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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1916-06-16 · Heft 24 (16.6.1916) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
80 (1916)
Issue
Heft 24 (16.6.1916)
Date
1916-06-16
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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SO. Jahrgang Nr. 24 Berlin, 16. Juni 1916 e, als sich ier genug, -Pionieren chten eine iiacheplan ie er nnimulikof/' em Nachherrlichen n. Mich gar nicht folgt.) rrdet in i e r 11 ti g. e r. 1910. i, erstattet Juni 1910. Druck von nstraße 11. Studien rl Georgi, r jüdischs 5075 zn rei bemüht. lttionellen o r d e n " nne ganze i zulässig jsten ohne 4. B. m. sir Stellen u n vor - lchtung ) e n. hebräische bars nur >iesen gel Stellen, , den die > lag er be- > tirzach" 5 a m u e l l s s o h n, nter schied :ach" mit asser mit erholt in ibertreten iege, das und darf >en. t i o n. 0, Neue Der Gemeindebote. tveilsxe zur „Allsrmelnrn Leitung deK Judentums". ikorrelpondrn-kn und Mchrichtrn. SeutlchlsnL. g/a Berlin, 13. Juni. Die von dem verstorbenen Geheimen Medizinalrat Professor Tr. Joseph Meyer bei der hiesigen Technischen Hochschule begründete I u l i u s - A d e l h e i d - S t i s t u n g trat für das Kalenderjahr 1917 ein Stipendium im Betrage von '40 Mark an einen talentvollen, würdigen und bedürftigen studierenden des B a u f a ch s j ü d i s ch en Glaubens zu 'ergeben. Geeignete Bewerber werden aufgefordert, ihre Gesuche bis zum 15. Juli an das Kuratorium genannter Stiftung zu Händen des Professors Dr. Kali scher, Berlin W15, Konstanzer Straße 1, einzureichen und ihnen einen kurzen Lebenslauf, eine Urkunde, das; Bewerber jüdischen Glaubens ist, ein Bedür-ftigkeitsattest, ein Führungsattest von der Technischen Hochschule und ein 2 tu d i en zeu gn is be iz u fü geu. — Berlin, 13. Juni. Auf dem jüdischen Friedhof in Weißensee wurde gestern mittag der dahingeschiedene Direktor des Gebrüder Herrnfeld-Theaters, D o n a t Herrnfeld, zur ewigen Ruhe bestattet. Eine tausendköpfige Menge hatte sich eingefnnden, um ihm, der so vielen ein Vierteljahrhundert hindurch Frohsinn gespendet, die letzte Ehre zu erweisen. In der großen Gebethalle!var der Sarg ausgebahrt, inmitten einer überaus reichen Fülle oon Blnmengaben. In der dort versammelten Trauergemeinde sah man viel bekannte Gesichter, besonders aus den Kreisen des Gariotos, und den Vorstand des Internationalen Verbandes der Variötadirektoren. Auch der Vorstand des Berliner Ungarischen Vereins war erschienen. Die Gedächtnisrede hielt Rabbiner Tr. Weiße. Ihm folgten mit Nachrufen unter anderen dir Herren P o l l a k für das Personal des Herrnfeld-Theaters und Leo Herzberg für den Artistenverband. Sie alle gedachten der vielen frohen Stunden, die Donat Herrnfeld den Berlinern so oft bereitet habe, und vergaßen nicht, neben dem Direktor und Antor auch dem Menschen Donat warme Anerkennung zu spenden. Berlin, 13. Juni. Das Eiserne Kreuz zweiter Klasse erhielten: Einjähriger Hugo Rosenthal, Kriegsfreiwilliger Gefreiter Stud. jnr. Heinrich Liebrecht, Rechtsanwalt Friß E o h n , Feld- und Bataillonsarzt Dr. Franz Engel, Gefreiter Audolf Heinrich, Offizierstellvertreter Leopold G a l l a n d, Tffizierstellvertreter Hugo L e v i , Bataillonsarzt Dr. E. P i n c z o - w e r (Berlin-Tempelhof), Bizefeldwebel Julius I s r a e l , Abwilungsarzt Dr. Otto K r o n h e,i m , Offizierstellvertreter Paul Arnsberg, Kaufmann Adolf Ascher, Gefreiter Rudolf Hirsch, Feldarzt Dr. M. M a r k u s, Gefreiter Hermann M o s e r , Gefreiter Friedrich Moser, Zivilarzt Dr. W e-r ncr, Tberapotheter Mar Ritter (Groß-Berlin). Die gleiche Auszeichnung erhielten: Kriegsfreiwilliger Unteroffizier Günther Rosen- Verg (Stettin), Unteroffizier Leonhard Bernstein (Krefeld), Gefreiter Fritz Kauf m a n n (Breslau), Gefreiter Jacob G o l d - ' ch m i d t (Hamburg), Dr. Berthold B a ch r a ch (Frankfurt a. M.), Hohn L e v y (Braunschweig), Musikstudierender Paul O l l e n d o r f Barmen), Vizewachtmeister und Osfizierafpirant Edwin Schwer- 'enz (Hohensalza), Unterarzt Albert M e y e n st e i n (Leipzig- Gohlis), Gefreiter Arnold E o h n (Argenan), Bataillonsarzt Arthur Philippsborn (Nowawes), Direktor Alfred Fe i st - B el m o n t (Frankfurt a. M.), Feldarzt Dr. Leo L u b i n s k i (Posen), Kriegsfreiwilliger Unteroffizier Georg H e r p e (Kolmar i. P.), Unteroffizier David Steinitz (Breslau), Lberarzt Dr. Julius Löben st ein und Unteroffizier Alfred Vach (Düsseldorf), Vizefeldwebel Harry Stein (Dortmund), Vizelvachtmeister Referendar Wilhelm H e r z , Vizefeldwebel Friedrich M i ch e l, Leonhard G. K a u f m a n n , Leutnant Erich E l i e l lKöln), Offizierstellvertreter Siegmund Hesse (Hagen i. W.), Sanitäter Arno M i s ch k o w s k y (Halberstadt), Feldmagazininspektor Kurt Brisch (Königsberg i. Pr.). Oberarzt Dr. Marcel Meyer (Saarburg), Sohn des Kreisarztes Dr. Michel Meyer in Metz, erhielt das Eiserne Kreuz erster Klasse. Bon den noch im Felde befindlichen sechs Söhnen des Rittergutsbesitzers L. Ca min er zu Charlottenburg, Kursürstendamm 61, sind der älteste Sohn, der als Leutnant, und der fünfte Sohn, der als Feldunterarzt sich im Osten befindet, mit dem Eisernen Kreuz Zweiter Klasse ausgezeichnet worden. Ersterer hat auch das Bayerische Verdienstkreuz mit Schwertern erhalten. 0. V. Rastenbrrrg, 9. Juni. Bei herrlichstem Sommerwetter, strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel fand, wie bereits mitgetoilt, am 28. v. M. die Einweihung der neu erbauten Synagoge statt. Zahlreich waren die eingeladenen Gäste erschienen. Als Vertreter der königlichen Negierung Regierungspräsident Dr. G r a m s ch , ferner Landrat Freiherr v. I n n - und z u K nyp - h a u s e n , Bürgermeister P i e p e r , die Vertreter der hiesigen Militär- und Zivitbehörden, Körperschaften, Geistlichkeit und Schulen und anderer Synagogengemeinden der Provinz. Am Hauptportal überreichte Regierungsbaumeister a. D. Kirstein mit einer kernigen Ansprache dem Borsteher der hiesigen Gemeinde, Herrn Stadtrat Max I a r u s l a w s k Y, den goldenen Schlüssel, den dieser übernahm und dann die erschienenen Ehrengäste und Gäste, insbesondere Herrn Regierungspräsidenten Dr. Gramsch, mit etwa folgenden Worten begrüßte: Hochverehrter Herr Regierungspräsident! Sehr geehrte Festversammlung! Zu einer Zeit des gewaltigsten Ringens um das Schicksal von Völkern hat sich am heutigen Tage hier eine Gemeinde versammelt, um sich einer Stunde inneren Friedens hinzugeben, zur Weihe eines Gotteshauses. Als zu Beginn des Krieges die Russenflnt unser gesegnetes Ostpreußen zu vernichten drohte und bereits den Boden, auf dem wir heute stehen, überschwemmt hatte, dachte wohl niemand, dem die Schaffung eines würdigen Gotteshauses für die jüdische Gemeinde Rastenbnrgs Herzenssache war, daß wir in dieser schweren Zeit den Bau der Vollendung entgegenführen werden. Mit um so freudigerer Dankbarkeit, aber auch bewegteren Herzens habe ich soeben den Schlüssel zu der Tempel- Pforte aus der Hand des Bauleiters, Herrn Regiernngsbanmeister Kirstein, empfangen unb Ihnen an erster Stelle, geehrter Herr Baumeister, drücke ich namens der jüdischen Gemeinde den wärmsten Dank dafür aus, daß Sie in unermüdlichem Eifer den schönen Ban, der nun vor uns steht, bis zu seiner Bollendung gefördert haben. Daun aber gebührt auch allen denjenigen, die an der Fertigstellung des Gotteshauses, ein jeder für sich, so reichen Anteil haben, der herzlichste und aufrichtigste Dank der Gemeinde, den ich hiermit allen Bauausführenden abstatte. Wenn ich jetzt Ihnen, hochverehrter Herr Regierungspräsident, den Schlüssel überreiche, mit der Bitte, die Eingangspforte zu der Stätte, die nunmehr die Weihe empfangen soll und die dem Schutze des allmächtigen Gottes empfohlen wird, zu öffnen, so richte ich ferner die innige Bitte an die hohe Staatsregierung und an die Stadt Nastenburg, sie mögen das Gotteshaus, ein Symbol des Friedens, auch in ihre Obhut nehmen und ihm reichen Schutz für alle Zukunft angedeihen lassen. Regierungspräsident Dr. Gramsch erwiderte unter anderem: „In einem Völkerringen, wie es die Welt noch nie gesehen, ist hier ein Friedenswerk geschaffen worden. Nur der unerschütterliche Glaube an die Unbesiegbarkeit unserer Heere konnte dieses Werk gedeihen lassen in einer Stadt, über die der Krieg hinweggebraust ist. Mit größter Opferwilligkeit haben die Mitglieder der Gemeinde au diesem Friedenswerk mitgeholfen. Stolz können in späteren Zeiten die Nachkommen ans das sein, was ihre Ahnen in der Kriegszeit geschaffen haben. Opfermut und Glauben in dieser schweren Zeit, ihn haben die Mitglieder dieser Gemeinde gehabt." Mit den Worten des königlichen Sängers im 20. Psalm: „Herr, ich habe lieb die Stätte dieses Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnet", schloß Regierungspräsident Tr. G r a m s ch und übergab den Schlüssel Herrn Bürgermeister Pieper, als dem Vertreter der Stadt Nastenburg, welche dieses Gotteshaus in ihren Schutz nimmt. - Bürgermeister Pieper führte ans: „Werte Festteilnehmer! Dies ist die Pforte des Ewigen, und die Gott ernstlich suchen, gehen da hinein." Das ist die ungefähre Verdeutschung der betreffenden Inschrift über dieser

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