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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1916-01-07 · Heft 1 (7.1.1916) · p. Seite 2

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
80 (1916)
Issue
Heft 1 (7.1.1916)
Date
1916-01-07
Page
Seite 2 (sequence 14)
Language
German
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2 Assistenzarzt Tr. Mar Be r l i ne r . lodert ' bl l e i n , Feldnnterarzt Mar •)( o f e n b e r st-, Unteroffizier Walter bl. Vt e y e r - h o f, Feldioebellentnaut Ignatz S i l b e r st e i n , Bizewachtmeister Georg S a ch s , Gefreiter Kaufmann Richard Cohn, Alexander H a d e r, Reservelentriant Friedrich G n t t s m n im , Landmesser und Kultnringenieur Otto Jacob, LffizierstelLvertreter Paul Joel und dessen Bruder Ingenieur Lothar o e l, der zugleich mit dein Ci fernen Halbmond ausgezeichnet wurde, Unteroffizier Walter N o s s e t, Bizewachtmeister Diplomingenieur Martin Klein, Batnillonsarzt Tr. Hans Karfunkel, Sohn des Herrn Mar Karfunkel, Stabsarzt der Reserve Tr. Paul Croner, Tiplomingenionr Alfred Nt 0 n a s ch, Unteroffizier Bruno D a n u e n b c r g , Oberveterinär Tr. (rügen N e n m a r k, Bizefeldivebel Georg D a v i ds o h n , Unteroffizier Fritz E o h n , Offizierstellvertreter Leo L i cht e n st e i n , Unteroffizier Arthur Wolfs (Groß-Berlin). Die gleiche Anszeichmmg erhielten: Leo S t r a u st (Frankfurt a. Nt.), Rudolf M ü n z e r (Breslau), Oberstabsarzt Tr. Paul K ö n i g s f e l d (Kattonntz), Fritz Lederer und Alexander Heil b r u n n (Ratibor), Einjährig-Freiwilliger Raphael R osenb er g (Frankfurt a. Ri.), Bizewachtmeister Tr. jur. Fritz E h r l i ch, Feldarzt Tr. Emil Re i s se r, Sohn der Frau Regina Neisser (Breslau), Abteilungsarzt Dr. Land s b e r g (Posen), Fritz B o a s (Tirschtiegel), Wehrmanu Simon Basch, Sohn des Borstehers der jüdischen Gemeinde Elias Basch in Rogasen, Siegfried R uschin, Sohn des Herrn Samuel Ruschin in Rogasen, Feldunterarzt Max I e r n ch i m (Lobsens), Bizeseldivebel Hermann Engel mann (Nteseritz), Gefreiter Referendar Albert Wo lfs, zurzeit in einem Lazarett in- Gießen, Sohn der Frau Jnstizrat Wolfs in Lissa, Unteroffizier Rechtskandidat D o b r i n (Posen), Bataillonsadjutant S u s; m a n n , Gefreiter Werner H e i d e n h e i m lEhemnitz), Gefreiter Max Hei mann (Tuisburg), zilrzeit verwundet in einer Augenklinik in Bonn, Leutnant d. R. Walter G um p r i ch (Munster i. W.), Reservist Hermann- Herz (Wiesbaden), Kriegsfreiwilliger Ntustetier Oskar Lazarus (Hamburg); Offizierstellvertreter Artur Bruch, Unteroffizier Referendar Emil Meyer (Köln), Julius Archenhold (Elberfeld), Alerauder Seligmann (Emden), Unteroffizier Alfred Lilienthal (Minden), Kaufmann Haus Zent n wer (Magdeburg), Unteroffizier Karl Freund (Mannheim), Unteroffizier Theo Ster n (Darmstadt), Alfred S t er n (Steele): Unteroffizier Alfred Benschner, Max Pohly (Wolfenbüttel), Leutnant d. R. Karl Leibholz (Tempelbnra), Alfred K atzen st c i n (Hameln). — Leutnant d. R. Erich 2t a t h a n (Elberfeld) erhielt das Eiserne Kreuz erster Klasse. — In Nr. 50 des Jahrganges 1915 brachten wir die Nachricht, daß der Ofsizierstellvertreter Rechtsanwalt Tr. jur. Georg Salier in Berlin mit dem Eisernen Kreuz dekoriert und zum Leutnant befördert worden sei. Wir-werden ersucht, berichtigend mitznteilen, daß feine Beförderung zmn Leutnant nicht -erfolgt ist. W. Aus der Provinz Posen, im Dezember. Posen. Ter Inhaber der Firma Scheret Witwe Hierselbst hat für die Ntagazinfuhrwerkkolonne Weihnachtsliebesgaben gestiftet. Jeder Mann erhielt Wollsachen und Lebensmittel. — Zum Borsteher für den achten Bezirk hiesiger Stadt wurde Kaufmann Elteles gewählt. --- In der Provinz Pysen wohnen 59 714 Deutsche, 89 351 Polen und 5605 Juden. Tie Gefamteinwohnerzahl beträgt 154 670. — Eiserne Kreuze zweiter Klasse erhielten: Unteroffizier d. R. Alexius Lew in, Mitinhaber der Firma Loebel Lewin (Posen), Richtkanonier Gefreiter Siegsried Hirsch von der 4. Batterie des Feldartillerieregiments Nr. 53. — Ter (5 h a r a k t e r als Justizrat wurde verliehen den Herren Rechtsanwalt Goldschmidt in Ostrowo \,nb Silberstein in Bromberg. — Buk. Ter Lehrerverein für Buk unb Umgegend wählte zum Bertreter zu der in Posen stattfindenden 44. Bertreterversammlttng des Provinziallehrervereins Herrn Lehrer Spiel doch von der hiesigen israelitischen Bolksschule. — K o st e n. Tie Stadtverordnetenversammlung hat den Stadtältesten Herrn Julius Jsakiewicz ans weitere sechs Jahre als Beigeordneten der Stadt Kosten wiedergewählt. Tie Wiederwahl erfolgte trotz des hohen Alters — 85 Jahre — einstimmig. Der Gewählte bekleidet noch in voller Rüstigkeit das Ehrenamt als Kreisansichußmikglied, Mitglied des Kuratoriums der Kreissparkasse und verschiedene andere Aemter. -- S ch r i m m. Herr Lehrer Jakob S p e i e r, ivelcher seit einer Reihe von Jahren an der hiesigen israelitischen Bolksschule tätig ist, beging, sein 2 5jnhriges Amtsjnbilünm. Der Kreisschnlinspektor und die Lehrerschaft beglückwünschten den allseitig geachteten und geschätzten Jubilar. Für die Schulkinder fand ein direktes Bergnügnngsfest statt. — E x i n. 2t ach der letzten Personenstan.dsa-ufnahme zählte Exin 3735 Einwohner. Davon sind 782 evangelisch, 2792 katholisch und 101 jüdisch. W'e alljährlich fanden vm Laufe des Monats Dezember Stadtverordnetenwahlen in unserer Provinz statt. Soweit loie bekannt wurden von jüdischen Mitbürgern' gewählt: Karl K o e r p e l in Samter, Fabrikbesitzer Tr. L c tu y, Kaufmann L ö \v e ns o h n in Hohensalza, Kaufmann Schmersewski, Rechtsanwalt Eohn, Brailereibesitzcr Ma nasse in Gnesen, Kaufmann Louis Schweriner in Schneidemühl, Kaufmann Bernhard Kaiser in Zn in, Kaufmann Hermann Ziegel in Wreschen, Kaufmann F r e u d e n t h a l, Kaufmann L e io i n und Kaufmann- B e ch e r in Wongrowitz, Zahnarzt Schwer senz in Hohensalza, Sanitätsrat Dr. P eise r in Pleschen. 22 Stettin, 31. Dezember. Im hiesigen L 4 t e r a t ur - Verein hielt Oberkantor Davidsohn aus Berlin einen Vortrag über „Biblische Poesie in Wort und Ton" unter Mitwirkung des hiesigen Synagogenchorcs. Dem Redner war es insbesondere daran gelegen, Dichtungen biblischen Inhaltes zum Vortrag zu bringen, die zu Anfang des vorigen Jahrhundert erstanden und trotz ihres hohen literarischen Wertes der Vergessenheit anheim gefallen loa reu. Starke Wirkungen erzielte eine Reihe von melodranratisch bearbeiteten Dichtungen, zu denen sich traditionelle gottesdienstliche Melodien gesellten. Die -außerordentlich zalch reich versammelten Zuhörer spendeten dem Vortragenden nach seinen interessanten Ausführnngen reichen Beifall. A. K. Leipzig, 2. Januar. Am 32. d. M. vollendet Herr Bernhard I a c o b s o h n in Berlin-Friedenau das 70. Lebensjahr. Der Jubilar, in weiten Kreisen der deutschen Judenh-eit bekannt und geachtet, wirkte vor seiner Uebersiedtung nach Berlin eine lange Reihe von Jahren als Lehrer und Kantor der hiesigen Gemeinde, eine Zeitlang auch als Sekretär des „Deutsch-J sraelitis ch en G e - m e inde b u n d e s", der bekanntlich nach seiner Begründung zuerst in Leipzig domizilierte. Tie den Jubilar auszeichnenden vorzüglichen Gharaktereigenschaften wie nicht zuletzt seine pädagogische Tüchtigkeit und außerordentliche Pflichttreue erwarben ihm Anerkennung und Wertschätzung sowohl bei den ihm Vorgesetzten Behörden, die in ihm das Ideal eines jüdischen Beamten sahen, als auch bei den Gemeindemitgliedern, die in dem trefflichen Jugendbildner und musikalisch geschulten Kantor vor allem den prächtigen Menschen verehrten, mit dem viele noch jetzt in treuer Freundschaft verbünden sind. Besondere Würdigung fand allgemein sein edles Streben nach Wissen und geistiger Vervollkommnung, das ihm auch eine 'dominierende Stellung unter seinen Berufsgenossen einbrachte. Neben seiner Amtstätigkeit fand der Jubilar auch Zeit und Muße, sich literarisch zu betätigen. Er zählt zu den ältesten Mitarbeitern der „Allgemeinen Zeitung des Judentums", in der er schon unter Ludwig Philippson mannigfache Beiträge veröffentlichte, und der er auch später bis ans die Gegenwart seine geschützte Kraft zur Verfügung stellte. Besondere Erwähnung verdient seine treffliche Schrift „Fünfzig Jahre, Erinnerungen aus Amt und Leben", die ein schönes Zeugnis von demsegensreichen Leben und Wirken des Mannes ablegt, dem heute die Herzen seiner ehemaligen Schüler und zahlreicher Freunde in Liebe und Verehrung entgegenschlagen, vereint mit uns in dem innigen Wunsche, daß ihm noch recht viele frohe und glückliche Lebensjahre beschieden sein mögen. — Nürnberg, 31. Dezember. Wegen Beleidigung von Angehörigen der bewaffneten Macht hat das Landgericht Nürnberg am 21. August 1915 den Handlnngsreisenden Friedrich Wagner zu einem Monat Gefängnis verurteilt. Am 2. April 1915 lief beim stellvertretenden Generalkommando des 3. baherischen Armeekorps zu Nürnberg ein Brief ein, der über die Dienstverhältnisse in einem der benachbarien Kriegsgefangenenlager Beschwerde führte und folgendesbesagte: Ter Kommandant des Lagers, Oberstleutnant B., sei unzulässigerweise stark sranzosenfreundlich. Zwei Dolmetscher unter der Belvachungsmannschaft, der Feldwebel und der Unterossizier L., beide j ü d i-s che n Glaubens, wären wie die Schacherjuden, die nur aufs Geldverdienen aus seien, denn sie hätten sich mit den Gefangenen auf Uhrenhandel und Kartenspiel eingelassen. Ter Absender des Briefes verschwieg aus> weiser Vorsicht seinen Namen und Unterzeichnete nur mit der Unterschrift „Ein

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