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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1915-03-19 · Heft 12 (19.3.1915) · p. Seite 5

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
79 (1915)
Issue
Heft 12 (19.3.1915)
Date
1915-03-19
Page
Seite 5 (sequence 17)
Language
German
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5 Chorinsky nahmen an dem veranstalteten Festmahl teil, und die Brüder Johann und Richard Strauß wirkten bei einem dem Jubilar dargebrachten Ständchen mit. „Ich habe der Wahrheit zu jeder Zeit das Zeugnis gegeben, habe gerechtet mit meinem Volke und für mein Volk, war zu jedem Liebesdienste bereit und willig!" lautete das Bekenntnis des greisen Mannheimer. Er hat es eingehalten bis zum letzten Atemzuge. Von Sah und fern. ~ Der Hilfsverein für jüdische Studierende hielt seine Generalversammlung ab, in der beschlossen wurde, bis 30 000 Mark an Kriegsteilnehmer unter jetzige Stipendiaten behufs Beendigung ihrer Studien und Neubegründung ihrer bürgerlichen Stellung als Darlehen zu verleihen. Auch werden 30 000 Mark deutsche Kriegsanleihe gezeichnet. Mehr als 50 Stipendiaten stehen im Felde, über die Hälfte von allen. Der Verein verteilte 1914 39 420 Mark. Sein Vermögen beträgt 542 740 Mark. Vorsitzender ist Justizrat Dr. A. Seligsohn, Schriftführer Professor Dr. F. Lieber mann, W10, Bendlerstraße 10. — Dr. Felix Th ei lh aber, Oberarzt beim 3. Reservearmeekorps, wurde für seine Tätigkeit im letzten Balkankrieg der Orden und die Urkunde des Ritters des bulgarischen Verdienstordens (Chevalier du croix de Bulgarie usw.) übermittelt. — Die Internationale wissenschaftliche Vereinigung israelitischer Kantoren hat in den Ausschuß für Deutschland die Oberkantoren Birnbaum (Königsberg), Friedmann (Berlin) und Singer (Kattowitz) gewählt. — Aus Bremen wird uns geschrieben: Herr Rabbiner Dr. Rosen a k ist vom Kriegsministerium zum Feldgeistlichen ernannt worden. Die Synagogenbaukommission der Israelitischen Gemeinde hat auf Antrag des Rabbiners Dr. Rosenak beschlossen, aus dem Synagogenbaufonds für 30 000 Mark Kriegsanleihe zu zeichnen. Unter herzlicher Anteilnahme der jüdischen Gemeinde feierten Lehrer I. Mehr gut und Frau das schöne Fest der silbernen Hochzeit. — Die antisemitische Zeitschrift „Der Hammer" in Leipzig, M im Verlag von Theodor Fritsch erscheint, wurde, wie es in der amtlichen Mitteilung heißt, „wegen der in der letzten Zeit darin öfter enthaltenen unzeitgemäßen Ausführungen" bis zum 15. April verboten. Von der Behörde wurden die diesbezüglichen Artikel als dem Grundsatz des Burgfriedens widersprechend empfunden, worauf das Verbot erfolgte. Die „Alldeutschen Blätter" sind unter Präventivzensur gestellt worden. — Aus Nürnberg wird berichtet: Die israelitischen Wohlfahrtsvereine hielten am 21. v. M. ihre Mitgliederversammlung im Sitzungssaal der Kultusgemeinde ab: Israelitischer Frauenwohltätigkeitsverein. Israelitischer Wohltätigkeitsverein für Hilfe in Erkrankungs- und Sterbefällen, Israelitischer Armenunterstützungsverein. Man erhielt ein sehr erfreuliches Bild über die rege Arbeitstätigkeit und große Opferwilligkeit dieser Vereinigungen. Nahezu 100 bedürftige Familien wurden mit Holz und Kohlen versehen, 102 Familien mit Wochengeldunterstützung, Flüchtlinge aus dem Auslande, 61 Familien, die durch Nürnberg durchreisten, mit Geld und Kleidungsstücken bedacht. Den auswärts bestehenden israelitischen Hilfs- und Unterstützungsvereinen wurden namhafte Beträge zur Verfügung gestellt, so nach Pilsen, Franzensbad usw. — In Würzburg verschied der bekannte Kantor und Sekretär der Gemeinde, Herr Samson Lehmann, im Alter von 69 Jahren, eine durch seine Pflichttreue und Tüchtigkeit ausgezeichnete Persönlichkeit. Eine große Reihe jüdischer Lehrer in Deutschland waren seine Schüler im Kantorate. — Bei dem Besuch des Königs Ludwig von Bayern auf den Kruppwerken erhielt Professor Dr. B. Strauß, aus Fürth stammend, Vorstand der chemisch-physikalischen Versuchsanstalt der Kruppwerke, den bayerischen Michaelsorden vierter Klasse. — Am jüdischen Lehrerseminar in Köln fand in der Zeit vom 23. Februar bis 2. März die Entlassungsprüfung statt. Nachdem von den 11 Schülern des Oberkursus sich neun im Herbst als Kriegsfreiwillige gestellt und ihre Notprüfung bestanden hatten, haben jetzt die noch übriggebliebenen zwei Schüler der ersten Klasse, einer unter Befreiung vom Mündlichen, mit gutem Erfolg die Lehrerprüfung bestanden. — In Frankfurt a. M. ist Professor Dr. Hugo A p o l a n t gestorben. Sein Tod bedeutet für die Wissenschaft einen herben jACOBsoN-scHUtE iu SEESEN am Harz. Schulstiftung. bestehend ans berechigter Realschule mit Reform- %ealprogymnasium und Erziehungsanstalt (Alumnat). Das leue Schul]ahr beginnt am 18. April 1915. Wegen Aufnahme von Pensionären wende man sich an Direktor Prof. Dr. Friedland. Lombard-Haus IV firflff Berlin 8W ■- IH all Leipziger Str. 75,1 Brillanten Uhren Goldwaren. 25—50% unter Ladenpreis. Bayerischer Platz. ^ch-neverg, Bozen er Str. 8. 6 Zimmer, KI. Etg., Fahrstuhl, nur Vorderz immer, 2 helle Dielen, aller Komfort, l er sofort. Kurfürst 6702. 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