 · Heft 39 (24.9.1919) · p. Seite 437

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
83 (1919)
Issue
Heft 39 (24.9.1919)
Date
1919-09-24
Page
Seite 437 (sequence 5)
Language
German
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437 --- - über bt^e ggpzx^Welt perbMitej, und fall^ .es nicht gelingen sollte, ihr GerechLjgkM wiHrsaHsiplaflKN.,/ wiK sich die Wirkung rasch irr jeder zivsllsierteu^GeEinWrst' öemeWqr strEw, Die - englische Regierung kann von ihrem' BersprechM ein jüUMnätionalies Heim in Palästina aufzubauen,, nicht, Mgehen. Mrir /kennen die Halümtz. der arabischen .Fellachen. 'gegeMber ^den Zionisten, aber nach . unserer '.Meinung.Mssen -die jüdischen Iorderungen, falls.'nur die Freiheiten jeuer,.ach^ng^stpdLMw Landarbeiter "gehörig geschützt werden,/ in -lllererster Reihe berücksichtigt werden," sowohl was die Zeit als auch :ic ailß^gewöhnÜche Wichtigkeit derselben anbelangt. ' Die wirkliche Schtvierrgkeit liegt jedoch darin, dast die französische Regierung die Bedeutungder zionistischen Bewegung nicht genügend 'erkannt hat. Tiese-.Schröieri-gkeit.kann durch guten Willen 'der 'französischen Staats- U'ute und der zionistischen. Führer beseitigt werden.' Ganz gleich, ob England pder Frankreich, das. Mandat in Palästina erhält, "ist eine gcrständigung zwischen Frankreich und den Zionisten ebenso wichtig wie zwischen '.Frankreich' 'und ' 'Ennr""Feysül. Die Ausgabe der englischen Regierung sollte es sein, eine Verständigung zwischendiesen neiden herbeizuführen. Der Artikel der'„Times" schließt: Der wirkliche Standpunkt, mit dem man an 'diese verwickelten Probleme des nahen Ostens herantreten kann/ darf nicht ein solcher sein, der Intrigen und Streitmöglichkeiten im Vordergründe läßt, sondern einen Ausblick auf wirksame und nicht'- egoistische Zusammenarbeit lnetet. England und Frankreich wollen Zusammenarbeiten, und ihren Regierungen bleibt es Vorbehalten, Möglichkeiten zu schassen, daß diese -live Wünsche in Erfüllung'gehen. „I. P., Z." Haag, 18. September. Ans London wird gemeldet: Ter Korrespondent der „Times" in Jerusalem meldet seinem Blatte, daß es sich wahrscheinlich als unmöglich erweisen wird, die Herrschaft über Palästina den Juden zu ädertragen. . Der Korrespondent, weist darauf hin, daß Palästina von •><>0 000 Mohammedanern, 00 000 Christen mit 60 000 Juden bevölkert -st und daß Mohammedaner und Christen jetzt zur Abwendung der drohenden Gefahr einer jüdischen Herrschaft sich zusammengeschlossen!>aben.. Komme diese Herrschaft dennoch zustande, dann würden die «christen auswandern und sich anderswo ansiedeln. Sie würden eine dritisch.e Herrschaft einem jüdischen Nänderheitsregime vorziehen. Die bilden sehen auch selbst ein, daß sie als Minderheit das Land nicht regieren können und daß, selbst wenn sie zur Regierung kämen, dies nicht mit dem Recht der anderen Bewohner vereinbar wäre. Man ..hoffe" daher in Palästina, daß England sich zur Uebernahme der Vormundschaft bereit erklären wird. Einfuhr nach Palästina. Rach einem Bericht des Londoner „Zionist Bulletin" wurden in iH'r ersten Hälfte des Monats Juli 350 Tonnen verschiedener Güter nach Jaffa eingeführt, und zwar 250 Tonnen per Schiff und Tonnen per Eisenbahn. Die Hauptartikel der Einfuhr waren Tabak,. Textilwaren, Metallwaren, Zement/DeleJEheMkalieü,' Säuren usw., Leder, Leim, Glaswaren^/Schreib^ " Tch,'.Hotz, leere Säcke. Tie haiiptärtikel der Avssulw wären Wolle, Getreide, Seife und Metonen. ' ' "-•••. ' E'ä''bestMtt'stoch'Schwierig Sertvn für diä-Aussühr von Zucker- und Rei's äüs'AetzhPt'en. Drese/Ärtikel kommen vorläufig-nur in geringen Quantitäten pet Bahn. Zucker ist auch in Aegypten knapp. - Das 38. (jüdische) Batraillvn hat dem Museum des „Bezalel" in Jevusalem folgende..Geschenke gemacht.:. Zwei Kanonen, die 'das. Regiment von den Türken im Lischri -vvrigen Jahres bei den Mampfen in Es-Salt im LtnvmeMöbert hat; die Fahne des Regiments und die Fahne der argentinischen LtzgiotWre, M-Ver Legionär Ginsburg aus ArgenÜmett^ mittze^ den Schosar des Regimentes, mit ~ tWi ‘ a!m der Kämpfe an der Front ^Dgsen '.Mrhe» / Pen MaMkäleuchter '.Ve's Regiments. Die MMeM,. Äre>^Key^WiMng DeT ColonÄ Wtevson gemgchh.wurden, haben einenMflsse^besuch des Äüseums zur Folge gchicht. .'77.^.5):;,Z.r ...T v.r.;. \ , '•/v '",' /' iit^^-L'^-rE- ' vötrKn^MonaW stnd^M //Jüdeäns^ dis^auS KÄiädü '/.Md, ' BeWiiWrlj StMten'' nach 'PällkstM - kMeü^ Ktzkjastet.svorM/'' 'Äs' Ärun8 -rhret'^ ÄörWkikng '-wÄdihr^-UetzWüttg an-geaeb en/ zukünftig M' HeHlLü/stiHt ^geho'pch^/K'woüsrn' und' Eß sie sich nicht mehr als SöM.teE'^t^.aHt^Lch/'---dä'Nän -ste-'se^ MotkM nach.' 'Wtzfsensii'Ilstgnd zu /deiüobilistereü bÄsProchest ^hM/ während jetzt d!e' mslitgrischen AutoriiAk.N^Mlcki'ttzü/' daß Nach Unterzeichnu-ng pes Wiedeps'i aüi‘ deiü Heer' entlassen-'würdÄ. Sie. glauben, -daß. dieser EnjschLuß von Mn LoMbehördeü'^ airß'Einfluß der Aionistischen Kommission . MW wördeü srÜHDie - Minner behaupten', weiter, daß sie tief, g-sstauschkiWkdett''st.nd^bpn der gegenwärtigen junbefriedigenden Lage.Dglästinas,/' Man hatt^/ sich' gltzüben gemacht,, Palästina solle,,W jüdischer Staächwerden,' währenchfie "ir den Eindruck gewonnen hättep, daß, das' Lynd nücheine. eugtische Prövinz sei. Sie beklageu.sich .über unfreundliche Behandlung seitens der jüdischen Kolonisten .und ^ß^.mMjÄdilE' SöMten'. 'größerchMuehmlichkeiten genießen als die jüdischen,. ^.„AeMsh ^Chronlic'le,^/^ »KultuEtigkeit" der enMscherr Mtsfionare. , Der Vertreter der' Londoner Missionsgesellschast.. m.: Jerusalem. Herr S t l b e rmann (?), erhielt von. der Zentrale den Austvagdie Wohnräume. der Gesellschaft nicht mehr zu vermieten, da diese von der Gesellschaft selbst demnächst gebraucht werden. Vor.dem Kriege besaß diese Gesellschaftein Waisenhaus, einige Arbeitshäuser und -ein'Spital.' Eine besondere Mission für die Araber bestand in Jerusalem, die ebenfalls einige-Wohltätigkeitsanstälten eröffnete, durch welche sie mit den Arabern in Berührung kam. Während des Krieges hatte die Mission ihre Tätigkeit eingestellt. Im Gegensatz zu der jüdischen Mission hat die arabische Mission einige Erfolge zu-verzeichnen. Vernröge ihres Einflusses haben sich zahlreiche Jerusalemer Axaber in arabisch-christlicheu Gemeinden organisiert. In Jerusalem gibt es außerdem eine französische Mission,' die eine Mädchenschule „St. Joseph" unterhältH Diese Anstält hat ihre Tätigkeit bereits wieder ausgenommen; auch einige jüdische Mädchen besuchen diese Schule. v ’ Obwohl die Ntissionsgeselkschaften unter den'Juden bisher so -gut wie gar keine Erfolge hatten, halten es die jüdischen Kreise doch für ratsam, der Tätigkeit der Missionare sowohl in Palästina -als im Auslande Beachtung zu schenken. -- Düs halten-wir nicht nur für ratsam, sondern für dringend erforderlich. Sie Schicklsiskrsgr des Iudeotums. .Don ÄezirksraWiner Dr. Beevmann (Heilbronn). ■ t^iben tyaben wir -beut scheidenden Sabbat die Worte nachgesungen, die den Bätergott preisen als die Macht, die scheidet zwischen Heiligem und Weltlichem, zwischen Kirnet und - den Völkern . /. Als Sabbatlektüre. hatte ich,die „P r o - hl e nte de s m o d ern en I u d entu ms" dov Ja ko b Älatzkln gelesen, das im „Jüdischen Verlag" W Berlin jetzt erschienen ist.. Datz Buch hatte mich gepackt. Es war die stimme eines Eifeiers. Einers der-die Dinge nicht umbiegt, sondern, sie' in aller ihrer.Schärfe und Schroffheit sieht ^und sagt; ein ehrlicher, zäher Zuendedenker kam hier zu Worte. Ihn ließ-nicht rn-hen die große .Frage, die ieit Heines Tagen Sw jüdische , Moderne erregt^ die, Frage des jüdischen Selbstbewußtseins: Sind?wch ein Volk.od^r.ieiye ReliZitzni Heines wehmutvoller Spott meint: sicher ist. das Judentum sei ein Unglück — für seine Bekenner. Und freilich sind wir .in.jedyp Falle eine große Leidensgemeinschaft. Klatzkin fühlt nicht mit unsirdÄ eisigänsis erchähiltettWebetswdWe^ihEsind :wir nicht , das Heilige unter '>öeh -Völkern, dessen Wesensnote die Synthese ist von Gotterleben sind Volkstünii ihm ist-Jsrael l nicht das eigenartige, und . eisizisialtige Gottesvülk. deffen - natt ovale Kultur-, sich, lediglich. in MDsiser: ' äuswirkt-;, ihm. istnJtchejM. wed«c. eiü, xeligwses - -Uüd/'Disches Bekenntnis noch «in gewaltiges geschichtliches Bewußtsein; .für

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