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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1917-10-19 · Heft 42 (19.10.1917) · p. Seite 2

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
81 (1917)
Issue
Heft 42 (19.10.1917)
Date
1917-10-19
Page
Seite 2 (sequence 14)
Language
German
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Walter Salender (Bremen), Gefreit^^ HerMärM Mayer;?■Im Haber der Badischen Verdienstmedaille (Heidelsheim), Unteroffizier nnd Offiziersaspirant Alfred B aruch,' Sohn des Herrn Albett- Baruch (Essen), Vizeseldwebel Walter Stern seid (Goch), Obergefreiter Ludwig Linn, Sohn des Herrn Karl Linn (Metz), Gefreiter Max und Emil Hei mann, Söhne des Herrn Hermann Heimann (Stolberg), Landwehrmann Jakob Joseph (Bitburg), Unteroffizier Louis und Gefreiter Max Grünberger, Söhne des Herrn Hugo Grünberger (Zarborze), Gefreiter Moritz R o s e n b a u (Gießen), Musketier Gustav F r ä n t e l, Sohn des Herzoglichen Landrabbiners Dr. Frankel (Meiningen). Das Eiserne Kreuz erster Klasse erhielten: Bataillonsarzt Tr. Jos. Lachmann, Stabsarzt Tr. Arthur Schlesinger, Oberarzt Tr. Kurt M a r - c u s e, Sohn des Sanitätsrats Tr. Alfred Marcuse, Leutnant Lothar M o d e r s o h n , Vizeseldwebel Walter Wolfs, Tr. Ernst G r ä f e n b e r g (Groß-Berlin), Offizierstellvertreter S i l b e r st e i n (Eisenach), Leutnant der Landwehr Erwin S e l - b e r g (Hannover), Sanitätsunteroffizier Josef G r e i l s h e i m e r (Friejenheim), Arthur L ö w e n st e i n (Köln-Marienburg), Osfizierftellvertreter Max Lieben (Flehingen), Stabs- und Regimentsarzt Tr. B a u ch w i tz (Schwiebus), Leutnant Berthold Iessel (Weitbnrg), Stabs- und Regimentsarzt Tr. Ernst Levh (Stuttgart), Unteroffizier Hugo Sichel (Fulda). W. Posert, 12. Oktober. Zu Ehren des 7 0. Geburtstages unseres großen Kriegshelden Hindenburg hat auch ausere jüdische Gemeinde ihren Tribut beigetragen. In den Gemeindesynagogen wurde in den Ieiertagsanjprachen des Retters unseres Vaterlandes gedacht. Ter Feier im Stadttheater wohnten auch der Stadtverordnetenvorsteher Herr Justizrat P laczek und der Vorsitzende der Posener Handelskammer, Geheimer Kommerzienrat K a n t o r o - wicz, bei. Bei Ueberreichung des lebensgroßen Bildes Hindenburgs war u. a. auch Herr Stadtverordnetenvorsteher, Justizrat Ploczek zugegen. — Regelmäßige Verteilungen aus Stiftungen finden hier stakt: am 13. Januar j. I. aus der SamueL-Jasf4-Stistung, Vorschläge bis 1. Dezember j. I. — am 30. Januar j. I. aus der Eduard-uud-AmaUe-Ephraim-Stiftung an zwei Handwerker je 100 Mark und an vier Witwen je 50 Mark, Vorschläge bis 5. Januar j. I. — am 9. Adar und 17. Elul aus der Lewin-Königsberger-Alterversorgungs-Stistung im Februar j. I. aus der Moritz-Viktor-Stiftung, Vorschläge bis 20. Januar j. I. — am 13. März j. I. aus der Wollheim-Stiftung, Vorschläge bis. 20. Februar j. I. — am 13. April j. I. Louis David JasMche Stiftung, zur Hälfte an christliche, zur Hülste an jüdische Arme — im Sommer aus der Eduard-und-Amalie-Ephraim-Stistung zu Badereisen je 100 Mark an zwei Frauen, Vorschläge bis 20. Mai j. I. — am 1. Oktober aus der Julius-Alport-Stistung an verschämte Arme (Nichtalmosenempfänger) zur Hälfte an Christen und Juden — am 7. Oktober aus der Adols-und-Zerline-Kantorowicz-Stiftung — anr 3. November aus der Geheimrat-Orgler-Stistung, Vorschläge bis 1. Oktober j. I. — anr 16. November aus der Adolf-und-Zerline- Kantorowicz-Stiftung — im Dezember aus der Pauline-Wronthal- Stistung— am 12. Dezember j. I. aus der Lippmann-und-Philippine- Neufeld-Stiftung, Vorschläge bis 20. November j. I. — im Dezember aus der Louis-Jasse-Stistung, Vorschläge bis 1. Dezember j. I. Die Verwaltung sämtlicher Legate und Stiftungen liegt in der Hand des Magistrats zu Posen. W. Posen, 12 Oktober. Am 7. d. M. fand von der Leichenhalle des Friedhofs aus unter Zahlreicher Beteiligung von Angehörigen aller Konfessionen die Beisetzung des Stadtverordneten Simon Asch statt. Die Fülle prächtiger Kränze, von zahlreichen Korporationen, Vereinen und Privatpersonen gestiftet, gab der allgemeinen- Verehrung und Wertschätzung Ausdruck, deren sich der Entschlafene in weiten Kreisen der Posener Bürgerschaft zu. erfreuen hatte. Im Trauergefolge bemerkte man den Oberbürgermeister, Geheimrat Tr. Wilms, den Bürgermeister Künzer, die Mehrzahl der Stadtverordneten, den Stadtverordnetenvorsteher, Justizrat Placzek mit einer großen Anzahl von Stadtverordneten der drei Fraktionen, den Vorsitzenden der Posener Handelskammer, Geheimen Kommerzienrat Kantorowicz mit dem Handelskammersyndikus Dr. Hampke, zahlreiche- Vorstandsmitglieder des Posener Landwehr-Vereins usw. Tie uniformierte Kompagnie des Landwehrvereins war mit der Fahne erschienen. In seiner Trauerrede^ zeichnete-Herr Oemeirrhkrabbiner Prozessor Dr. Bloch eiri treffliches Lebensbild des Entschlafenen,--.-indem er in kurzen Strichen'seinunermüdliches verdienstvolles Wirken im Kommunaldienst wie in den zahlreichen Vereinen und Korporationen schilderte. Er schloß mit warmem Trostworte an die Angehörigen, denen der Verstorbene stets ein fmrsorgender Gatte, Vater, Bruder und Schwiegervater gewesen war. Nach-einem von Frau Berggruen - Kristeller gesungenen Trauerhymnus erfolgte die Beisetzung. Simon Asch, am 10. Oktober 1857 geboren, war seit 1888 Mitinhaber der Firma Adolf Asch Söhne, die im Juli 1916 ihr hundertjähriges Bestehen beging. Seit dem 13. Januar 1897 gehörte er ununterbrochen der Posener Stadtverordnetenversamm-. lung an. Vornehmlich alle Dinge, welche die Entwicklung unserer Kommune angehen, fanden in ihm einen klugen Fördererden der Geist des gesunden Fortschritts und die Sachkunde deserfahrenen Kaufmanns beherrschten. Er war ferner Mitglied der Handelskammer des Regierungsbezirks Posen, Vorstandsmitglied des Posener Landwehrvereins usw. Vor einigen Jahren war ihm der Rote Adlerorden vierter Klasse verliehen worden. 39 Jahre hat der Dahingeschiedene in ungetrübter brüderlicher Eintracht gearbeitet, gleiche Interessen, gemeinsame - Ziele -und---gegenseitiges- Verstehen ichlangen ein unzerreißbares Band um sie. Seinen hervorragenden geschäftlichen Fähigkeiten, seiner Großzügigkeit und seinem nie rastenden Fleiß verdankt die Firma ihre steigende Entwicklung. Die Güte seines Herzens und die Lauterkeit seines Charakters gewannen ihm die Liebe aller, die ihn kannten. Seinem starr ausgeprägten Wohltätigteitsfinn ist es zu verdanken, daß oie Stiftung, welche dazu beitragen soll, die Wunden des jetzigen Krieges heilen zu Helsen, ins Leben gerufen werden konnte. Bveslwk/ 12. Oktober. Der Ueberschuß des abgelausenen Rechnungsjahres 1916/17 der israelitischen Gemeinde Breslau dürfte nach vorsichtiger Schätzung etwa 100 000 Mark betragen, also den Ueberschuß früherer Jahre weit übersteigen. Er soll zum größten Teile dem Bau einer Ehrenhalle für die im Kriege gt* fallenen und auf dem Friedhose in Cosel beigesetzten Soldaten dienen; die Kosten des Baues sind aus 70 000 Mark veranschlagt. Ter Rest des Überschusses wird wieder, wie in früheren Jahren, . den Wohlsährtsanstalten der Gemeinde zujließen. — Es sollte ein Teil den Gemeinden zufließen, aus welchen Leute nach Breslau gezogen sind. — München, 12 Oktober. Der dänische Generalkonsul Kommerzienrat Julius Neuburger erhielt zu seinem 70. Geburtstage' eine .Fülle, von Blumen - und Glückwünschen aus Nah und Fern. Ter Oberbürgermeister und der württemb-ergische Gesandte fanden sich.persönlich ein. Der Württembergische tzilfsverei-n, die Gartenbaugefellschaft, wissenschaftliche, künstlerische und wohltätige Vereine gedachten ihres Förderers; aus der Künstlerschaft wurden ihm mancherlei Aufmerksamkeiten erwiesen. Neuburger ist ein werktätiger Freund der Kunst und hat sich in eifriger Sammeltätigkeit eine kleine gewählte Galerie angelegt, in der fast nur deutsche Meister und auch die hervorragendsten Münchner Künstler vertreten sind. J. A. Nürnberg, 12. Oktober. Das Eiserne Kreuz erstev Klasse erhielt: Vizeseldwebel Alfred Regen.sbur ge r, Flugzeugbeobachter bei einer bayerischen Fliegerabteilung. —Da-? Eiserne Kreuz zweiter Klasse erhielten: Gefreiter Siegfried Bein beim Landsturmbataillon Nürnberg, Sohn des Hauptlehrers und Gemeindekassierers Max Bein; Feldmagazininspektor Julius Sichel, Sohn des Kaufmanns Don Sichel. — 12. Oktober. Die israelitische Gemeinde Gaubickelheim schloß sich der zu Wallertheim in Nheinhessen an. Aus die Bedeutung der Vereinigung hinweisend, begrüßte der Vorsteher der Gemeinde Wallertheim, Herr Moses Jsaac, in zündenden Worten die Gemeindemitglieder Gaubickelheims, woraus der derzeitige Vorsteher der Gemeinde Gaubickelheim, Herr Jsaac Oppenheimer, das Wort ergriff, um für die Begrüßung der Mitglieder den Dank abzustatten. Er brachte zum Ausdruck, daß der Anschluß um so freudiger erfolgt sei, als die Gemeinde Wallertheim unter allen jüdischen Landgemeinden. Rheinhessens, den ersten Platz einnimmt und hier der Gottesdienst in althergebrachter Weise lind regelmäßig stattfindet.

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