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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1918-03-15 · Heft 11 (15.3.1918) · p. Seite 131

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
82 (1918)
Issue
Heft 11 (15.3.1918)
Date
1918-03-15
Page
Seite 131 (sequence 11)
Language
German
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131 -- HierorrhttruK Aleander rz«d sein, angebliches Judentum. Im 16. Jaha:hLmdeVb kam es -nicht' selten vor, -daß uem Schvvststeller dem anderen., der^ihm unbequHm oder - unleidlich war, als ärgsten Schimpf Vorrvarf, er sei geborener J ude. Sv würde & B. von Luther dieser Vorwurf gegen" Hieronymus Aleander erhoben, den gelehrten Hebrafftevr, Erzbischof - und päpstlichen Legaten. Gegen solche Vorwürfe verteidtgt sich Aleander in seinen „Vertrauten Briefen" (herausgegeben von Paquier, Paris 1969) S. 118 f. In. einem an den Bischof Kelice Prosirw gerichteten Schreiben (1526) sagt er, dieser Vorwurf sei nur entstanden aus seiner Kenntnis der hebräischen Literatur, denn, so fährt er fort, „meine" nächsten- Verwandten und meine ganze Familie sind in Fokli, Padua, Venedig genau genug bekannt". L.G. Wie: Heinrich Heine las. In der „Zeitschrift für Bücherkunde" .1917/18, Heft 10, S. 254 bis 258 steht unter obigem Titel ein interessanter Aufsatz von Friedrich Hirth. Darin -wird Kunde gegeben von einigen Notizenblättern, die sich in Heines Nachlaß fanden und die sich auf den „Rabbi von Bacharach" beziehen. Aus der Einleitung des Herausgebers geht hervor, dcrß die zwei ersten Kapitel dieses Romanfragmentes im Jahre 1825 fertig .waren und daß der darangeklebte Anfang des dritten Kapitels aus dem Jghre, 1840 'herrührt, wie manche Aehnlichkeiten mit dem damals entstandenen.Buche über Börne beweisen. ..DieAufzeichnungen sÄbst lasse ich' hier folgen, löse nur die Abkürzungen aus und gebe das Ganze in moderner Orthographie wieder. Aus den Aufzeichnungen ergibt sich, wie fleißig Heine las und wie sorgfältig er sich für seine Arbeiten vorbereitete. „Jüdische Merkwürdigkeiten." Von I. Jäc. Schudt. Frankfurt und Leipzig 1714. S. 50: Wo von 1349 bis 1463 die Juden in Frankfurt gewohnt, ist so gewiß nicht zu sagen; die meisten samt ihrer Synagoge haben an den Gräbern der alten Stadt sich niedergelassen, welche allem Ansehen nach der Ort ist, wo jetzt die Judengasse mit der Synagoge steht. S. 51: Anno 1462 wird die Judengasse bezogen. S. 71: Großer Brand. Angezündet von einem seuerbeschwörenden Kabbalisten, dem Rabbiner Val Ochern: 'S. 74: Feuerbeschwörung, S. 173: Spottbild für getaufte Juden. S. 240: Kleidung der Frankfurter Juden. S. 248: Jetzige Kleidung. Juden tragen sich? wie Geistliche in den epist. vir. ods. S. 251: Wie die Juden geputzt des Samstags zur Synagoge gehen. Schwarze Mäntel, rundes Gekröse und spitze Bärte. S. 3, Kapitel XXV : Von Eheverlöbnissen. Formel beim Kodexscherring. . S. 40: Der getaufte Jude Christiani «schrieb „von der Juden Glauben" Aberglauben. S. .85: Von getauften Juden; ihnen nicht zu trauen. S. 87: Jüdinnen in Rom taufen sich, um Huxen werden zu dürfen, usw. S. 205: Kabbalistik. S. 207: Golem. S. 208: Beschwörung der Königin von Saba. S. 218: Schulklopser. S. 222: Kodesch hüpfen. Der Chassen legt die Daumen hinter die Ohren, um besser zu schreien. IV. Teil: Die Kontinuation alles dessen, was im I. Teil der „Jüdischen Merkwürdigkeiten" angeführt worden von Schudt. Frankfurt a. M. 1717. — 95—5 Alter der Juden in Spanien. S. 288: Anno 1287 ist es über die Juden am Rhein hergegangen, denn sie sind zu Wesel, Poppert, Bachtrach teils gerötet, teils, heftig verfolgt wordenwegen Ermordung eines Jünglings, Werner genannt. Diesem sind Kirchen am Rhein erbaut worden. — Weitere Kontinuation. S. 10: Don der Wohnung der Frankfurter Juden. S. 19: .Schwert mit dem Mögen David daraus, zur Kabbalistik. S.; 26: Nur in Frankfurt sind die Juden keine Bürger, in anderen Städten sind sie es immer gewesen. „Merkwürdigkeiten" kleine Notiz. S. 46: Anno 1414 sind die Frankfurter nux zwei.- jüdische Hausgesätz. .gewesen,.' - Anno 1416 sind 104* jüdische Seelen. Anno 1439 nur sechs Familien. Anno 1436 58 Hausgesäß. S. 379: Juden haben sehr frühe Komödien gehabt. Basnage, „A la Haye“ 1716, Tome septi&me. 11. Band. S. 240: Ueber das Alter der spanischen Juden. S. 261: Zu Hadrians Zeit die Juden in Köln als Dekurionen. 11. Band. S. 123: Verbot in Spanien, mit «den Juden zu essen. S. 137: Ein Jude findet das Kreuz. Korne et tous ceux, qui ad'orent la croix, se troüvent par la plus obliges aux jiiifs, qui ne le eroient. —13. Bänd. S. 62: Juden sind in Byzanz schuld an der Bilderstürmerei. S. 109: Ein abafsidischer Kalif ließ den Fürsten in 'der Gefangenschaft mit seiner ganzen Familie uMrirrgen» a Pexception de deux eukants, qui se rekugi^renl• EspagHe» ''S. 1(84?: Rahbi Samuel Levy devint (1027) le secr e tair e et min ist re d 'Etat;du troi de Grenade, qui l'Atablit ensuite prince de sa nat i op. Sein Sohn folgt ihm. Indessen ein Jude will die Mohammedaner bekehren, wurde gehenkt (et la persdcution commen^a par erdre du roi.. II y avait 16)00 famiLlies danis oe royäume, qui souffrirent heaucoup)* ß... 830: Juden alleinig im Besitz, der Bibel. S. 349: Juden, ils älsent qu <e D ieu les a dispers es pouravoir des tömoins de son unite dans toutes les nations idolätres. S. 375: Ueber Kindermord. Der Juden Räsonnement. — Am Rhein dasselbe. S. 3.75 bis 388: Dies ist der Hauptärtikel ohne Bilder in faltiry. Hostienmord. S. 390: Ein Jude verursacht einen Sturm, weil er ein Heiligenbild beleidigt. Ursachen des Ghristen-hasses. S. 391: Rebellion der Juden in Rom gegen Theoderich. S. 449: Getaufter Jude erregt Judenverfolgung in Anjou, Poitou, Bretagne. 3060 Juden ermordet, Abscheu gegen die Judenmarke. S. 450: Ln Allemagne le concile die Ravenne (1311) obligea les temmes de porter la roue rouge eomme les horomes. On changea depuis et le concile de Cologne (1449) ordonna que les juils porteront sur leurs habits une roue compose de fols jaunes. — 14. Band. S. 512: Bösew.ichter Wersen in Spanien Leichen in Judenhäuser zur Osterzeit. Ermordung. Erkannter Irrtum. S. 549: Juden in Neapel erfahren Aehnliches. S. 584: Hostienmord. Juden werden deswegen aus Frankreich vertrieben von Philipp le bei. S. 586: Getaufter schreibt gegen die Juden. S 624: Kinderrnor-d zu Norwich. S. 625: zu London. S. 655: Kindermorde in Deutschland 1236 (Les plaintes en iurent portees ä TEmpereur, qui repondit qu’iil fallait enterrer ces en Fants puisqu’ils etaient morts). S. 657: Kindermord zu München. Judenalle verbrannt in ihrer Synagoge. S. 658: St. Werner von Würzburg umgebracht. Rudolph Martyrkind zu Bern. S. 677: Flagellanten in Frankfurt. S. 678: Brunnen-, Flüsse- und Quellenvergistung. S. 685: Getaufte Juden gegen Juden auftretend in Spanien. Die Juden nehmen dort den Titel „Don" an. S. 699: Getaufter Gegner. S. 707: dito. S. 721: Leben Abravanels. In seiner ersten Jugend erschien er am Hofe von Alphons von Portugal, der ihn sehr begünstigte. Als Johann II. zur Regierung kam, ging er nach Kastilien. Ferdinand und Jsabella begünstigten und verjagten ihn. Weitere Lebensgeschichte. S. 734: Die Scheinjuden 1560 in Spanien umgebracht. S. 837: Jüdische Druckerei zu Konstantinopel. Mufti deshalb in Angst. S. 891: Getaufter Gegner. — 15. Band. S. 912: Louis X. de Baviere (1454) jagt die Juden aus seinen Städten. S. 912: Viktor ä Garbe taust sich und wird Gegner. Les prosdlytes croient qu'il laut tomber dans Lexems. Reflexion über die getauften Gegner. S. 923: Psefserkorn wildester Judengegner — Reuchlin gar. S. 949: Synagoge zu Krakau. 1590 Synagogenbrand in Päsnanin. S. 1001: Menasse -den Jsr. -wollte eine jüdische Geschichte schreiben. S. 1212: St. Augustin apelle les juils les libraiires des chretiens. S. 972: Konzil der Juden in Ungarn 1650. In Aretin, „Ueber die Juden in Bayern", ist viel über den Kindermord, auch ein darauf sich beziehendes Schauspiel. Der Rezensent in der „Jenaer Literarischen Zeitung" bemerkt die Feinheit, daß keine Geistlichen im Stück erwähnt sind. — Die Griechen glauben, daß die Juden -einen Eselskops verehren, wie bei Tacitus. (Siche Pouqu-eville.) „Ristoires des rois catholiques Ferdinand et Isabelle“ (par M. 1'AdbH Mignot) ä Paris 1766. 2. Vol. (Ein sehr mittelmäßiges Werk, sagt Spittler.) „Histoire critique de rinquisition d’Espagne“ par I. A. Lorente. T. 1—4. Paris 1817/18. Der Ursprung der Inquisition wird Ferdinands Plünderungslust der Juden und der Herrschsucht des Papstes Sixtus beigemessen. — Moldenhauer „Ueber die Juden in Spanien" (aus dem Dänischen), nebst einem Zusätze in F. Rühs, „Ansprüche der Juden auf das Deutsche Bürgerrecht". Berlin 1816. Kurt Sprengel: „Versuch einer pragmatischen Geschichte der Arzneikunst." Halle 1823. 3. Folge, 2. Teil. — S. 349: Ueber den Wisfenichaftsgeist der Mauren in Spanien. Ihre Akademien und Bibliotheken (Papst Gerbert studiert dort). 1236 Gordova erobert. S. 523: Fahrende Frauen im Mittelalter. S. 528: Welche Christen zum Studieren zu den Mauren gingen. S. 529: Aristoteles im Mttel-alter. S. 545: derselbe. S. 546: Schon in diesem. Jahrhundert (13.) singen die Theologen in Paris an, akademische Würden zu erteilen. Diese Sitte war von den Juden und Nestorianern zu den Arabern übergegangen und die salernitanische Schule hat zuerst im christlichen Okzident diesen

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