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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1916-02-04 · Heft 5 (4.2.1916) · p. Seite 2

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
80 (1916)
Issue
Heft 5 (4.2.1916)
Date
1916-02-04
Page
Seite 2 (sequence 14)
Language
German
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2 H c x z b c r a, Oberarzt Tr. Paul G u t m a n n, Sanitätsunterofsizier Leo R o s e n b l ü t h, Unteroffizier David S a m u e l, KriegsfreiwiUigcr Gefreiter Werner Leszynski, Gefreiter Bruno Jacob, Sohn des Kaufmanns Hermann Jacob, Münchener Straße 33, Gefreiter Leopold Stargardter, Angestellter der Firma Hopp u. Kurzweg und Neffe des Inhabers der Firma, Herrn iS. L az a r u s, Ofsizierstellvertreter Josef Königshoser, Angestellter der Hirsch Kupfer- und Messingwerke Aktiengesellschaft, Bataillonsarzt Tr. Albert Ullmann, Vizelv-achtmeister Erich B o n w i 11, Kriegsfreiwilliger Martin M a r - c 11 §, Kriegsfreiwilliger Gefreiter Oskar Moses, Gefreiter Kurt N e u f e l d (Groß-Berlin). Tie gleiche Auszeichnung erhielten: Unteroffizier Jakob S ch e i b e - Iutroschin, Augenarzt Dr. Georg Spiro, Bruder des Kaufmanns Spiro (Ostrowo), Unteroffizier Fabian, Sohn des Uhrmachers Fabian (Ezarnikau), Unteroffizier Arthur B e n der, früher in Posen, Kaufmann Arthur B r i c , Sohn der Witwe Helene Brie in Kvzmierz bei Posen. .(Das Eiserne Kreuz am weißen Bande hat der Leiter des Lazaretts im Diakonissenhause Herr Sauitätsrat Tr. R o s e n st e i n in Posen erhalten.) Assistenzarzt d. L. Tr. S. -L e i b o w i tz - Limburg (Lahn), Kriegsfreiwilliger Gefreiter Ludwig Krakauer, die Feldärzte Tr. Kalischer und Tr. Pawel-Breslau, Kriegsfreiwilliger Gefreiter Siegmund Unger- Kattowip, Freiwilliger Benno H a m bu r g e r - Stargard i. P. - - Ans Grätz i. P. wird uns geschrieben: Das Eiserne Kreuz erster Klasse ist dem Unteroffizier Arthur Wartski, Inhaber des Eisernen Kreuzes zweiter Klasse, verliehen worden. Wartski befindet sich zurzeit im Vereinslazarett Alt-Scherbi-tz bei Schkeuditz. — Dem Berliner Rechtsanwalt Tr. Ludwig Hamburger, Hauptmann in einem Reserveinsanterieregiment, ist für tapferes Verhalten im serbischen Feldzuge das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen worden. Tie Auszeichnung wurde ihm vom Kaiser persönlich überreicht. H. Gnesen, *28. Januar. Tic städtische Milchküche, eine Stiftung des Pferdegroßlieferauten B r u in m e r Hierselbst, wurde ihrem Zwecke übergeben. Tie Anstalt ist ein Stück Krngsarbeit, welche eine segensreiche Wirksamkeit gewährleistet. Schon jetzt nehmen 150 Säuglinge dieselbe in Anspruch. Bielen wird die nach ärztlicher Borschrist hergestellte Milch kostenlos überlassen. Ter schmucke, 'in Billenstil hergestellte Ban hat gegen 2 5 0 00 Mark gekostet. Ten Bauplatz am städtischen Park hat die Stadtverwaltung kostenlos hergegeben. *** Kolberg, 28. Januar. Tie Verwaltung des Jüdischen Kurhospitals in Bad Kolberg versendet soeben den Jahresbericht für das Jahr 1915. Es ist das 41. Jahr der Wirksamkeit der Anstalt ltnb trägt, wie einleitend bemerkt wird, ganz das Gepräge des fortdauernden Weltkrieges, sowohl im Hinblick auf die Segnungen, die von der Anstalt ausgingen, als auch aus die Spenden, lvelche sie empfing. Nachdem infolge des Kriegsausbruchs und des dadurch gestörten Anstaltsbetriebes das Haus der Militärverwaltung zur Einrichtung eines Reservelazaretts zur Verfügung gestellt war, wurde der Betrieb des Lazaretts am 29. August v. I. nrit 102 Betten eröffnet. Da aber von allen Seilen im Lause des Winters Anträge wegen Aufnahme in das Kurhospital immer zahlreicher eingingen, sah sich der Vorstand dadurch veranlaßt, im Frühling mit der Militärbehörde Verhandlungen einzuleiten mit der Bitte, für die Sommermonate das mit Verwundeten belegte Halls für die statutengemäßen Bestimmungender Anstalt wieder zurückzugeben. Tie Verhandlungen führten zu dein Ergebnis, daß anl 1. Juni das Reservelazarett aufgelöst wurde, unb so war die Verwaltungin die angenehme Lage versetzt, nach kurzer Vor> bereitung am 1. Juli zur Lösung der ihr gestellten Aufgaben zurückzukehrcn und den Anstaltsbetrieb, lu-cmt auch verspätet, wieder auszunehmen. Zugleich wurde der Militärbehörde die Solbadeanstalt während der ganzen Sommermonate für eine nicht unansehnliche Anzahl Verwundeter und außerdem noch im letzten Monat für fünf einer Sol- und Seebadekur bedürftige Mannschaften Freistellen zur Verfügung gestellt. Auch von den Personen, welche sich in diesem Sommer zum Behufe einer Sol- und Seebadekur zur Ausnahme in die Anstalt bewarben, wurden solche Kinder und Frauen, deren Väter bzw. Ehemänner im Felde standen oder im Kampf für das Vaterland den Heldentod erlitten hatten, in erster Linie berücksichtigt. Kanin war jedoch der An stall sbetrieb Mitte Oktober geschlossen, als sich die Militärbehörde beeilte, schleunigst von neuem das Haus wiederum zu einem Reservelazarett, und zwar diesmal mit 115 Betten, einzurichten. - Unter dem Einfluß des Weltbrandes, der nunmehr im zweiteir Jahre bereits fortwütet, haben, wie im Kassen- und Vermögensbericht bemerkt wird, sämtliche Positionen der Einnahmen noch niedriger abgeschlossen als im Vorjahre, das ja ebenfalls unter den Folgen des Weltkrieges schon gelitten hat, lvährend die Verwaltungskosten infolge der herrschenden Teuerung sämtlicher Lebensmittel eine schwindelnde Höhe erreichten. Sowohl die Jahresbeiträge, welche immerhin vorläufig für absehbare Zeit das Rückgrat der Einnahmen bilden müssen, als auch die, Einnahmen aus der Badezeit, der Hausshnagoge, den Berpflegungsentschädigungen und einmaligen Schenkungen sind zum Teil ganz erheblich hinter denen des Vorjahres und besonders der Friedens-- jahre zurückgeblieben. Ten empfindlich zurückgegangenen Einnahmen gegenüber ist es jedoch nicht dankbar genug anzuerkennen, daß trotz der hohen Anforderungen, die das Kriegsjahr an dic öffentliche Wohltätigkeit stellt, gerade die Kapitalzuwendungen hinter früheren Jahren nicht. zurückgeblieben sind. Der Bericht verzeichnet eine Reihe von Bettstiftungen, Erwerbungen der immerwährenden Mitgliedschaft, größerer und kleinerer Spenden, die aus verschiedenen Städten, insbesondere aber aus der Neichshauptstadt Herbeiflossen. — Aus dein Verwaltungs- und Krankenbericht fei folgendes mitgeteilt: Nachdem die Auflösung des Neservelazaretts am 1. Juni erfolgt war, konnte die Anstalt nicht wie sonst Mitte Mai, sondern erst am 1. Juli dem Betriebe übergeben werden. Tie Betriebszeit schloß, lvie stets in den Vorjahren, Mitte Oktober. Von 907 Personen, welche sich um die Aufnahme beworben hatten, wurden 419 berücksichtigt. Doch nur 365 Pfleglinge, und zwar 170 männlichen und 195 weiblichen Geschlechts, darunter 225 Kinder, konnten gezählt werden, während die übrigen Plätze für die betreffende Kurperiode unbesetzt bleiben mußten, weil wiederum eine ganz erhebliche Anzahl ohne jede vorherige Absage ausblieb oder erst im letzten Augenblick absagte. Von den Pfleglingen wurden 268 in Freistellen ausgenommen, so daß sie völlig unentgeltlich Wohnung, Beköstigung, ärztliche Behandlung. und wnstige Kurmittel erhielten. Zu den Pfleglingen gehörten cknch fünf Verwundete, die von demhiesigen Hauptlazarett auf unser Anerbieten zum Gebrauch einer Sol- und Seebadekur zugewiesen wurden. Der Rest von 97 Personen zahlte einen geringeren oder! größeren Teil der Selbstkosten. Außerdem einpfingen in der! Solbadeanstalt 33 verwundete Offiziere und Mannschaften und ferner 21 Personen, welche nachweislich nicht die Mittel besaßen, Bäder in den hiesigen Solba.deanstalten zu bezahlen, unentgeltlich Solbäder und ärztliche Behandlung. Ihrer Herkunft nach waren: aus Berlin 242; aus den Provinzen Posen 42, Schlesien 29, Pommern 17, Ostpreußen 8; aus dem Königreich Sachsen 6; aus den Provinzen Sachsen 5, Westpreußen 4, Brandenburg 3, Hessen-Nassau, Hannover und Palästina je 2; aus dem Großherzogtum Mecklenburg-S-trelitz, Hamburg und Galizien je 1. Schließlich verdient noch erwähnt zu werden, daß bis zum 1. Juni in unserem Reservelazarett 545 Kranke und Verwundete verpflegt worden sind. Da mit dem Berichtsjahre auch eine Wahlperiode für die Anstaltsorgane zu Ende geht, mußten Kuratorium und Vorstand im- Lause desselben durch Wahlen neu ergänzt werden. Indas Kuratorium traten an Stelle der Heimgegangenen Kuratoren Hermann Landsberger s. A., Adolf Salomon s. A. und Joseph He ymann s. A., sämtlich in Berlin, und Hermann Neustadl (Breslau) s. A. neu die Herren Kommerzienrat Heinrich Eisner, Kommerzienrat C. L. Nett e r , Theodor P i n c u s , sämtlich in Berlin, und Wilhelm Kober (Breslau) ein. Die übrigen ausscheidenden vier Mitglieder des Kuratoriums wurden ebenso wie die drei ausscheidenden Mitglieder des Vorstandes wiedergewählt. Außerdem ist der Leutnant der Reserve Herr Isidor P r i w i n (Posen) durch Errichtung einer Bettstiftung statutengemäß in das Kuratorium berufen worden. Ter Vorsitzende des Kuratoriums ist Herr Tr. J am e s S i mo n in Berlin. m. Hamburg, 28. Januar. Das Repräsentantenk o l l e g i u m der Deutsch-Israelitischen Gemeinde hielt im Gemeindebureau eine Sitzung unter Vorsitz des Herrn I o s. Lipp mann ab. Nach der Wiederwahl der bisherigen Vorstands-

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