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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1914-11-27 · Heft 48 (27.11.1914) · p. Seite 2

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
78 (1914)
Issue
Heft 48 (27.11.1914)
Date
1914-11-27
Page
Seite 2 (sequence 14)
Language
German
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- * WWJtHt S -—- 2 - 1 7 Urban-Krankenhaus,?lssistenzarzt d R. tat 3. Bataillorl des 20. Jnsauteriereglments Dr. Paul Tachau, Sohn des Direktors der Samsons-Schule in Wolfenbüttel, Professor Dr. Tachau, Oberarzt Stabsarzt d. R. Tr. Hermann Engel, Oberarzt d. R. Dr. Robert W a r s ch a u e r, Stabs- und Bataillonsarzt Dr. Karl H a m - b u r g e r , Offizierstellvertreter Julius B i r a m, Oberarzt Dr. Martin Bab, Rechtsanwalt Kurt R o s e n f e l d, Kriegsfreiwilliger Walter Laster, Assistenzarzt Dr. Felix Danziger, Dr. Ernst L e v i n, unter Beförderung zum Assistenzarzt, die Brüder B e r t h o l d L e v i n, Korpsstabsveterinär im 1. Armeekorps, und Leo p o l d L e v i n , Oberstabsveterinär im 13. Dragonerregiment, Oberjäger Leonhard H i r s ch b e r g, Zahnarzt A. E. Marcus e, Dr. -Fritz Kahn, Sohn des Schriftstellers Tr. Arthur Kahn-Charlvttenburg, Herbert Stein, Unteroffizier Schauspieler Hermann B r u ck, Atar L Y che n h e i m , Apotheker Willi Gerson, Joseph Casparins, Karl G o r d o n - G r o ß , Berlin. Die gleiche Auszeichnung erhielten: Feldunterarzt R o s e n b a u m - Königsberg, Oberarzt d. R. Dr. F r i e dl ä n d e r - Goldap, llnteroffizierstellvertreter Arthur R o s e n t h a l - M.-Gladbach, Oberarzt Dr. Willy K a tz - Dresden, Alexander Cohn- Lubasch, gleichzeitig zum Vizeachtmeister befördert, Dr. Wilhelm L ö m e n t h a l - Posen, Stabsarzt Dr. Mar I a c ob y - Nauen, Unteroffizier d. R. Kurt Gottschalk, Sohn des Herrn Gustav Gottschalk in Magdeburg, Stabsarzt Dr. Jacobsohn, Kaufmann, Nathan Wachtel, Bizewachtmeister Kaufmann S. T a n n e n b a u m - Erfurt, Oberarzt Dr. Joseph C a l v a r y , Sally G o l d s ch m i d t, Gefreiter d. R. Leo H v l st e i n , Kriegsfreiwilliger Kurt R o s e n b e r g , H. P r e n z - lau- Hamburg, Gefreiter Albert Tuchs- Tremesseu, Stabsarzt d. 9«':. Dr. Martin Roth ut ann - Beuchen O.-Schl., Offizierstellvertreter Erich H i r s ch f e l d - Atarienburg, lUrteroffizier d. N. Richard I a c o b s o n - Lüneburg, Rechtsanwalt Paul I s r a e l - Rawitsch, Stabsarzt d. R. Dr. Julius I a l c w i c z - Hamburg, Benno A s ch e r Sohn des Herrn Simon Ascher in Wreschen, Dr. Heinrich Ellern und Oberarzt Dr. R o se n b l a t t - Mainz, Georg Jarecki, Tr. Edgar K o r u , Dr. Erwin Batzdorfs, Heinrich G l ü ck s m a u n - Breslau, Einjährig-Freiwilliger Gefreiter Tr. Phil. Wilhelm Landm a n n - Mannheim, Unteroffizier Hans Bielschowski - Ratibor, Walter Feldberg-Stettin, Oberarzt d. R. Dr. Max Schur- Planen (Vogtland), Alfred Block- Leipzig, Musketier Fritz Block- Bliudeu (Westfalen), Wilhelm O e st reiche r-Würzburg, Unteroffizier Mar Nethe, Spezialarzt Dr. Emil Me.irowsky und Unteroffizier und Dolmetscher bei der 3. Etappeninspektion Emanuel A l e x a n d e r - Köln. Rechtsanwalt Dr. N e il b n r g e r , Oberleutnant d. R. im 15. bayerischen Infanterieregiment, der jüngst das Eiserne Kreuz erhielt, wurde neuerdings mit den: bayerischen Verdienstorden 4. Klasse mit Schwerten dekoriert. — Aus Forst (Lausitz) wird uns geschrieben: Der Referendar Walter Le VH von hier, Unteroffizier im Infanterieregiment Nr. 52 (v. Alvensleben), ist vor etwa sechs Wochen zum Vizefeldwebel befördert worden. Später vernmn'det, ist er seit zirka zwei Wochen wieder an der Front. Vor einigen Tagen wurde ihm bei Ppern, im schwersten Kugelregen, vom Obersteil eigenhändig das Eiserne Kreuz angeheftet. 2XD Berlin, 24. November. Wir werden um die Veröffentlichung nachstehender Notiz gebeten: Ter Nene Jüdische Gemeinde- Verein hat die Absicht, seinen Mitgliedern, die im Felde stehen, ihren Verwandten und Freunden, aber auch anderen jüdischen Soldaten, die ihm genannt werden, zum bevorstehenden Chanukkaseste Liebesgaben ins Feld zu senden. Es dürfte ein schöner Gedanke sein, jüdischen Freunden, die nun schon Wochen- und monatelang im feindlichen Feuer stehen und die schwersten Strapazen ertragen, eine besondere Sendung von Liebesgaben zu den Makkabäer tagen zukommen zu lassen. Auch sie sollen an unserer Festesfreude teilnehmen, und wenn wir in diesem Jahre das Fest mit tiefem Ernst feiern müssen, so sollen doch unsere Lieben draußen im Felde sich der Sendung freuen, die ein Beweis unseres Gedenkens ist. Unsere Freunde sollen die Gaben rechtzeitig zu Chanukka erhalten, und wir bitten deshalb alle, die unsere Arbeit unterstützen wollen, uns unverzüglich - das Chanukka fest beginnt bereits am 13. Dezember — Gaben zu senden. Gaben aller Art, Zigaretten, Zigarren, Tabak usw., Schokolade, Kaffee, Kakao, Tee, aber auch wollene Sachen werden erbeten, natürlich ailch Geldmittel herzlich erwünscht. Gaben bitten wir zu senden an: Rechtsanwalt Dr. K lee, Oranienburger Str. 1, Rechtsanwalt Feblowi cz, Rosenthaler Straße 4, Max Wallst einer, Charlottenburg, Roscherstraße 5. §2 Berlin, 24. November. Die Zionistische Vereinigung für Deutschland veröffentlicht einen Aufruf, in dem sie um Spenden für Liebesgaben bittet, die anläßlich des Chanukkafestes an die im Felde stehenden jüdischen Soldaten gesandt werden sollen, deren Adressen der Zionistischen Vereinigung bekannt sind oder angegeben werden. Einsender von mindestens 3 Mark sollen auch eine Karte mit ihrer Adresse beilegen, um dadurch von den Empfängern der Liebesgaben einen besonderen Dank bekommen zu können. Der Gedanke, den jüdischen Soldaten anläßlich des Chanukkafestes durch eine großzügige Aktion Gabensendungen zukommen zu lassen, verdient sicherlich allgemeine Anerkennung und Unterstützung. Alle Korrespondenzen und Geldsendungen sind an Herrn M. W o l l st e i n e r, Berlin-Charlottenburg, Roscherstraße 5, zu richten. S2 Königsberg i. Pr., 20. November. Die groß e N o t der o ft p r e u ß i s ch e n F l ü ch t l i n g s f a m i l i e n macht eine besondere Fürsorge für deren Kinder dringend erforderlich. Die Kinder vor allem müssen vor den Unbillen des herannahenden Winters und vor möglichen körperlichen und sittlichen Schäden, die ihnen auf der Flucht zukommen können, geschützt werden. Zugleich wird den Eltern dadurch ihr Los erleichtert und ihre Sorge vermindert. Jüdische Familien, b i e ein Flüchtlingskind während des Krieges unentgeltlich bei sich a u f n e h m e n m öchten , wollen sich freundlichst diesethalben möglichst bald mit Herrn W a i s e n h a n s d i r e k t o r P e r i h, Königsberg i. Pr., in Verbindung setzen. W. Posen, 20. November. Unter überaus zahlreicher Beteiligung fand die Beisetzung des hier verstorbenen Kaufmanns und Stadtverordneten Hugo B r o d n i tz statt. Der Beerdigung ging im Hause eine Trauerfeier voraus, bei der Herr Rabbiner Professor Dr Bloch für die hervorragenden Verdienste des Entschlafenen um seine Vaterstadt besonders als Stadtverordneter sowie in zahlreichen anderen Ehrenämtern, ferner um seine Familie, seine Freunde usw. vortreffliche Worte fand. Das überaus zahlreiche Trauergefolge, in dem viele Vertreter der verschiedenen Konfessionen sich befanden, legte Zeugnis ab von dem schweren Verlust, den sein Tod weiten Kreisen unserer Stadt gebracht hat. Marl bemerkte unter anderen den Oberbürgermeister Geheimen Regierungsrat Dr. Wilms mit nahezu sämtlichen in Posen anwesenden Magistratsnritgliederu, den Stadtverordnetenvorsteher Jnstizrat Plazek und den stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteher Rechnungsdirektor Busse mit zahlreichen jetzigen und ehemaligen Stadtverordneten, den Geheimen Regierungsrat N oet-el als Vertreter des Landeshauptmanns, den Reichsbankdirektor Behrend, den Kaufmann Israel Friedlaender mit dem Syndikus Dr. Hampke als Vertreter der Handelskammer, die Gebrüder Rotholz jun. als Vertreter der Hermann-Mühlen-Aktiengesellschaft, die Direktoren der Ostbank für Handel und Gewerbe, Kommerzienräte Michalowsky undNazary Hamburger und Direktor Sencszewski, zahlreiche Vertreter des Posener Rechtsanwalts-, Aerzte- und Kausmannsstandes usw. Nach der Trauerfeier setzte sich der stattliche Leichenzug nach dem Betolam in Bewegung, wo die Beisetzung erfolgte, nachdem zuvor Oberkantor Lilienthal einen Trauerpsalm gesungen hatte. x. Lijsa i. P., 20. November. Dr. Arthur Löwenherz, Lehrer am hebräischen Lehrerseminar in Jerusalem, hielt im hiesigen Literaturverein einen Vortrag: „In K riegsz eit en von Palästina n a ch dem D e u t s ch e n Reiche." Seine von Mühen und Strapazen reiche Reise ging in Gemeinschaft mit Diplom-Ingenieur Richard Michel u. a. auf dem Landwege durch Kleinasien, wobei der Taurrrs und Antitaurus auf Eseln überschritten werden mußten. Aus seinen Mitteilungen war es von besonderem Interesse, daß der bekannte Zeichner Lilien, ein Oesterreicher von Geburt, der viele Zeichrrungen und Photographien aus dem Heiligen Larrde mit sich führte, den Seeweg wählen wollte und durch einen glücklichen Zufall in letzter Minute davon Kenntnis erhielt, daß sein Schiff in Gefahr stand, von den Engländern abgefangen zu werden. Der Redner bestätigte die schon früher gemachten Angaben (vergleiche den Aufsatz von Sanitätsrat Dr. Scherbel in Nummer 13, 1914 dieses Blattes), wieviel die sanitären Verhältnisse in Palästina noch zu wünschen übriglassen. Ein sehrgroßer Teil der dortigen Juden leide an Malaria und finde sich damit nach denr Worte ab: „Kedachas (Fieber) ist keine Krankheit!" Hier müsse noch viel geschehen, und es sei zu hoffen, daß der jetzige Krieg,

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