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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1916-04-07 · Heft 14 (7.4.1916) · p. Seite 2

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
80 (1916)
Issue
Heft 14 (7.4.1916)
Date
1916-04-07
Page
Seite 2 (sequence 14)
Language
German
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2 i'tik' ordentliche Hanptversammtung statt, auf die wir die Ncitglieder hierdurch aufmerksam machen. $$$ Berlin, 4. April. Das Eiserne Kreuz zweiter Klasse erhielten: Unteroffizier Max E r d m a n n; Assistenzarzt Helix P e l t e s o h n; Bataillonsarzt Dr. F a ll; Unteroffizier Kurt Vallentin; Vizewachtmeister Malter Schlesinger; Jäger Max Jsraelski; Zahlmeisterstellvertreter Max ($ r unsseld; Unteroffizier Hugo Neumark; Rechtsanwalt Dr. Samolewitz; Sanitätsunterofsizier Siegfried Wolfs; Go rdefü silier Willi Marge» lies; Unteroffizier Martin Levy; Stabsarzt d. R. Dr. Ernst Partner; Referendar Martin W o l f s o i) u; Unteroffizier Stnd. med. Fritz E i s n e r; Feldivebelleutnant Eduard I a l o io itzki: Unteroffizier d. 91. Julilis B e n b i r; Erich B r a s ch : Leutnant d. R. Otto S e g a l l; Referendar Gerhard I a c o b y; Jachartillerist Herbert Schaul; Gefreiter Hermann P r ü f e r : Gefreiter d. R. Karl A b r a h a m; Kurt Hirschel, Angestellter der Firma F. V. Grünfeld; Ingenieur Felix I o a ch i m s s o h n; Reservist Wilh. B r a n d t: Kriegsfreiwilliger Unteroffizier Heinz Gold stein; Gefreiter Walter F rieb m a n n : Gefreiter Mar Gotthels; Kriegssreinnlliger Unteroffizier Ludwig Stein, Sohn des Kaufmanns Herrn Anton Stein; Unteroffizier Alfred I s a a c s o h n - Groß- Berlin. Die gleiche Auszeichnung erhielten: Vizefeldwebel Hans R i' p p i n (Görlitz): Kaufmann Richard K o st e r l i tz , Sohn der Frau Fanny Kosterlitz geb. Stein (Breslau): Augenarzt Wittowski (Kruschivitz): Rechtsanwalt Dr. Gustav Wassermann (Chemnitz): Vizefeldwebel Martin Bloch (Düsseldorf); Assistenzarzt Dr. Martin F ü r st: Unteroffizier Ferdinand L e v i (Frankfurt a. M.): Unteroffizier David Katz (Gießen): Unteroffizier Erich Lazarus (Essen); Kriegsfreiwilliger Stud. jur. Hugo As chenberg (Göttingen); Rechtsanwalt Max Schleißner (Konstanz): Kriegssreiivilliger Fritz H e i u s h e i m e r (Heidelberg): Vizefeldwebel Siegfried A b e n - heimer (Mannheim): Ersatzreservist Mar Hirsch (Kolmar in Posen): Gefreiter Blond (Schocken): Sanitätsnnteroffizier d. L. Kaufmann Bernhard Stcinberg (Pinne); Kriegssreiivilliger W. Schmal, Sohn des Kantors Schmal (Exin); Vizefeldwebel Koryt o iv s k i, Mitinhaber der Firma Friedmann u. Alpert: Vizefeldwebel Dr. E o b l i n e r; Vinhlenbesitzer Walter B r a u n lPoseu): Leutnant Dr. S. E n g e l b e r t (Kassel): Max Salomo n (Gießen); Feldtvebel Leo Weil (Hoppstätten). Stabsarzt Dr. Steiner und Oberstabsarzt Dr. Mai nze r lStuttgart) erhielten das würtlembergifche Ritterkreuz erster Klasse. Nakel, 2. April. Einen überaus schmerzlichen Verlust hat nufere Gemeinde durch das Ableben ihres langjährigen ersten Vorstehers, des Kommerzienrates Herrn L e s s e r B a e r iv ald, zu beklagen. Er starb nach laugen, schweren Leiden am 2<s. v. At. und wurde am vorigen Freitag unter Beteiligung der höchsten Persönlichkeiten der Stadt und des Bezirks zur letzten Ruhe bestattet. Die Leiche wurde zunächst vom Hanse nach der Synagoge überführt, nw der Gemeinderabbiner, Herr Dr. Perlitz, dem Verblichenen im Namen der Gemeinde einen Nachruf hielt und in bewegten Worten seine unvergänglichen Verdienste um die Gemeinde und sein segensreiches, humanitäres Wirken schilderte. Hierauf bewegte sich der Leichenzug. nach dem Friedhof, wo Herr Rabbiner Dr. W a l t e r , Bromberg, in erhebenden Worten ein Charakterbild des Entschlafenen zeichnete, dessen Andenken allezeit ein gesegnetes und dessen segensreiches Wirken unvergeßlich bleiben wird. S. S. Wongrowitz, 31. März. Im hiesigen Verein für jüdische Geschichte und Literatur hielt am 14. d. Al. der freiwillige Kriegskrankenpfleger Herr R i cha r d Eh r l i ch (Rvgaien) einen Vortrag über: „Die Juden in Wilna, ein Beitrag zur Lösung der Ostjudenfrage." Der Redner, der monatelang in Wilna weilte, hatte Gelegenheit, das Leben und 'Treiben der dortigen Inden kennen zu lernen: außerdem veranlaßte ihn sein großes Interesse, welches er stets für Inden und Judentum bekuudete, sich in seiner freien Zeit mit dieser Materie zu beschäftigen. Der Redner führte in seinem Vortrage aus, daß Wilna, eine Stadt von -M nun Einwohnern, 140 000 Juden zähle, die in bezug aus Kultur und Bildung nicht mit den polnischen Juden verglichen werden könnten, sondern ans derselben Höhe wie die westenrvpäischeu Inden ständen. Besonders lobend hob er die Gemeindeverivaltungen und Jnstitnlionen hervor, aber ein einheitliches Zusanunemvirken fehle noch in dieser Gemeinde, in welcher 20 Rabbiner wirken. Dem Vortrage schloß sich eine lebhafte Aussprache an, da der Redner alle an ihn gestellten Fragen eingehend beantwortete. gA) Schönlante, 31. März. Tie Gründung eines Reichswaifen Hauses für die Kinder im Kriege gefallener jüdischer Krieger ist geplant Die vorbereitenden Schritte sind dem Rabbiner D. B amberger in Schönlanke übertragen. Um die Höhe der erforderlichen Mittel, die Größe des Bauplatzes usw. festzustelleu. wäre es wünschenswert, schon jetzt die Zahl der in Betracht kommenden Kinder zu ermitteln. Tie Herren Shnagogenvorsteher, Rabbiner. Lehrer und Kantoren werden deshalb um baldgefällige diesbezügliche Mitteilungen ersucht. Freienwalde, 31. März. Für Herrn Kaufmann Raut ein berg Hierselbst, der demnächst unsere Stadt verläßt, wurde am vorigen Sonntag eine Abschiehsfeier in der hiesigen Synagoge, der er über 25 Jahre als 1. Vorsteher angehörte, veranstaltet. Herrlich tvaren die Worte, die ihm vom Vorstand sowie dem Herrn Ne präsentantenvorsitzenden gewidmet wurden, feierlich der Segen, den der Herr Kantor ihm für sein ferneres Leben gab. Herrn Rautenberg wurde eine seltene Ehrung zuteil, indem ihn die Shnagogeugemeinde zum Ehrenmikgliede ernannte und ihm zugleich das Diplom hierfür überreichte. Mit wehmutsvollen Worten dankte Herr Rantenberg für die erwiesene Ehre und betonte gerade die Worte, daß er zwar aus Freienwalde hinausziehe, jedoch für alle Zeit als Ehrenmitglied -an die Gemeinde gekettet sei. Herr Rautenberg spendete als ewiges Andenken der Synagoge eine kostbare Altar- sowie Kanzeldecke, die von dein steten Interesse zeugen, das er der Gemeinde 25 Jahre hindurch entgegenbrachte. Abends fand noch ein geselliges Beisammensein statt, das ganz der ernsten Zeit entsprach. — Leipzig, 31. März. Der -israelitische Kranken- und U n t e r st ü tz u n gsvere i n „B i k u r C h o l i m" (E. B.) (gegründet 1910) hielt am 15. d. M. im Kristallpalast seine Generalversammlung ab. Es wurden im Fahre 1915 an Unterste tzungsgelder ausgegeben 6777,75 Mark, davon entfielen auf Kriegsbeihilfen 4214 Mark. Dank der opferwilligen Bereitschaft seitens der Mitglieder und der Freunde der guten Bestrebungen des Vereins war es möglich, fast in allen Fällen den in großer Anzahl ein-!reffenden Gesuchen um Beihilfen zu entsprechen. Der Verein zählt nahezu 600 Mitglieder, wovon ein Teil im Felde steht. Nach erfolgter Nichtigsprechung der Berichte, Entlastung des Vorstandes ergaben die Wahlen folgende Vorstandschaft für 1916: A. Wulfs o h n , 1. Vorsitzender; Rechtsanwalt Dr. T u m p v \v sky, stellvertretender Vorsitzender; Leon K i r s ch n e r , M. A n s P a ch , K assierer; O. O e l b erg, M. Vt e i s. e l s , Georg S ch reib c r , I. M and, Schriftführer, Buchführer; S a s s o w e r , S o n n e n - schein, Fraenkel, Marcus, Sigall, Tortvn, Her schlick, Auswacks, Sanitätspfleger, Ersatz- und Ausschnßmänner. — Zweibriieken, 31. März. Nachdem vor fünf-- Jahren der Sitz des israelitischen Bezirksrabbinats von hier nach Pirmasens verlegt werden mußte, fand am Samstag zum erstenmal wieder ein Predigtgottesdienst in der Synagoge statt, der in erster Linie für die zahlreich hier eingerückten israelitischen Soldaten bestimmt war. Die Predigt hielt selbst ein Feldgrauer, Rabbinatskandidat Deutsch aus Venningen bei Landau, der in längeren Ansführungen seine erschienenen Kameraden an ihre sittlichen Pflichten gegen Gott und Vaterland erinnerte und mit einem ausdrucksvollen Gebet uw ein siegreiches Ende des Weltkrieges für Deutschland und seine Verbündeten schloß. Kantor Bachen heimer (Zweibrücken) versah die Liturgie des Ntilitärgottesdienstes. 22 Frankfurt a. M., 31. März. Angesichts der aus Palästina hierher gelangten erschütternden Berichte über den noch immer sich verschärfenden Notstand im Heiligen Lande hat die Deutsch^Hollündische Palästina-Verwaltuug auf Anregung führender Persönlichkeiten aus allen Kreisen der deutschen Judenheit beschlossen, die jüdischen Gemeinden wiederum wie im vorigen Jahre zur Veranstaltung eines „A l l g e m e i n e n P a l ä st i n a t a g e s" am bevorstehenden Pefsackp feste, und zwar insbesondere an den beiden letzten Festtagen aufzufvrdern. Ein ausführliches Rundschreiben nebst Ausruf wird den Rabbinaten, Gemeinde- und Shnagogenvorste'hern und Lehrern noch im Laufe dieser Woche zngehen. Die Anregung findet, u>ic aus den

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