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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1917-05-25 · Heft 21 (25.5.1917) · p. Seite 246

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
81 (1917)
Issue
Heft 21 (25.5.1917)
Date
1917-05-25
Page
Seite 246 (sequence 6)
Language
German
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246 -— '■.’-V Zitaten, mit denen er gern gelegentlich Plaudereien würzte. Aber in seinen Reden in der Stadtverordnetenversammlung vermied er alles Beiwerk, dort sollte nicht die Redekunst, sondern allein der Gedankeninhalt überzeugen. Es ist nicht zuviel behauptet, wenn seine letzte, überaus erfolgreiche Rede, die er am 26. März d I. zugunsten des Erwerbes von Kohlenfeldern durch die Stadt Berlin hielt, irt einen gewissen ursächlichen Zusammenhang mit seinem jähen Heimgang vom ■'28. März gebracht wird. Der einfache Mann hatte sich allen Ehrungen entziehen wollen, die er für seinen 70. Geburtstag, zum 23. März, voraussah. Aber sie blieben nicht aus. Zahl und Art der Gratulanten erfüllten den Jubilar mit Freude 26. März. d. I. in packenden, überzeugenden Ausführungen die Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung zürn Ankauf von Kohlenfeldern. Mit großer Befriedigung kehrte er am späten Abend zur besorgten Gattin heim und zwei Tage später siel er auf der Straße, wenige Häuser von seinem traulichen Heim entfernt, einem vorübergehenden Offizier entseeli in die Arme. . ■ ] . : So hatte er das biblische Alter erreicht, sah die Ernte seines Lebens und stand doch noch auf der Höhe des Wirkens. Was die Stadtverwaltung verliert, hat an feinem Grabe Berlins Oberbürgermeister Exzellenz Wermuth gewürdigt. Aber die Barmherzigkeit, mit der Leopold Jacobi soviel Stadtverordneter Leopold Jacobi, geb. 23. März J847, gest. 28. März 1917. und Stolz und ließen seine bescheidene Seele in der Erkenntnis erzittern,. daß er ein „Wohlgefallen" der Menschen geworden war. ' In tiefer Erregung erhob er sich an der Familientafel und legte sein Bekenntnis zum Judentum und zum. unerschütterten Vertrauen in den Aufstieg der Menschheit ab; er sei beim Kriegsausbruch fassungslos gewesen, aber er habe sich zu dem Glauben durchgerungen, daß die gesunde Kraft des deutschen Volkes sich und seine geistige Höhe siegreich behaupten, daß sie auch den schmählichen Antisemitismus zertreten wird und daß die furchtbaren Blutopfer reinigend wirken, den sittlichen Ernst und das Verantwortungsgefühl aller einzelnen vertiefen werden. Neben dieser seelischen Erregung stürmte auf ihn die Sorge um die dauernde Sicherstellung der kohlenbedürftigen Betriebe Berlins ein. Unter Ueberwindung bedeutungsvoller Widerstände errang er am Tränen trocknete, ohne daß die Oeffentlichkeit etwas erfuhr, setzt ihm ein dauerndes Denkmal im Herzen seiner Mitbürger. Seine Gesinnung kommt so recht in seinem Testame»: zum Ausdruck, in welchem er nach sehr zahlreichen wohltätigen Vermächtnissen seiner gleichgesinnten Gattin ans Herz legt, den Ueberfluß ihres Einkommens nicht zur Vermehrung des eigenen Vermögens zu verwenden, sondern ihn ganz „der notleidenden Menschheit und der Förderung ewiger Kulturwerte" zu widmen. Was hier in dieser Zeitschrift am 26. Juli 1897 der Deutsche Rabbinerverband als Pflicht eines jeden Juden verkündete, dem Vaterlande mit aller Hingebung, mit ganzem Herzen, mit allen Kräften zu dienen, das hat Leopold Jacobi erfüllt, treu seinem Glauben, treu fernem Hause, treu seinem Vaterlande. fl 7 „Pi hör der 1" ötef 28. Hin daß toni nrel >vir der klär Der mit stä »an Her Heil der Bro Ver ..bri (Ml Wo 5 der schri ..Br El i deui der C dies des lag ..Br >>er, »nt, es 0 ihm fürd dein 26, ' Nack war

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