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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1917-06-22 · Heft 25 (22.6.1917) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
81 (1917)
Issue
Heft 25 (22.6.1917)
Date
1917-06-22
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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ms tu ' Nach 8l. ^skrxanx dir. 25 Der Gemeindebote. Kei-Iin, 12. Juni 1917 b an ge ade der bekannt czem in n Jude r aller- . Aber!, dessen cat der ältesten röffnet» e.n vier Sekunda ls heißt erst in ivurde". tderheit s Lesen, rchülern ehe sie orischen geführt isalmen. bekannt Lowtl, räischen alich in ¥■ o» nden in geführt n Thea che nur der Be lmisiert. mn gar lehr die enigsten urde in Diese : unsere t seiner tet, dem L. G. Zahr e us dem ld Mn- 736 ab. Palffv erreilliiinzelnen Beamten eder er- »wohner Steuern >en, dai; sind die )werker. sechsten tlehrer). ose; für (*et und stiedern, nameul - >n ange- : es kjt 'tamlnte. iq Comtrbeitete j. G. Vellage zur „Allgemeinen Leitung deß Judentums". Korrrlpondkn?rn und Sachnchrrn. Seutschlkmd. E. R. Berlin, 17. Juni. In der heutigen Sitzung der R e p rase n t a n te nver sa m m l u ng teilte der Vorsitzende, Herr Direktor?r. M i n den, mit, daß das Vorstandsmitglied Herr Hugo B l a n - lenbu r g zum Vorsitzenden der Friedhofskommission ernannt worden iei. Ferner bringt er ein Schreiben des Brüdervereins zur Verlesung, in dem nritgetei.lt lvird, daß der genannte Verein in der letzten Generalversammlung beschlossen habe, seine Synagoge weiterbestehett zu tasten. — Folgende Zuwendungen wurden angenommen. Bon Frau /mstizrat Helene M eher 5000 Mark zur Errichtung einer Justizrat- 3amuel-Nieyer-Stistung bei der Fürsorge-Kommission. Von Herrn -ouis Grumach 5000 Mark für Wohltätigkeitspflege. Von Herrn oulius Brasch 500 Mark zur Grabpflege. Von Herrn Sigmund 3 a l i n g e r 3000 Mark. Von Herrn Richard S e m m e l 12 000 Mark zur Begründung einer Richard-und-Cläre-Sernmel-Stistung bei der Ältersversorgungsanstalt Schönhauser Allee. Von Herrn Rentier Julius Freund 300 Mark zur Grabpflege. Von Herrn Louis P a d e r st e i n 5000 Mark für Wohltätigkeitspflege. Von Frau Hedwig S e e l i g 3000 Mark zur Grabpflege. Von Frau Lina W ichaelis 500 Mark zur Grabpflege. Von Herrn Siegfried N e u s e l d eine goldene Ilhr, Bischer und Hmsche zur Wohltätigkeit. — Bei Punkt 10, Vorlage betreffend 'Vorfragen für die Revision des Gemeindestatuts, wird folaender Antrag angenomrnen: Tie ernannte gemischte Deputation lvird beauftragt, im Anschluß an die bisherigen Beratungen über eine -Kebifioii der Statuten etwaige Fragen, zu erörtern, über diese Beschlüsse zu fasten und die bisherige Vorlage des Gemeindevorüandes, solveit sie nicht durch Beschlüsse der Repräsentantenversammlung erledigt ist, einer Erörterung und Prüfung zu unterziehen. Von Herrn Professor Türk ist ein Antrag eingegangen: Die Repräsentantenversammlung wolle beschließen, für die Durchsicht der Gemeindesatznnoen ein Ersatzmitglied zu entsenden, das für den Fall der Behinderung eines Mitgliedes hinzugezogen werden soll. Herr Professor Türk schlägt Herrn Caspary vor, der auch gewählt wird, b's folgen Wahlen. In den Ausschuß I lvird Herr ^r. Wechsel mann gewählt, in den Vorstand der Synagoge .«sykestraße Herr Tr. James Ellenbogen, in die Veranlagungslmnmission Herr Oskar O p p e n h e i nt e r , in die Waisenkommission verr Rechtsanwalt Tr. Lamm, in die StiftnugskomMission Herr 3anitätsrat Dr. Seligsohn und Herr Louis F ö r st e r in Charlotüuburg. — Ueber den Rechnungsabschluß der Ha-uptverlvaltuug referiert Herr L e lv i n s k i; er rühmt die Tätigkeit des Gemeindevorstandes lind die mit großer Übersichtlichkeit gemachten Aufstellungen. Herr Bettas -evy schließt sich den Worten des Herrn Lewinski an, nur bittet er unt eine neue Methode der Steuereinziehung, um Nückständigkeit der Beträge zu vermeiden. Herr Badt sei ein durchaus würdiger Nachfolger des Herrn Julius Jacoby, der sicherlich alles tun werde, was in seinen Kräften steht. Es möge auch wohl der Krieg an die Nückständigkeit schuld sein. Herr Siegfried Sachs bittet, böswilligen Elementen klarwmachen, daß die Gemeindemitglieder nicht nur Rechte, sondern auch Schichten haben. Herr Badt dankt für das ihm geschenkte Vertrauen: n habe, wenn auch schweren Herzens, sich entschlossen, Aufforderungen )it regelmäßiger Zahlung durch die Zeitungen ergehen zu lasten. Bei Beerdigungen nrüsse tnan aus 'Rücksicht auf die ärmere Bevölkerung -Rilde üben. Herr Emil Cohn wünscht, daß in geinischter Deputation über die Beerdigungskosten beraten werde; er will eilt anderes System ''mführen. Herr Vorsteher B l a n k e n b n r g erklärt, daß diese Frage entgehend erwogen werden wird tutd daß dann der Versatnmltmg Vorschläge gemacht werden solleit. Bewilligt werden folgende Ausgaben: -'719M,ark 50 Pfennig für Pessachbeköstigung von Blanuschaften. der Berliner Garnison, 133 Alark zur Einrichtung eitler Oberstufe für den indischen Religionsunterricht an dem Zemkcschen Lyzeullt. 375 Mark -ptr Anschaffung einer Schreibtnaschine m11 hebräischer Schrift, 360 -R'ark zur Erhöhung der Reinigungsgebüh-ren in der Synagoge Lützolvstraße, 1374 Mark firr Pestachbeköstigltttg jüdischer StrafgefalMner. Werner Subventionen: Israelitische Vereinigung Karlshorst für 1917/18 1300 Mark, Jsr. 3ieligionsveretn Oranienburger Vorstadt 8100 Mark und 500 Mark für 1917/18, Religiöser Verein jüdischer Glaubensgenosten in Steglitz für 1917/18 2509 Mark, Verband der Deutschen Juden für 1917/18 11400 Mark. Für Mietnng von'Betsäten 1917: Singakademie 3000 Mark (Hauptgottesdienst), Angusta-Viktoria-Süle 400 Mark (Jugendgottesdienst), Wilmersdorfer Festsäle 2400 Mark (Haupt- und Jugendgottesdienst), Sophien-Säle 2250 Mark (Hauptgvttesdienst nach altem Ritus), Patzenhvfer-Branerei 450 Mark (Jngendgottesdienst), Schultheiß-Brauerei 350 Mark (Jugendgottesdienst). Nachdem schließlich noch Herr L c io inski und Herr Gewerbereat Plotke über den Ritus der Synagoge Kottbuser User referiert hatten, ivurde für diese Synagoge der Ritus der Kaiserstraße-Synagoge mit einigen kleinen Abänderungen ein für allemal festgesetzt. Nach warmer Fürsprache des Herrn Benas L e v y wurden die Tetterungszulagen für die Beamten neu geregelt. Es folgte bann eine geheime Sitzung. E. M. Berlin, 19. Juni. Die Neuregelung der T e n e r u n g sz «lagen für Reichs- und Staatsbeamte hat auch die Verwaltung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin veranlaßt, die Bestimutungen für die ihren Beamten zu gewährenden Teuerungszulagen einer Revision zu unterziehen. Nach den neuen Sätzen erhalten die Unverheirateten bis zu einer Gehaltsgrenze von 5000 Mark wie bisher 20 Mark monatlich als Teuerungszulage, die ledigen Beamten, deren Gehalt 5000 Mark übersteigt, bleiben auch weiterhin von den Teuerungszulagen ausgeschlossen. Im übrigen werden die Teuerungszulagen nach folgenden Monntsfätzen gewährt: Bis zu einem jährlichen Tiensteinkommen von 3200 Mark erhalten Verheiratete ohne Kinder monatlich 30 Mark, Verheiratete mit einem Kinde 35 Mark, bei zwei Kindern 40 Mark, bei drei Kindern 54 Mark, bei fünf Kindern 85 Mark: für jedes weitere Kind erhöht sich die Steigerung progressiv um eine Mark, so daß die Kinderzulage dann 17 Mark, bzw. 18 Mark oder 19 Mark und so fort beträgt. Ein verheirateter Beamter mit sechs Kindern würde also 102 Mark Teuerungszulage erhalten. Tie verheirateten Beamten mit einem Gehalt von 3200 Mark bis 9200 Mark erhalten 30 Mark Monatszulage, wenn sie kinderlos sind. Für die ersten beiden Kinder werden je 5 Mark Teuerungszulage gewährt, für das dritte Kind werden 8 Mark, für das vierte 12 Mark gewährt, so daß bei einer Zahl von sechs Kindern 93 Mark zu zahlen wären. Eine Anzahl von Beamten, die mit voller Verpflegung beschäftigt lvird, erhält einmalige Teuerungszulag-en. Diese neuen Bestimmungen erfordern einen monatlichen Mehraufwand von 840 Mark (12 520 Mark gegen bisher 11 680 Mark monatlich); die einmalige Kriegsznlage erreicht die Höhe von 3230 Mark. Berlin, 19. Juni. Für den am 10. d. M. in Baden-Baden verstorbenen Stadtverordneten Bankier Selmar Svlmitz (siehe auch Von Nah und Fertt) fand am vergangetten Sonntag mittag im Hause des Verstorbenen, Friedrich-Wilhelm-Straße 2a, eine Trauerfeier statt. Unter den zahlreich erschienenen Trauergästen befanden sich Bürgermeister Dr. R e i ck e , Geheimer Rat Cassel, Geheimer Rat M v s s e, Professor Dr. I s r a e lder Vizepräsident des Reichstags Dove, Professor Tr. Strauß, Professor Dr. Lazarus, Kommerzienrat Netter, der Vorstand der Jüdischen Gemeinde und viele andere. Rabbiner Dr. Warschauer Hielt die Gedächtnisrede. Dann widmete Geheimer Rat Cassel namens der Stadtverordnetenversammlung dem Toten einen warmen Nachruf. Bürgermeister Dr. R e i ck e gedachte in kurzen Worten der Sympathien, die sich der Ber- .stvrbette bei den Mitgliedern des Magistrats erworben habe. Tie Beisetzung fand ans dein Friedhöfe Schönhauser Allee statt. M. K. Berlin, 19. Juni. Am 10. d. M. fand im Lehrerinnenverein in Bcrlin-Lichterfelde-West die ordentliche M i t g l i e d e r - v e r s a m m l n n g des Vereins „Israelitisches Lehrerinnenheim" statt. Eine große Zahl von Mitgliedern und Freunden hatte sich eingesunden. In dem Wirtschaftsbetrieb stellten sich int dritten Kriegswinter naturgemäß einige Schwierigkeiten ein, die dank der Hilfe von Behörden und Freunden überwunden werden konnten. Es ist jedoch davon Abstand genoutmen toorden, vorläufig neue Insassinnen aufzunehmen. Zum Schluß der Bersnmmlttng wurde ein Appell an HM M

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