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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1917-10-19 · Heft 42 (19.10.1917) · p. Seite 504

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
81 (1917)
Issue
Heft 42 (19.10.1917)
Date
1917-10-19
Page
Seite 504 (sequence 12)
Language
German
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504 vert-rautesten Umgang mit Friedlich dem Großen lebt. Der Alte liebt seine Pflegetochiter, die von ihm' erzogen worden ist, diese aber hat ihr Herz dem Hauptmann Fromeut geschenkt und wird schließlich mit diesem glücklich. Ein liebliches' Spiel, in dem nur die allzu genaue Kenntnis der Zeit, die sich in langen, geistreichen, aber undramatischen Gesprächen zeigt, etwas' aufdringlich wirkt und den Gang der Handlung aufhält. Zur Charakteristik der schönen Würdigung Friedrichs des Großen und als Probe der Gesinnung, die ja auch für unsere Zeit gilt, mag folgendes Wort Froments hier , stehen: „Ich habe nicht geschlafen, daß die hier schlafen können, und ich habe geblutet, daß die hier nicht bluten sollen, und daß sie den da oben nicht weggejagt haben, denn es wäre schade um ihn gewesen. Die Welt hat nicht viele wie er — wenigstens heute nicht." L. G. Theodor - Storm - Gedenkbuch. Zu Stör ms 10 0. Geburtstag, 14. Sep tember 1917. Herausgegeben von Friedrich Düsel. Mit Zeichnungen von Heinrich Steifferscheid, Georg Greve (Lindau) und Otto Soltau, sowie einem Storm-Bildnis (Braunschweig). Preis 3 Mark. Der Verlag, dem das Verdienst gebührt, einst den Ruhm Theodor Storms verbreitet zu haben, nachdem Julius Rodenberg in dem von ihm geleiteten. „Salon" schon Stormsche Novellen veröfffntlicbt hatte, hat die große Storm-Gemeinde anläßlich der 100. Wiederkehr des Geburtstages ihres Lieblingsschriftstellers mit einer trefflichen Festgabe bedacht. Vierzig unserer bedeutendsten Schriftsteller und Schriftstellerinnen haben sich vereinigt, in Poesie unb Prosa dem vereinigten Dichter Huldigungen 'darzubringen. um dankbar zu bekunden, was er ihnen gegeben, welchen Einfluß er auf sie ausgenbt hat. Neu aufgefundene Jugendgedichte Theodor Storms leiten hinüber zu Gedenkblättern und Erinnerungen, deren Reigen Gertrud Storm, die Herausgeberin der Familienbriefe ihres Vaters, eröffnet, indem sie uns an dessen Sterbebett führt. (Storm starb am 4. Juli 1889 zu Hoda Marschen,.) Aus der Fülle der Abhandlungen mögen besonders ..Theodor Storm und der Krieg" von Dr. Georg I. Plotke, „Storm und die Lhrik" von Julius Bab und „Storm als Komponist", ein Fund von Dr. Leovold Hirschberg, hervorgehoben sein. Ungemein fesselnd ist der Briefwechsel zwischen dem Dichter und Emil ,Kuh in. Wien. Wir müssenuns leider versagen, näher auf den reichen, und gediegenen Inhalt des Buches einzugehen, das wir angelegentlichst als Festgeschenk für unsere erwachsenen Töchter und Söhne empfehlen. Theodor Storm ist von Anbeginn seines glänzenden Schaffens — 1852 - - über den Tod hinaus fast durch ein halbes Jahrhundert nicht zuletzt auch der Lieblingsschriftsteller der deutschen Frauenwelt jüdischen Glauens gewesen. Regina N e i s s e r. — Der Briefwechsel zwischen Paul H e y s e und Theodor Storm. Herausgegeben und erläutert von Georg I. Plotke. 1. Band 1854/1881. I. I. Lehmanns Verlag, München. Die neue Veröffentlichung eines geschätzten Mitarbeiters verdient schon aus diesem Grunde eine Erwähnung; außerdem hat Hehse, dessen Mutter eine Jüdin war, für unsere Leser besonderes Interesse. Sonst ist der Briefwechsel nicht von großer allgemeiner Bedeutung, sondern nur eine brauchbare Kost für literarische Feinschmecker. Jüdische Persönlichkeiten werden sehr wenig: erwähnt. Auerbach in seiner „ganz glatten Behandlung" eines gefährlichen Stoffes wird einmal angeführt (S. 54). Von einer Gesellschaft bei Lazarus, der einzigen, die Storm mitmachte, wird berichtet (S. 79), wobei es heißt: „So angenehm er mir ist, so unsympathisch berührte mich die von Ihnen verehrte Frau, ich sah sie aber auch nur das eine Mal." Endlich heißt es von Rodenberg (S. 58): „Rodenberg habe ich auch hier (bei einer Honorarangelegenheit), wie immer anständig und liebenswürdig gefunden." Schon dieser Notizen wegen verdient die Sammlung an dieser Stelle eine Erwähnung. L. G. Mchereinlsuk. Defvrechung der Bücher Vorbehalten. Zurücksendung der Bücher findet tn keinem ftaüe statt. Das Domgut. Die Geschichte einer Familie von Karl Neurath. Rütten u. Loening. Frankfurt a. M. Festpredigten von Dr. Ferdinand Rosenthal, Rabbiner der Synagogen-Gemeinde Breslau. Berlin 1917. Verlag von M. Poppelauer. Judenrecht. Von Dr. M. W. Rapaport. Sonderabdruck aus Heft IE der K. C.°Blätter (März—April 1917) Aachener, Verlags- und Druckerei-Gesellschaft, Aachen. Rechtsstellung und innere Verfassung der Juden in Polen. Ein geschichtlicher Rundblick von Dr. Moses Schorr, außerordentlicher Universitäts-Professor in Lemberg. 1917. R. Löwit Verlag Berlin und Wien. Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz. Annuaire Israelite potir la Suisse. 5678. 1917/18. Verlag des jüdischen Jahrbuches Luzern. Leipzig. Militärpflicht und Militärkommission. Von Dr. M. W. Rapaport. Separatabdruck aus der Schweizerischen Juristen-Zeitung, 14. Jahrg. Heft 4 vom 15. August 1917. Zürich. Druck von Schulheitz u. Co. 1917. Worte des Gedenkens für den aus dem Felde 'der Ehre gefallenen Leutnant der Reserve Ernst Emil Weil -aus Ulm, geboren den 16. Mai 1890, gefallen den 17. Juli 1917, beerdigt den 2. August 1917 in Ulm. Gesprochen von Rabbiner Dr. Straßburger, Ulm. Judenliteratur irrt Weltkrieg Erster Teil 1914/16. Buchhandlung Antiquariat R. Löwit, Wien I, Rotenturmstraße 22. 500 jüdische Bücher fürs Feld und Daheim. Sommer 1917. Jüdisches Antiquariat R. Löwit, Wien I, Rotenturmstraße 22. Heinrich Graetz. Eine Würdigung des Historikers und Juden zu seinem 100. Geburtstage, 31. Oktober 1917 (21. Cheschwan), von Dr. Josef Meisl. Berlin 1917. Verlag von Louis Lamm. Mitteilungen des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands. Berlin, dein 10. September 1917. Jahrgang 8. Heft 4. Redaktion und Geschäftsstelle Berlin C, Burgstraße 26. Geheime Wissenschaften. XV. Ur-Arifche Gotteserkenntnis. Ihr neues Erwachen irrt Sonnen recht und die Erschließung der kleinen und großen Mysterien. Bon Ernst Tiede. Mit 77 Abbildungen. 1917. Nord und Süd, ehre deutsche Monatsschrift, herausgegeben von Ludwig Stein. 41. Jahrgang. September- und Oktoberheft 1917. Der Briefwechsel zwischen Paul Heyse und Theodor Storm. .Herausgegeben und erläutert von Georg I. Plotke. I.Band 1854 bis 1881. I. F. Lehmanns Verlag, München. Phonographierte Gesänge intb- Aussprachproben des Hebräischen der jemenitischen, Persischen und syrischen Juden. Don A. Z. Jdelsohn. Aus den Sitzungsberichten der philosophisch-historischen Klasse der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Men, 175. Band, 4. Abhandlung, separat gedruckt. Vorgelegt in der Sitzung am 17. Dezember 1913. Kaiserliche Akademie der Mssenschaften in Wen. 35. Mitteilung der Phonogramm-Archivs-Kommission. Wien 1917. In Kommission bei Alfred Holder, k. u. k. Hof- und Universitäts- Buchbinder, Buchhändler der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. Die Emanzipation der Ostjuden und ihr Einfluß auf die Westjuden. Ein Wort zur rechten Zeit von Lazarus Friedmann. Frankfurt a. M. Kommissions-Verlag von: I. Kaufmann, 1917. In der Dämmerstunde. Gedichte einer Taubblinden von Jenny Bergmann, Insassin der Jüdischen Blindenanstalt Berlin-Steglitz, Wrangelstraße 6/7. Zweite vermehrte Auflage. Preis 1 Mark. Verleger and Herausgeber M. Friedberger, Leiter der Jüdischen Blindenanstalt Berlin-Steglitz, 1917. Neue Jüdische Monatshefte. Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Literatur in Ost und West. 1. Jahrgang. 10. August 1917. Heft 21. Verlag der Neuen Jüdischen Monatshefte Berlin/München. Gedanken zur Mission des Judentums im Lichte kulturhistorischer und wirtschaftsgeschichtlicher Tatsachen von Otto Klein. Preis 40 Heller. Prag 1915. Verlag der Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler. Druck von Richard Brandeis. Das Leben der Seele, in Monographien über seine Erscheinungen und Gesetze. Von Prof. Dr. M. Lazarus. Unveränderter Nachdruck der dritten Auflage. Erster Band. Berlin 1917. Ferd. Tümmlers Verlagsbuchhandlung. Aus Natur und Geisteswelt. P. Thomseu. Palästina und feilte Kultur in fünf Jahrtausenden. Zweite Auflage. B. G. Teubner, Leipzig-Berlin. Presseabteilung Warschau. Nur für den Dienstgebrauch. Fünfte jüdische Parteitafel. Zweite Parteitafel (20. September 1917). Anlage zum Tagesbericht aus der polnischen und jüdischen Presse.

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