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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1918-06-14 · Heft 24 (14.6.1918) · p. Seite 3

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
82 (1918)
Issue
Heft 24 (14.6.1918)
Date
1918-06-14
Page
Seite 3 (sequence 15)
Language
German
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3 , Nach MssreA-Kaffees ra tzir^HtzMieUi xmf)% geibeü, mc rwch-DeärMe; doch (?) :!Wi4,MerckßpMnjgen nckr Mher. versagt vliebeN, kÄr'ff.^ vas^Mr. aE da?s Wnta. Mikes Glaubens fetzen. Ich habe trytztzem meine WM dem Vaterlande gegeMber getan, und das kst mE ein stoilze's ÄewuMeMj,^ das.'mich über all die kleinlicher^, eng-' herzigM Ansichten hinwMM. .Ms deutscher Ache halbe ich,.soweit es m mBtner Atacht stand, Hatz Paiterlaind vertePilg-t, wüüsche -ihtm,, datz es'aus dek EchreckMm Md Wrrrsalen des-Krieges als-Sieger heworMe Mrd. echM dazu^UMtzche, MaiMeswerk nach Tat und KiraPt, nicht nach ddm Givachm/fefi^ . .Leibende, die ähnliche' Grfährlmtzek vmcherr sollM -müssein) aus miti.ta.rMen Gründenn!och schweigen-; so üctiftm tüff die Sjtkmne des Toten sprechen. n 7- $uni- Anr 17. v. M. verschied an den ssolgen^.Dner Verwundung im Lazarett Zu Darnaskus der Oberarzt Dr. rned. Hermann Jaffs, Ritter des Eisernen Kreuzes erster Klasse und des, Eisernen Halbnumdes. Vorher hatte er sich das Eiserne. Kreuz zweiter Klasse erworben. Voller Begeisterung, rückte er in den Augusttagen des Jahres 1914 freiwillig, aus, um sein. Vaterland zu verteidigen. Er nahnr fast an allen Schlachten der Westfront terl. Im Januar d. I. zog er, von der vierten Verwundung kaum völlig genesen, erneuit als Flieger ins Feld. Ehre seinem Andenken! Schiiv^lbeirt, 7. Juni. Am 2. d. M. konnte Herr Lehrer Saul in Schivelbein sein 25jähriges Amtsjubiläum festlich begehen. Mit Rücksicht auf -den Ernst der Zeit wurde .von einer größeren Feier Abstand genommen. Doch ließen es sich der Vorstand.und die Gemeindevertretung nicht nehmen, dem Jubilar in feierlichster Weise für seme Tätigkeit als Lehrer, Prediger und Kantor zu danken und ihm als Zeichen ihrer Wertschätzung ein ansehnliches Geldgeschenk zu überreichen. Zur Ebre der Gemeinde soll in diesem Zusammenhänge nicht unerwähnt bleiben, daß sie aus eigener Initiative heraus ihrem verdienten Beamten schon mehrere Kriegszulagen in einer Höhe von insgesamt 600 Mark gewährt hat. Mit den Schulkindern, aus deren Mitte em poetischer.Glückwunsch aufgesagt wurde, hatten sich ehemalige Schülerinnen in großer Zahl einaefunden, welche ihren geschälten Lehrer , durch Ueberre'chung mehrerer wertvoller wissenschaftlicher Werke erfreuten. Ihnen allen dankte der Jubilar bewegten Herzens. Im Laufe des Tages gingen Telegramme und kostbare Blumenspenden in reicher Fülle ein. Möge des Jubilars eigener Wunsch in Erfüllung geben, auch fernerhin „in geistiger Regsamke-t und alter.Arbeitssreudigkeit" zum Wohle seiner Gemeinde zu wirken ad meoh schonph! DA Zittau i. S., 7. Juni. Unser Gemeindevorflhender, Herr Stadtverordneter Michaelis Glaser, konnte am 25. v. M. auf eine 40jährige Tätigkeit als Vorsitzender der Gemeinde zurückblicken. Dem verdienten Manne, dem die Einrichtung der Religionsschule, Anlage des Friedhofes und der Bau eines neuen Gotteshauses 311 verdanken ist, wurden an diesem Jubeltage mannigfache Ehrungen zuteil. Seitens der Behörden ist ihm das Ritterkreuz des Albrecht- Ordens zweiter Klasse verliehen worden. Eine Abordnung der Gemeinde überreichte ihm nebst einer Dankadresse eine namhafte Spende als Grundstock zu einer „Michael-Glaser-Jubiläums-Stiftung". Deputationen des Israelitischen Frauenvereins, der Chewra und der Religionsschule überbrachten Glückwünsche und Geschenke. Im Gotteshause hielt der Gemeindebeamte, Prediger Bellak, einen Festgottesd-ienst ab und gedachte in längerer Rede der Verdienste des Jubilars. Mögen dem um unsere Gemeinde hochverdienten Manne noch viele frohe Jahre beschieden sein. — München. 7. Juni. Im 77. Lebensjahre verschied hier Geheimer Kommerzienrat Lehmann-Bernhe im er, der Gründer der weltbekannten Firma Bernheimer am Len'bachplatz. Er wurde in Buttenhausen in Württemberg geboren, besuchte in Stuttgart die Realschule, kam als Einundzwanzi'gjähriger nach München und begann hier in der Kauifingerstraße ein Modewarengeschäft. Sein Verständn'is sü-r die Kunst und Münchens Hanidels'bedürfmsse veranlaßten -ihn, orientalische Teppiche und später hauptsächlich Kiunstgegenstände und Antiguitä-ten zu führen. Das Geschäft kam in hohen Aufschwung, er befaßte sich dann noch werter mit künstlerischen Wohnungsausstattungen, einem Fach, in welchem er bald eme führende Rolle erreichte. Getrieben von hervorragendem Unternehmungsgeist, .vergrößerte Bernheimer sein Hans an einem Platze, der damals noch keine Geschäfts- und Verkehrslage hatte: Er erwarb 1890 am heutigen Lenbachplatz das Englische Easo mit großem Garten und ließ, an -dessen Stelle durch Friedrich v. Thiersch ein modernes Geschäftshaus errichten, .das schon nach sieben- Jahren erweitert werden mutzte. 1910 folgte-der ebenfalls von Thiersch geschaffene Um- und Erweiterungsbau mit «dem Prunksaal und dem stilvollen,Hofe, der das. Beruheimerhaus zu einem gewaltigen, drei Straßen>fronten beherrschenden Block umgestaltete. Die Natur und Bedeutung des Unternehmens.schufen dem Hause Bernheimer internaitionale Beziehungen; es zählt alle Größen der Kunst, zahlreiche Fürsten und eine Unzahl von Kunstkennern und« Kunstliebhabern zu seinen Kunden. Geschätzt war der Rat des Verstorbenen in allen einschlägigen Fragen, der mit liebenswürdiger Bereitwilligkei-t gegeben wurde, außerordentlich wertvoll die Mitwirkung, bei vielen Ausstellungen und WohlMigke-itsveränsta'ltungen, segensreich die Hilfe, die Geheimer Kommerzienrat Bernheimer in -ungezählten Fällen Armen und Bedrückten lei-stete. Die Heimatgerneinde, der er eine Realschule -schenkte, hatte ihren: Wohltäter >das Ehrenbürgerrecht verliehen. Se. Majestät der König hat dem Kommerzienrat Max B e r n h e i m e r zum Hinscheiden seines Vaters, des Geh. Kommerzienrates Lehmann-Bernheimer, telegraphisch das herzliche Beileid ausgesprochen. Die Beerdigung auf dem Neuen Israelitischen Friedhof gestaltete sich zu einer großen Trauerfeier. An ihr nahmen unter anderem teil der Direktor des Oberhosmeisterstabes Geh. Rat Dr. v. H 0 g l a u e r, Generalintendant Freiherr v. Franken.stei n und Bürgermeister Dr. K ü f n e r. Rabbiner Prof. Dr. Werner hielt die Leichenrede. Unter der Fülle der Kränze befanden sich solche des Kronprinzen R u p P r e ch t, des Prinzen und der Prinzessin Franz, der..Herzogin Karl, des Prinzen von Sachsen- Meiningen, der Grafen A rco - Z i n nebe r g und Torr ing- Jelte.nbach, der Stadtgemeinde, des Obersthofmeisterstabs, des Verbundes des Deutschen Kunst- und Antiquitätenhandels, des Künstlerhaus-Verems, der Direktion der Deutschen Bankfiliale München usw. er. Kassel 7. Juni. Ein erfreulicher Beweis für das jüdische Lehen in. unserer jüdischen Gemeinde bildet die vor kurzem erfolgte Gründung, eines „Israelitischen Gemeindevereins". Die Konstituierung dieses Vereins erfolgte ineiner von den Mitgliedern unserer Gemeinde stark besuchten Versammlung, die im Hotel Meier stattfand. Der Hauptzweck des Vereins ist neben der anzustrebenden Reform -des kurhessischen Gemeindegesetzes aus den: Jahre 1823 die tätige Mitarbeit bei allen Fragen und Aufgaben der Gemeinde. Nach längerer, sehr gründlicher Aussprache, wurden die Satzungen genehmigt und ein aus 15 Herren bestehender Vorstand gewählt: erster Vorsitzender wurde Apotheker N u ß bau m , zweiter Vorsitzender Direktor Ernst R-ubenfohn, erster Schriftführer Rechtsanwalt Dr. Goldschmidt, zweiter Schriftführer Rechtsanwalt Dr. Elias, Kassenverwalter Bankier Josef Plaut. . jBänmarfe. Z. Kopenhagen 7. Juni. In der führenden dänischen Zeitung „Politiken" vom 18. Maiveröffentlicht Prof. Dr. S i-monse n, der bekannte Führer der dänischen Judenhei-t, einen ausführlichen Artikel, betitelt „Von der südöstlichen Ecke", in -dem er nach Besprechung der kürzlich aus Beßarabien genreldeten rumänischen Brutalitäten gegen die jüdische Bevölkerung, die -traurige Lage .der rumänischen Jndenheit im allgenieinen und insbesondere -die von der rumänischen Regierung ihnen gegenüber während.>des Krieges an den Tag gelegte rücksichtslose und grausame Politik eingehend darstellt. „Trotz allein", heißt es dann in dem Artikel, „gaben die Juden die Hoffnung' nicht auf, und ihre Brüder im Auslände vertrauten fest darauf, -daß die Zenträlmächte beim Friedenssch-luß mi-t Rumänien entsprechend ihren Zusagen -dafür Sorge tragen würden, daß die Emanzipation, die schon vor 40 Jahren versprochen, -aber nur für -ein paar hundert Menschen in Kraft getreten War, endlich verwirklicht werden würde . . . . Trotz allem hat der Friedensvertrag diese Hoffnungen nicht erfüllt. Er sagt nur denjenigen Juden volle Gleichberechtigung, zu, die wahrend des Krieges mobilisiert gewesensind, sowie denjenigen, die in Rumänien geboren und wohnhaft sind, sofern auch deren Eltern, Vater und Mutter, in Rrnnänien geboren und wohnlwst waren. Jetzt rnüssen also Beweisdokumente für all dies herbeigesckmfft werden und n-otwe-ndigerwerse wird ein großer Teil der jüdischen Bevölkerung airf diese Weise von -der Gleichberechtigung ausgeschlossen sein. Wie die Verhältnisse iw Rumänien nun einmal liegen, wirdes für einen Juden

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