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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1916-06-23 · Heft 25 (23.6.1916) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
80 (1916)
Issue
Heft 25 (23.6.1916)
Date
1916-06-23
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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Berlin, 23. Juni 1916 ntiker irochenen Wunderhe über- : Reihenrentlichen Quellen, m bringt r Philo Gesetzcung des ltos. 4, 27 ) Moses Vergleich rner die Tod des 'IX, 8, 2. ld, bieten )ämonenstaments. hin auf : Judenw e i g. et in m der tellt von Aus der Heraus nuck von ^phischen x lenken, „Großen S. 162 mgnetta. und aus )luß des llso von Zu sein verlegter Schrift- Hängen, lung gegewisser ssenschaft n Werke läge des es Weltzenannte machen, hr oder nid darf t in die mZlg. " Der Gemeindevote. Beilage zur „Allgrmrluen Teilung des Judentums". KorrrlpMdrnrm und Mchrichtrn. Seutlchlsnd. Berlin, 20. Juni. Dem soeben erschienenen Bericht über das Jüdische K i n d e r - G e n e s u n g s h e i m Berlin (Lolbad Elmen) E. V. für die Jahre 1911 bis 1915 einschließlich entnehmen wir folgende Mitteilungen: Bei Beginn des Krieges wurde das Heim vaterländischen Diensten zur Verfügung gestellt; es hat als LaZaret fast ein Jahr lang behördliche Verwendung gefunden und wurde dem Verein unter Ausdruck des Dankes Ende Juni 1915 von der Behörde zurückgegeben. Seitdem dient es wieder seinen eigentlichen Zwecken. Der bei der Gründung des Heims maßgebende Grundgedanke, unbemittelten, schwächlichen Kindern der Berliner Gemeinde die Wohltat eines stärkenden Aufenthaltes in frischer, gesunder Luft, verbunden mit Solbädern und dem Gebrauch der Heilquellen, angedeihen zu lassen, gilt nach wie vor als Leitstern seines Wirkens. Der Verein kann mit freudiger Genugtuung bestätigen, daß er bei seinen Pfleglingen zur Erhaltung und Festigung der Gesundheit wesentlich beigetragen hat. Die Aufnahmen erfolgen während des ganzen Jahres, auch im Winter, weil durch dessen Härten arme Kinder besonders betroffen werden, und auch die Winterkuren heilkräftigste Wirkung zeitigen. Seit Bestehen des Heimes sind nahezu 3000 Kinder in demselben ausgenommen und mit bestem Erfolge gepflegt worden. Die gute Wirkung des Aufenthaltes in Elmen vermehrt dauernd die Anzahl derer, die für ihre Kinder Berücksichtigung erstreben. Da bei Begründung des Heims auf eine räumliche Erweiterung Bedacht genommen worden ist, so würde deren Ausführung keine Schwierigkeiten bereiten, sofern edle Wohltäter sich bereit fänden, dem Verein durch Jahresbeiträge, Stiftungen und Geschenke neue Mittel zuzuführen und in ihren Kreisen für seine Bestrebungen Teilnahme zu erwecken. Es wird im Bericht darauf hingewiesen, daß das, was der Verein leistet, er keinerlei behördlichem Zuschuß verdankt, sondern lediglich den edlen Spendern, die ihm Stiftungen und Geschenke zuwenden, den jährliche Beiträge leistenden Mitgliedern des Vereins und den Mitgliedern, die durch einmalige Zahlung von 300 Mark die immerwährende Mitgliedschaft erwerben. Ganz besonders dankbar wäre der Verein für Zuwendung von Legaten, wie sie ihm in dem Berichtsjahre u. a. von Frau Kommerzienrat Gustav Ai a n h e i m e r im Andenken an ihren verstorbenen Gatten und von Frau Julie Neumann s. A. gestiftet worden sind. Die alljährlichen Erträgnisse des mit ihm vereinigten „K i n d e r - S p a r v e r e i n s", dessen Vorstand und Ehrendamen-Kollegium unter Vorsitz der Frau Eäcilie Friedlünder dauernd bestrebt sind, den Interessentenkreis zu erweitern, verpflichten den Verein, wie im Bericht besonders betont wird, zu größtem Dank. Diese Vereinigung hat die Leistungen des Jüdischen Kinder-Genesungsheims Berlin wesentlich gefördert, und wenn auch die gegenwärtigen Verhältnisse die Erträgnisse aus den Sparbüchsen gemindert haben, so ist doch zu hoffen, daß es den Ehrendamen, die sich mit regstem Eifer der Unterbringung und dem Einsammein widmen, gelingen wird, das Interesse für die Spenden in den Sparkästchen bei alt und jung wesentlich zu fördern. In den Berichtsjahren gingen dern Verein aus den Erträgnissen dieser Sparkästchen zu: 1911: 8004,38 Mark, 1912: 7942,10 Mark, 1913: 7541,30 Mark, 1914: 7028,04 Mark, 1915: 5467 Mark. Die bisherigen Räumlichkeiten und Einrichtungen des Heims ermöglichen, nur 34 Kinder ans einmal auszunehmen, ebensoviel und mehr Ablehnungen müssen aus Mangel an Mitteln zur Vergrößerung erfolgen. Im Jahre 1912 hat das Vorstandsmitglied Herr Geh. Sanitätsrat Dr. Boas, der seit Bestehen des Heims das Amt des Schriftführers bekleidete, aus Rücksicht auf sein vorgeschrittenes Alter sein Amt niedergelegt. An seiner Stelle hat das Amt des Schriftführers Herr Siegfried Sachs übernommen. An Stelle der Frau Simon in Magdeburg, die wegen anderweitiger Inanspruchnahme das Amt einer Ehrendame des Heims niedergelegt hat, ist Frau Melly Hey mann getreten. An Stelle der durch Tod ausgeschiedenen Frau Elise Reiß ist Frau Helene R e i ß als Ehrendame gewählt worden. Der seit Bestehen des Heims dem Vorstand angehörende Herr Salo Cassirer hat aus gesundheitlichen Rücksichten das Amt des Schatzmeisters niedergelegt und ist aus dem Vorstand ausgeschieden. Der Bericht spricht ihm für die stete Hilfsbereitschaft und fürsorgende Betätigung, die er dem Heim angedeihen ließ, den Dank des Vereins aus. An seine Stelle ist nun Herr Siegfried Jacob getreten, während das Beiratsmitglied Herr Eduard L e h w e ß als Pflegevater gewählt worden ist. Ihre Exzellenz Frau Staatsminister Sophie v. Bötticher steht dem Heim als Protektorin zur Seite und hat bei ihren Besuchen der Anstalt sich lobend über dieselbe ausgesprochen. Die Badedirektion von Elmen fördert die Bestrebungen des Vereins durch Verbilligung der Preise für Bäder, die Kgl. Eisenbahndirektion durch ermäßigte Fahrpreise, die untersuchenden Herren Aerzte durch ihre stete liebevolle Hilfsbereitschaft. Als einen äußerst schmerzlichen Verlust beklagt der Verein das Hinscheiden des Herrn Moritz Nt a n h e i m e r, der unter den vielen segensreichen Werken, die er im Verein mit seiner Gattin geschaffen, das Jüdische Kinder-Genesungsheim als sein Lieblingswerk betrachtet hat. Dem Andenken dieses edlen, hochherzigen Mannes wird im Bericht ein ehrender Nachruf gewidmet und zugleich der Beschluß des Vorstandes mitgeteilt, Frau Bert h a M a n h e i m e r zum „immerwahrenden Ehrenmitglied" zu ernennen. Gott gebe, so schließt der Bericht, daß sie noch viele Jahre in vollster Frische und Gesundheit erhalten bleiben, und daß es ihr vergönnt sein möge, wie bisher die Zwecke der mit dem Verewigten geschaffenen Humanitären Werke zu fördern. Berlin, 20. Juni. Das Eiserne Kreuz zweiter Klasse erhielten: Vizewachtmeister d. R. Georg D y r e n s u r t h , Oberapotheker Dr. Adolf Breslauer, Leutnant d. R. Referendar Felix S a m u e l, Unteroffizier Kaufmann Georg B l u m e n - h e i m , Bankbeamter Sanitätsoffizier Leopold K a r p , Offizierstellvertreter Felix F r i e d e n s o h n , Vizefeldwebel und Offizieraspirant Dr. Phil. Erich W u r m , Einjähriger Gefreiter David CoPer, Leutnant Kurt P f i n g st , Sohn des Herrn Louis Pfingst, Freiwilliger Pfleger Erich Friedlände r, Vizewachtmeister Reinhold Scholem (Groß-Berlin). Die gleiche Auszeichnung erhielten: Direktor Hofrat Dr. Alfred Zucker (Dresden), Gerichtsassessor P r e u ß (Deutsch-Krone), Unteroffizier Joseph S p e t e r (Briefen, Westpreußen), Pionier Max A r o n (Graudenz), Vizefeldwebel d. R. Eurt B r a n n (Breslau), Gefreiter Rechtsanwalt Dr. W a s s e r - mann, Leutnant Fritz K u p f e r b e r g (Chemnitz), Leutnant Fabrikbesitzer Oscar Schloß (Dresden), Spezialarzt Dr. Lilienstein, Negierungsbauführer Vizewachtmeister d. R. Erich K e m - Pinski, Unteroffizier Erwin Keibel (Hamburg), Kriegsfreiwilliger Gefreiter M. C o s s e n (Norden), Dr. Adolf H e y m a n n , Pionier Rindskopf (Steele), Pionier Moritz Wetterhahn (Nieder-Wesel in Hessen), Gefreiter Lehrer I. Jonas (Marburg), Unteroffizier Walter I u n g (Konstanz), Unteroffizier M. S t e r n (Homburg, Oberhessen), Landsturmmanu Max Len n hoff (Plettenberg i. W.), Stabsveterinär A. S t r a u ß (Dortmund), Feldlazarettinspektor E. Schloß (Haßfurt a. R.), Osfizierstellvertreter Albert Stein (Worms), Unteroffizier Max K nrop a tw a (Osterode, Ostpreußen), Tetephontruppsührer Gefreiter Albert Cohn (Argenau), Vizefeldwebel S. Rosenberg (Frankfurt a. M.), Jacob E h r e n r e i ch , Sohn des Lehrers Ehrenreich in Langenselbold, Ersatzreservist Joseph Hirsch (Hillersheim), Vizewachtmeister Rechtsanwalt Jakob Fischer, Musketier Richard B a s ch w i tz , Georg Freund, Feldwebelleutnant Karl G e r st e l, Lazarettinspektor Arthur Wiener (Breslau). — Königsberg i. Pr., 16. Juni. Das Israelitische Waisenhaus für St a dt und Provinz hielt seine Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende Stadtrat Professor L a s s a r - Cohn erstattete den Verwaltungsbericht über das abgelaufene Jahr und gedachte dabei in besonderer Weise des im letzten Jahre verstorbenen verdienstvollen Vorstandsmi tgliedes Selmar Mathias

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