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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1916-08-04 · Heft 31 (4.8.1916) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
80 (1916)
Issue
Heft 31 (4.8.1916)
Date
1916-08-04
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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Berlin, 4. August 1916 gesenkte: rerin de: stand der sen, die: ihn zun t vor mi: iebe. I: er sein: folgt.) nbct in 3S by V. Cincinna i , Rabbint: urt a. M . stik de >en. (Be; )r. Brun- 1915, Hedas ganchen dur« i lger (Gegen. 2. Hef klung aun n in Ver )biner T oas Nach : Schrifte i es Orden lg C. Bon ralvereir? s Centra n SW 6 , Anfänge dentlicheu » Bildung .6, Verlt s N. Nettk IV. Iah i 1916, i n von Leine Kor rfeld 191 Weltkrieg r israelit Mai 191» Rabbine Erklärung genommen enn ihm» j f t io n. 0. Jahrgang Nr. 31 Der Gemeindebote. %eflagt zur „Allgemeinen Zeitung des JubrntmuK". Korrrlpmdm?m und Aachrichtrn. Seutlchlsnd. Berlin, 1. August. Herr Kommerzienrat Hermann lamberg feierte, wie schon gemeldet, am 26. vorigen Monats einen 70. Geburtstag. Aus diesem Anlaß wurden ihm zahlreiche hrungen zuteil. Auf seiner Besitzung Hubertushöhe am Storkower -ee hatten sich Abordnungen aus Berlin und den Vororten empfunden. Der Vorsitzende des Vorstandes des Vereins deutscher?amen- und Mädchenmäntelfabrikanten, Herr Lamm, überbrachte ine Ehrengabe dieses Verbandes. Stadtverordneter Liebenow ratulierte namens der Fraktion der Linken, Kommerzienrat Feuer lamens des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller und des (entralausschusses. Professor L a n g st e i n erschien im Aufträge des (aiserin-Auguste-Viktoria-Hauses zur Bekämpfung der Säuglingsierblichkeit. Für den Gläubigerschutzverband überbrachte Kommerienrat Simon die Glückwünsche. Brandinspektor Becker, der mit >em Brandmeister Tamm von der Berliner Feuerwehr erschienen var, überbrachte die Glückwünsche seines Korps und dankte dem Jubilar für seine Tätigkeit im Interesse des Genesungsheims und mderer Wohltätigkeitseinrichtungen der Feuerwehr. Telegraphische Glückwünsche waren in sehr großer Zahl eingegangen, darunter vom Reichstagspräsidenten K a e m p f, Oberbürgermeister W e r m u t h, Bürgermeister Dr. R e i ck e, Stadtverordnetenvorteher Michelet, General v. Falkenhahn vom Gouvernement Brüssel, von Stadträten und Stadtverordneten von Berlin, bekannten laufleuten und Industriellen und von einer großen Zahl von Wohl- -iitigkeitsanstalten. Herr Kommerzienrat Bamberg hat an seinem Geburtstag das Eiserne Kreuz am schwarzweißen Band erhalten. 2/3 Berlin, 1. August. Der Verband jüdischer 1 r a u en für K u lt u r arbei t in Palästin a veröffentlicht nnen Bericht für das Kriegsjahr 1915. Wie alle in Palästina arbeitenden Organisationen hat auch der Verband im abgelausenen gahre schwer um seine Existenz zu kämpfen gehabt. Der Spitzenoerlaus ist von 16 483 Mark im Jahre 1914 aus 6700 Mark im gahre 1915 gesunken. Teils kam keine Ware aus Palästina, teils war die Nachfrage nach Luxusartikeln gering. Die Mitgliederriträge brachten in den Jahren 1914 und 1915 zusammen nur o viel, wie das Friedensjahr 1913 allein. Dazu kommt der schlechte Imwechslungskurs in Palästina, der enorme Verluste verursacht. Dadurch geriet die landwirtschaftliche Farm des Verbandes, die mit einem sehr stark verkleinerten Budget arbeiten mußte, in eine chlimme Situation und es mußten Sammlungen in die Wege geleitet werden, um das Schließen dieser so segensreich wirkenden Institution zu vermeiden. Der Verband wandte sich darum um Hilfe nach Amerika, doch steht die Antwort von dort noch aus. Die Summen, die bis jetzt von den Vertrauensdamen in Deutschland und Oesterreich-Ungarn für den Zweck aufgebracht wurden, haben glücklicherweise die akute Gefahr abgewendet und die Hoffnung auf ein Durchhalten gestärkt. Immerhin sind weitere Anstrengungen dringend notwendig, da die lange Dauer des Krieges erhöhte Anforderungen stellt. Die Spitzen ateliers arbeiten gut und wirken in dieser Zeit segensreicher denn je. Auch sind die Spitzenmuster viel schöner und mannigfaltiger geworden als früher. Das Bureau, des Verbandes befindet sich nach wie vor in Berlin, Bureauhaus Börse, Burgstraße 27, Bureau 22. Daselbst sind auch die Spitzen zu haben. Etwaige Geldsendungen sind zu richten an das Bankhaus Hehmann u. Co., Berlin. Postscheckkonto 7645. Berlin, 1. August. Das Eiserne Kreuz zweiter Klasse erhielten: Dr. Benno Friedländer (zurzeit Chef eines Lazaretts in Straßburg i. E.), Bataillonsarzt S. Mansbacher, Felix Lippmann, Gefreiter Alex Jaffe, Landsturmmann Eduard Bloch, Vizewachtmeister Ernst L e v y, Unteroffizier d. L. Ludwig Ki rsch n er, Gefreiter Ludwig Koch mann, Gefreiter Dr. Ernst Hamburger, Veterinär Dr. Max Senft, Unteroffizier Walter Herzfeld, Stud. jur. Hans Friedmann, Einjähriger Kriegsfreiwilliger Unteroffizier Stud. jur. Herbert Schlesinger, Kurt Samter, Ernst Bruck, Vizewachtmeister und Osfiziersaspirant Ernst L e v y, Telegraphist Franz Cohn, Sohn des Sanitätsrats Dr. S. Cohn, Kriegsfreiwilliger Abiturient Gefreiter Felix Leyser, Musketier Erich Schragenheim, Armierungssoldat Paul Schreiber, Vizefeldwebel Stud. Phil. Bernhard K r a - k a u e r, Unterarzt Adolf Schlesinger, Bataillvnsarzt Dr. Julius Simon, Gefreiter Stud. Phil. Gabriel H u r w i tz, Sohn des Buchdruckereibesitzers Herrn M. Hurwitz in Firma H. Jtzkowski, Offiziersaspirant Kriegsfreiwilliger Referendar Fritz A s ch, Unteroffizier Max Goldberg, Johannes L eow y (Groß- Berlin). Die gleiche Auszeichnung erhielten: Landsturmmnnn Heinrich Maretzki (Ortelsburg, Ostpr.); Wehrmann Hugo Katz (Gießen); Unteroffizier D. Alt mann (Münster i. W.); Unteroffizier Louis Meyer (Stargard i. P.); Ersatzreservist Hugo Jaffe (Düsseldorf); Artur Simon (Rastenburg, Ostpr.); Gefreiter Karl Graf (Steinbach, Baden); Kriegsfreiwilliger Gefreiter Fritz Nordh e i m e r (N. - Marsberg in Westfalen); Stabsveterinär Max Loewenthal (Tapiau, Ostpr.); Oberveterinär Max Pleßner (Lübbenau); Unterarzt Siegfried Ohn st ein (Sommerfeld); Unteroffizier Emil Heilbronner (Jchenhausen); Vizewachtmeister Dr. Artur Ollendorf; Fritz Stoll (Breslau); Unteroffizier Max Kuropatwa (Osterode, Ostpr.); Oberapotheker Ernst Lindenmeher (Petershagen a. d. W.); Metzgermeister L. Levy; Landsturmmann Max Lennhos (Plettenberg in Westfalen); Musketier PH. Loeb (Roisdorf); Arnold Meier (Rosenheim); Unteroffizier Julius Rosenbaum (Fulda); Unteroffizier Max Kugelmann (Corbach); Unteroffizier Ernst Cohn (Lissa i. P.); Josef Translateur (Langendorf, Kreis Gleiwitz); Sanitätsfeldwebel Siegfried Freund (Jastrow); etatmäßiger Feldwebel Moritz Nußbaum, Sohn des Lehrers Herrn R. Nußbaum (Duisburg); Leutnant und Adjutant eines Staffelstabes Benno G e r st l e (Stuttgart); Leutnant Karl Aron, Sohn des Vorsitzenden des Nepräsentantenkollegiums Herrn Sanitätsral Dr. Aron (Neuwied). — Das Eiserne Kreuz erster Klasse erhielt: Leutnant Rudolf Mosse, Sohn des verstorbenen Mitinhabers der Firma Rudolf Mosse, Herrn Emil Mosse. W. Posen, 28. Juli. Im Rechnungsjahre 1916/17 kommen als Einkommensteuer für den Bezirk der Synagogengemeinde zu Posen 45 Prozent des Staatseinkommensteuersatzes zur Hebuug. Die Gemeinde zählt zweitausend steuerzahlende Mitglieder. Der geringste zur Hebung kommende Steuerbetrug ist auf 1 Mark jährlich festgesetzt. In den übrigen Gemeinden unserer Provinz werden viel höhere Steuerbeträge in Ansatz gebracht. — Eine feierliche Trauerkundgebung fand am 19. Juli auf dem hiesigen israelitischen Friedhose anläßlich der Beerdigung der Ehefrau Berta Lauser geborene Frost, Gattin des Lehrers Herrn Lauser in Jarotschin, statt. Ein großes Trauergefolge von hier, darunter viele Lehrer und Bürger der Stadt Jarotschin, gab der Dahingeschiedenen das letzte Geleit. Beide Söhne, die im Felde stehen, kamen, beurlaubt, ihre Kindespslicht gegen die liebende Mutter zu beweisen. In der Friedhofshalle, die gedrängt voll war, sprach Herr Gemeinderabbiner Dr. Heppner aus Koschmin. Redner schilderte das mustergültige Walten der Entschlafenen, wie sie unermüdlich tätig als Vorstandsmitglied des Israelitischen Frauen- und Jungfrauenvereins sich gezeigt und in der Erziehung ihrer Kinder sich als wahrhaft jüdische Frau und Mutter bewährt habe. — Der hier verstorbene frühere Brauereibesitzer Kommerzienrat Hugger hat 500 000 Mark zur Errichtung einer „Kommerzienrat-JosePh-Hugger-Stiftung" vermacht. In dem Bürgerstift sollen bedürftige Einwohner der Stadt Posen ohne Unterschied der Konfession und Nationalität Unterkunft finden. Möge das hier gegebene Beispiel noch weitere Nachahmung bei begüterten Mitbürgern finden! W. Wolfenbttttel, 28. Juli. Durch den plötzlichen Tod des Herrn Professors Louis Graetz hat die hiesige jüdische Gemeinde einen schweren, unersetzlichen Verlust erlitten. Fast 14 Jahre lang

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