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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1916-05-12 · Heft 19 (12.5.1916) · p. Seite 3

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
80 (1916)
Issue
Heft 19 (12.5.1916)
Date
1916-05-12
Page
Seite 3 (sequence 15)
Language
German
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3 ssachfestes gen Kanmenlager zene teil- ^ellt, daß Hinsicht cksfreiheit schirr ge- > für die n Gottesenen für inen von der auf jüdischen 'er Stelle t Grafen t gedankt, israe nen ihrer llooPs, ermahnte ich selbst, vermögen, rder aus. rng von idarbeitsllose und Zause des ivon ab- Ut ©($(11! zu bester nauigkeit , daß die ine Rück- > ist. Die >n, wenn in Dinge Maschen, ehr. und l, Unterdeit wird ustertuch, lieder zu ende am ^wischenwerden % Schulznte Nut n einige', gte Der on Blut -?en Rab Stellung izn treten lern, dende Ein ne Unan aedenhei en Maß lchtungen einzuver schuß der ständigell mats und dagegen geheimer mit den erung n w e n - l Verun- Magentung hin sind bereits aussichtsreiche Versuche in die Wege geleitet. Es dürfte wohl auch kein Zweifel darüber obwalten, daß in einer Zeit, in der auf dem Gebiete der Lebensmittelstreckung so viel erfunden und organisiert wird, auch diese Versuche zu einem befriedigenden Ergebnis führen. Nach Lage der Dinge dürfte es auch in Zukunst ausgeschlossen sein, daß Anregungen bezüglich Erlasses eines Schächtverbotes jemals bei den obersten bayerischen Verwaltungsbehörden ein willfähriges Ohr finden. (Siehe auch 1. Korrespondenz Berlin. Die Red.) J. A. Nürnberg, 5. Mai.. Das Eiserne Kreuz erster K las s e e r h i e l t: der bayerische Pionierleutnant Ingenieur Hugo Marx, Sohn der Fabrikbesitzerswitwe Marx in Fürth. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielten: Landsturminfanterist Eduard Gärtner vom preußischen Neserveinfauterieregiment Nr. 48, Sohn des Privatiers Wraham Gärtner, Unteroffizier Siegfried Sill> ermann, Sohn der Kaufmannswitwe Panline Silbermann, Eeldlazarettinspekt-or Lothar Sch ö n b e r g, Sohn des Kaufmanns Bernhard Schönberg, Unteroffizier Ernst S >ch ü Iler, Sohn des Kaufmanns Julius Schüller, Assistenzarzt d. R. Dr. C o l l i n , Julius Reis, Vizefeldwebel und Ofsiziersaspirant. Sohu des Kaufmanns Adolf Reis (Nürnberg). Der letztere erhielt auch das bayerische Militärverdienstkreuz 2. Klasse. Dr. Julius Schmidt, Professor an der technischen Hochschule in Stuttgart, Leutnant bei der württembergischen ^andsturminfanterie. Den bayerischen M i l i t ä r v e r dien storden 4. Klasse erhielten: Rittmeister a. D. Martin Ran, Stabsarzt Dr. Josef Dessau er, Stabsarzt Julius Hechinger. D a s bah e r i sche M i l i t a r ve r d i en st k r e n z 3. Klasse erhielten: Unteroffizier Heinrich Kohn, Sohn des Hopfenhändlers Max Kohn, Kaufmann Robert Köhler, Vizewachimeister der Landau'hrartillerie. Die sächsische F r i e d r i ch - A n a u st - V e r - d i e n st m e d a i l l e e r h i e l t e n : Dizefeldwebel Juli ns M a i n z e r, Unteroffizier Dr. Heinrich Gärtner, Rabbinatskandidat und Religion slehrer in Dresden, Sohn des Herrn Abraham Gärtner in Nürnberg. Die türkische Rote-Halb mond-Medaille in Silber erhielt: der norwegische Konsul und Kommerzienrat Rotenoald (Nürnberg). Das österreichische Ehrenzeichen K l a s s e für Verdienste um das Rote Kreuzerhielt: schwedischer Konsul Hugo R e i Z e n st e i n (Nürnberg). Das bayerische Ludwigs-Kreuz erhielten: Fabrikbesitzer Stefan H o sma nn , Fabrikdirektor Dr. Adolf Cohen (Nürnberg), Fabrikbesitzer Meier B e n d i t, Kommerzienrat Adolf H e y m a n n , üommerzienrat Martin U l l m a n n (Fürth). Z um Major b e - 'ordert wurde der Rittmeister beim Train Otto Fechheimer, "abrikteilhaber in Nürnbera. — Der König von Bayern hat folgende Persönlichkeiten mit dem Ludwigs-Kreuz für Kriegs- Verdienst e ausgezeichnet: Amtsrichter Julius L o e s f l e r, vraktifcher Arzt Stabsarzt Dr. K a h n- , Oberstabsarzt Tr. Schild, Dr. Stein, praktischer Arzt, Dr. Krak e n - b erger, praktischer Arzt, Großkaufmann W. T u ch - :n ann , Kommerzienrat Wilhelm- Ritter v. G e r n g r o s , Rechtsanwalt Dr. D o r m i tz e r , Justizrat Dr. T e n t sch, Tuchiuindler Stark, Privatier Sahl m a nn, Oberavotheker d. L. H i r s ch h e i m e r (Nürnberg), Rittmeister d. L. S a h l m a n n , Dr. Silberschmidt, praktischer Arzt, Dr. Prager, Dr. Erlanger, Dr. Frank, praktischer Arzt, Dr. M a n n - Y e i m e r , praktischer Arzt, Frau Privatiere Berlin (Fürth). Oberstabsarzt Dr. Rosenthal (Aschaffenburg), Stabsarzt Dr. Rebitzer (Weiden), Rabbiner Dr. Eckstein (Bamberg), Oberi audesgerichtsrat Dr. H o m b e r g e r (Müncheil), Dr. Neu m e i e r . Staatsanwalt am Oberlandgericht (Augsburg), Oberstabsarzt Dr. Neu Häuser (Hof). M. A. ElÜepfeld, 5. Mai. Nach einem reichgesegneten, arbeits- 'rohen Leben starb hier nach längerem Leiden unser früherer Kantor! l n d R e l i g i o n s l e h r e r Herr Magnus Wehster u im :>J* Lebensjahre. Mit ihm ist ein wackerer Lehrer rmd altbewährter Borbeter, der ganzen Gemeinde ein lieber Freund, der Familie der aeste. Vater entrissen worden. Mehr als dreieinhalb Jahrzehnte hat Wetzstein in der hiesigen Gemeinde als Kantor und Religionslehrer gewirkt, nachdem er nach kurzer Amtsdauer im benachbarten Solingen nach hier übergesiedelt war. Was der wackere Heinigegangene unserer Gemeinde — den Alten und den Jungen - war, das weiß jeder zu würdigen, der den Werdegang unseres mit ihm zur Großgemeinde herangewachsenen jüdischen Gemeinwesens kennt; nennt man ihre besten Männer, so wird der Name Magnus Wetzstein nicht zuletzt genannt. Die Beerdigung fand am Sonntag, den 30. April, unter außerordentlichem Gefolge von nah und fern von der Leichenhalle des hiesigen Friedhofs aus statt. Herr Rabbiner Dr. Norden zeichnete in vortrefflichen Morten das Lebensbild des treuen Lehrers und sangeskundigen Vorbeters, der wahrhaft im Geiste der altjüdischen Auffassung als ein Schliach zi'bbur „als Vertreter der Gemeinde im Gotteshause" seines Amtes waltete. Der Ortskollege Herr Zivi rief dem Verstorbenen einen wehmütigen Abschiedsgrub zu, und Herr Hanptlehrer Fröhlich aus M.-Gtadbach dankte mit herzlichen Worten im Aufträge des Vereins israelitischer Lehrer der Rheinprovinz und Westfalens dem verklärten Amtsgenossen für das rege Interesse, das dieser stets dem Verein und seiner Unterstützungskasse in geradezu vorbildlicher Weise enta egengebracht habe. Wetzstein war auch lauge Jahre stellvertretendes Vorstandsmitglied des Vereins. Herr Rabbiner Dr. Anerbach, der seit Jahren hier im Ruhestände lebt, widmete in bewegten Worten seinem langjährigen treuen Mitarbeiter einen kurzen Abschiedsgruß. Nun ist er von uns gezogen, doch Glück und Liebe, die er im Leben so reichlich gespendet, folgen ihm nach; im ewigen Hause Gottes weilt er, der hier im irdischen Hause Gottes in frommer Pietät, vereinigt mit künstlerischer Schönheit, seine Gemeinde so oft in Andacht erhoben und getröstet hat. Sein Andenken wird in Segen fortwirken. <V3 Frankfurt a. M., 5. Mai. Der „D e it t f tf] 3 } r n € T i tische Gemeindebun d" veröffentlicht an dieser Stelle eine Notiz, in der vor der Errichtung von Waisenhäusern für die deutschen Kriegswaisen gewarnt und zugleich alle Freunde der Waiseufürsorge gebeten werden, ihre Geldmittel für die vom D. I. G. B. geplanten Fürsorgemaßregeln bereit zu halten. Da in der Veröffentlichnng auch der Name unserer Organisation genannt und diese hypothetisch mit dem Projekt des Krieaswaisenhauses in Verbindung gebracht wird, so sehen wir uns veranlaßt, folgendes zu erklären: 1. Der „Krieaswaisenfonds der Agudas Jisroel" soll —wie sich aus unserem Aufrufe mit voller Klarheit ergibt in allererster Reihe den unglücklichen Opfern des.Krieg.es in den vom Kriege betroffenen Ländern des O st e n s dienen. Für diese zu sorgen, konnte der D. I. G. V. schon mrf Grund seiner Satzungen niemals beabsichtigen. 2. Die Grundsätze der Waisenfürsorge, die der D. I. G. B. empfiehlt, sind im allgemeinen mich die unseriaen, und wir haben bereits vor Jahresfrist tn den vor Eröffnung unserer Sammlung mit den Regierungsbehörden gepflogenen Besprechungen erklärt, daß der Ban voll Waisenhäusern nicht beabsichtigt ist. 3. Alls dem Vorstehenden ergibt sich, daß der „Krieaswaisenfonds der Agudas Jisroel" in keinem Konkurrenzverhältnis zu der für später beabsichtigten Sammlung des D. I. G.B. steht. Trotzdem wird uns der D. I. G. B. jederzeit bereit finden, uns gegebenenfalls in denjenigen Punkten mit ihm zu verständigen, an denen etwa die beiderseitigen Fürsorgebestrebnngen sich künftig berühren werden. 4. Die interkonfessionelle, itntcr staatlicher Führung stehende „Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der im Krieae Gefallenen" ist an linserer Sammlung mit einem Prozentsatz beteiligt und wird selbstverständlich auch die Bedürfnisse der jüdischen Kriegswaisen in Deutschland gebührend berücksichtigen. In dieser Hinsichi wird also das Erträgnis unserer Sammlung mittelbar auch den Bestrebungen des D. I. G. B. selbst mit zugute komluen. Agudas I i s r o e l. Grstkrreich-Angsrn. Wien, 5. Mai. Der Kaiser hat den in den Adelsstand erhobenen Landtagsabgeordneten llnd Bürgermeister von Czernowitz Dr. S. v. W e iss e l b er g er am 20. v. M. in besonderer Audienz empfangen. Der Kaiser, der sich sichtlich der besten Gesundheit erfreut, zeigte das lebhafteste Interesse für die Vorgänge in Czernowitz während der Russeninvasion. Der Monarch erkundigte sich unter Allsdrücken loarmer Anteilnahme nach allen Einzelheiten der Verschleppung und der vierzehn Monate währenden Gefangenhaltung des Bürgermeisters in Rußland bzw. in Sibi rien und sprach seine Befriedigung sowohl über die gut-österreichische und mutige Haltullg des auf seinem Posten amsharrenden Stadtoberhauptes als auch über den bewährten Patriotismus der Bukowinaer Bevölkerung aus. Nach halbstündiger Audienz entließ der Kaiser Dr. v. W e i s s e l b e r g e r in huldvollster Weise. — llnter den: Nmnen „Jüdischer Nationalverein in Oesterreich" ist eine neue Organisation entstanden, die, „auf reichstreuer und volkstreuer demokratischer und sozialreformerifcher Grundlage" fußend.

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