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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1917-06-15 · Heft 24 (15.6.1917) · p. Seite 284

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
81 (1917)
Issue
Heft 24 (15.6.1917)
Date
1917-06-15
Page
Seite 284 (sequence 8)
Language
German
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und mit ihm eingelassen. Ilm so schmerzhafter ist es uns, durch seine wahrheitswidrige Vorstellung lins um die Gnade unseres durch!. Landesherrn gebracht zu sehen. Der Friedhof erfordert meine Abgaben, so daß auch der ärmste unserer Genossen vor seine Beerdigung an die 6 Rtlr. erlegen muß. Sie stellen es zum Ermessen, ob Noelli nicht noch verpflichtet sei zu zahlen. Erfüllt er sein Versprechen nicht, so werden wir uns von aller Eonnexion mit ihm freimachen und ihm die Beerdigung seiner und seiner Familie an jedem andern Ort, nur nicht auf unserm Kirchhof sreilassen." Unter dieser Eingabe findet sich der Vermerk: „Nach der Resolution Smi ad acta, bis er getauft ist, der Beklagte, als womit jetzt dessen Gemüte beschäftiget" die ganze Angelegenheit ist erledigt. Von neueren Musikern in der Hofkapelle nennt Meyer: 1. „Moritz Jsaakson, I. Violinist und Zwischenaktsdirigent, geb. zu Neubuckow. Er trat am 1. Oktober 1872 als Hofkapellist ein, wurde am 28. Februar 1877 Hofmusiker, am 31. Dezember 1880 Kammermusiker und starb am 22. September 1905 in Schwerin (ist auf dem hiesigen Friedhof beerdigt). 2. Bernhard Samuels, I. Flötist (Erfinder des Tonbinde- Apparats, 1911), geboren den 10. November 1872 zu Paramaribo (Surinam^ Er trat am 1. Mai 1909 ein. (Vgl. meinen Aufsatz in „Ost und West" 1912.) Der Tonbinde-Apparat, bei dessen Benutzung der Ton selbst beim Atemholen nicht unterbrochen zu werden braucht, hat weit und breit große Begeisterung hervorgerufen und ist bereits in vielen Kapellen cinge- Zum Schlüsse sei noch der Vertrag angeführt, den der König von Schweden mit Noelli geschlossen hat für den Unterricht des schwedischen Hosmusikus Salomoni vom Jahre 1779, und das Dankschreiben vom 80. September 1788. in den Kabinettsakten in Kopie vorhanden. Par ordre de sa Majeste le Roi de Suede, Moi Adolph de faire pour son eleve, 1a quelle somme sera assigne a Im oü a ses ordres en quatre quartiers par parties egales. 4. En quittant son Eleve Mr. Noelli aura ä esperer une recompense en faveur de sa peine. .,jr Le present engagement aura meme force et valeur que s'il etoit passe par devant Notaire, fait double et signe, Stockholm le 9 Döcembre 1779. Adolph Friedrich Bffrnekow. Kopie: (L. 8.) Stockholm, le 30. Sept. 1783. Monsieur. Le Roi a requ la lettre, gue vous lui avez adressee, au sujet de votre el&ve Salomonie, et c cst par ordre de S. M. que j ai Charge M. le Baron de Klinkowsholn, President au tribunal de Wismar, de vous faire parvenir mie holte dor. dont il a parle a 8. M. de vous gratifier, et qui Vous sera plutot un souvenir du plaisir que vous Lui avez fait vous meine, qu un garant de celui que votre eleve a pu faire. Je suis tres parfaitement Monsieur votre tr&s humble servilem de Libet. Milche Friedhöfe. Von G. B i e n e ck. w Aus dem alten Iudenfriedhof. Aus dem Werke „Die österr.-Ungar. Monarchie in^Wort und Bild". Beides ist ie stimmungsvoll wirken doch alte Friedhöfe! Und wohl nirgendswo mehr wie gerade auf diesen Stätten ergreift einen leise Wehmut, und die rasche Vergänglichkeit aller irdischen Dinge kommt einem zum Bewußtsein. Ist es nicht wie eine Mahnung, daß wir unser leibliches wie geistiges Gut im weisen Bann halten sollen? Richtig, vernunftgemäß zu leben, ist eben auch eine Kunst, und wohl dem, der sie versteht! Da ist im Norden unserer Reichshauptstadt ein an der lebhaften, so verkehrsreichen Schönhauser Allee gelegener Mors Imperator geweihter Garten, der manche Größe der Kunst und Wissenschaft birgt. Frederic Baron de Barnckow, Chambellan du Roi et Directeur de ses spectacles, je reconnois avoir engage Mr. Noelli, Musicien de la Chambre de S. A. S. de Duc de Meclenbourg Suerin, pour apprendre au Dr. Salomoni, Musicien ordinair de la Chapelle du Roi, ä jouer le Pantaleon aux conditions suivantes: 1. Mr. Noelli apprenda au bout de deux ans au Dr. Salomoni ä toucher le Pantaleon et il n’epargnera rien de son talent pour rendre son Eleve aussi habile, qu’il lui sera possible. 2. Pendant ces deux ans Mr. Noelli sera en meme temps oblige de donner ä Salomoni la nourriture, logement, lumiere, cliauffage, blanchissage et d’autres necessites. 3. 11 aura par an la somme de deux cents Ducats d’Hollande en payement pour les depenses, qu’il sera, oblige Indem man die vielen wohlgepflegten Wege der weit aus-; gedehnten Stätte durchwandelt, über Vergangenes reflektie-; rend, gelangt man, an der nordöstlichen Mauer entlang i gehend, zu einem Erbbegräbnis, dessen weiße Marmorplatten! einem entgegenschimmern. Hier ruht der Größten einer: Gia-! como Meyerbeer! Am 2. Mai 1864 hauchte der iveltberühmte j Meister seine Seele aus. Das.Erbbegräbnis birgt auch den : jüngsten Bruder des Komponisten, Michael, den 1833 in : München verstorbenen Dramatiker (Autor des „Struen-! fee" und des „Paria"). Von anderen hervor-! ragenden Männern aus den Gebieten von Kunst und j Wissenschaft findet man hier den Geheimen Kom- : merzienrat Gerson v. Bleichröder (gestorben 1893), den Poli-; tiker Ludwig Löwe (gestorben 1896), eine prächtige, mehrere

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